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	<title>FAIR - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5343</id>
		<title>Tempel/Endowment/Racheeid</title>
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		<updated>2010-07-24T13:57:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: /* Parallelen in der Bibel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{templedisclaimer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, eine frühere Version der Tempelbegabung habe einen Eid enthalten, den die Teilnehmer leisteten, dass sie an der Regierung oder den Bürgern der Vereinigten Staaten Rache üben würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{nw}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In fast jeder antimormonischen Behandlung des Tempels bringen die Kritiker das Thema des &amp;quot;Racheeides&amp;quot; auf, der während des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts bestand. Diese Kritiker stellen die Natur dieses Eides oft falsch dar und versuchen sein Vorhandensein in der frühen Tempelbegabung als Beweis dafür zu benutzen, dass die HLT Tempelzeremonien ungöttlich, gewalttätig und unmoralisch wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führer der Kirche haben von Zeit zu Zeit [[%C3%84nderungen_an_der_Tempelbegabung|die Begabung verändert]]. Vor den Änderungen von 1927 gab es einen Eid, in dem um die Rache des Herrn gebetet wurde, die jene treffen sollte, die die Propheten ermordeten. In ihren beschwörten Zeugenaussagen und Tempelenthüllungen gaben Abgefallene widersprechende Berichte darüber, wer nun rächen sollte: Der Herr oder die Heiligen selbst. {{ref|vanhale1}} Wenn man die mormonische Geschichte nach Lehren über Rache durchforscht, erhält man zusätzliche Einsicht und das hilft abzuschätzen, welche Möglichkeit wahrscheinlicher ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Konflikt in Missouri===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 wurden die Mormonen aus Jackson County, Missouri vertrieben, teilweise wegen ihrer Haltung gegen die Sklaverei, die sich von der Haltung der alteingesessenen Siedler unterschied. Durch Offenbarung wurden die Heiligen angewiesen, eine Petition um Schadensersatz für die erlittenen Gewalttaten von der Regierung einzureichen. Von den Heiligen wurde erwartet, pazifistisch zu sein, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt [http://scriptures.lds.org/de/dc/98/23-31#23 (Siehe LuB 98:23-31)]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nun spreche ich zu euch in bezug auf eure Familien: Wenn die Menschen euch oder eure Familie einmal schlagen und ihr es geduldig tragt und sie nicht schmäht, auch nicht nach Rache trachtet, so werdet ihr belohnt werden; tragt ihr es aber nicht geduldig, dann wird es euch so angerechnet werden, als sei es euch mit einem rechten Maß zugemessen worden. Und weiter: Wenn euer Feind euch zum zweitenmal schlägt und ihr euren Feind nicht schmäht und es geduldig tragt, so wird euer Lohn hundertfach sein.&lt;br /&gt;
:Und weiter: Wenn er euch zum drittenmal schlägt und ihr es geduldig tragt, so wird euer Lohn euch vierfach verdoppelt werden; und diese drei Zeugnisse werden gegen euren Feind stehen, wenn er nicht umkehrt, und werden nicht ausgelöscht werden. Und nun, wahrlich, ich sage euch: Wenn jener Feind meiner Vergeltung entrinnen soll, so daß er nicht vor mich zum Gericht gebracht werde, so müßt ihr zusehen, daß ihr ihn in meinem Namen davor warnt, noch jemals über euch zu kommen, auch nicht über eure Familie, selbst eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Und wenn er dann über euch oder eure Kinder oder eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation kommt, habe ich deinen Feind in deine Hände gegeben; und wenn du ihn dann noch verschonst, wirst du für deine Rechtschaffenheit belohnt werden, ebenso deine Kinder und deine Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Doch ist dein Feind in deinen Händen, und wenn du ihm gemäß seinen Werken vergiltst, bist du gerechtfertigt; wenn er dir nach dem Leben getrachtet hat und dein Leben durch ihn gefährdet ist, so ist dein Feind in deinen Händen, und du bist gerechtfertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz von Gewalt wurde nur im Falle der Selbstverteidigung gebilligt oder nachdem der Herr einen vorher gewarnten Feind den Heiligen in die Hände gegeben hatte. Sogar zu Barmherzigkeit dem Feind gegenüber wurde ermutigt und es gibt Hinweise darauf, dass der Herr seine Schlachten selbst schlagen kann, (Vers 37) um seine Rache an den Bösen auszuführen. Man beachte auch die wiederholte Bezugnahme auf dritte und vierte Generationen von Kindern, die wegen der rhetorischen Wirkung eingefügt wurden, trotz der Unmöglichkeit, dass ein einziger Feind über eine so lange Zeitdauer eine Bedrohung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühest bekannte Racheeid in einem mormonischen Tempel scheint spontan von Joseph Smith bei der Weihung des Kirtland Tempels am 30. März 1830 eingeführt worden zu sein {{ref|Hitchcock}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Den Siebzigern steht es frei, nach Zion zu gehen, wenn sie möchten oder wo auch immer sie hin wollen und das Evangelium zu predigen und die Errettung Zions soll unsere Absicht sein und wir trachten danach sie zu beeinflussen, indem wir die ganze Kraft des Hauses des Herrn hinaufschicken, wo auch immer wir sie finden und ich möchte in den folgenden Bund eintreten, dass wenn noch weitere unserer Brüder durch den Pöbel erschlagen oder von ihrem Land in Missouri vertrieben werden, werden wir nicht rasten oder ruhen bis wir bis zum äußersten an unseren Feinden gerächt sind. Dieses Bündnis wurde einstimmig durch Hosianna und Amen gesiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mormonen setzten militärische Mittel ein, um sich in Missouri zu verteidigen, doch schließlich wurden sie vertrieben, nachdem gegen sie durch Gouverneur Boggs ein Ausrottungsbefehl ausgestellt worden war. Weitere Eingaben um Entschädigung in Missouri wurden abgelehnt. Martin van Buren bemerkte: &amp;quot;Ihre Sache ist gerecht, aber ich kann nichts für Sie tun.&amp;quot; Feinde in Missouri, einschließlich der nächste Gouverneur verschworen sich, um Joseph in Illinois zu kidnappen und ihn nach Missouri zu bringen, wo er mit  erdichteten Anklagen konfrontiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwicklungen in Nauvoo=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht in der Vorahnung seines Todes traf sich Joseph vor der Vollendung des Nauvoo Tempels oft mit Aposteln und anderen engen Mitarbeitern, um die Tempelbegabung wiederherzustellen. Wilford Woodruff ordnete später die Tempelbelehrung  um die biblische Rache des Herrn für das Blut der Propheten zu beten, folgendermaßen ein {{ref|Woodruff89}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe bereits gesagt, dass es nichts [Feindseliges gegenüber der Regierung in der mormonischen Begabung] Derartiges in irgend einem Teil oder einer Phase des Mormonismus gibt. Ich sollte darüber Bescheid wissen, da ich eines der ältesten Mitglieder der Kirche bin. Viel wird aus einer Form eines Gebets gemacht, das auf zwei Versen im sechsten Kapitel der Offenbarung des Johannes, wie sie im Neuen Testament stehen, beruht. Es bezieht sich darauf zu beten, dass Gott das Blut der Propheten rächen möge. Wie ich sehe, wurde der Versuch gemacht, dies mit einer Rache für den Tod von Joseph und Hyrum Smith in Verbindung zu bringen und dass es sich auf diese Nation beziehe. Das kann nicht eine solche Anwendung haben, da die Begabung lange vor dem Tod von Joseph und Hyrum gegeben wurde und nicht verändert wurde. Diese Nation und die Regierung ist vom mormonischen Volk nie wegen der Ermordung von Joseph und Hyrum Smith beschuldigt worden. Es ist wohl bekannt, dass der Mord die Tat örtlichen Pöbels in Verkleidung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Generationen von Heiligen der Letzten Tage, die Gewalttätigkeiten eines Pöbels, Entführungsversuche und Todesdrohungen nicht erlebt haben, sind vielleicht überrascht oder unangenehm berührt von den Gefühlen vieler früherer Heiliger, die für Gerechtigkeit beteten, statt für ihre Feinde zu beten. Doch wir leben in freundlicheren, sanfteren Zeiten. Die Mormonen des 19. Jahrhunderts, besonders jene die aus Nauvoo kamen, sahen immer die Hand Gottes am Werk, wenn ihren Verfolgern Unglück zustieß, ein Gefühl das in den meisten machtlosen, verfolgten Minderheitsgruppen vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Joseph Smith trafen sich seine engsten Freunde weiterhin. {{ref|quinn1}} Diese Gruppe traf sich, um Offenbarung zu prüfen (&amp;quot;versucht alle Dinge&amp;quot;), für die Heilung von kranken Mitgliedern zu beten, um den Erfolg von Kirchenprojekten zu beten und um die Befreiung von ihren Feinden zu beten. Heber C. Kimball erinnerte sich, dass sich nach dem Tod Josephs der Gebetskreis traf und um Gottes Rache betete. {{ref|kimball1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktionen von Willard Richards unmittelbar nach dem Märtyrertod zusammenfassend, schrieb Historikerin Claire Noall:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es ist wahr, in diese Rede [1850] verurteilte Richards die tatsächlichen Mörder. Als er aber die Kirche über den Tod von Joseph Smith im Gefängnis von Carthage informierte, schrieb er nach Nauvoo, dass die Bevölkerung von Carthage erwartete, dass die Mormonen aufstehen würden, doch er hatte  &amp;quot;versprochen, dass nicht.&amp;quot; Am nächsten Tag erinnerte er sein Volk von den Stufen von Josephs Haus, dass er sein Wort und seine Ehre verpfändet hatte für ihr friedliches Verhalten. Und als er die Nachricht von Smiths Tod an Brigham Young, damals in der Nähe von Boston, schrieb, schrieb Willard Richards, dass das Blut der Märtyrer nicht von der Erde nach Rache rufe, Rache sei die Sache des Herrn. {{ref|noall1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tempelarbeit allgemein und im besonderen Gebete, dass Gott, und nicht die mormonischen Mitglieder, Joseph Smith rächen werde, war die Rettung der Kirche in Nauvoo. Statt dem leidenschaftlichen Wunsch nach Rache durch Einsatz der Nauvoo Legion in ihrer eindrucksvollen Größe nachzugeben, gelang es den Brüdern, die Mitglieder dazu zu bringen, ihre Frustration und ihren Zorn in Anrufungen des Herrn um Gerechtigkeit zu lenken. Ihre Energie wurde auf die Dinge des Himmels konzentriert durch den Bau des Tempels und durch den Dienst darin. Das Gebet im Tempel wurde zu einem Weg, ritualisiert an den Märtyrertod Josephs zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Utah und die Smoot-Anhörungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Hintergrund für den  &#039;&#039;Eid, um Gottes Rache zu beten&#039;&#039;. (eine passendere Bezeichnung als &#039;&#039;Racheeid&#039;&#039;) Die meisten Berichte über diesen Tempeleid betonen, dass Gott, nicht der Mensch, die Strafe ausführen werde. So bezeugte zum Beispiel August Lundstrom, ein abgefallener Mormone, bei den Reed-Anhörungen im Dezember 1904:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Herr [Robert W. Tayler] [Anwalt für die Protestanten]: Können Sie uns die Verpflichtung zur Vergeltung geben?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Das kann ich.&lt;br /&gt;
:Herr Tayler: Tun Sie das.&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: &amp;quot;Wir und jeder von uns verpflichten uns feierlich und versprechen dass wir &#039;&#039;&#039;Gott bitten werden&#039;&#039;&#039; , das Blut von Joseph Smith an dieser Nation zu rächen.&amp;quot; Da war noch etwas dabei, aber daran kann ich mich nicht mehr wörtlich erinnern. Das ist der wesentliche Teil.&lt;br /&gt;
:Mr. Tayler: Was war da noch? Was sonst?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Es ging darum, unsere Kinder und Kindeskinder auf dieselbe Weise zu belehren. {{ref|lundstrom1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte einwenden, dass sich Lundstrom als Abgefallener die Existenz eines solchen Eides ausgedacht hat oder dass er willentlich oder unwillentlich den Wortlaut verdreht hat. Doch andere, die öffentlich über den Gegenstand sprachen, hatten ähnliche Erinnerungen. Hier ist die späte Erinnerung von David H. Cannon über die Vorgehensweise im Endowment House:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum Vater zu beten, das Blut der Propheten und rechtschaffenen Menschen, das vergossen wurde zu rächen, usw. Das wurde im Endowment House gegeben. Doch da die Leute nur einmal dorthin gingen, hinterließ es in ihrem Gedächtnis keinen so starken Eindruck, doch als die Begabgung für die Toten in Kraft gesetzt wurde, wurde er so gegeben wie er im 9. Kapitel der Offenbarung steht und auf solche Weise, dass wir den Vater bedrängen, dass er, nicht wir, das Blut, das von Märtyrern für das Zeugnis Jesu vergossen wurde, rächen möge. {{ref|buerger1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die religiöse Betonung darauf lag, Gott die Rache wirklich ausführen zu lassen, stellten sich Leute manchmal vor, sie könnten dazu aufgerufen werden, eine aktivere Rolle dabei zu spielen. Dies trat in der apokalyptischen Sprache einiger Patriarchalischer Segen zu Tage. Andere machten Bemerkungen, dass sie nicht ruhen würden, bis Gott die Rache ausführen würde. Von der Kanzel hielten viele Kirchenführer die Vereinigten Staaten als Nation für verantwortlich dafür, dass sie die Pöbelherrschaft außer Kontrolle geraten ließen. Jedoch sollten die Eide der Mitglieder sie dahingehend belehrt haben, dass sie ihre berechtigte Empörung in die Anrufung Gottes gelenkt haben, damit sie konstruktiv am Aufbau Zions mitarbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Biblischer Blickwinkel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Racheeid ist eine lebhafte Mahnung, dass die Heiligen die Schriften des Apostels Paulus so verstanden, dass Gerechtigkeit eine Verantwortlichkeit ist, die Gott vorbehalten ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr. [http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/roem012.htm#a18 (Römer 12:19)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallelen in der Bibel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen, die in den Psalmen Trost finden, finden dort auch zusätzliche Fälle, in denen man die Rache dem Herrn übergibt. Die Fluchpsalmen sind nichts anderes als Gebete für extreme Formen göttlicher Rache. Hier einige Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal109.htm#a8 Psalm 109:8-19]&lt;br /&gt;
:Nur gering sei die Zahl seiner Tage, sein Amt soll ein andrer erhalten. Seine Kinder sollen zu Waisen werden und seine Frau zur Witwe. Unstet sollen seine Kinder umherziehen und betteln, aus den Trümmern ihres Hauses vertrieben. Sein Gläubiger reiße all seinen Besitz an sich, Fremde sollen plündern, was er erworben hat. Niemand sei da, der ihm die Gunst bewahrt, keiner, der sich der Waisen erbarmt. Seine Nachkommen soll man vernichten, im nächsten Geschlecht schon erlösche sein Name. Der Herr denke an die Schuld seiner Väter, ungetilgt bleibe die Sünde seiner Mutter. Ihre Schuld stehe dem Herrn allzeit vor Augen, ihr Andenken lösche er aus auf Erden. Denn dieser Mensch dachte nie daran, Gnade zu üben; er verfolgte den Gebeugten und Armen und wollte den Verzagten töten. Er liebte den Fluch - der komme über ihn; er verschmähte den Segen, der bleibe ihm fern. Er zog den Fluch an wie ein Gewand; der dringe wie Wasser in seinen Leib, wie Öl in seine Glieder. Er werde für ihn wie das Kleid, in das er sich hüllt, wie der Gürtel, der ihn allzeit umschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal069.htm#a23 Psalm 69:23-26]&lt;br /&gt;
:Der Opfertisch werde für sie zur Falle, das Opfermahl zum Fangnetz. Blende ihre Augen, sodass sie nicht mehr sehen; lähme ihre Hüften für immer! Gieß über sie deinen Grimm aus, dein glühender Zorn soll sie treffen! Ihr Lagerplatz soll veröden, in ihren Zelten soll niemand mehr wohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal058.htm#a7 Psalm 58:7-10]&lt;br /&gt;
:O Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Mund! Zerschlage, Herr, das Gebiss der Löwen! Sie sollen vergehen wie verrinnendes Wasser, wie Gras, das verwelkt auf dem Weg, wie die Schnecke, die sich auflöst in Schleim; wie eine Fehlgeburt sollen sie die Sonne nicht schauen. Ehe eure Töpfe das Feuer des Dornstrauchs spüren, fege Gott die Feinde hinweg, ob frisch, ob verdorrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal083.htm#a14 Psalm 83:14-18]&lt;br /&gt;
:Mein Gott, lass sie dahinwirbeln wie Staub, wie Spreu vor dem Wind! Wie das Feuer, das ganze Wälder verbrennt, wie die Flamme, die Berge versengt, so jage sie davon mit deinem Sturm und schrecke sie mit deinem Wetter! Bedecke mit Schmach ihr Gesicht, damit sie, Herr, nach deinem Namen fragen. Beschämt sollen sie sein und verstört für immer, sollen vor Schande zugrunde gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist fraglich, ob für uns heute solche Wünsche/Gebete angemessen sind, wenn wir bedenken, dass wir unter einem Paradigma des &#039;&#039;Vergebens&#039;&#039; gemäß dem Neuen Testament leben. Man beachte, dass sich im Neuen Testament sowohl Petrus als auch Paulus auf Psalm 69 berufen haben. (Apostelgeschichte 1:15-20, Römer 11:9-10) Die Schriften liefern auch Beispiele für die Rache des Herrn nach dem Sühnopfer Christi (Lukas 11:49-51, Offenbarung 16:4-7) Beispiele gibt es auch im Buch Mormon (3. Nephi 9:5-11) Philip Yancey, der Autor von &amp;quot;Die Bibel, die Jesus las&amp;quot; erforscht das Paradoxon und kommt zum Schluss, dass die scheinbar diabolische Sprache, die in den Fluchpsalmen benutzt wird als eine Art von &amp;quot;Geistiger Therapie&amp;quot; diente, die auch heute für uns noch angemessen zu benutzen ist. Er gibt folgende Erklärung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wenn jemand mir Unrecht tut, habe ich mehrere Möglichkeiten. Ich kann persönlich Rache üben, was eine Reaktion ist, die die Bibel verdammt. Ich kann meine verletzten Gefühle und meinen Zorn leugnen oder unterdrücken. Oder ich kann diese Gefühle vor Gott bringen und Gott die Aufgabe der &#039;ausgleichenden Gerechtigkeit&#039; anvertrauen. Die Fluchpsalmen sind lebhafte Beispiele für die letzte Möglichkeit. &#039;Mein ist die Rache, ich werde vergelten&#039;, sagt der Herr. Gebete wie die Fluchpsalmen legen die Rache in die richtigen Hände. Bedeutsam ist, dass die Fluchpsalmen ihre Empörung vor Gott bringen und nicht vor den Feind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yancey sagt weiter:&lt;br /&gt;
:Was ein rachsüchtiger Fluch ist, wenn er jemandem gegenüber ausgesprochen wird, ist ein Flehen hilfloser Abhängigkeit, wenn er direkt zu Gott gesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fügt hinzu:&lt;br /&gt;
:Manchmal erkenne ich, dass während ich ihn ausspreche, mein Mitgefühl wächst. Gottes Geist spricht zu mir über meine eigene Selbstsucht, über meinen wertenden Geist, meine eigenen Mängel, die andere mit Güte und Vergebung behandelten, meinen stolzen, engstirnigen Standpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schließt: &lt;br /&gt;
:wenn ich so gefühlbeladen bete, kann ich wohl erkennen, dass meine rachsüchtigen Gefühle göttlicher Verbesserung bedürfen. Doch nur, wenn ich diese Gefühle vor Gott bringe, werde ich die Gelegenheit für Verbesserung und Heilung haben. {{ref|Yancey1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1927 enthielt die Tempelbegabung höchst wahrscheinlich einen solchen Eid. Der genaue Wortlaut ist nicht ganz klar, doch scheint es, dass er &#039;&#039;nicht&#039;&#039; die Heiligen dazu aufrief, selbst Rache an den Vereinigten Staaten zu nehmen, sondern dass sie weiterhin darum beten sollen, dass Gott selbst das Blut der Propheten rächen möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Racheeid keine Verfluchungen enthielt wie jene in den Fluchpsalmen, so hatten wohl die Heiligen, so wie der Psalmist, die Weisheit, ihre heftigen Gefühle direkt vor Gott zu bringen als Reaktion auf die Ungerechtigkeiten, womit sie behandelt worden waren. Indem sie das taten, übertrugen sie ihm die Verantwortung sowohl für die Gerechtigkeit als auch für die Heilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|vanhale1}}Van Hale, &amp;quot;The Alleged Oath of Vengeance,&amp;quot; [der angebliche Racheeid] aufgezeichnet am 1. Juli 2007 während der &#039;&#039;Mormon Miscellaneous Worldwide Talk Show,&#039;&#039; [gemischten mormonischen weltweiten Talkshow]&lt;br /&gt;
#{{note|Hitchcock}}Siehe 30. März 1836 Jesse Hitchcock Bericht in &amp;quot;MS Joseph Smith Journal, 1835-36,&amp;quot; 193 pp., &#039;&#039;Joseph Smith Collection,&#039;&#039; LDS Church Archives zitiert in Dean C. Jesse, ed., &#039;&#039;The Personal Writings of Joseph Smith&#039;&#039; (Salt Lake City: Deseret Book, 1984) &lt;br /&gt;
#{{note|Woodruff89}} Wilford Woodruff Interview, &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; 22. November 1889&lt;br /&gt;
#{{note|quinn1}}Eine Geschichte der Gebetskreise siehe D. Michael Quinn, &amp;quot;Latter-day Saint Prayer Circles,&amp;quot; Brigham Young University Studies 19:1 (Herbst 1978): 79–105&lt;br /&gt;
#{{note|kimball1}}Siehe seinen Tagebucheintrag vom 21. Dezember 1845 in &#039;&#039;The Nauvoo Endowment Companies, 1845&amp;amp;ndash;1846: A Documentary History,&#039;&#039;  Richard Van Wagoner, Devery Scott Anderson, and Gary James Bergera, Herausgeber. (Salt Lake City: Signature Books, 2005).&lt;br /&gt;
#{{note|noall1}}Claire Noall, &amp;quot;The Plains of Warsaw,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 25:1 (Januar 1957), pp. 47&amp;amp;ndash;51.&lt;br /&gt;
#{{note|lundstrom1}}Zeugenaussage von August W. Lundstrom, &#039;&#039;Proceedings before the Committee on Privileges and Elections of the United States Senate in the Matter of the Protests Against the Right of Hon. Reed Smoot, a Senator from the State of Utah, to Hold His Seat&#039;&#039; [Protokoll des Falles der Proteste gegen das recht des ehrenwerten Reed Smoot, Senator des Staates Utah, seinen SItz einzunehmen vor dem Komittee über Privilegien und Wahlen des Senats der Vereinigten Staaten.] (Washington, D.C.: Government Printing Office, 1906), 2:153.&lt;br /&gt;
#{{note|buerger1}}David John Buerger, &amp;quot;The Development of the Mormon Temple Endowment Ceremony,&amp;quot; [die Entwicklung der mormonischen Tempelbegabungszeremonie] Dialogue: A Journal of Mormon Thought 34:1 (Frühling/Sommer 2001): 103&lt;br /&gt;
#{{note|Yancey1}}Philip Yancey, &amp;quot;The Bible Jesus Read,&amp;quot; [Die Bibel, die Jesus las](Grand Rapids, Michigan, Zondervan, 1999) pp. 133&amp;amp;ndash;139.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TempleWiki}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/Restoring_the_Ancient_Church/chap06.html mehr über Tempel (engl)]&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/FAIR_Conferences/2005_Latter-day_Saints_and_Freemasonry.html zu den Freimaurerelementen im Endowment (engl)]&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Die_Zeit_in_Missouri Verfolgungen in Missouri]&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Leidensweg_eines_zeitgen%C3%B6ssischen_Propheten Verfolgungen in Nauvoo]&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/EIDE.html Encyklopädie des Mormonismus - Eide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:Oath_of_vengeance]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5342</id>
		<title>Tempel/Endowment/Racheeid</title>
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		<updated>2010-07-24T13:55:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: /* Parallelen in der Bibel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{templedisclaimer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, eine frühere Version der Tempelbegabung habe einen Eid enthalten, den die Teilnehmer leisteten, dass sie an der Regierung oder den Bürgern der Vereinigten Staaten Rache üben würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{nw}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In fast jeder antimormonischen Behandlung des Tempels bringen die Kritiker das Thema des &amp;quot;Racheeides&amp;quot; auf, der während des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts bestand. Diese Kritiker stellen die Natur dieses Eides oft falsch dar und versuchen sein Vorhandensein in der frühen Tempelbegabung als Beweis dafür zu benutzen, dass die HLT Tempelzeremonien ungöttlich, gewalttätig und unmoralisch wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führer der Kirche haben von Zeit zu Zeit [[%C3%84nderungen_an_der_Tempelbegabung|die Begabung verändert]]. Vor den Änderungen von 1927 gab es einen Eid, in dem um die Rache des Herrn gebetet wurde, die jene treffen sollte, die die Propheten ermordeten. In ihren beschwörten Zeugenaussagen und Tempelenthüllungen gaben Abgefallene widersprechende Berichte darüber, wer nun rächen sollte: Der Herr oder die Heiligen selbst. {{ref|vanhale1}} Wenn man die mormonische Geschichte nach Lehren über Rache durchforscht, erhält man zusätzliche Einsicht und das hilft abzuschätzen, welche Möglichkeit wahrscheinlicher ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Konflikt in Missouri===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 wurden die Mormonen aus Jackson County, Missouri vertrieben, teilweise wegen ihrer Haltung gegen die Sklaverei, die sich von der Haltung der alteingesessenen Siedler unterschied. Durch Offenbarung wurden die Heiligen angewiesen, eine Petition um Schadensersatz für die erlittenen Gewalttaten von der Regierung einzureichen. Von den Heiligen wurde erwartet, pazifistisch zu sein, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt [http://scriptures.lds.org/de/dc/98/23-31#23 (Siehe LuB 98:23-31)]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nun spreche ich zu euch in bezug auf eure Familien: Wenn die Menschen euch oder eure Familie einmal schlagen und ihr es geduldig tragt und sie nicht schmäht, auch nicht nach Rache trachtet, so werdet ihr belohnt werden; tragt ihr es aber nicht geduldig, dann wird es euch so angerechnet werden, als sei es euch mit einem rechten Maß zugemessen worden. Und weiter: Wenn euer Feind euch zum zweitenmal schlägt und ihr euren Feind nicht schmäht und es geduldig tragt, so wird euer Lohn hundertfach sein.&lt;br /&gt;
:Und weiter: Wenn er euch zum drittenmal schlägt und ihr es geduldig tragt, so wird euer Lohn euch vierfach verdoppelt werden; und diese drei Zeugnisse werden gegen euren Feind stehen, wenn er nicht umkehrt, und werden nicht ausgelöscht werden. Und nun, wahrlich, ich sage euch: Wenn jener Feind meiner Vergeltung entrinnen soll, so daß er nicht vor mich zum Gericht gebracht werde, so müßt ihr zusehen, daß ihr ihn in meinem Namen davor warnt, noch jemals über euch zu kommen, auch nicht über eure Familie, selbst eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Und wenn er dann über euch oder eure Kinder oder eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation kommt, habe ich deinen Feind in deine Hände gegeben; und wenn du ihn dann noch verschonst, wirst du für deine Rechtschaffenheit belohnt werden, ebenso deine Kinder und deine Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Doch ist dein Feind in deinen Händen, und wenn du ihm gemäß seinen Werken vergiltst, bist du gerechtfertigt; wenn er dir nach dem Leben getrachtet hat und dein Leben durch ihn gefährdet ist, so ist dein Feind in deinen Händen, und du bist gerechtfertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz von Gewalt wurde nur im Falle der Selbstverteidigung gebilligt oder nachdem der Herr einen vorher gewarnten Feind den Heiligen in die Hände gegeben hatte. Sogar zu Barmherzigkeit dem Feind gegenüber wurde ermutigt und es gibt Hinweise darauf, dass der Herr seine Schlachten selbst schlagen kann, (Vers 37) um seine Rache an den Bösen auszuführen. Man beachte auch die wiederholte Bezugnahme auf dritte und vierte Generationen von Kindern, die wegen der rhetorischen Wirkung eingefügt wurden, trotz der Unmöglichkeit, dass ein einziger Feind über eine so lange Zeitdauer eine Bedrohung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühest bekannte Racheeid in einem mormonischen Tempel scheint spontan von Joseph Smith bei der Weihung des Kirtland Tempels am 30. März 1830 eingeführt worden zu sein {{ref|Hitchcock}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Den Siebzigern steht es frei, nach Zion zu gehen, wenn sie möchten oder wo auch immer sie hin wollen und das Evangelium zu predigen und die Errettung Zions soll unsere Absicht sein und wir trachten danach sie zu beeinflussen, indem wir die ganze Kraft des Hauses des Herrn hinaufschicken, wo auch immer wir sie finden und ich möchte in den folgenden Bund eintreten, dass wenn noch weitere unserer Brüder durch den Pöbel erschlagen oder von ihrem Land in Missouri vertrieben werden, werden wir nicht rasten oder ruhen bis wir bis zum äußersten an unseren Feinden gerächt sind. Dieses Bündnis wurde einstimmig durch Hosianna und Amen gesiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mormonen setzten militärische Mittel ein, um sich in Missouri zu verteidigen, doch schließlich wurden sie vertrieben, nachdem gegen sie durch Gouverneur Boggs ein Ausrottungsbefehl ausgestellt worden war. Weitere Eingaben um Entschädigung in Missouri wurden abgelehnt. Martin van Buren bemerkte: &amp;quot;Ihre Sache ist gerecht, aber ich kann nichts für Sie tun.&amp;quot; Feinde in Missouri, einschließlich der nächste Gouverneur verschworen sich, um Joseph in Illinois zu kidnappen und ihn nach Missouri zu bringen, wo er mit  erdichteten Anklagen konfrontiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwicklungen in Nauvoo=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht in der Vorahnung seines Todes traf sich Joseph vor der Vollendung des Nauvoo Tempels oft mit Aposteln und anderen engen Mitarbeitern, um die Tempelbegabung wiederherzustellen. Wilford Woodruff ordnete später die Tempelbelehrung  um die biblische Rache des Herrn für das Blut der Propheten zu beten, folgendermaßen ein {{ref|Woodruff89}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe bereits gesagt, dass es nichts [Feindseliges gegenüber der Regierung in der mormonischen Begabung] Derartiges in irgend einem Teil oder einer Phase des Mormonismus gibt. Ich sollte darüber Bescheid wissen, da ich eines der ältesten Mitglieder der Kirche bin. Viel wird aus einer Form eines Gebets gemacht, das auf zwei Versen im sechsten Kapitel der Offenbarung des Johannes, wie sie im Neuen Testament stehen, beruht. Es bezieht sich darauf zu beten, dass Gott das Blut der Propheten rächen möge. Wie ich sehe, wurde der Versuch gemacht, dies mit einer Rache für den Tod von Joseph und Hyrum Smith in Verbindung zu bringen und dass es sich auf diese Nation beziehe. Das kann nicht eine solche Anwendung haben, da die Begabung lange vor dem Tod von Joseph und Hyrum gegeben wurde und nicht verändert wurde. Diese Nation und die Regierung ist vom mormonischen Volk nie wegen der Ermordung von Joseph und Hyrum Smith beschuldigt worden. Es ist wohl bekannt, dass der Mord die Tat örtlichen Pöbels in Verkleidung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Generationen von Heiligen der Letzten Tage, die Gewalttätigkeiten eines Pöbels, Entführungsversuche und Todesdrohungen nicht erlebt haben, sind vielleicht überrascht oder unangenehm berührt von den Gefühlen vieler früherer Heiliger, die für Gerechtigkeit beteten, statt für ihre Feinde zu beten. Doch wir leben in freundlicheren, sanfteren Zeiten. Die Mormonen des 19. Jahrhunderts, besonders jene die aus Nauvoo kamen, sahen immer die Hand Gottes am Werk, wenn ihren Verfolgern Unglück zustieß, ein Gefühl das in den meisten machtlosen, verfolgten Minderheitsgruppen vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Joseph Smith trafen sich seine engsten Freunde weiterhin. {{ref|quinn1}} Diese Gruppe traf sich, um Offenbarung zu prüfen (&amp;quot;versucht alle Dinge&amp;quot;), für die Heilung von kranken Mitgliedern zu beten, um den Erfolg von Kirchenprojekten zu beten und um die Befreiung von ihren Feinden zu beten. Heber C. Kimball erinnerte sich, dass sich nach dem Tod Josephs der Gebetskreis traf und um Gottes Rache betete. {{ref|kimball1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktionen von Willard Richards unmittelbar nach dem Märtyrertod zusammenfassend, schrieb Historikerin Claire Noall:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es ist wahr, in diese Rede [1850] verurteilte Richards die tatsächlichen Mörder. Als er aber die Kirche über den Tod von Joseph Smith im Gefängnis von Carthage informierte, schrieb er nach Nauvoo, dass die Bevölkerung von Carthage erwartete, dass die Mormonen aufstehen würden, doch er hatte  &amp;quot;versprochen, dass nicht.&amp;quot; Am nächsten Tag erinnerte er sein Volk von den Stufen von Josephs Haus, dass er sein Wort und seine Ehre verpfändet hatte für ihr friedliches Verhalten. Und als er die Nachricht von Smiths Tod an Brigham Young, damals in der Nähe von Boston, schrieb, schrieb Willard Richards, dass das Blut der Märtyrer nicht von der Erde nach Rache rufe, Rache sei die Sache des Herrn. {{ref|noall1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tempelarbeit allgemein und im besonderen Gebete, dass Gott, und nicht die mormonischen Mitglieder, Joseph Smith rächen werde, war die Rettung der Kirche in Nauvoo. Statt dem leidenschaftlichen Wunsch nach Rache durch Einsatz der Nauvoo Legion in ihrer eindrucksvollen Größe nachzugeben, gelang es den Brüdern, die Mitglieder dazu zu bringen, ihre Frustration und ihren Zorn in Anrufungen des Herrn um Gerechtigkeit zu lenken. Ihre Energie wurde auf die Dinge des Himmels konzentriert durch den Bau des Tempels und durch den Dienst darin. Das Gebet im Tempel wurde zu einem Weg, ritualisiert an den Märtyrertod Josephs zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Utah und die Smoot-Anhörungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Hintergrund für den  &#039;&#039;Eid, um Gottes Rache zu beten&#039;&#039;. (eine passendere Bezeichnung als &#039;&#039;Racheeid&#039;&#039;) Die meisten Berichte über diesen Tempeleid betonen, dass Gott, nicht der Mensch, die Strafe ausführen werde. So bezeugte zum Beispiel August Lundstrom, ein abgefallener Mormone, bei den Reed-Anhörungen im Dezember 1904:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Herr [Robert W. Tayler] [Anwalt für die Protestanten]: Können Sie uns die Verpflichtung zur Vergeltung geben?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Das kann ich.&lt;br /&gt;
:Herr Tayler: Tun Sie das.&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: &amp;quot;Wir und jeder von uns verpflichten uns feierlich und versprechen dass wir &#039;&#039;&#039;Gott bitten werden&#039;&#039;&#039; , das Blut von Joseph Smith an dieser Nation zu rächen.&amp;quot; Da war noch etwas dabei, aber daran kann ich mich nicht mehr wörtlich erinnern. Das ist der wesentliche Teil.&lt;br /&gt;
:Mr. Tayler: Was war da noch? Was sonst?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Es ging darum, unsere Kinder und Kindeskinder auf dieselbe Weise zu belehren. {{ref|lundstrom1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte einwenden, dass sich Lundstrom als Abgefallener die Existenz eines solchen Eides ausgedacht hat oder dass er willentlich oder unwillentlich den Wortlaut verdreht hat. Doch andere, die öffentlich über den Gegenstand sprachen, hatten ähnliche Erinnerungen. Hier ist die späte Erinnerung von David H. Cannon über die Vorgehensweise im Endowment House:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum Vater zu beten, das Blut der Propheten und rechtschaffenen Menschen, das vergossen wurde zu rächen, usw. Das wurde im Endowment House gegeben. Doch da die Leute nur einmal dorthin gingen, hinterließ es in ihrem Gedächtnis keinen so starken Eindruck, doch als die Begabgung für die Toten in Kraft gesetzt wurde, wurde er so gegeben wie er im 9. Kapitel der Offenbarung steht und auf solche Weise, dass wir den Vater bedrängen, dass er, nicht wir, das Blut, das von Märtyrern für das Zeugnis Jesu vergossen wurde, rächen möge. {{ref|buerger1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die religiöse Betonung darauf lag, Gott die Rache wirklich ausführen zu lassen, stellten sich Leute manchmal vor, sie könnten dazu aufgerufen werden, eine aktivere Rolle dabei zu spielen. Dies trat in der apokalyptischen Sprache einiger Patriarchalischer Segen zu Tage. Andere machten Bemerkungen, dass sie nicht ruhen würden, bis Gott die Rache ausführen würde. Von der Kanzel hielten viele Kirchenführer die Vereinigten Staaten als Nation für verantwortlich dafür, dass sie die Pöbelherrschaft außer Kontrolle geraten ließen. Jedoch sollten die Eide der Mitglieder sie dahingehend belehrt haben, dass sie ihre berechtigte Empörung in die Anrufung Gottes gelenkt haben, damit sie konstruktiv am Aufbau Zions mitarbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Biblischer Blickwinkel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Racheeid ist eine lebhafte Mahnung, dass die Heiligen die Schriften des Apostels Paulus so verstanden, dass Gerechtigkeit eine Verantwortlichkeit ist, die Gott vorbehalten ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr. [http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/roem012.htm#a18 (Römer 12:19)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallelen in der Bibel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen, die in den Psalmen Trost finden, finden dort auch zusätzliche Fälle, in denen man die Rache dem Herrn übergibt. Die Fluchpsalmen sind nichts anderes als Gebete für extreme Formen göttlicher Rache. Hier einige Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal109.htm#a8 Psalm 109:8-19]&lt;br /&gt;
:Nur gering sei die Zahl seiner Tage, sein Amt soll ein andrer erhalten. Seine Kinder sollen zu Waisen werden und seine Frau zur Witwe. Unstet sollen seine Kinder umherziehen und betteln, aus den Trümmern ihres Hauses vertrieben. Sein Gläubiger reiße all seinen Besitz an sich, Fremde sollen plündern, was er erworben hat. Niemand sei da, der ihm die Gunst bewahrt, keiner, der sich der Waisen erbarmt. Seine Nachkommen soll man vernichten, im nächsten Geschlecht schon erlösche sein Name. Der Herr denke an die Schuld seiner Väter, ungetilgt bleibe die Sünde seiner Mutter. Ihre Schuld stehe dem Herrn allzeit vor Augen, ihr Andenken lösche er aus auf Erden. Denn dieser Mensch dachte nie daran, Gnade zu üben; er verfolgte den Gebeugten und Armen und wollte den Verzagten töten. Er liebte den Fluch - der komme über ihn; er verschmähte den Segen, der bleibe ihm fern. Er zog den Fluch an wie ein Gewand; der dringe wie Wasser in seinen Leib, wie Öl in seine Glieder. Er werde für ihn wie das Kleid, in das er sich hüllt, wie der Gürtel, der ihn allzeit umschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal069.htm#a23 Psalm 69:23-26]&lt;br /&gt;
:Der Opfertisch werde für sie zur Falle, das Opfermahl zum Fangnetz. Blende ihre Augen, sodass sie nicht mehr sehen; lähme ihre Hüften für immer! Gieß über sie deinen Grimm aus, dein glühender Zorn soll sie treffen! Ihr Lagerplatz soll veröden, in ihren Zelten soll niemand mehr wohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal058.htm#a7 Psalm 58:7-10]&lt;br /&gt;
:O Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Mund! Zerschlage, Herr, das Gebiss der Löwen! Sie sollen vergehen wie verrinnendes Wasser, wie Gras, das verwelkt auf dem Weg, wie die Schnecke, die sich auflöst in Schleim; wie eine Fehlgeburt sollen sie die Sonne nicht schauen. Ehe eure Töpfe das Feuer des Dornstrauchs spüren, fege Gott die Feinde hinweg, ob frisch, ob verdorrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal083.htm#a14 Psalm 83:14-18]&lt;br /&gt;
:Mein Gott, lass sie dahinwirbeln wie Staub, wie Spreu vor dem Wind! Wie das Feuer, das ganze Wälder verbrennt, wie die Flamme, die Berge versengt, so jage sie davon mit deinem Sturm und schrecke sie mit deinem Wetter! Bedecke mit Schmach ihr Gesicht, damit sie, Herr, nach deinem Namen fragen. Beschämt sollen sie sein und verstört für immer, sollen vor Schande zugrunde gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist fraglich, ob für uns heute solche Wünsche/Gebete angemessen sind, wenn wir bedenken, dass wir unter einem Paradigma des &#039;&#039;Vergebens&#039;&#039; gemäß dem Neuen Testament leben. Man beachte, dass sich im Neuen Testament sowohl Petrus als auch Paulus auf Psalm 69 berufen haben. (Apostelgeschichte 1:15-20, Römer 11:9-10) Die Schriften liefern auch Beispiele für die Rache des Herrn nach dem Sühnopfer Christi (Lukas 11:49-51, Offenbarung 16:4-7) Beispiele gibt es auch im Buch Mormon (3. Nephi 9:5-11) Philip Yancey, der Autor von &amp;quot;Die Bibel, die Jesus las&amp;quot; erforscht das Paradoxon und kommt zum Schluss, dass die scheinbar diabolische Sprache, die in den Fluchpsalmen benutzt wird als eine Art von &amp;quot;Geistiger Therapie&amp;quot; diente, die auch heute für uns noch angemessen zu benutzen ist. Er gibt folgende Erklärung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wenn jemand mir Unrecht tut, habe ich mehrere Möglichkeiten. Ich kann persönlich Rache üben, was eine Reaktion ist, die die Bibel verdammt. Ich kann meine verletzten Gefühle und meinen Zorn leugnen oder unterdrücken. Oder ich kann diese Gefühle vor Gott bringen und Gott die Aufgabe der &#039;ausgleichenden Gerechtigkeit&#039; anvertrauen. Die Fluchpsalmen sind lebhafte Beispiele für die letzte Möglichkeit. &#039;Mein ist die Rache, ich werde vergelten&#039;, sagt der Herr. Gebete wie die Fluchpsalmen legen die Rache in die richtigen Hände. Bedeutsam ist, dass die Fluchpsalmen ihre Empörung vor Gott bringen und nicht vor den Feind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yancey sagt weiter:&lt;br /&gt;
:Was ein rachsüchtiger Fluch ist, wenn er jemandem gegenüber ausgesprochen wird, ist ein Flehen hilfloser Abhängigkeit, wenn er direkt zu Gott gesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fügt hinzu:&lt;br /&gt;
:Manchmal erkenne ich, dass während ich ihn ausspreche, mein Mitgefühl wächst. Gottes Geist spricht zu mir über meine eigene Selbstsucht, über meinen wertenden Geist, meine eigenen Mängel, die andere mit Güte und Vergebung behandelten, meinen stolzen, engstirnigen Standpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schließt, :wenn ich so gefühlbeladen bete, kann ich wohl erkennen, dass meine rachsüchtigen Gefühle göttlicher Verbesserung bedürfen. Doch nur, wenn ich diese Gefühle vor Gott bringe, werde ich die Gelegenheit für Verbesserung und Heilung haben. {{ref|Yancey1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1927 enthielt die Tempelbegabung höchst wahrscheinlich einen solchen Eid. Der genaue Wortlaut ist nicht ganz klar, doch scheint es, dass er &#039;&#039;nicht&#039;&#039; die Heiligen dazu aufrief, selbst Rache an den Vereinigten Staaten zu nehmen, sondern dass sie weiterhin darum beten sollen, dass Gott selbst das Blut der Propheten rächen möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Racheeid keine Verfluchungen enthielt wie jene in den Fluchpsalmen, so hatten wohl die Heiligen, so wie der Psalmist, die Weisheit, ihre heftigen Gefühle direkt vor Gott zu bringen als Reaktion auf die Ungerechtigkeiten, womit sie behandelt worden waren. Indem sie das taten, übertrugen sie ihm die Verantwortung sowohl für die Gerechtigkeit als auch für die Heilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|vanhale1}}Van Hale, &amp;quot;The Alleged Oath of Vengeance,&amp;quot; [der angebliche Racheeid] aufgezeichnet am 1. Juli 2007 während der &#039;&#039;Mormon Miscellaneous Worldwide Talk Show,&#039;&#039; [gemischten mormonischen weltweiten Talkshow]&lt;br /&gt;
#{{note|Hitchcock}}Siehe 30. März 1836 Jesse Hitchcock Bericht in &amp;quot;MS Joseph Smith Journal, 1835-36,&amp;quot; 193 pp., &#039;&#039;Joseph Smith Collection,&#039;&#039; LDS Church Archives zitiert in Dean C. Jesse, ed., &#039;&#039;The Personal Writings of Joseph Smith&#039;&#039; (Salt Lake City: Deseret Book, 1984) &lt;br /&gt;
#{{note|Woodruff89}} Wilford Woodruff Interview, &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; 22. November 1889&lt;br /&gt;
#{{note|quinn1}}Eine Geschichte der Gebetskreise siehe D. Michael Quinn, &amp;quot;Latter-day Saint Prayer Circles,&amp;quot; Brigham Young University Studies 19:1 (Herbst 1978): 79–105&lt;br /&gt;
#{{note|kimball1}}Siehe seinen Tagebucheintrag vom 21. Dezember 1845 in &#039;&#039;The Nauvoo Endowment Companies, 1845&amp;amp;ndash;1846: A Documentary History,&#039;&#039;  Richard Van Wagoner, Devery Scott Anderson, and Gary James Bergera, Herausgeber. (Salt Lake City: Signature Books, 2005).&lt;br /&gt;
#{{note|noall1}}Claire Noall, &amp;quot;The Plains of Warsaw,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 25:1 (Januar 1957), pp. 47&amp;amp;ndash;51.&lt;br /&gt;
#{{note|lundstrom1}}Zeugenaussage von August W. Lundstrom, &#039;&#039;Proceedings before the Committee on Privileges and Elections of the United States Senate in the Matter of the Protests Against the Right of Hon. Reed Smoot, a Senator from the State of Utah, to Hold His Seat&#039;&#039; [Protokoll des Falles der Proteste gegen das recht des ehrenwerten Reed Smoot, Senator des Staates Utah, seinen SItz einzunehmen vor dem Komittee über Privilegien und Wahlen des Senats der Vereinigten Staaten.] (Washington, D.C.: Government Printing Office, 1906), 2:153.&lt;br /&gt;
#{{note|buerger1}}David John Buerger, &amp;quot;The Development of the Mormon Temple Endowment Ceremony,&amp;quot; [die Entwicklung der mormonischen Tempelbegabungszeremonie] Dialogue: A Journal of Mormon Thought 34:1 (Frühling/Sommer 2001): 103&lt;br /&gt;
#{{note|Yancey1}}Philip Yancey, &amp;quot;The Bible Jesus Read,&amp;quot; [Die Bibel, die Jesus las](Grand Rapids, Michigan, Zondervan, 1999) pp. 133&amp;amp;ndash;139.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TempleWiki}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/Restoring_the_Ancient_Church/chap06.html mehr über Tempel (engl)]&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/FAIR_Conferences/2005_Latter-day_Saints_and_Freemasonry.html zu den Freimaurerelementen im Endowment (engl)]&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Die_Zeit_in_Missouri Verfolgungen in Missouri]&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Leidensweg_eines_zeitgen%C3%B6ssischen_Propheten Verfolgungen in Nauvoo]&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/EIDE.html Encyklopädie des Mormonismus - Eide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:Oath_of_vengeance]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5339</id>
		<title>Tempel/Endowment/Racheeid</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5339"/>
		<updated>2010-07-24T13:51:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: /* Parallelen in der Bibel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{templedisclaimer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, eine frühere Version der Tempelbegabung habe einen Eid enthalten, den die Teilnehmer leisteten, dass sie an der Regierung oder den Bürgern der Vereinigten Staaten Rache üben würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{nw}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In fast jeder antimormonischen Behandlung des Tempels bringen die Kritiker das Thema des &amp;quot;Racheeides&amp;quot; auf, der während des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts bestand. Diese Kritiker stellen die Natur dieses Eides oft falsch dar und versuchen sein Vorhandensein in der frühen Tempelbegabung als Beweis dafür zu benutzen, dass die HLT Tempelzeremonien ungöttlich, gewalttätig und unmoralisch wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führer der Kirche haben von Zeit zu Zeit [[%C3%84nderungen_an_der_Tempelbegabung|die Begabung verändert]]. Vor den Änderungen von 1927 gab es einen Eid, in dem um die Rache des Herrn gebetet wurde, die jene treffen sollte, die die Propheten ermordeten. In ihren beschwörten Zeugenaussagen und Tempelenthüllungen gaben Abgefallene widersprechende Berichte darüber, wer nun rächen sollte: Der Herr oder die Heiligen selbst. {{ref|vanhale1}} Wenn man die mormonische Geschichte nach Lehren über Rache durchforscht, erhält man zusätzliche Einsicht und das hilft abzuschätzen, welche Möglichkeit wahrscheinlicher ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Konflikt in Missouri===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 wurden die Mormonen aus Jackson County, Missouri vertrieben, teilweise wegen ihrer Haltung gegen die Sklaverei, die sich von der Haltung der alteingesessenen Siedler unterschied. Durch Offenbarung wurden die Heiligen angewiesen, eine Petition um Schadensersatz für die erlittenen Gewalttaten von der Regierung einzureichen. Von den Heiligen wurde erwartet, pazifistisch zu sein, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt [http://scriptures.lds.org/de/dc/98/23-31#23 (Siehe LuB 98:23-31)]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nun spreche ich zu euch in bezug auf eure Familien: Wenn die Menschen euch oder eure Familie einmal schlagen und ihr es geduldig tragt und sie nicht schmäht, auch nicht nach Rache trachtet, so werdet ihr belohnt werden; tragt ihr es aber nicht geduldig, dann wird es euch so angerechnet werden, als sei es euch mit einem rechten Maß zugemessen worden. Und weiter: Wenn euer Feind euch zum zweitenmal schlägt und ihr euren Feind nicht schmäht und es geduldig tragt, so wird euer Lohn hundertfach sein.&lt;br /&gt;
:Und weiter: Wenn er euch zum drittenmal schlägt und ihr es geduldig tragt, so wird euer Lohn euch vierfach verdoppelt werden; und diese drei Zeugnisse werden gegen euren Feind stehen, wenn er nicht umkehrt, und werden nicht ausgelöscht werden. Und nun, wahrlich, ich sage euch: Wenn jener Feind meiner Vergeltung entrinnen soll, so daß er nicht vor mich zum Gericht gebracht werde, so müßt ihr zusehen, daß ihr ihn in meinem Namen davor warnt, noch jemals über euch zu kommen, auch nicht über eure Familie, selbst eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Und wenn er dann über euch oder eure Kinder oder eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation kommt, habe ich deinen Feind in deine Hände gegeben; und wenn du ihn dann noch verschonst, wirst du für deine Rechtschaffenheit belohnt werden, ebenso deine Kinder und deine Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Doch ist dein Feind in deinen Händen, und wenn du ihm gemäß seinen Werken vergiltst, bist du gerechtfertigt; wenn er dir nach dem Leben getrachtet hat und dein Leben durch ihn gefährdet ist, so ist dein Feind in deinen Händen, und du bist gerechtfertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz von Gewalt wurde nur im Falle der Selbstverteidigung gebilligt oder nachdem der Herr einen vorher gewarnten Feind den Heiligen in die Hände gegeben hatte. Sogar zu Barmherzigkeit dem Feind gegenüber wurde ermutigt und es gibt Hinweise darauf, dass der Herr seine Schlachten selbst schlagen kann, (Vers 37) um seine Rache an den Bösen auszuführen. Man beachte auch die wiederholte Bezugnahme auf dritte und vierte Generationen von Kindern, die wegen der rhetorischen Wirkung eingefügt wurden, trotz der Unmöglichkeit, dass ein einziger Feind über eine so lange Zeitdauer eine Bedrohung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühest bekannte Racheeid in einem mormonischen Tempel scheint spontan von Joseph Smith bei der Weihung des Kirtland Tempels am 30. März 1830 eingeführt worden zu sein {{ref|Hitchcock}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Den Siebzigern steht es frei, nach Zion zu gehen, wenn sie möchten oder wo auch immer sie hin wollen und das Evangelium zu predigen und die Errettung Zions soll unsere Absicht sein und wir trachten danach sie zu beeinflussen, indem wir die ganze Kraft des Hauses des Herrn hinaufschicken, wo auch immer wir sie finden und ich möchte in den folgenden Bund eintreten, dass wenn noch weitere unserer Brüder durch den Pöbel erschlagen oder von ihrem Land in Missouri vertrieben werden, werden wir nicht rasten oder ruhen bis wir bis zum äußersten an unseren Feinden gerächt sind. Dieses Bündnis wurde einstimmig durch Hosianna und Amen gesiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mormonen setzten militärische Mittel ein, um sich in Missouri zu verteidigen, doch schließlich wurden sie vertrieben, nachdem gegen sie durch Gouverneur Boggs ein Ausrottungsbefehl ausgestellt worden war. Weitere Eingaben um Entschädigung in Missouri wurden abgelehnt. Martin van Buren bemerkte: &amp;quot;Ihre Sache ist gerecht, aber ich kann nichts für Sie tun.&amp;quot; Feinde in Missouri, einschließlich der nächste Gouverneur verschworen sich, um Joseph in Illinois zu kidnappen und ihn nach Missouri zu bringen, wo er mit  erdichteten Anklagen konfrontiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwicklungen in Nauvoo=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht in der Vorahnung seines Todes traf sich Joseph vor der Vollendung des Nauvoo Tempels oft mit Aposteln und anderen engen Mitarbeitern, um die Tempelbegabung wiederherzustellen. Wilford Woodruff ordnete später die Tempelbelehrung  um die biblische Rache des Herrn für das Blut der Propheten zu beten, folgendermaßen ein {{ref|Woodruff89}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe bereits gesagt, dass es nichts [Feindseliges gegenüber der Regierung in der mormonischen Begabung] Derartiges in irgend einem Teil oder einer Phase des Mormonismus gibt. Ich sollte darüber Bescheid wissen, da ich eines der ältesten Mitglieder der Kirche bin. Viel wird aus einer Form eines Gebets gemacht, das auf zwei Versen im sechsten Kapitel der Offenbarung des Johannes, wie sie im Neuen Testament stehen, beruht. Es bezieht sich darauf zu beten, dass Gott das Blut der Propheten rächen möge. Wie ich sehe, wurde der Versuch gemacht, dies mit einer Rache für den Tod von Joseph und Hyrum Smith in Verbindung zu bringen und dass es sich auf diese Nation beziehe. Das kann nicht eine solche Anwendung haben, da die Begabung lange vor dem Tod von Joseph und Hyrum gegeben wurde und nicht verändert wurde. Diese Nation und die Regierung ist vom mormonischen Volk nie wegen der Ermordung von Joseph und Hyrum Smith beschuldigt worden. Es ist wohl bekannt, dass der Mord die Tat örtlichen Pöbels in Verkleidung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Generationen von Heiligen der Letzten Tage, die Gewalttätigkeiten eines Pöbels, Entführungsversuche und Todesdrohungen nicht erlebt haben, sind vielleicht überrascht oder unangenehm berührt von den Gefühlen vieler früherer Heiliger, die für Gerechtigkeit beteten, statt für ihre Feinde zu beten. Doch wir leben in freundlicheren, sanfteren Zeiten. Die Mormonen des 19. Jahrhunderts, besonders jene die aus Nauvoo kamen, sahen immer die Hand Gottes am Werk, wenn ihren Verfolgern Unglück zustieß, ein Gefühl das in den meisten machtlosen, verfolgten Minderheitsgruppen vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Joseph Smith trafen sich seine engsten Freunde weiterhin. {{ref|quinn1}} Diese Gruppe traf sich, um Offenbarung zu prüfen (&amp;quot;versucht alle Dinge&amp;quot;), für die Heilung von kranken Mitgliedern zu beten, um den Erfolg von Kirchenprojekten zu beten und um die Befreiung von ihren Feinden zu beten. Heber C. Kimball erinnerte sich, dass sich nach dem Tod Josephs der Gebetskreis traf und um Gottes Rache betete. {{ref|kimball1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktionen von Willard Richards unmittelbar nach dem Märtyrertod zusammenfassend, schrieb Historikerin Claire Noall:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es ist wahr, in diese Rede [1850] verurteilte Richards die tatsächlichen Mörder. Als er aber die Kirche über den Tod von Joseph Smith im Gefängnis von Carthage informierte, schrieb er nach Nauvoo, dass die Bevölkerung von Carthage erwartete, dass die Mormonen aufstehen würden, doch er hatte  &amp;quot;versprochen, dass nicht.&amp;quot; Am nächsten Tag erinnerte er sein Volk von den Stufen von Josephs Haus, dass er sein Wort und seine Ehre verpfändet hatte für ihr friedliches Verhalten. Und als er die Nachricht von Smiths Tod an Brigham Young, damals in der Nähe von Boston, schrieb, schrieb Willard Richards, dass das Blut der Märtyrer nicht von der Erde nach Rache rufe, Rache sei die Sache des Herrn. {{ref|noall1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tempelarbeit allgemein und im besonderen Gebete, dass Gott, und nicht die mormonischen Mitglieder, Joseph Smith rächen werde, war die Rettung der Kirche in Nauvoo. Statt dem leidenschaftlichen Wunsch nach Rache durch Einsatz der Nauvoo Legion in ihrer eindrucksvollen Größe nachzugeben, gelang es den Brüdern, die Mitglieder dazu zu bringen, ihre Frustration und ihren Zorn in Anrufungen des Herrn um Gerechtigkeit zu lenken. Ihre Energie wurde auf die Dinge des Himmels konzentriert durch den Bau des Tempels und durch den Dienst darin. Das Gebet im Tempel wurde zu einem Weg, ritualisiert an den Märtyrertod Josephs zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Utah und die Smoot-Anhörungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Hintergrund für den  &#039;&#039;Eid, um Gottes Rache zu beten&#039;&#039;. (eine passendere Bezeichnung als &#039;&#039;Racheeid&#039;&#039;) Die meisten Berichte über diesen Tempeleid betonen, dass Gott, nicht der Mensch, die Strafe ausführen werde. So bezeugte zum Beispiel August Lundstrom, ein abgefallener Mormone, bei den Reed-Anhörungen im Dezember 1904:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Herr [Robert W. Tayler] [Anwalt für die Protestanten]: Können Sie uns die Verpflichtung zur Vergeltung geben?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Das kann ich.&lt;br /&gt;
:Herr Tayler: Tun Sie das.&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: &amp;quot;Wir und jeder von uns verpflichten uns feierlich und versprechen dass wir &#039;&#039;&#039;Gott bitten werden&#039;&#039;&#039; , das Blut von Joseph Smith an dieser Nation zu rächen.&amp;quot; Da war noch etwas dabei, aber daran kann ich mich nicht mehr wörtlich erinnern. Das ist der wesentliche Teil.&lt;br /&gt;
:Mr. Tayler: Was war da noch? Was sonst?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Es ging darum, unsere Kinder und Kindeskinder auf dieselbe Weise zu belehren. {{ref|lundstrom1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte einwenden, dass sich Lundstrom als Abgefallener die Existenz eines solchen Eides ausgedacht hat oder dass er willentlich oder unwillentlich den Wortlaut verdreht hat. Doch andere, die öffentlich über den Gegenstand sprachen, hatten ähnliche Erinnerungen. Hier ist die späte Erinnerung von David H. Cannon über die Vorgehensweise im Endowment House:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum Vater zu beten, das Blut der Propheten und rechtschaffenen Menschen, das vergossen wurde zu rächen, usw. Das wurde im Endowment House gegeben. Doch da die Leute nur einmal dorthin gingen, hinterließ es in ihrem Gedächtnis keinen so starken Eindruck, doch als die Begabgung für die Toten in Kraft gesetzt wurde, wurde er so gegeben wie er im 9. Kapitel der Offenbarung steht und auf solche Weise, dass wir den Vater bedrängen, dass er, nicht wir, das Blut, das von Märtyrern für das Zeugnis Jesu vergossen wurde, rächen möge. {{ref|buerger1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die religiöse Betonung darauf lag, Gott die Rache wirklich ausführen zu lassen, stellten sich Leute manchmal vor, sie könnten dazu aufgerufen werden, eine aktivere Rolle dabei zu spielen. Dies trat in der apokalyptischen Sprache einiger Patriarchalischer Segen zu Tage. Andere machten Bemerkungen, dass sie nicht ruhen würden, bis Gott die Rache ausführen würde. Von der Kanzel hielten viele Kirchenführer die Vereinigten Staaten als Nation für verantwortlich dafür, dass sie die Pöbelherrschaft außer Kontrolle geraten ließen. Jedoch sollten die Eide der Mitglieder sie dahingehend belehrt haben, dass sie ihre berechtigte Empörung in die Anrufung Gottes gelenkt haben, damit sie konstruktiv am Aufbau Zions mitarbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Biblischer Blickwinkel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Racheeid ist eine lebhafte Mahnung, dass die Heiligen die Schriften des Apostels Paulus so verstanden, dass Gerechtigkeit eine Verantwortlichkeit ist, die Gott vorbehalten ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr. [http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/roem012.htm#a18 (Römer 12:19)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallelen in der Bibel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen, die in den Psalmen Trost finden, finden dort auch zusätzliche Fälle, in denen man die Rache dem Herrn übergibt. Die Fluchpsalmen sind nichts anderes als Gebete für extreme Formen göttlicher Rache. Hier einige Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal109.htm#a8 Psalm 109:8-19]&lt;br /&gt;
:Nur gering sei die Zahl seiner Tage, sein Amt soll ein andrer erhalten. Seine Kinder sollen zu Waisen werden und seine Frau zur Witwe. Unstet sollen seine Kinder umherziehen und betteln, aus den Trümmern ihres Hauses vertrieben. Sein Gläubiger reiße all seinen Besitz an sich, Fremde sollen plündern, was er erworben hat. Niemand sei da, der ihm die Gunst bewahrt, keiner, der sich der Waisen erbarmt. Seine Nachkommen soll man vernichten, im nächsten Geschlecht schon erlösche sein Name. Der Herr denke an die Schuld seiner Väter, ungetilgt bleibe die Sünde seiner Mutter. Ihre Schuld stehe dem Herrn allzeit vor Augen, ihr Andenken lösche er aus auf Erden. Denn dieser Mensch dachte nie daran, Gnade zu üben; er verfolgte den Gebeugten und Armen und wollte den Verzagten töten. Er liebte den Fluch - der komme über ihn; er verschmähte den Segen, der bleibe ihm fern. Er zog den Fluch an wie ein Gewand; der dringe wie Wasser in seinen Leib, wie Öl in seine Glieder. Er werde für ihn wie das Kleid, in das er sich hüllt, wie der Gürtel, der ihn allzeit umschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal069.htm#a23 Psalm 69:23-26]&lt;br /&gt;
:Der Opfertisch werde für sie zur Falle, das Opfermahl zum Fangnetz. Blende ihre Augen, sodass sie nicht mehr sehen; lähme ihre Hüften für immer! Gieß über sie deinen Grimm aus, dein glühender Zorn soll sie treffen! Ihr Lagerplatz soll veröden, in ihren Zelten soll niemand mehr wohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal058.htm#a7 Psalm 58:7-10]&lt;br /&gt;
:O Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Mund! Zerschlage, Herr, das Gebiss der Löwen! Sie sollen vergehen wie verrinnendes Wasser, wie Gras, das verwelkt auf dem Weg, wie die Schnecke, die sich auflöst in Schleim; wie eine Fehlgeburt sollen sie die Sonne nicht schauen. Ehe eure Töpfe das Feuer des Dornstrauchs spüren, fege Gott die Feinde hinweg, ob frisch, ob verdorrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal083.htm#a14 Psalm 83:14-18]&lt;br /&gt;
:Mein Gott, lass sie dahinwirbeln wie Staub, wie Spreu vor dem Wind! Wie das Feuer, das ganze Wälder verbrennt, wie die Flamme, die Berge versengt, so jage sie davon mit deinem Sturm und schrecke sie mit deinem Wetter! Bedecke mit Schmach ihr Gesicht, damit sie, Herr, nach deinem Namen fragen. Beschämt sollen sie sein und verstört für immer, sollen vor Schande zugrunde gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist fraglich, ob für uns heute solche Wünsche/Gebete angemessen sind, wenn wir bedenken, dass wir unter einem Paradigma des &#039;&#039;Vergebens&#039;&#039; gemäß dem Neuen Testament leben. Man beachte, dass sich im Neuen Testament sowohl Petrus als auch Paulus auf Psalm 69 berufen haben. (Apostelgeschichte 1:15-20, Römer 11:9-10) Die Schriften liefern auch Beispiele für die Rache des Herrn nach dem Sühnopfer Christi (Lukas 11:49-51, Offenbarung 16:4-7) Beispiele gibt es auch im Buch Mormon (3. Nephi 9:5-11) Philip Yancey, der Autor von &amp;quot;Die Bibel, die Jesus las&amp;quot; erforscht das Paradoxon und kommt zum Schluss, dass die scheinbar diabolische Sprache, die in den Fluchpsalmen benutzt wird als eine Art von &amp;quot;Geistiger Therapie&amp;quot; diente, die auch heute für uns noch angemessen zu benutzen ist. Er gibt folgende Erklärung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wenn jemand mir Unrecht tut, habe ich mehrere Möglichkeiten. Ich kann persönlich Rache üben, was eine Reaktion ist, die die Bibel verdammt. Ich kann meine verletzten Gefühle und meinen Zorn leugnen oder unterdrücken. Oder ich kann diese Gefühle vor Gott bringen und Gott die Aufgabe der &#039;ausgleichenden Gerechtigkeit&#039; anvertrauen. Die Fluchpsalmen sind lebhafte Beispiele für die letzte Möglichkeit. &#039;Mein ist die Rache, ich werde vergelten&#039;, sagt der Herr. Gebete wie die Fluchpsalmen legen die Rache in die richtigen Hände. Bedeutsam ist, dass die Fluchpsalmen ihre Empörung vor Gott bringen und nicht vor den Feind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yancey sagt weiter:&lt;br /&gt;
:Was ein rachsüchtiger Fluch ist, wenn er jemandem gegenüber ausgesprochen wird, ist ein Flehen hilfloser Abhängigkeit, wenn er direkt zu Gott gesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fügt hinzu:&lt;br /&gt;
:Manchmal erkenne ich, dass während ich ihn ausspreche, mein Mitgefühl wächst. Gottes Geist spricht zu mir über meine eigene Selbstsucht, über meinen wertenden Geist, meine eigenen Mängel, die andere mit Güte und Vergebung behandelten, meinen stolzen, engstirnigen Standpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schließt, wenn ich so gefühlbeladen bete,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:kann ich wohl erkennen, dass meine rachsüchtigen Gefühle göttlicher Verbesserung bedürfen. Doch nur, wenn ich diese Gefühle vor Gott bringe, werde ich die Gelegenheit für Verbesserung und Heilung haben. {{ref|Yancey1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1927 enthielt die Tempelbegabung höchst wahrscheinlich einen solchen Eid. Der genaue Wortlaut ist nicht ganz klar, doch scheint es, dass er &#039;&#039;nicht&#039;&#039; die Heiligen dazu aufrief, selbst Rache an den Vereinigten Staaten zu nehmen, sondern dass sie weiterhin darum beten sollen, dass Gott selbst das Blut der Propheten rächen möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Racheeid keine Verfluchungen enthielt wie jene in den Fluchpsalmen, so hatten wohl die Heiligen, so wie der Psalmist, die Weisheit, ihre heftigen Gefühle direkt vor Gott zu bringen als Reaktion auf die Ungerechtigkeiten, womit sie behandelt worden waren. Indem sie das taten, übertrugen sie ihm die Verantwortung sowohl für die Gerechtigkeit als auch für die Heilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|vanhale1}}Van Hale, &amp;quot;The Alleged Oath of Vengeance,&amp;quot; [der angebliche Racheeid] aufgezeichnet am 1. Juli 2007 während der &#039;&#039;Mormon Miscellaneous Worldwide Talk Show,&#039;&#039; [gemischten mormonischen weltweiten Talkshow]&lt;br /&gt;
#{{note|Hitchcock}}Siehe 30. März 1836 Jesse Hitchcock Bericht in &amp;quot;MS Joseph Smith Journal, 1835-36,&amp;quot; 193 pp., &#039;&#039;Joseph Smith Collection,&#039;&#039; LDS Church Archives zitiert in Dean C. Jesse, ed., &#039;&#039;The Personal Writings of Joseph Smith&#039;&#039; (Salt Lake City: Deseret Book, 1984) &lt;br /&gt;
#{{note|Woodruff89}} Wilford Woodruff Interview, &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; 22. November 1889&lt;br /&gt;
#{{note|quinn1}}Eine Geschichte der Gebetskreise siehe D. Michael Quinn, &amp;quot;Latter-day Saint Prayer Circles,&amp;quot; Brigham Young University Studies 19:1 (Herbst 1978): 79–105&lt;br /&gt;
#{{note|kimball1}}Siehe seinen Tagebucheintrag vom 21. Dezember 1845 in &#039;&#039;The Nauvoo Endowment Companies, 1845&amp;amp;ndash;1846: A Documentary History,&#039;&#039;  Richard Van Wagoner, Devery Scott Anderson, and Gary James Bergera, Herausgeber. (Salt Lake City: Signature Books, 2005).&lt;br /&gt;
#{{note|noall1}}Claire Noall, &amp;quot;The Plains of Warsaw,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 25:1 (Januar 1957), pp. 47&amp;amp;ndash;51.&lt;br /&gt;
#{{note|lundstrom1}}Zeugenaussage von August W. Lundstrom, &#039;&#039;Proceedings before the Committee on Privileges and Elections of the United States Senate in the Matter of the Protests Against the Right of Hon. Reed Smoot, a Senator from the State of Utah, to Hold His Seat&#039;&#039; [Protokoll des Falles der Proteste gegen das recht des ehrenwerten Reed Smoot, Senator des Staates Utah, seinen SItz einzunehmen vor dem Komittee über Privilegien und Wahlen des Senats der Vereinigten Staaten.] (Washington, D.C.: Government Printing Office, 1906), 2:153.&lt;br /&gt;
#{{note|buerger1}}David John Buerger, &amp;quot;The Development of the Mormon Temple Endowment Ceremony,&amp;quot; [die Entwicklung der mormonischen Tempelbegabungszeremonie] Dialogue: A Journal of Mormon Thought 34:1 (Frühling/Sommer 2001): 103&lt;br /&gt;
#{{note|Yancey1}}Philip Yancey, &amp;quot;The Bible Jesus Read,&amp;quot; [Die Bibel, die Jesus las](Grand Rapids, Michigan, Zondervan, 1999) pp. 133&amp;amp;ndash;139.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TempleWiki}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/Restoring_the_Ancient_Church/chap06.html mehr über Tempel (engl)]&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/FAIR_Conferences/2005_Latter-day_Saints_and_Freemasonry.html zu den Freimaurerelementen im Endowment (engl)]&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Die_Zeit_in_Missouri Verfolgungen in Missouri]&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Leidensweg_eines_zeitgen%C3%B6ssischen_Propheten Verfolgungen in Nauvoo]&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/EIDE.html Encyklopädie des Mormonismus - Eide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:Oath_of_vengeance]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5338</id>
		<title>Tempel/Endowment/Racheeid</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5338"/>
		<updated>2010-07-24T13:42:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: /* Utah und die Smoot-Anhörungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{templedisclaimer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, eine frühere Version der Tempelbegabung habe einen Eid enthalten, den die Teilnehmer leisteten, dass sie an der Regierung oder den Bürgern der Vereinigten Staaten Rache üben würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{nw}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In fast jeder antimormonischen Behandlung des Tempels bringen die Kritiker das Thema des &amp;quot;Racheeides&amp;quot; auf, der während des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts bestand. Diese Kritiker stellen die Natur dieses Eides oft falsch dar und versuchen sein Vorhandensein in der frühen Tempelbegabung als Beweis dafür zu benutzen, dass die HLT Tempelzeremonien ungöttlich, gewalttätig und unmoralisch wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führer der Kirche haben von Zeit zu Zeit [[%C3%84nderungen_an_der_Tempelbegabung|die Begabung verändert]]. Vor den Änderungen von 1927 gab es einen Eid, in dem um die Rache des Herrn gebetet wurde, die jene treffen sollte, die die Propheten ermordeten. In ihren beschwörten Zeugenaussagen und Tempelenthüllungen gaben Abgefallene widersprechende Berichte darüber, wer nun rächen sollte: Der Herr oder die Heiligen selbst. {{ref|vanhale1}} Wenn man die mormonische Geschichte nach Lehren über Rache durchforscht, erhält man zusätzliche Einsicht und das hilft abzuschätzen, welche Möglichkeit wahrscheinlicher ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Konflikt in Missouri===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 wurden die Mormonen aus Jackson County, Missouri vertrieben, teilweise wegen ihrer Haltung gegen die Sklaverei, die sich von der Haltung der alteingesessenen Siedler unterschied. Durch Offenbarung wurden die Heiligen angewiesen, eine Petition um Schadensersatz für die erlittenen Gewalttaten von der Regierung einzureichen. Von den Heiligen wurde erwartet, pazifistisch zu sein, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt [http://scriptures.lds.org/de/dc/98/23-31#23 (Siehe LuB 98:23-31)]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nun spreche ich zu euch in bezug auf eure Familien: Wenn die Menschen euch oder eure Familie einmal schlagen und ihr es geduldig tragt und sie nicht schmäht, auch nicht nach Rache trachtet, so werdet ihr belohnt werden; tragt ihr es aber nicht geduldig, dann wird es euch so angerechnet werden, als sei es euch mit einem rechten Maß zugemessen worden. Und weiter: Wenn euer Feind euch zum zweitenmal schlägt und ihr euren Feind nicht schmäht und es geduldig tragt, so wird euer Lohn hundertfach sein.&lt;br /&gt;
:Und weiter: Wenn er euch zum drittenmal schlägt und ihr es geduldig tragt, so wird euer Lohn euch vierfach verdoppelt werden; und diese drei Zeugnisse werden gegen euren Feind stehen, wenn er nicht umkehrt, und werden nicht ausgelöscht werden. Und nun, wahrlich, ich sage euch: Wenn jener Feind meiner Vergeltung entrinnen soll, so daß er nicht vor mich zum Gericht gebracht werde, so müßt ihr zusehen, daß ihr ihn in meinem Namen davor warnt, noch jemals über euch zu kommen, auch nicht über eure Familie, selbst eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Und wenn er dann über euch oder eure Kinder oder eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation kommt, habe ich deinen Feind in deine Hände gegeben; und wenn du ihn dann noch verschonst, wirst du für deine Rechtschaffenheit belohnt werden, ebenso deine Kinder und deine Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Doch ist dein Feind in deinen Händen, und wenn du ihm gemäß seinen Werken vergiltst, bist du gerechtfertigt; wenn er dir nach dem Leben getrachtet hat und dein Leben durch ihn gefährdet ist, so ist dein Feind in deinen Händen, und du bist gerechtfertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz von Gewalt wurde nur im Falle der Selbstverteidigung gebilligt oder nachdem der Herr einen vorher gewarnten Feind den Heiligen in die Hände gegeben hatte. Sogar zu Barmherzigkeit dem Feind gegenüber wurde ermutigt und es gibt Hinweise darauf, dass der Herr seine Schlachten selbst schlagen kann, (Vers 37) um seine Rache an den Bösen auszuführen. Man beachte auch die wiederholte Bezugnahme auf dritte und vierte Generationen von Kindern, die wegen der rhetorischen Wirkung eingefügt wurden, trotz der Unmöglichkeit, dass ein einziger Feind über eine so lange Zeitdauer eine Bedrohung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühest bekannte Racheeid in einem mormonischen Tempel scheint spontan von Joseph Smith bei der Weihung des Kirtland Tempels am 30. März 1830 eingeführt worden zu sein {{ref|Hitchcock}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Den Siebzigern steht es frei, nach Zion zu gehen, wenn sie möchten oder wo auch immer sie hin wollen und das Evangelium zu predigen und die Errettung Zions soll unsere Absicht sein und wir trachten danach sie zu beeinflussen, indem wir die ganze Kraft des Hauses des Herrn hinaufschicken, wo auch immer wir sie finden und ich möchte in den folgenden Bund eintreten, dass wenn noch weitere unserer Brüder durch den Pöbel erschlagen oder von ihrem Land in Missouri vertrieben werden, werden wir nicht rasten oder ruhen bis wir bis zum äußersten an unseren Feinden gerächt sind. Dieses Bündnis wurde einstimmig durch Hosianna und Amen gesiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mormonen setzten militärische Mittel ein, um sich in Missouri zu verteidigen, doch schließlich wurden sie vertrieben, nachdem gegen sie durch Gouverneur Boggs ein Ausrottungsbefehl ausgestellt worden war. Weitere Eingaben um Entschädigung in Missouri wurden abgelehnt. Martin van Buren bemerkte: &amp;quot;Ihre Sache ist gerecht, aber ich kann nichts für Sie tun.&amp;quot; Feinde in Missouri, einschließlich der nächste Gouverneur verschworen sich, um Joseph in Illinois zu kidnappen und ihn nach Missouri zu bringen, wo er mit  erdichteten Anklagen konfrontiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwicklungen in Nauvoo=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht in der Vorahnung seines Todes traf sich Joseph vor der Vollendung des Nauvoo Tempels oft mit Aposteln und anderen engen Mitarbeitern, um die Tempelbegabung wiederherzustellen. Wilford Woodruff ordnete später die Tempelbelehrung  um die biblische Rache des Herrn für das Blut der Propheten zu beten, folgendermaßen ein {{ref|Woodruff89}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe bereits gesagt, dass es nichts [Feindseliges gegenüber der Regierung in der mormonischen Begabung] Derartiges in irgend einem Teil oder einer Phase des Mormonismus gibt. Ich sollte darüber Bescheid wissen, da ich eines der ältesten Mitglieder der Kirche bin. Viel wird aus einer Form eines Gebets gemacht, das auf zwei Versen im sechsten Kapitel der Offenbarung des Johannes, wie sie im Neuen Testament stehen, beruht. Es bezieht sich darauf zu beten, dass Gott das Blut der Propheten rächen möge. Wie ich sehe, wurde der Versuch gemacht, dies mit einer Rache für den Tod von Joseph und Hyrum Smith in Verbindung zu bringen und dass es sich auf diese Nation beziehe. Das kann nicht eine solche Anwendung haben, da die Begabung lange vor dem Tod von Joseph und Hyrum gegeben wurde und nicht verändert wurde. Diese Nation und die Regierung ist vom mormonischen Volk nie wegen der Ermordung von Joseph und Hyrum Smith beschuldigt worden. Es ist wohl bekannt, dass der Mord die Tat örtlichen Pöbels in Verkleidung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Generationen von Heiligen der Letzten Tage, die Gewalttätigkeiten eines Pöbels, Entführungsversuche und Todesdrohungen nicht erlebt haben, sind vielleicht überrascht oder unangenehm berührt von den Gefühlen vieler früherer Heiliger, die für Gerechtigkeit beteten, statt für ihre Feinde zu beten. Doch wir leben in freundlicheren, sanfteren Zeiten. Die Mormonen des 19. Jahrhunderts, besonders jene die aus Nauvoo kamen, sahen immer die Hand Gottes am Werk, wenn ihren Verfolgern Unglück zustieß, ein Gefühl das in den meisten machtlosen, verfolgten Minderheitsgruppen vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Joseph Smith trafen sich seine engsten Freunde weiterhin. {{ref|quinn1}} Diese Gruppe traf sich, um Offenbarung zu prüfen (&amp;quot;versucht alle Dinge&amp;quot;), für die Heilung von kranken Mitgliedern zu beten, um den Erfolg von Kirchenprojekten zu beten und um die Befreiung von ihren Feinden zu beten. Heber C. Kimball erinnerte sich, dass sich nach dem Tod Josephs der Gebetskreis traf und um Gottes Rache betete. {{ref|kimball1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktionen von Willard Richards unmittelbar nach dem Märtyrertod zusammenfassend, schrieb Historikerin Claire Noall:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es ist wahr, in diese Rede [1850] verurteilte Richards die tatsächlichen Mörder. Als er aber die Kirche über den Tod von Joseph Smith im Gefängnis von Carthage informierte, schrieb er nach Nauvoo, dass die Bevölkerung von Carthage erwartete, dass die Mormonen aufstehen würden, doch er hatte  &amp;quot;versprochen, dass nicht.&amp;quot; Am nächsten Tag erinnerte er sein Volk von den Stufen von Josephs Haus, dass er sein Wort und seine Ehre verpfändet hatte für ihr friedliches Verhalten. Und als er die Nachricht von Smiths Tod an Brigham Young, damals in der Nähe von Boston, schrieb, schrieb Willard Richards, dass das Blut der Märtyrer nicht von der Erde nach Rache rufe, Rache sei die Sache des Herrn. {{ref|noall1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tempelarbeit allgemein und im besonderen Gebete, dass Gott, und nicht die mormonischen Mitglieder, Joseph Smith rächen werde, war die Rettung der Kirche in Nauvoo. Statt dem leidenschaftlichen Wunsch nach Rache durch Einsatz der Nauvoo Legion in ihrer eindrucksvollen Größe nachzugeben, gelang es den Brüdern, die Mitglieder dazu zu bringen, ihre Frustration und ihren Zorn in Anrufungen des Herrn um Gerechtigkeit zu lenken. Ihre Energie wurde auf die Dinge des Himmels konzentriert durch den Bau des Tempels und durch den Dienst darin. Das Gebet im Tempel wurde zu einem Weg, ritualisiert an den Märtyrertod Josephs zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Utah und die Smoot-Anhörungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Hintergrund für den  &#039;&#039;Eid, um Gottes Rache zu beten&#039;&#039;. (eine passendere Bezeichnung als &#039;&#039;Racheeid&#039;&#039;) Die meisten Berichte über diesen Tempeleid betonen, dass Gott, nicht der Mensch, die Strafe ausführen werde. So bezeugte zum Beispiel August Lundstrom, ein abgefallener Mormone, bei den Reed-Anhörungen im Dezember 1904:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Herr [Robert W. Tayler] [Anwalt für die Protestanten]: Können Sie uns die Verpflichtung zur Vergeltung geben?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Das kann ich.&lt;br /&gt;
:Herr Tayler: Tun Sie das.&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: &amp;quot;Wir und jeder von uns verpflichten uns feierlich und versprechen dass wir &#039;&#039;&#039;Gott bitten werden&#039;&#039;&#039; , das Blut von Joseph Smith an dieser Nation zu rächen.&amp;quot; Da war noch etwas dabei, aber daran kann ich mich nicht mehr wörtlich erinnern. Das ist der wesentliche Teil.&lt;br /&gt;
:Mr. Tayler: Was war da noch? Was sonst?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Es ging darum, unsere Kinder und Kindeskinder auf dieselbe Weise zu belehren. {{ref|lundstrom1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte einwenden, dass sich Lundstrom als Abgefallener die Existenz eines solchen Eides ausgedacht hat oder dass er willentlich oder unwillentlich den Wortlaut verdreht hat. Doch andere, die öffentlich über den Gegenstand sprachen, hatten ähnliche Erinnerungen. Hier ist die späte Erinnerung von David H. Cannon über die Vorgehensweise im Endowment House:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum Vater zu beten, das Blut der Propheten und rechtschaffenen Menschen, das vergossen wurde zu rächen, usw. Das wurde im Endowment House gegeben. Doch da die Leute nur einmal dorthin gingen, hinterließ es in ihrem Gedächtnis keinen so starken Eindruck, doch als die Begabgung für die Toten in Kraft gesetzt wurde, wurde er so gegeben wie er im 9. Kapitel der Offenbarung steht und auf solche Weise, dass wir den Vater bedrängen, dass er, nicht wir, das Blut, das von Märtyrern für das Zeugnis Jesu vergossen wurde, rächen möge. {{ref|buerger1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die religiöse Betonung darauf lag, Gott die Rache wirklich ausführen zu lassen, stellten sich Leute manchmal vor, sie könnten dazu aufgerufen werden, eine aktivere Rolle dabei zu spielen. Dies trat in der apokalyptischen Sprache einiger Patriarchalischer Segen zu Tage. Andere machten Bemerkungen, dass sie nicht ruhen würden, bis Gott die Rache ausführen würde. Von der Kanzel hielten viele Kirchenführer die Vereinigten Staaten als Nation für verantwortlich dafür, dass sie die Pöbelherrschaft außer Kontrolle geraten ließen. Jedoch sollten die Eide der Mitglieder sie dahingehend belehrt haben, dass sie ihre berechtigte Empörung in die Anrufung Gottes gelenkt haben, damit sie konstruktiv am Aufbau Zions mitarbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Biblischer Blickwinkel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Racheeid ist eine lebhafte Mahnung, dass die Heiligen die Schriften des Apostels Paulus so verstanden, dass Gerechtigkeit eine Verantwortlichkeit ist, die Gott vorbehalten ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr. [http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/roem012.htm#a18 (Römer 12:19)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallelen in der Bibel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen, die in den Psalmen Trost finden, finden dort auch zusätzliche Fälle, in denen man die Rache dem Herrn übergibt. Die Fluchpsalmen sind nichts anderes als Gebete für extreme Formen göttlicher Rache. Hier einige Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal109.htm#a8 Psalm 109:8-19]&lt;br /&gt;
:Nur gering sei die Zahl seiner Tage, sein Amt soll ein andrer erhalten. Seine Kinder sollen zu Waisen werden und seine Frau zur Witwe. Unstet sollen seine Kinder umherziehen und betteln, aus den Trümmern ihres Hauses vertrieben. Sein Gläubiger reiße all seinen Besitz an sich, Fremde sollen plündern, was er erworben hat. Niemand sei da, der ihm die Gunst bewahrt, keiner, der sich der Waisen erbarmt. Seine Nachkommen soll man vernichten, im nächsten Geschlecht schon erlösche sein Name. Der Herr denke an die Schuld seiner Väter, ungetilgt bleibe die Sünde seiner Mutter. Ihre Schuld stehe dem Herrn allzeit vor Augen, ihr Andenken lösche er aus auf Erden. Denn dieser Mensch dachte nie daran, Gnade zu üben; er verfolgte den Gebeugten und Armen und wollte den Verzagten töten. Er liebte den Fluch - der komme über ihn; er verschmähte den Segen der bleibe ihm fern. Er zog den Fluch an wie ein Gewand; der dringe wie Wasser in seinen Leib, wie Öl in seine Glieder. Er werde für ihn wie das Kleid, in das er sich hüllt, wie der Gürtel, der ihn allzeit umschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal069.htm#a23 Psalm 69:23-26]&lt;br /&gt;
:Der Opfertisch werde für sie zur Falle, das Opfermahl zum Fangnetz. Blende ihre Augen, sodass sie nicht mehr sehen; lähme ihre Hüften für immer! Gieß über sie deinen Grimm aus, dein glühender Zorn soll sie treffen! Ihr Lagerplatz soll veröden, in ihren Zelten soll niemand mehr wohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal058.htm#a7 Psalm 58:7-10]&lt;br /&gt;
:O Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Mund! Zerschlage, Herr, das Gebiss der Löwen! Sie sollen vergehen wie verrinnendes Wasser, wie Gras, das verwelkt auf dem Weg, wie die Schnecke, die sich auflöst in Schleim; wie eine Fehlgeburt sollen sie die Sonne nicht schauen. Ehe eure Töpfe das Feuer des Dornstrauchs spüren, fege Gott die Feinde hinweg, ob frisch, ob verdorrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal083.htm#a14 Psalm 83:14-18]&lt;br /&gt;
:Mein Gott, lass sie dahinwirbeln wie Staub, wie Spreu vor dem Wind! Wie das Feuer, das ganze Wälder verbrennt, wie die Flamme, die Berge versengt, so jage sie davon mit deinem Sturm und schrecke sie mit deinem Wetter! Bedecke mit Schmach ihr Gesicht, damit sie, Herr, nach deinem Namen fragen. Beschämt sollen sie sein und verstört für immer, sollen vor Schande zugrunde gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist fraglich, ob für uns heute solche Wünsche/Gebete angemessen sind, wenn wir bedenken, dass wir unter einem Paradigma des &#039;&#039;Vergebens&#039;&#039; gemäß dem Neuen Testament leben. Man beachte, dass sich im Neuen Testament sowohl Petrus als auch Paulus auf Psalm 69 berufen haben. (Apostelgeschichte 1:15-20, Römer 11:9-10) Die Schriften liefern auch Beispiele für die Rache des Herrn nach dem Sühnopfer Christi (Lukas 11:49-51, Offenbarung 16:4-7) Beispiele gibt es auch im Buch Mormon (3. Nephi 9:5-11) Philip Yancey, der Autor von &amp;quot;Die Bibel, die Jesus las&amp;quot; erforscht das Paradoxon und kommt zum Schluss, dass die scheinbar diabolische Sprache, die in den Fluchpsalmen benutzt wird als eine Art von &amp;quot;Geistiger Therapie&amp;quot; diente, die auch heute für uns noch angemessen zu benutzen ist. Er gibt folgende Erklärung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wenn jemand mir Unrecht tut, habe ich mehrere Möglichkeiten. Ich kann persönlich Rache üben, was eine Reaktion ist, die die Bibel verdammt. Ich kann meine verletzten Gefühle und meinen Zorn leugnen oder unterdrücken. Oder ich kann diese Gefühle vor Gott bringen und Gott die Aufgabe der &#039;ausgleichenden Gerechtigkeit&#039; anvertrauen. Die Fluchpsalmen sind lebhafte Beispiele für die letzte Möglichkeit. &#039;Mein ist die Rache, ich werde vergelten&#039;, sagt der Herr. Gebete wie die Fluchpsalmen legen die Rache in die richtigen Hände. Bedeutsam ist, dass die Fluchpsalmen ihre Empörung vor Gott bringen und nicht vor den Feind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yancey sagt weiter:&lt;br /&gt;
:Was ein rachsüchtiger Fluch ist, wenn er jemandem gegenüber ausgesprochen wird, ist ein Flehen hilfloser Abhängigkeit, wenn er direkt zu Gott gesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fügt hinzu:&lt;br /&gt;
:Manchmal erkenne ich, dass während ich ihn ausspreche, mein Mitgefühl wächst. Gottes Geist spricht zu mir über meine eigene Selbstsucht, über meinen wertenden Geist, meine eigenen Mängel, die andere mit Güte und Vergebung behandelten, meinen stolzen, engstirnigen Standpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schließt, wenn ich so gefühlbeladen bete,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:kann ich wohl erkennen, dass meine rachsüchtigen Gefühle göttlicher Verbesserung bedürfen. Doch nur, wenn ich diese Gefühle vor Gott bringe, werde ich die Gelegenheit für Verbesserung und Heilung haben. {{ref|Yancey1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1927 enthielt die Tempelbegabung höchst wahrscheinlich einen solchen Eid. Der genaue Wortlaut ist nicht ganz klar, doch scheint es, dass er &#039;&#039;nicht&#039;&#039; die Heiligen dazu aufrief, selbst Rache an den Vereinigten Staaten zu nehmen, sondern dass sie weiterhin darum beten sollen, dass Gott selbst das Blut der Propheten rächen möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Racheeid keine Verfluchungen enthielt wie jene in den Fluchpsalmen, so hatten wohl die Heiligen, so wie der Psalmist, die Weisheit, ihre heftigen Gefühle direkt vor Gott zu bringen als Reaktion auf die Ungerechtigkeiten, womit sie behandelt worden waren. Indem sie das taten, übertrugen sie ihm die Verantwortung sowohl für die Gerechtigkeit als auch für die Heilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|vanhale1}}Van Hale, &amp;quot;The Alleged Oath of Vengeance,&amp;quot; [der angebliche Racheeid] aufgezeichnet am 1. Juli 2007 während der &#039;&#039;Mormon Miscellaneous Worldwide Talk Show,&#039;&#039; [gemischten mormonischen weltweiten Talkshow]&lt;br /&gt;
#{{note|Hitchcock}}Siehe 30. März 1836 Jesse Hitchcock Bericht in &amp;quot;MS Joseph Smith Journal, 1835-36,&amp;quot; 193 pp., &#039;&#039;Joseph Smith Collection,&#039;&#039; LDS Church Archives zitiert in Dean C. Jesse, ed., &#039;&#039;The Personal Writings of Joseph Smith&#039;&#039; (Salt Lake City: Deseret Book, 1984) &lt;br /&gt;
#{{note|Woodruff89}} Wilford Woodruff Interview, &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; 22. November 1889&lt;br /&gt;
#{{note|quinn1}}Eine Geschichte der Gebetskreise siehe D. Michael Quinn, &amp;quot;Latter-day Saint Prayer Circles,&amp;quot; Brigham Young University Studies 19:1 (Herbst 1978): 79–105&lt;br /&gt;
#{{note|kimball1}}Siehe seinen Tagebucheintrag vom 21. Dezember 1845 in &#039;&#039;The Nauvoo Endowment Companies, 1845&amp;amp;ndash;1846: A Documentary History,&#039;&#039;  Richard Van Wagoner, Devery Scott Anderson, and Gary James Bergera, Herausgeber. (Salt Lake City: Signature Books, 2005).&lt;br /&gt;
#{{note|noall1}}Claire Noall, &amp;quot;The Plains of Warsaw,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 25:1 (Januar 1957), pp. 47&amp;amp;ndash;51.&lt;br /&gt;
#{{note|lundstrom1}}Zeugenaussage von August W. Lundstrom, &#039;&#039;Proceedings before the Committee on Privileges and Elections of the United States Senate in the Matter of the Protests Against the Right of Hon. Reed Smoot, a Senator from the State of Utah, to Hold His Seat&#039;&#039; [Protokoll des Falles der Proteste gegen das recht des ehrenwerten Reed Smoot, Senator des Staates Utah, seinen SItz einzunehmen vor dem Komittee über Privilegien und Wahlen des Senats der Vereinigten Staaten.] (Washington, D.C.: Government Printing Office, 1906), 2:153.&lt;br /&gt;
#{{note|buerger1}}David John Buerger, &amp;quot;The Development of the Mormon Temple Endowment Ceremony,&amp;quot; [die Entwicklung der mormonischen Tempelbegabungszeremonie] Dialogue: A Journal of Mormon Thought 34:1 (Frühling/Sommer 2001): 103&lt;br /&gt;
#{{note|Yancey1}}Philip Yancey, &amp;quot;The Bible Jesus Read,&amp;quot; [Die Bibel, die Jesus las](Grand Rapids, Michigan, Zondervan, 1999) pp. 133&amp;amp;ndash;139.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TempleWiki}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/Restoring_the_Ancient_Church/chap06.html mehr über Tempel (engl)]&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/FAIR_Conferences/2005_Latter-day_Saints_and_Freemasonry.html zu den Freimaurerelementen im Endowment (engl)]&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Die_Zeit_in_Missouri Verfolgungen in Missouri]&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Leidensweg_eines_zeitgen%C3%B6ssischen_Propheten Verfolgungen in Nauvoo]&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/EIDE.html Encyklopädie des Mormonismus - Eide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:Oath_of_vengeance]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5337</id>
		<title>Tempel/Endowment/Racheeid</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5337"/>
		<updated>2010-07-24T13:38:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: /* Utah und die Smoot-Anhörungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{templedisclaimer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, eine frühere Version der Tempelbegabung habe einen Eid enthalten, den die Teilnehmer leisteten, dass sie an der Regierung oder den Bürgern der Vereinigten Staaten Rache üben würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{nw}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In fast jeder antimormonischen Behandlung des Tempels bringen die Kritiker das Thema des &amp;quot;Racheeides&amp;quot; auf, der während des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts bestand. Diese Kritiker stellen die Natur dieses Eides oft falsch dar und versuchen sein Vorhandensein in der frühen Tempelbegabung als Beweis dafür zu benutzen, dass die HLT Tempelzeremonien ungöttlich, gewalttätig und unmoralisch wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führer der Kirche haben von Zeit zu Zeit [[%C3%84nderungen_an_der_Tempelbegabung|die Begabung verändert]]. Vor den Änderungen von 1927 gab es einen Eid, in dem um die Rache des Herrn gebetet wurde, die jene treffen sollte, die die Propheten ermordeten. In ihren beschwörten Zeugenaussagen und Tempelenthüllungen gaben Abgefallene widersprechende Berichte darüber, wer nun rächen sollte: Der Herr oder die Heiligen selbst. {{ref|vanhale1}} Wenn man die mormonische Geschichte nach Lehren über Rache durchforscht, erhält man zusätzliche Einsicht und das hilft abzuschätzen, welche Möglichkeit wahrscheinlicher ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Konflikt in Missouri===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 wurden die Mormonen aus Jackson County, Missouri vertrieben, teilweise wegen ihrer Haltung gegen die Sklaverei, die sich von der Haltung der alteingesessenen Siedler unterschied. Durch Offenbarung wurden die Heiligen angewiesen, eine Petition um Schadensersatz für die erlittenen Gewalttaten von der Regierung einzureichen. Von den Heiligen wurde erwartet, pazifistisch zu sein, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt [http://scriptures.lds.org/de/dc/98/23-31#23 (Siehe LuB 98:23-31)]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nun spreche ich zu euch in bezug auf eure Familien: Wenn die Menschen euch oder eure Familie einmal schlagen und ihr es geduldig tragt und sie nicht schmäht, auch nicht nach Rache trachtet, so werdet ihr belohnt werden; tragt ihr es aber nicht geduldig, dann wird es euch so angerechnet werden, als sei es euch mit einem rechten Maß zugemessen worden. Und weiter: Wenn euer Feind euch zum zweitenmal schlägt und ihr euren Feind nicht schmäht und es geduldig tragt, so wird euer Lohn hundertfach sein.&lt;br /&gt;
:Und weiter: Wenn er euch zum drittenmal schlägt und ihr es geduldig tragt, so wird euer Lohn euch vierfach verdoppelt werden; und diese drei Zeugnisse werden gegen euren Feind stehen, wenn er nicht umkehrt, und werden nicht ausgelöscht werden. Und nun, wahrlich, ich sage euch: Wenn jener Feind meiner Vergeltung entrinnen soll, so daß er nicht vor mich zum Gericht gebracht werde, so müßt ihr zusehen, daß ihr ihn in meinem Namen davor warnt, noch jemals über euch zu kommen, auch nicht über eure Familie, selbst eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Und wenn er dann über euch oder eure Kinder oder eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation kommt, habe ich deinen Feind in deine Hände gegeben; und wenn du ihn dann noch verschonst, wirst du für deine Rechtschaffenheit belohnt werden, ebenso deine Kinder und deine Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Doch ist dein Feind in deinen Händen, und wenn du ihm gemäß seinen Werken vergiltst, bist du gerechtfertigt; wenn er dir nach dem Leben getrachtet hat und dein Leben durch ihn gefährdet ist, so ist dein Feind in deinen Händen, und du bist gerechtfertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz von Gewalt wurde nur im Falle der Selbstverteidigung gebilligt oder nachdem der Herr einen vorher gewarnten Feind den Heiligen in die Hände gegeben hatte. Sogar zu Barmherzigkeit dem Feind gegenüber wurde ermutigt und es gibt Hinweise darauf, dass der Herr seine Schlachten selbst schlagen kann, (Vers 37) um seine Rache an den Bösen auszuführen. Man beachte auch die wiederholte Bezugnahme auf dritte und vierte Generationen von Kindern, die wegen der rhetorischen Wirkung eingefügt wurden, trotz der Unmöglichkeit, dass ein einziger Feind über eine so lange Zeitdauer eine Bedrohung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühest bekannte Racheeid in einem mormonischen Tempel scheint spontan von Joseph Smith bei der Weihung des Kirtland Tempels am 30. März 1830 eingeführt worden zu sein {{ref|Hitchcock}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Den Siebzigern steht es frei, nach Zion zu gehen, wenn sie möchten oder wo auch immer sie hin wollen und das Evangelium zu predigen und die Errettung Zions soll unsere Absicht sein und wir trachten danach sie zu beeinflussen, indem wir die ganze Kraft des Hauses des Herrn hinaufschicken, wo auch immer wir sie finden und ich möchte in den folgenden Bund eintreten, dass wenn noch weitere unserer Brüder durch den Pöbel erschlagen oder von ihrem Land in Missouri vertrieben werden, werden wir nicht rasten oder ruhen bis wir bis zum äußersten an unseren Feinden gerächt sind. Dieses Bündnis wurde einstimmig durch Hosianna und Amen gesiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mormonen setzten militärische Mittel ein, um sich in Missouri zu verteidigen, doch schließlich wurden sie vertrieben, nachdem gegen sie durch Gouverneur Boggs ein Ausrottungsbefehl ausgestellt worden war. Weitere Eingaben um Entschädigung in Missouri wurden abgelehnt. Martin van Buren bemerkte: &amp;quot;Ihre Sache ist gerecht, aber ich kann nichts für Sie tun.&amp;quot; Feinde in Missouri, einschließlich der nächste Gouverneur verschworen sich, um Joseph in Illinois zu kidnappen und ihn nach Missouri zu bringen, wo er mit  erdichteten Anklagen konfrontiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwicklungen in Nauvoo=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht in der Vorahnung seines Todes traf sich Joseph vor der Vollendung des Nauvoo Tempels oft mit Aposteln und anderen engen Mitarbeitern, um die Tempelbegabung wiederherzustellen. Wilford Woodruff ordnete später die Tempelbelehrung  um die biblische Rache des Herrn für das Blut der Propheten zu beten, folgendermaßen ein {{ref|Woodruff89}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe bereits gesagt, dass es nichts [Feindseliges gegenüber der Regierung in der mormonischen Begabung] Derartiges in irgend einem Teil oder einer Phase des Mormonismus gibt. Ich sollte darüber Bescheid wissen, da ich eines der ältesten Mitglieder der Kirche bin. Viel wird aus einer Form eines Gebets gemacht, das auf zwei Versen im sechsten Kapitel der Offenbarung des Johannes, wie sie im Neuen Testament stehen, beruht. Es bezieht sich darauf zu beten, dass Gott das Blut der Propheten rächen möge. Wie ich sehe, wurde der Versuch gemacht, dies mit einer Rache für den Tod von Joseph und Hyrum Smith in Verbindung zu bringen und dass es sich auf diese Nation beziehe. Das kann nicht eine solche Anwendung haben, da die Begabung lange vor dem Tod von Joseph und Hyrum gegeben wurde und nicht verändert wurde. Diese Nation und die Regierung ist vom mormonischen Volk nie wegen der Ermordung von Joseph und Hyrum Smith beschuldigt worden. Es ist wohl bekannt, dass der Mord die Tat örtlichen Pöbels in Verkleidung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Generationen von Heiligen der Letzten Tage, die Gewalttätigkeiten eines Pöbels, Entführungsversuche und Todesdrohungen nicht erlebt haben, sind vielleicht überrascht oder unangenehm berührt von den Gefühlen vieler früherer Heiliger, die für Gerechtigkeit beteten, statt für ihre Feinde zu beten. Doch wir leben in freundlicheren, sanfteren Zeiten. Die Mormonen des 19. Jahrhunderts, besonders jene die aus Nauvoo kamen, sahen immer die Hand Gottes am Werk, wenn ihren Verfolgern Unglück zustieß, ein Gefühl das in den meisten machtlosen, verfolgten Minderheitsgruppen vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Joseph Smith trafen sich seine engsten Freunde weiterhin. {{ref|quinn1}} Diese Gruppe traf sich, um Offenbarung zu prüfen (&amp;quot;versucht alle Dinge&amp;quot;), für die Heilung von kranken Mitgliedern zu beten, um den Erfolg von Kirchenprojekten zu beten und um die Befreiung von ihren Feinden zu beten. Heber C. Kimball erinnerte sich, dass sich nach dem Tod Josephs der Gebetskreis traf und um Gottes Rache betete. {{ref|kimball1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktionen von Willard Richards unmittelbar nach dem Märtyrertod zusammenfassend, schrieb Historikerin Claire Noall:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es ist wahr, in diese Rede [1850] verurteilte Richards die tatsächlichen Mörder. Als er aber die Kirche über den Tod von Joseph Smith im Gefängnis von Carthage informierte, schrieb er nach Nauvoo, dass die Bevölkerung von Carthage erwartete, dass die Mormonen aufstehen würden, doch er hatte  &amp;quot;versprochen, dass nicht.&amp;quot; Am nächsten Tag erinnerte er sein Volk von den Stufen von Josephs Haus, dass er sein Wort und seine Ehre verpfändet hatte für ihr friedliches Verhalten. Und als er die Nachricht von Smiths Tod an Brigham Young, damals in der Nähe von Boston, schrieb, schrieb Willard Richards, dass das Blut der Märtyrer nicht von der Erde nach Rache rufe, Rache sei die Sache des Herrn. {{ref|noall1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tempelarbeit allgemein und im besonderen Gebete, dass Gott, und nicht die mormonischen Mitglieder, Joseph Smith rächen werde, war die Rettung der Kirche in Nauvoo. Statt dem leidenschaftlichen Wunsch nach Rache durch Einsatz der Nauvoo Legion in ihrer eindrucksvollen Größe nachzugeben, gelang es den Brüdern, die Mitglieder dazu zu bringen, ihre Frustration und ihren Zorn in Anrufungen des Herrn um Gerechtigkeit zu lenken. Ihre Energie wurde auf die Dinge des Himmels konzentriert durch den Bau des Tempels und durch den Dienst darin. Das Gebet im Tempel wurde zu einem Weg, ritualisiert an den Märtyrertod Josephs zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Utah und die Smoot-Anhörungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Hintergrund für den  &#039;&#039;Eid, um Gottes Rache zu beten&#039;&#039;. (eine passendere Bezeichnung als &#039;&#039;Racheeid&#039;&#039;) Die meisten Berichte über diesen Tempeleid betonen, dass Gott, nicht der Mensch, die Strafe ausführen werde. So bezeugte zum Beispiel August Lundstrom, ein abgefallener Mormone, bei den Reed-Anhörungen im Dezember 1904:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Herr [Robert W. Tayler] [Anwalt für die Protestanten]: Können Sie uns die Verpflichtung zur Vergeltung geben?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Das kann ich.&lt;br /&gt;
:Herr Tayler: Tun Sie das.&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: &amp;quot;Wir und jeder von uns verpflichten uns feierlich und versprechen dass wir &#039;&#039;&#039;Gott bitten werden&#039;&#039;&#039; das Blut von Joseph Smith an dieser Nation zu rächen.&amp;quot; Da war noch etwas dabei, aber daran kann ich mich nicht mehr wörtlich erinnern. Das ist der wesentliche Teil.&lt;br /&gt;
:Mr. Tayler: Was war da noch? Was sonst?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Es ging darum, unsere Kinder und Kindeskinder auf dieselbe Weise zu belehren. {{ref|lundstrom1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte einwenden, das sich Lundstrom als Abgefallener die Existenz eines solchen Eides ausgedacht hat oder dass er willentlich oder unwillentlich den Wortlaut verdreht hat. Doch andere, die öffentlich über den Gegenstand sprachen, hatten ähnliche Erinnerungen. Hier ist die späte Erinnerung von David H. Cannon über die Vorgehensweise im Endowment House:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum Vater zu beten, das Blut der Propheten und rechtschaffenen Menschen, das vergossen wurde zu rächen, usw. Das wurde im Endowment House gegeben. Doch da die Leute nur einmal dorthin gingen, hinterließ es in ihrem Gedächtnis keinen so starken Eindruck, doch als die Begabgung für die Toten in Kraft gesetzt wurde, wurde er so gegeben wie er im 9. Kapitel der Offenbarung steht und auf solche Weise, dass wir den Vater bedrängen, dass er, nicht wir, das Blut, das von Märtyrern für das Zeugnis Jesu vergossen wurde, rächen möge. {{ref|buerger1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die religiöse Betonung darauf lag, Gott die Rache wirklich ausführen zu lassen, stellten sich Leute manchmal vor, sie könnten dazu aufgerufen werden, eine aktivere Rolle dabei zu spielen. Dies trat in der apokalyptischen Sprache einiger Patriarchalischer Segen zu Tage. Andere machten Bemerkungen, dass sie nicht ruhen würden, bis Gott die Rache ausführen würde. Von der Kanzel hielten viele Kirchenführer die Vereinigten Staaten als Nation für verantwortlich dafür, dass sie die Pöbelherrschaft außer Kontrolle geraten ließen. Jedoch sollten die Eide der Mitglieder sie dahingehend belehrt haben, dass sie ihre berechtigte Empörung in die Anrufung Gottes gelenkt haben, damit sie konstruktiv am Aufbau Zions mitarbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Biblischer Blickwinkel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Racheeid ist eine lebhafte Mahnung, dass die Heiligen die Schriften des Apostels Paulus so verstanden, dass Gerechtigkeit eine Verantwortlichkeit ist, die Gott vorbehalten ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr. [http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/roem012.htm#a18 (Römer 12:19)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallelen in der Bibel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen, die in den Psalmen Trost finden, finden dort auch zusätzliche Fälle, in denen man die Rache dem Herrn übergibt. Die Fluchpsalmen sind nichts anderes als Gebete für extreme Formen göttlicher Rache. Hier einige Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal109.htm#a8 Psalm 109:8-19]&lt;br /&gt;
:Nur gering sei die Zahl seiner Tage, sein Amt soll ein andrer erhalten. Seine Kinder sollen zu Waisen werden und seine Frau zur Witwe. Unstet sollen seine Kinder umherziehen und betteln, aus den Trümmern ihres Hauses vertrieben. Sein Gläubiger reiße all seinen Besitz an sich, Fremde sollen plündern, was er erworben hat. Niemand sei da, der ihm die Gunst bewahrt, keiner, der sich der Waisen erbarmt. Seine Nachkommen soll man vernichten, im nächsten Geschlecht schon erlösche sein Name. Der Herr denke an die Schuld seiner Väter, ungetilgt bleibe die Sünde seiner Mutter. Ihre Schuld stehe dem Herrn allzeit vor Augen, ihr Andenken lösche er aus auf Erden. Denn dieser Mensch dachte nie daran, Gnade zu üben; er verfolgte den Gebeugten und Armen und wollte den Verzagten töten. Er liebte den Fluch - der komme über ihn; er verschmähte den Segen der bleibe ihm fern. Er zog den Fluch an wie ein Gewand; der dringe wie Wasser in seinen Leib, wie Öl in seine Glieder. Er werde für ihn wie das Kleid, in das er sich hüllt, wie der Gürtel, der ihn allzeit umschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal069.htm#a23 Psalm 69:23-26]&lt;br /&gt;
:Der Opfertisch werde für sie zur Falle, das Opfermahl zum Fangnetz. Blende ihre Augen, sodass sie nicht mehr sehen; lähme ihre Hüften für immer! Gieß über sie deinen Grimm aus, dein glühender Zorn soll sie treffen! Ihr Lagerplatz soll veröden, in ihren Zelten soll niemand mehr wohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal058.htm#a7 Psalm 58:7-10]&lt;br /&gt;
:O Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Mund! Zerschlage, Herr, das Gebiss der Löwen! Sie sollen vergehen wie verrinnendes Wasser, wie Gras, das verwelkt auf dem Weg, wie die Schnecke, die sich auflöst in Schleim; wie eine Fehlgeburt sollen sie die Sonne nicht schauen. Ehe eure Töpfe das Feuer des Dornstrauchs spüren, fege Gott die Feinde hinweg, ob frisch, ob verdorrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal083.htm#a14 Psalm 83:14-18]&lt;br /&gt;
:Mein Gott, lass sie dahinwirbeln wie Staub, wie Spreu vor dem Wind! Wie das Feuer, das ganze Wälder verbrennt, wie die Flamme, die Berge versengt, so jage sie davon mit deinem Sturm und schrecke sie mit deinem Wetter! Bedecke mit Schmach ihr Gesicht, damit sie, Herr, nach deinem Namen fragen. Beschämt sollen sie sein und verstört für immer, sollen vor Schande zugrunde gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist fraglich, ob für uns heute solche Wünsche/Gebete angemessen sind, wenn wir bedenken, dass wir unter einem Paradigma des &#039;&#039;Vergebens&#039;&#039; gemäß dem Neuen Testament leben. Man beachte, dass sich im Neuen Testament sowohl Petrus als auch Paulus auf Psalm 69 berufen haben. (Apostelgeschichte 1:15-20, Römer 11:9-10) Die Schriften liefern auch Beispiele für die Rache des Herrn nach dem Sühnopfer Christi (Lukas 11:49-51, Offenbarung 16:4-7) Beispiele gibt es auch im Buch Mormon (3. Nephi 9:5-11) Philip Yancey, der Autor von &amp;quot;Die Bibel, die Jesus las&amp;quot; erforscht das Paradoxon und kommt zum Schluss, dass die scheinbar diabolische Sprache, die in den Fluchpsalmen benutzt wird als eine Art von &amp;quot;Geistiger Therapie&amp;quot; diente, die auch heute für uns noch angemessen zu benutzen ist. Er gibt folgende Erklärung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wenn jemand mir Unrecht tut, habe ich mehrere Möglichkeiten. Ich kann persönlich Rache üben, was eine Reaktion ist, die die Bibel verdammt. Ich kann meine verletzten Gefühle und meinen Zorn leugnen oder unterdrücken. Oder ich kann diese Gefühle vor Gott bringen und Gott die Aufgabe der &#039;ausgleichenden Gerechtigkeit&#039; anvertrauen. Die Fluchpsalmen sind lebhafte Beispiele für die letzte Möglichkeit. &#039;Mein ist die Rache, ich werde vergelten&#039;, sagt der Herr. Gebete wie die Fluchpsalmen legen die Rache in die richtigen Hände. Bedeutsam ist, dass die Fluchpsalmen ihre Empörung vor Gott bringen und nicht vor den Feind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yancey sagt weiter:&lt;br /&gt;
:Was ein rachsüchtiger Fluch ist, wenn er jemandem gegenüber ausgesprochen wird, ist ein Flehen hilfloser Abhängigkeit, wenn er direkt zu Gott gesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fügt hinzu:&lt;br /&gt;
:Manchmal erkenne ich, dass während ich ihn ausspreche, mein Mitgefühl wächst. Gottes Geist spricht zu mir über meine eigene Selbstsucht, über meinen wertenden Geist, meine eigenen Mängel, die andere mit Güte und Vergebung behandelten, meinen stolzen, engstirnigen Standpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schließt, wenn ich so gefühlbeladen bete,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:kann ich wohl erkennen, dass meine rachsüchtigen Gefühle göttlicher Verbesserung bedürfen. Doch nur, wenn ich diese Gefühle vor Gott bringe, werde ich die Gelegenheit für Verbesserung und Heilung haben. {{ref|Yancey1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1927 enthielt die Tempelbegabung höchst wahrscheinlich einen solchen Eid. Der genaue Wortlaut ist nicht ganz klar, doch scheint es, dass er &#039;&#039;nicht&#039;&#039; die Heiligen dazu aufrief, selbst Rache an den Vereinigten Staaten zu nehmen, sondern dass sie weiterhin darum beten sollen, dass Gott selbst das Blut der Propheten rächen möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Racheeid keine Verfluchungen enthielt wie jene in den Fluchpsalmen, so hatten wohl die Heiligen, so wie der Psalmist, die Weisheit, ihre heftigen Gefühle direkt vor Gott zu bringen als Reaktion auf die Ungerechtigkeiten, womit sie behandelt worden waren. Indem sie das taten, übertrugen sie ihm die Verantwortung sowohl für die Gerechtigkeit als auch für die Heilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|vanhale1}}Van Hale, &amp;quot;The Alleged Oath of Vengeance,&amp;quot; [der angebliche Racheeid] aufgezeichnet am 1. Juli 2007 während der &#039;&#039;Mormon Miscellaneous Worldwide Talk Show,&#039;&#039; [gemischten mormonischen weltweiten Talkshow]&lt;br /&gt;
#{{note|Hitchcock}}Siehe 30. März 1836 Jesse Hitchcock Bericht in &amp;quot;MS Joseph Smith Journal, 1835-36,&amp;quot; 193 pp., &#039;&#039;Joseph Smith Collection,&#039;&#039; LDS Church Archives zitiert in Dean C. Jesse, ed., &#039;&#039;The Personal Writings of Joseph Smith&#039;&#039; (Salt Lake City: Deseret Book, 1984) &lt;br /&gt;
#{{note|Woodruff89}} Wilford Woodruff Interview, &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; 22. November 1889&lt;br /&gt;
#{{note|quinn1}}Eine Geschichte der Gebetskreise siehe D. Michael Quinn, &amp;quot;Latter-day Saint Prayer Circles,&amp;quot; Brigham Young University Studies 19:1 (Herbst 1978): 79–105&lt;br /&gt;
#{{note|kimball1}}Siehe seinen Tagebucheintrag vom 21. Dezember 1845 in &#039;&#039;The Nauvoo Endowment Companies, 1845&amp;amp;ndash;1846: A Documentary History,&#039;&#039;  Richard Van Wagoner, Devery Scott Anderson, and Gary James Bergera, Herausgeber. (Salt Lake City: Signature Books, 2005).&lt;br /&gt;
#{{note|noall1}}Claire Noall, &amp;quot;The Plains of Warsaw,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 25:1 (Januar 1957), pp. 47&amp;amp;ndash;51.&lt;br /&gt;
#{{note|lundstrom1}}Zeugenaussage von August W. Lundstrom, &#039;&#039;Proceedings before the Committee on Privileges and Elections of the United States Senate in the Matter of the Protests Against the Right of Hon. Reed Smoot, a Senator from the State of Utah, to Hold His Seat&#039;&#039; [Protokoll des Falles der Proteste gegen das recht des ehrenwerten Reed Smoot, Senator des Staates Utah, seinen SItz einzunehmen vor dem Komittee über Privilegien und Wahlen des Senats der Vereinigten Staaten.] (Washington, D.C.: Government Printing Office, 1906), 2:153.&lt;br /&gt;
#{{note|buerger1}}David John Buerger, &amp;quot;The Development of the Mormon Temple Endowment Ceremony,&amp;quot; [die Entwicklung der mormonischen Tempelbegabungszeremonie] Dialogue: A Journal of Mormon Thought 34:1 (Frühling/Sommer 2001): 103&lt;br /&gt;
#{{note|Yancey1}}Philip Yancey, &amp;quot;The Bible Jesus Read,&amp;quot; [Die Bibel, die Jesus las](Grand Rapids, Michigan, Zondervan, 1999) pp. 133&amp;amp;ndash;139.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TempleWiki}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/Restoring_the_Ancient_Church/chap06.html mehr über Tempel (engl)]&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/FAIR_Conferences/2005_Latter-day_Saints_and_Freemasonry.html zu den Freimaurerelementen im Endowment (engl)]&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Die_Zeit_in_Missouri Verfolgungen in Missouri]&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Leidensweg_eines_zeitgen%C3%B6ssischen_Propheten Verfolgungen in Nauvoo]&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/EIDE.html Encyklopädie des Mormonismus - Eide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:Oath_of_vengeance]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5336</id>
		<title>Tempel/Endowment/Racheeid</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5336"/>
		<updated>2010-07-24T13:37:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: /* Utah und die Smoot-Anhörungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{templedisclaimer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, eine frühere Version der Tempelbegabung habe einen Eid enthalten, den die Teilnehmer leisteten, dass sie an der Regierung oder den Bürgern der Vereinigten Staaten Rache üben würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{nw}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In fast jeder antimormonischen Behandlung des Tempels bringen die Kritiker das Thema des &amp;quot;Racheeides&amp;quot; auf, der während des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts bestand. Diese Kritiker stellen die Natur dieses Eides oft falsch dar und versuchen sein Vorhandensein in der frühen Tempelbegabung als Beweis dafür zu benutzen, dass die HLT Tempelzeremonien ungöttlich, gewalttätig und unmoralisch wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führer der Kirche haben von Zeit zu Zeit [[%C3%84nderungen_an_der_Tempelbegabung|die Begabung verändert]]. Vor den Änderungen von 1927 gab es einen Eid, in dem um die Rache des Herrn gebetet wurde, die jene treffen sollte, die die Propheten ermordeten. In ihren beschwörten Zeugenaussagen und Tempelenthüllungen gaben Abgefallene widersprechende Berichte darüber, wer nun rächen sollte: Der Herr oder die Heiligen selbst. {{ref|vanhale1}} Wenn man die mormonische Geschichte nach Lehren über Rache durchforscht, erhält man zusätzliche Einsicht und das hilft abzuschätzen, welche Möglichkeit wahrscheinlicher ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Konflikt in Missouri===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 wurden die Mormonen aus Jackson County, Missouri vertrieben, teilweise wegen ihrer Haltung gegen die Sklaverei, die sich von der Haltung der alteingesessenen Siedler unterschied. Durch Offenbarung wurden die Heiligen angewiesen, eine Petition um Schadensersatz für die erlittenen Gewalttaten von der Regierung einzureichen. Von den Heiligen wurde erwartet, pazifistisch zu sein, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt [http://scriptures.lds.org/de/dc/98/23-31#23 (Siehe LuB 98:23-31)]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nun spreche ich zu euch in bezug auf eure Familien: Wenn die Menschen euch oder eure Familie einmal schlagen und ihr es geduldig tragt und sie nicht schmäht, auch nicht nach Rache trachtet, so werdet ihr belohnt werden; tragt ihr es aber nicht geduldig, dann wird es euch so angerechnet werden, als sei es euch mit einem rechten Maß zugemessen worden. Und weiter: Wenn euer Feind euch zum zweitenmal schlägt und ihr euren Feind nicht schmäht und es geduldig tragt, so wird euer Lohn hundertfach sein.&lt;br /&gt;
:Und weiter: Wenn er euch zum drittenmal schlägt und ihr es geduldig tragt, so wird euer Lohn euch vierfach verdoppelt werden; und diese drei Zeugnisse werden gegen euren Feind stehen, wenn er nicht umkehrt, und werden nicht ausgelöscht werden. Und nun, wahrlich, ich sage euch: Wenn jener Feind meiner Vergeltung entrinnen soll, so daß er nicht vor mich zum Gericht gebracht werde, so müßt ihr zusehen, daß ihr ihn in meinem Namen davor warnt, noch jemals über euch zu kommen, auch nicht über eure Familie, selbst eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Und wenn er dann über euch oder eure Kinder oder eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation kommt, habe ich deinen Feind in deine Hände gegeben; und wenn du ihn dann noch verschonst, wirst du für deine Rechtschaffenheit belohnt werden, ebenso deine Kinder und deine Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Doch ist dein Feind in deinen Händen, und wenn du ihm gemäß seinen Werken vergiltst, bist du gerechtfertigt; wenn er dir nach dem Leben getrachtet hat und dein Leben durch ihn gefährdet ist, so ist dein Feind in deinen Händen, und du bist gerechtfertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz von Gewalt wurde nur im Falle der Selbstverteidigung gebilligt oder nachdem der Herr einen vorher gewarnten Feind den Heiligen in die Hände gegeben hatte. Sogar zu Barmherzigkeit dem Feind gegenüber wurde ermutigt und es gibt Hinweise darauf, dass der Herr seine Schlachten selbst schlagen kann, (Vers 37) um seine Rache an den Bösen auszuführen. Man beachte auch die wiederholte Bezugnahme auf dritte und vierte Generationen von Kindern, die wegen der rhetorischen Wirkung eingefügt wurden, trotz der Unmöglichkeit, dass ein einziger Feind über eine so lange Zeitdauer eine Bedrohung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühest bekannte Racheeid in einem mormonischen Tempel scheint spontan von Joseph Smith bei der Weihung des Kirtland Tempels am 30. März 1830 eingeführt worden zu sein {{ref|Hitchcock}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Den Siebzigern steht es frei, nach Zion zu gehen, wenn sie möchten oder wo auch immer sie hin wollen und das Evangelium zu predigen und die Errettung Zions soll unsere Absicht sein und wir trachten danach sie zu beeinflussen, indem wir die ganze Kraft des Hauses des Herrn hinaufschicken, wo auch immer wir sie finden und ich möchte in den folgenden Bund eintreten, dass wenn noch weitere unserer Brüder durch den Pöbel erschlagen oder von ihrem Land in Missouri vertrieben werden, werden wir nicht rasten oder ruhen bis wir bis zum äußersten an unseren Feinden gerächt sind. Dieses Bündnis wurde einstimmig durch Hosianna und Amen gesiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mormonen setzten militärische Mittel ein, um sich in Missouri zu verteidigen, doch schließlich wurden sie vertrieben, nachdem gegen sie durch Gouverneur Boggs ein Ausrottungsbefehl ausgestellt worden war. Weitere Eingaben um Entschädigung in Missouri wurden abgelehnt. Martin van Buren bemerkte: &amp;quot;Ihre Sache ist gerecht, aber ich kann nichts für Sie tun.&amp;quot; Feinde in Missouri, einschließlich der nächste Gouverneur verschworen sich, um Joseph in Illinois zu kidnappen und ihn nach Missouri zu bringen, wo er mit  erdichteten Anklagen konfrontiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwicklungen in Nauvoo=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht in der Vorahnung seines Todes traf sich Joseph vor der Vollendung des Nauvoo Tempels oft mit Aposteln und anderen engen Mitarbeitern, um die Tempelbegabung wiederherzustellen. Wilford Woodruff ordnete später die Tempelbelehrung  um die biblische Rache des Herrn für das Blut der Propheten zu beten, folgendermaßen ein {{ref|Woodruff89}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe bereits gesagt, dass es nichts [Feindseliges gegenüber der Regierung in der mormonischen Begabung] Derartiges in irgend einem Teil oder einer Phase des Mormonismus gibt. Ich sollte darüber Bescheid wissen, da ich eines der ältesten Mitglieder der Kirche bin. Viel wird aus einer Form eines Gebets gemacht, das auf zwei Versen im sechsten Kapitel der Offenbarung des Johannes, wie sie im Neuen Testament stehen, beruht. Es bezieht sich darauf zu beten, dass Gott das Blut der Propheten rächen möge. Wie ich sehe, wurde der Versuch gemacht, dies mit einer Rache für den Tod von Joseph und Hyrum Smith in Verbindung zu bringen und dass es sich auf diese Nation beziehe. Das kann nicht eine solche Anwendung haben, da die Begabung lange vor dem Tod von Joseph und Hyrum gegeben wurde und nicht verändert wurde. Diese Nation und die Regierung ist vom mormonischen Volk nie wegen der Ermordung von Joseph und Hyrum Smith beschuldigt worden. Es ist wohl bekannt, dass der Mord die Tat örtlichen Pöbels in Verkleidung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Generationen von Heiligen der Letzten Tage, die Gewalttätigkeiten eines Pöbels, Entführungsversuche und Todesdrohungen nicht erlebt haben, sind vielleicht überrascht oder unangenehm berührt von den Gefühlen vieler früherer Heiliger, die für Gerechtigkeit beteten, statt für ihre Feinde zu beten. Doch wir leben in freundlicheren, sanfteren Zeiten. Die Mormonen des 19. Jahrhunderts, besonders jene die aus Nauvoo kamen, sahen immer die Hand Gottes am Werk, wenn ihren Verfolgern Unglück zustieß, ein Gefühl das in den meisten machtlosen, verfolgten Minderheitsgruppen vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Joseph Smith trafen sich seine engsten Freunde weiterhin. {{ref|quinn1}} Diese Gruppe traf sich, um Offenbarung zu prüfen (&amp;quot;versucht alle Dinge&amp;quot;), für die Heilung von kranken Mitgliedern zu beten, um den Erfolg von Kirchenprojekten zu beten und um die Befreiung von ihren Feinden zu beten. Heber C. Kimball erinnerte sich, dass sich nach dem Tod Josephs der Gebetskreis traf und um Gottes Rache betete. {{ref|kimball1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktionen von Willard Richards unmittelbar nach dem Märtyrertod zusammenfassend, schrieb Historikerin Claire Noall:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es ist wahr, in diese Rede [1850] verurteilte Richards die tatsächlichen Mörder. Als er aber die Kirche über den Tod von Joseph Smith im Gefängnis von Carthage informierte, schrieb er nach Nauvoo, dass die Bevölkerung von Carthage erwartete, dass die Mormonen aufstehen würden, doch er hatte  &amp;quot;versprochen, dass nicht.&amp;quot; Am nächsten Tag erinnerte er sein Volk von den Stufen von Josephs Haus, dass er sein Wort und seine Ehre verpfändet hatte für ihr friedliches Verhalten. Und als er die Nachricht von Smiths Tod an Brigham Young, damals in der Nähe von Boston, schrieb, schrieb Willard Richards, dass das Blut der Märtyrer nicht von der Erde nach Rache rufe, Rache sei die Sache des Herrn. {{ref|noall1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tempelarbeit allgemein und im besonderen Gebete, dass Gott, und nicht die mormonischen Mitglieder, Joseph Smith rächen werde, war die Rettung der Kirche in Nauvoo. Statt dem leidenschaftlichen Wunsch nach Rache durch Einsatz der Nauvoo Legion in ihrer eindrucksvollen Größe nachzugeben, gelang es den Brüdern, die Mitglieder dazu zu bringen, ihre Frustration und ihren Zorn in Anrufungen des Herrn um Gerechtigkeit zu lenken. Ihre Energie wurde auf die Dinge des Himmels konzentriert durch den Bau des Tempels und durch den Dienst darin. Das Gebet im Tempel wurde zu einem Weg, ritualisiert an den Märtyrertod Josephs zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Utah und die Smoot-Anhörungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Hintergrund für den  &#039;&#039;Eid, um Gottes Rache zu beten&#039;&#039;. (eine passendere Bezeichnung als &#039;&#039;Racheeid&#039;&#039;) Die meisten Berichte über diesen Tempeleid betonen, dass Gott, nicht der Mensch die Strafe ausführen werde. So bezeugte zum Beispiel August Lundstrom, ein abgefallener Mormone bei den Reed-Anhörungen im Dezember 1904:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Herr [Robert W. Tayler] [Anwalt für die Protestanten]: Können Sie uns die Verpflichtung zur Vergeltung geben?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Das kann ich.&lt;br /&gt;
:Herr Tayler: Tun Sie das.&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: &amp;quot;Wir und jeder von uns verpflichten uns feierlich und versprechen dass wir &#039;&#039;&#039;Gott bitten werden&#039;&#039;&#039; das Blut von Joseph Smith an dieser Nation zu rächen.&amp;quot; Da war noch etwas dabei, aber daran kann ich mich nicht mehr wörtlich erinnern. Das ist der wesentliche Teil.&lt;br /&gt;
:Mr. Tayler: Was war da noch? Was sonst?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Es ging darum, unsere Kinder und Kindeskinder auf dieselbe Weise zu belehren. {{ref|lundstrom1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte einwenden, das sich Lundstrom als Abgefallener die Existenz eines solchen Eides ausgedacht hat oder dass er willentlich oder unwillentlich den Wortlaut verdreht hat. Doch andere, die öffentlich über den Gegenstand sprachen, hatten ähnliche Erinnerungen. Hier ist die späte Erinnerung von David H. Cannon über die Vorgehensweise im Endowment House:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum Vater zu beten, das Blut der Propheten und rechtschaffenen Menschen, das vergossen wurde zu rächen, usw. Das wurde im Endowment House gegeben. Doch da die Leute nur einmal dorthin gingen, hinterließ es in ihrem Gedächtnis keinen so starken Eindruck, doch als die Begabgung für die Toten in Kraft gesetzt wurde, wurde er so gegeben wie er im 9. Kapitel der Offenbarung steht und auf solche Weise, dass wir den Vater bedrängen, dass er, nicht wir, das Blut, das von Märtyrern für das Zeugnis Jesu vergossen wurde, rächen möge. {{ref|buerger1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die religiöse Betonung darauf lag, Gott die Rache wirklich ausführen zu lassen, stellten sich Leute manchmal vor, sie könnten dazu aufgerufen werden, eine aktivere Rolle dabei zu spielen. Dies trat in der apokalyptischen Sprache einiger Patriarchalischer Segen zu Tage. Andere machten Bemerkungen, dass sie nicht ruhen würden, bis Gott die Rache ausführen würde. Von der Kanzel hielten viele Kirchenführer die Vereinigten Staaten als Nation für verantwortlich dafür, dass sie die Pöbelherrschaft außer Kontrolle geraten ließen. Jedoch sollten die Eide der Mitglieder sie dahingehend belehrt haben, dass sie ihre berechtigte Empörung in die Anrufung Gottes gelenkt haben, damit sie konstruktiv am Aufbau Zions mitarbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Biblischer Blickwinkel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Racheeid ist eine lebhafte Mahnung, dass die Heiligen die Schriften des Apostels Paulus so verstanden, dass Gerechtigkeit eine Verantwortlichkeit ist, die Gott vorbehalten ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr. [http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/roem012.htm#a18 (Römer 12:19)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallelen in der Bibel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen, die in den Psalmen Trost finden, finden dort auch zusätzliche Fälle, in denen man die Rache dem Herrn übergibt. Die Fluchpsalmen sind nichts anderes als Gebete für extreme Formen göttlicher Rache. Hier einige Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal109.htm#a8 Psalm 109:8-19]&lt;br /&gt;
:Nur gering sei die Zahl seiner Tage, sein Amt soll ein andrer erhalten. Seine Kinder sollen zu Waisen werden und seine Frau zur Witwe. Unstet sollen seine Kinder umherziehen und betteln, aus den Trümmern ihres Hauses vertrieben. Sein Gläubiger reiße all seinen Besitz an sich, Fremde sollen plündern, was er erworben hat. Niemand sei da, der ihm die Gunst bewahrt, keiner, der sich der Waisen erbarmt. Seine Nachkommen soll man vernichten, im nächsten Geschlecht schon erlösche sein Name. Der Herr denke an die Schuld seiner Väter, ungetilgt bleibe die Sünde seiner Mutter. Ihre Schuld stehe dem Herrn allzeit vor Augen, ihr Andenken lösche er aus auf Erden. Denn dieser Mensch dachte nie daran, Gnade zu üben; er verfolgte den Gebeugten und Armen und wollte den Verzagten töten. Er liebte den Fluch - der komme über ihn; er verschmähte den Segen der bleibe ihm fern. Er zog den Fluch an wie ein Gewand; der dringe wie Wasser in seinen Leib, wie Öl in seine Glieder. Er werde für ihn wie das Kleid, in das er sich hüllt, wie der Gürtel, der ihn allzeit umschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal069.htm#a23 Psalm 69:23-26]&lt;br /&gt;
:Der Opfertisch werde für sie zur Falle, das Opfermahl zum Fangnetz. Blende ihre Augen, sodass sie nicht mehr sehen; lähme ihre Hüften für immer! Gieß über sie deinen Grimm aus, dein glühender Zorn soll sie treffen! Ihr Lagerplatz soll veröden, in ihren Zelten soll niemand mehr wohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal058.htm#a7 Psalm 58:7-10]&lt;br /&gt;
:O Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Mund! Zerschlage, Herr, das Gebiss der Löwen! Sie sollen vergehen wie verrinnendes Wasser, wie Gras, das verwelkt auf dem Weg, wie die Schnecke, die sich auflöst in Schleim; wie eine Fehlgeburt sollen sie die Sonne nicht schauen. Ehe eure Töpfe das Feuer des Dornstrauchs spüren, fege Gott die Feinde hinweg, ob frisch, ob verdorrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal083.htm#a14 Psalm 83:14-18]&lt;br /&gt;
:Mein Gott, lass sie dahinwirbeln wie Staub, wie Spreu vor dem Wind! Wie das Feuer, das ganze Wälder verbrennt, wie die Flamme, die Berge versengt, so jage sie davon mit deinem Sturm und schrecke sie mit deinem Wetter! Bedecke mit Schmach ihr Gesicht, damit sie, Herr, nach deinem Namen fragen. Beschämt sollen sie sein und verstört für immer, sollen vor Schande zugrunde gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist fraglich, ob für uns heute solche Wünsche/Gebete angemessen sind, wenn wir bedenken, dass wir unter einem Paradigma des &#039;&#039;Vergebens&#039;&#039; gemäß dem Neuen Testament leben. Man beachte, dass sich im Neuen Testament sowohl Petrus als auch Paulus auf Psalm 69 berufen haben. (Apostelgeschichte 1:15-20, Römer 11:9-10) Die Schriften liefern auch Beispiele für die Rache des Herrn nach dem Sühnopfer Christi (Lukas 11:49-51, Offenbarung 16:4-7) Beispiele gibt es auch im Buch Mormon (3. Nephi 9:5-11) Philip Yancey, der Autor von &amp;quot;Die Bibel, die Jesus las&amp;quot; erforscht das Paradoxon und kommt zum Schluss, dass die scheinbar diabolische Sprache, die in den Fluchpsalmen benutzt wird als eine Art von &amp;quot;Geistiger Therapie&amp;quot; diente, die auch heute für uns noch angemessen zu benutzen ist. Er gibt folgende Erklärung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wenn jemand mir Unrecht tut, habe ich mehrere Möglichkeiten. Ich kann persönlich Rache üben, was eine Reaktion ist, die die Bibel verdammt. Ich kann meine verletzten Gefühle und meinen Zorn leugnen oder unterdrücken. Oder ich kann diese Gefühle vor Gott bringen und Gott die Aufgabe der &#039;ausgleichenden Gerechtigkeit&#039; anvertrauen. Die Fluchpsalmen sind lebhafte Beispiele für die letzte Möglichkeit. &#039;Mein ist die Rache, ich werde vergelten&#039;, sagt der Herr. Gebete wie die Fluchpsalmen legen die Rache in die richtigen Hände. Bedeutsam ist, dass die Fluchpsalmen ihre Empörung vor Gott bringen und nicht vor den Feind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yancey sagt weiter:&lt;br /&gt;
:Was ein rachsüchtiger Fluch ist, wenn er jemandem gegenüber ausgesprochen wird, ist ein Flehen hilfloser Abhängigkeit, wenn er direkt zu Gott gesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fügt hinzu:&lt;br /&gt;
:Manchmal erkenne ich, dass während ich ihn ausspreche, mein Mitgefühl wächst. Gottes Geist spricht zu mir über meine eigene Selbstsucht, über meinen wertenden Geist, meine eigenen Mängel, die andere mit Güte und Vergebung behandelten, meinen stolzen, engstirnigen Standpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schließt, wenn ich so gefühlbeladen bete,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:kann ich wohl erkennen, dass meine rachsüchtigen Gefühle göttlicher Verbesserung bedürfen. Doch nur, wenn ich diese Gefühle vor Gott bringe, werde ich die Gelegenheit für Verbesserung und Heilung haben. {{ref|Yancey1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1927 enthielt die Tempelbegabung höchst wahrscheinlich einen solchen Eid. Der genaue Wortlaut ist nicht ganz klar, doch scheint es, dass er &#039;&#039;nicht&#039;&#039; die Heiligen dazu aufrief, selbst Rache an den Vereinigten Staaten zu nehmen, sondern dass sie weiterhin darum beten sollen, dass Gott selbst das Blut der Propheten rächen möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Racheeid keine Verfluchungen enthielt wie jene in den Fluchpsalmen, so hatten wohl die Heiligen, so wie der Psalmist, die Weisheit, ihre heftigen Gefühle direkt vor Gott zu bringen als Reaktion auf die Ungerechtigkeiten, womit sie behandelt worden waren. Indem sie das taten, übertrugen sie ihm die Verantwortung sowohl für die Gerechtigkeit als auch für die Heilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|vanhale1}}Van Hale, &amp;quot;The Alleged Oath of Vengeance,&amp;quot; [der angebliche Racheeid] aufgezeichnet am 1. Juli 2007 während der &#039;&#039;Mormon Miscellaneous Worldwide Talk Show,&#039;&#039; [gemischten mormonischen weltweiten Talkshow]&lt;br /&gt;
#{{note|Hitchcock}}Siehe 30. März 1836 Jesse Hitchcock Bericht in &amp;quot;MS Joseph Smith Journal, 1835-36,&amp;quot; 193 pp., &#039;&#039;Joseph Smith Collection,&#039;&#039; LDS Church Archives zitiert in Dean C. Jesse, ed., &#039;&#039;The Personal Writings of Joseph Smith&#039;&#039; (Salt Lake City: Deseret Book, 1984) &lt;br /&gt;
#{{note|Woodruff89}} Wilford Woodruff Interview, &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; 22. November 1889&lt;br /&gt;
#{{note|quinn1}}Eine Geschichte der Gebetskreise siehe D. Michael Quinn, &amp;quot;Latter-day Saint Prayer Circles,&amp;quot; Brigham Young University Studies 19:1 (Herbst 1978): 79–105&lt;br /&gt;
#{{note|kimball1}}Siehe seinen Tagebucheintrag vom 21. Dezember 1845 in &#039;&#039;The Nauvoo Endowment Companies, 1845&amp;amp;ndash;1846: A Documentary History,&#039;&#039;  Richard Van Wagoner, Devery Scott Anderson, and Gary James Bergera, Herausgeber. (Salt Lake City: Signature Books, 2005).&lt;br /&gt;
#{{note|noall1}}Claire Noall, &amp;quot;The Plains of Warsaw,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 25:1 (Januar 1957), pp. 47&amp;amp;ndash;51.&lt;br /&gt;
#{{note|lundstrom1}}Zeugenaussage von August W. Lundstrom, &#039;&#039;Proceedings before the Committee on Privileges and Elections of the United States Senate in the Matter of the Protests Against the Right of Hon. Reed Smoot, a Senator from the State of Utah, to Hold His Seat&#039;&#039; [Protokoll des Falles der Proteste gegen das recht des ehrenwerten Reed Smoot, Senator des Staates Utah, seinen SItz einzunehmen vor dem Komittee über Privilegien und Wahlen des Senats der Vereinigten Staaten.] (Washington, D.C.: Government Printing Office, 1906), 2:153.&lt;br /&gt;
#{{note|buerger1}}David John Buerger, &amp;quot;The Development of the Mormon Temple Endowment Ceremony,&amp;quot; [die Entwicklung der mormonischen Tempelbegabungszeremonie] Dialogue: A Journal of Mormon Thought 34:1 (Frühling/Sommer 2001): 103&lt;br /&gt;
#{{note|Yancey1}}Philip Yancey, &amp;quot;The Bible Jesus Read,&amp;quot; [Die Bibel, die Jesus las](Grand Rapids, Michigan, Zondervan, 1999) pp. 133&amp;amp;ndash;139.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TempleWiki}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/Restoring_the_Ancient_Church/chap06.html mehr über Tempel (engl)]&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/FAIR_Conferences/2005_Latter-day_Saints_and_Freemasonry.html zu den Freimaurerelementen im Endowment (engl)]&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Die_Zeit_in_Missouri Verfolgungen in Missouri]&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Leidensweg_eines_zeitgen%C3%B6ssischen_Propheten Verfolgungen in Nauvoo]&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/EIDE.html Encyklopädie des Mormonismus - Eide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:Oath_of_vengeance]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5335</id>
		<title>Tempel/Endowment/Racheeid</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5335"/>
		<updated>2010-07-24T13:36:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: /* Utah und die Smoot-Anhörungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{templedisclaimer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, eine frühere Version der Tempelbegabung habe einen Eid enthalten, den die Teilnehmer leisteten, dass sie an der Regierung oder den Bürgern der Vereinigten Staaten Rache üben würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{nw}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In fast jeder antimormonischen Behandlung des Tempels bringen die Kritiker das Thema des &amp;quot;Racheeides&amp;quot; auf, der während des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts bestand. Diese Kritiker stellen die Natur dieses Eides oft falsch dar und versuchen sein Vorhandensein in der frühen Tempelbegabung als Beweis dafür zu benutzen, dass die HLT Tempelzeremonien ungöttlich, gewalttätig und unmoralisch wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führer der Kirche haben von Zeit zu Zeit [[%C3%84nderungen_an_der_Tempelbegabung|die Begabung verändert]]. Vor den Änderungen von 1927 gab es einen Eid, in dem um die Rache des Herrn gebetet wurde, die jene treffen sollte, die die Propheten ermordeten. In ihren beschwörten Zeugenaussagen und Tempelenthüllungen gaben Abgefallene widersprechende Berichte darüber, wer nun rächen sollte: Der Herr oder die Heiligen selbst. {{ref|vanhale1}} Wenn man die mormonische Geschichte nach Lehren über Rache durchforscht, erhält man zusätzliche Einsicht und das hilft abzuschätzen, welche Möglichkeit wahrscheinlicher ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Konflikt in Missouri===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 wurden die Mormonen aus Jackson County, Missouri vertrieben, teilweise wegen ihrer Haltung gegen die Sklaverei, die sich von der Haltung der alteingesessenen Siedler unterschied. Durch Offenbarung wurden die Heiligen angewiesen, eine Petition um Schadensersatz für die erlittenen Gewalttaten von der Regierung einzureichen. Von den Heiligen wurde erwartet, pazifistisch zu sein, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt [http://scriptures.lds.org/de/dc/98/23-31#23 (Siehe LuB 98:23-31)]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nun spreche ich zu euch in bezug auf eure Familien: Wenn die Menschen euch oder eure Familie einmal schlagen und ihr es geduldig tragt und sie nicht schmäht, auch nicht nach Rache trachtet, so werdet ihr belohnt werden; tragt ihr es aber nicht geduldig, dann wird es euch so angerechnet werden, als sei es euch mit einem rechten Maß zugemessen worden. Und weiter: Wenn euer Feind euch zum zweitenmal schlägt und ihr euren Feind nicht schmäht und es geduldig tragt, so wird euer Lohn hundertfach sein.&lt;br /&gt;
:Und weiter: Wenn er euch zum drittenmal schlägt und ihr es geduldig tragt, so wird euer Lohn euch vierfach verdoppelt werden; und diese drei Zeugnisse werden gegen euren Feind stehen, wenn er nicht umkehrt, und werden nicht ausgelöscht werden. Und nun, wahrlich, ich sage euch: Wenn jener Feind meiner Vergeltung entrinnen soll, so daß er nicht vor mich zum Gericht gebracht werde, so müßt ihr zusehen, daß ihr ihn in meinem Namen davor warnt, noch jemals über euch zu kommen, auch nicht über eure Familie, selbst eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Und wenn er dann über euch oder eure Kinder oder eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation kommt, habe ich deinen Feind in deine Hände gegeben; und wenn du ihn dann noch verschonst, wirst du für deine Rechtschaffenheit belohnt werden, ebenso deine Kinder und deine Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Doch ist dein Feind in deinen Händen, und wenn du ihm gemäß seinen Werken vergiltst, bist du gerechtfertigt; wenn er dir nach dem Leben getrachtet hat und dein Leben durch ihn gefährdet ist, so ist dein Feind in deinen Händen, und du bist gerechtfertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz von Gewalt wurde nur im Falle der Selbstverteidigung gebilligt oder nachdem der Herr einen vorher gewarnten Feind den Heiligen in die Hände gegeben hatte. Sogar zu Barmherzigkeit dem Feind gegenüber wurde ermutigt und es gibt Hinweise darauf, dass der Herr seine Schlachten selbst schlagen kann, (Vers 37) um seine Rache an den Bösen auszuführen. Man beachte auch die wiederholte Bezugnahme auf dritte und vierte Generationen von Kindern, die wegen der rhetorischen Wirkung eingefügt wurden, trotz der Unmöglichkeit, dass ein einziger Feind über eine so lange Zeitdauer eine Bedrohung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühest bekannte Racheeid in einem mormonischen Tempel scheint spontan von Joseph Smith bei der Weihung des Kirtland Tempels am 30. März 1830 eingeführt worden zu sein {{ref|Hitchcock}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Den Siebzigern steht es frei, nach Zion zu gehen, wenn sie möchten oder wo auch immer sie hin wollen und das Evangelium zu predigen und die Errettung Zions soll unsere Absicht sein und wir trachten danach sie zu beeinflussen, indem wir die ganze Kraft des Hauses des Herrn hinaufschicken, wo auch immer wir sie finden und ich möchte in den folgenden Bund eintreten, dass wenn noch weitere unserer Brüder durch den Pöbel erschlagen oder von ihrem Land in Missouri vertrieben werden, werden wir nicht rasten oder ruhen bis wir bis zum äußersten an unseren Feinden gerächt sind. Dieses Bündnis wurde einstimmig durch Hosianna und Amen gesiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mormonen setzten militärische Mittel ein, um sich in Missouri zu verteidigen, doch schließlich wurden sie vertrieben, nachdem gegen sie durch Gouverneur Boggs ein Ausrottungsbefehl ausgestellt worden war. Weitere Eingaben um Entschädigung in Missouri wurden abgelehnt. Martin van Buren bemerkte: &amp;quot;Ihre Sache ist gerecht, aber ich kann nichts für Sie tun.&amp;quot; Feinde in Missouri, einschließlich der nächste Gouverneur verschworen sich, um Joseph in Illinois zu kidnappen und ihn nach Missouri zu bringen, wo er mit  erdichteten Anklagen konfrontiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwicklungen in Nauvoo=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht in der Vorahnung seines Todes traf sich Joseph vor der Vollendung des Nauvoo Tempels oft mit Aposteln und anderen engen Mitarbeitern, um die Tempelbegabung wiederherzustellen. Wilford Woodruff ordnete später die Tempelbelehrung  um die biblische Rache des Herrn für das Blut der Propheten zu beten, folgendermaßen ein {{ref|Woodruff89}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe bereits gesagt, dass es nichts [Feindseliges gegenüber der Regierung in der mormonischen Begabung] Derartiges in irgend einem Teil oder einer Phase des Mormonismus gibt. Ich sollte darüber Bescheid wissen, da ich eines der ältesten Mitglieder der Kirche bin. Viel wird aus einer Form eines Gebets gemacht, das auf zwei Versen im sechsten Kapitel der Offenbarung des Johannes, wie sie im Neuen Testament stehen, beruht. Es bezieht sich darauf zu beten, dass Gott das Blut der Propheten rächen möge. Wie ich sehe, wurde der Versuch gemacht, dies mit einer Rache für den Tod von Joseph und Hyrum Smith in Verbindung zu bringen und dass es sich auf diese Nation beziehe. Das kann nicht eine solche Anwendung haben, da die Begabung lange vor dem Tod von Joseph und Hyrum gegeben wurde und nicht verändert wurde. Diese Nation und die Regierung ist vom mormonischen Volk nie wegen der Ermordung von Joseph und Hyrum Smith beschuldigt worden. Es ist wohl bekannt, dass der Mord die Tat örtlichen Pöbels in Verkleidung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Generationen von Heiligen der Letzten Tage, die Gewalttätigkeiten eines Pöbels, Entführungsversuche und Todesdrohungen nicht erlebt haben, sind vielleicht überrascht oder unangenehm berührt von den Gefühlen vieler früherer Heiliger, die für Gerechtigkeit beteten, statt für ihre Feinde zu beten. Doch wir leben in freundlicheren, sanfteren Zeiten. Die Mormonen des 19. Jahrhunderts, besonders jene die aus Nauvoo kamen, sahen immer die Hand Gottes am Werk, wenn ihren Verfolgern Unglück zustieß, ein Gefühl das in den meisten machtlosen, verfolgten Minderheitsgruppen vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Joseph Smith trafen sich seine engsten Freunde weiterhin. {{ref|quinn1}} Diese Gruppe traf sich, um Offenbarung zu prüfen (&amp;quot;versucht alle Dinge&amp;quot;), für die Heilung von kranken Mitgliedern zu beten, um den Erfolg von Kirchenprojekten zu beten und um die Befreiung von ihren Feinden zu beten. Heber C. Kimball erinnerte sich, dass sich nach dem Tod Josephs der Gebetskreis traf und um Gottes Rache betete. {{ref|kimball1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktionen von Willard Richards unmittelbar nach dem Märtyrertod zusammenfassend, schrieb Historikerin Claire Noall:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es ist wahr, in diese Rede [1850] verurteilte Richards die tatsächlichen Mörder. Als er aber die Kirche über den Tod von Joseph Smith im Gefängnis von Carthage informierte, schrieb er nach Nauvoo, dass die Bevölkerung von Carthage erwartete, dass die Mormonen aufstehen würden, doch er hatte  &amp;quot;versprochen, dass nicht.&amp;quot; Am nächsten Tag erinnerte er sein Volk von den Stufen von Josephs Haus, dass er sein Wort und seine Ehre verpfändet hatte für ihr friedliches Verhalten. Und als er die Nachricht von Smiths Tod an Brigham Young, damals in der Nähe von Boston, schrieb, schrieb Willard Richards, dass das Blut der Märtyrer nicht von der Erde nach Rache rufe, Rache sei die Sache des Herrn. {{ref|noall1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tempelarbeit allgemein und im besonderen Gebete, dass Gott, und nicht die mormonischen Mitglieder, Joseph Smith rächen werde, war die Rettung der Kirche in Nauvoo. Statt dem leidenschaftlichen Wunsch nach Rache durch Einsatz der Nauvoo Legion in ihrer eindrucksvollen Größe nachzugeben, gelang es den Brüdern, die Mitglieder dazu zu bringen, ihre Frustration und ihren Zorn in Anrufungen des Herrn um Gerechtigkeit zu lenken. Ihre Energie wurde auf die Dinge des Himmels konzentriert durch den Bau des Tempels und durch den Dienst darin. Das Gebet im Tempel wurde zu einem Weg, ritualisiert an den Märtyrertod Josephs zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Utah und die Smoot-Anhörungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Hintergrund für den  &#039;&#039;Eides um Gottes Rache zu beten&#039;&#039;. (eine passendere Bezeichnung als &#039;&#039;Racheeid&#039;&#039;) Die meisten Berichte über diesen Tempeleid betonen, dass Gott, nicht der Mensch die Strafe ausführen werde. So bezeugte zum Beispiel August Lundstrom, ein abgefallener Mormone bei den Reed-Anhörungen im Dezember 1904:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Herr [Robert W. Tayler] [Anwalt für die Protestanten]: Können Sie uns die Verpflichtung zur Vergeltung geben?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Das kann ich.&lt;br /&gt;
:Herr Tayler: Tun Sie das.&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: &amp;quot;Wir und jeder von uns verpflichten uns feierlich und versprechen dass wir &#039;&#039;&#039;Gott bitten werden&#039;&#039;&#039; das Blut von Joseph Smith an dieser Nation zu rächen.&amp;quot; Da war noch etwas dabei, aber daran kann ich mich nicht mehr wörtlich erinnern. Das ist der wesentliche Teil.&lt;br /&gt;
:Mr. Tayler: Was war da noch? Was sonst?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Es ging darum, unsere Kinder und Kindeskinder auf dieselbe Weise zu belehren. {{ref|lundstrom1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte einwenden, das sich Lundstrom als Abgefallener die Existenz eines solchen Eides ausgedacht hat oder dass er willentlich oder unwillentlich den Wortlaut verdreht hat. Doch andere, die öffentlich über den Gegenstand sprachen, hatten ähnliche Erinnerungen. Hier ist die späte Erinnerung von David H. Cannon über die Vorgehensweise im Endowment House:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum Vater zu beten, das Blut der Propheten und rechtschaffenen Menschen, das vergossen wurde zu rächen, usw. Das wurde im Endowment House gegeben. Doch da die Leute nur einmal dorthin gingen, hinterließ es in ihrem Gedächtnis keinen so starken Eindruck, doch als die Begabgung für die Toten in Kraft gesetzt wurde, wurde er so gegeben wie er im 9. Kapitel der Offenbarung steht und auf solche Weise, dass wir den Vater bedrängen, dass er, nicht wir, das Blut, das von Märtyrern für das Zeugnis Jesu vergossen wurde, rächen möge. {{ref|buerger1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die religiöse Betonung darauf lag, Gott die Rache wirklich ausführen zu lassen, stellten sich Leute manchmal vor, sie könnten dazu aufgerufen werden, eine aktivere Rolle dabei zu spielen. Dies trat in der apokalyptischen Sprache einiger Patriarchalischer Segen zu Tage. Andere machten Bemerkungen, dass sie nicht ruhen würden, bis Gott die Rache ausführen würde. Von der Kanzel hielten viele Kirchenführer die Vereinigten Staaten als Nation für verantwortlich dafür, dass sie die Pöbelherrschaft außer Kontrolle geraten ließen. Jedoch sollten die Eide der Mitglieder sie dahingehend belehrt haben, dass sie ihre berechtigte Empörung in die Anrufung Gottes gelenkt haben, damit sie konstruktiv am Aufbau Zions mitarbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Biblischer Blickwinkel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Racheeid ist eine lebhafte Mahnung, dass die Heiligen die Schriften des Apostels Paulus so verstanden, dass Gerechtigkeit eine Verantwortlichkeit ist, die Gott vorbehalten ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr. [http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/roem012.htm#a18 (Römer 12:19)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallelen in der Bibel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen, die in den Psalmen Trost finden, finden dort auch zusätzliche Fälle, in denen man die Rache dem Herrn übergibt. Die Fluchpsalmen sind nichts anderes als Gebete für extreme Formen göttlicher Rache. Hier einige Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal109.htm#a8 Psalm 109:8-19]&lt;br /&gt;
:Nur gering sei die Zahl seiner Tage, sein Amt soll ein andrer erhalten. Seine Kinder sollen zu Waisen werden und seine Frau zur Witwe. Unstet sollen seine Kinder umherziehen und betteln, aus den Trümmern ihres Hauses vertrieben. Sein Gläubiger reiße all seinen Besitz an sich, Fremde sollen plündern, was er erworben hat. Niemand sei da, der ihm die Gunst bewahrt, keiner, der sich der Waisen erbarmt. Seine Nachkommen soll man vernichten, im nächsten Geschlecht schon erlösche sein Name. Der Herr denke an die Schuld seiner Väter, ungetilgt bleibe die Sünde seiner Mutter. Ihre Schuld stehe dem Herrn allzeit vor Augen, ihr Andenken lösche er aus auf Erden. Denn dieser Mensch dachte nie daran, Gnade zu üben; er verfolgte den Gebeugten und Armen und wollte den Verzagten töten. Er liebte den Fluch - der komme über ihn; er verschmähte den Segen der bleibe ihm fern. Er zog den Fluch an wie ein Gewand; der dringe wie Wasser in seinen Leib, wie Öl in seine Glieder. Er werde für ihn wie das Kleid, in das er sich hüllt, wie der Gürtel, der ihn allzeit umschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal069.htm#a23 Psalm 69:23-26]&lt;br /&gt;
:Der Opfertisch werde für sie zur Falle, das Opfermahl zum Fangnetz. Blende ihre Augen, sodass sie nicht mehr sehen; lähme ihre Hüften für immer! Gieß über sie deinen Grimm aus, dein glühender Zorn soll sie treffen! Ihr Lagerplatz soll veröden, in ihren Zelten soll niemand mehr wohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal058.htm#a7 Psalm 58:7-10]&lt;br /&gt;
:O Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Mund! Zerschlage, Herr, das Gebiss der Löwen! Sie sollen vergehen wie verrinnendes Wasser, wie Gras, das verwelkt auf dem Weg, wie die Schnecke, die sich auflöst in Schleim; wie eine Fehlgeburt sollen sie die Sonne nicht schauen. Ehe eure Töpfe das Feuer des Dornstrauchs spüren, fege Gott die Feinde hinweg, ob frisch, ob verdorrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal083.htm#a14 Psalm 83:14-18]&lt;br /&gt;
:Mein Gott, lass sie dahinwirbeln wie Staub, wie Spreu vor dem Wind! Wie das Feuer, das ganze Wälder verbrennt, wie die Flamme, die Berge versengt, so jage sie davon mit deinem Sturm und schrecke sie mit deinem Wetter! Bedecke mit Schmach ihr Gesicht, damit sie, Herr, nach deinem Namen fragen. Beschämt sollen sie sein und verstört für immer, sollen vor Schande zugrunde gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist fraglich, ob für uns heute solche Wünsche/Gebete angemessen sind, wenn wir bedenken, dass wir unter einem Paradigma des &#039;&#039;Vergebens&#039;&#039; gemäß dem Neuen Testament leben. Man beachte, dass sich im Neuen Testament sowohl Petrus als auch Paulus auf Psalm 69 berufen haben. (Apostelgeschichte 1:15-20, Römer 11:9-10) Die Schriften liefern auch Beispiele für die Rache des Herrn nach dem Sühnopfer Christi (Lukas 11:49-51, Offenbarung 16:4-7) Beispiele gibt es auch im Buch Mormon (3. Nephi 9:5-11) Philip Yancey, der Autor von &amp;quot;Die Bibel, die Jesus las&amp;quot; erforscht das Paradoxon und kommt zum Schluss, dass die scheinbar diabolische Sprache, die in den Fluchpsalmen benutzt wird als eine Art von &amp;quot;Geistiger Therapie&amp;quot; diente, die auch heute für uns noch angemessen zu benutzen ist. Er gibt folgende Erklärung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wenn jemand mir Unrecht tut, habe ich mehrere Möglichkeiten. Ich kann persönlich Rache üben, was eine Reaktion ist, die die Bibel verdammt. Ich kann meine verletzten Gefühle und meinen Zorn leugnen oder unterdrücken. Oder ich kann diese Gefühle vor Gott bringen und Gott die Aufgabe der &#039;ausgleichenden Gerechtigkeit&#039; anvertrauen. Die Fluchpsalmen sind lebhafte Beispiele für die letzte Möglichkeit. &#039;Mein ist die Rache, ich werde vergelten&#039;, sagt der Herr. Gebete wie die Fluchpsalmen legen die Rache in die richtigen Hände. Bedeutsam ist, dass die Fluchpsalmen ihre Empörung vor Gott bringen und nicht vor den Feind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yancey sagt weiter:&lt;br /&gt;
:Was ein rachsüchtiger Fluch ist, wenn er jemandem gegenüber ausgesprochen wird, ist ein Flehen hilfloser Abhängigkeit, wenn er direkt zu Gott gesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fügt hinzu:&lt;br /&gt;
:Manchmal erkenne ich, dass während ich ihn ausspreche, mein Mitgefühl wächst. Gottes Geist spricht zu mir über meine eigene Selbstsucht, über meinen wertenden Geist, meine eigenen Mängel, die andere mit Güte und Vergebung behandelten, meinen stolzen, engstirnigen Standpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schließt, wenn ich so gefühlbeladen bete,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:kann ich wohl erkennen, dass meine rachsüchtigen Gefühle göttlicher Verbesserung bedürfen. Doch nur, wenn ich diese Gefühle vor Gott bringe, werde ich die Gelegenheit für Verbesserung und Heilung haben. {{ref|Yancey1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1927 enthielt die Tempelbegabung höchst wahrscheinlich einen solchen Eid. Der genaue Wortlaut ist nicht ganz klar, doch scheint es, dass er &#039;&#039;nicht&#039;&#039; die Heiligen dazu aufrief, selbst Rache an den Vereinigten Staaten zu nehmen, sondern dass sie weiterhin darum beten sollen, dass Gott selbst das Blut der Propheten rächen möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Racheeid keine Verfluchungen enthielt wie jene in den Fluchpsalmen, so hatten wohl die Heiligen, so wie der Psalmist, die Weisheit, ihre heftigen Gefühle direkt vor Gott zu bringen als Reaktion auf die Ungerechtigkeiten, womit sie behandelt worden waren. Indem sie das taten, übertrugen sie ihm die Verantwortung sowohl für die Gerechtigkeit als auch für die Heilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|vanhale1}}Van Hale, &amp;quot;The Alleged Oath of Vengeance,&amp;quot; [der angebliche Racheeid] aufgezeichnet am 1. Juli 2007 während der &#039;&#039;Mormon Miscellaneous Worldwide Talk Show,&#039;&#039; [gemischten mormonischen weltweiten Talkshow]&lt;br /&gt;
#{{note|Hitchcock}}Siehe 30. März 1836 Jesse Hitchcock Bericht in &amp;quot;MS Joseph Smith Journal, 1835-36,&amp;quot; 193 pp., &#039;&#039;Joseph Smith Collection,&#039;&#039; LDS Church Archives zitiert in Dean C. Jesse, ed., &#039;&#039;The Personal Writings of Joseph Smith&#039;&#039; (Salt Lake City: Deseret Book, 1984) &lt;br /&gt;
#{{note|Woodruff89}} Wilford Woodruff Interview, &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; 22. November 1889&lt;br /&gt;
#{{note|quinn1}}Eine Geschichte der Gebetskreise siehe D. Michael Quinn, &amp;quot;Latter-day Saint Prayer Circles,&amp;quot; Brigham Young University Studies 19:1 (Herbst 1978): 79–105&lt;br /&gt;
#{{note|kimball1}}Siehe seinen Tagebucheintrag vom 21. Dezember 1845 in &#039;&#039;The Nauvoo Endowment Companies, 1845&amp;amp;ndash;1846: A Documentary History,&#039;&#039;  Richard Van Wagoner, Devery Scott Anderson, and Gary James Bergera, Herausgeber. (Salt Lake City: Signature Books, 2005).&lt;br /&gt;
#{{note|noall1}}Claire Noall, &amp;quot;The Plains of Warsaw,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 25:1 (Januar 1957), pp. 47&amp;amp;ndash;51.&lt;br /&gt;
#{{note|lundstrom1}}Zeugenaussage von August W. Lundstrom, &#039;&#039;Proceedings before the Committee on Privileges and Elections of the United States Senate in the Matter of the Protests Against the Right of Hon. Reed Smoot, a Senator from the State of Utah, to Hold His Seat&#039;&#039; [Protokoll des Falles der Proteste gegen das recht des ehrenwerten Reed Smoot, Senator des Staates Utah, seinen SItz einzunehmen vor dem Komittee über Privilegien und Wahlen des Senats der Vereinigten Staaten.] (Washington, D.C.: Government Printing Office, 1906), 2:153.&lt;br /&gt;
#{{note|buerger1}}David John Buerger, &amp;quot;The Development of the Mormon Temple Endowment Ceremony,&amp;quot; [die Entwicklung der mormonischen Tempelbegabungszeremonie] Dialogue: A Journal of Mormon Thought 34:1 (Frühling/Sommer 2001): 103&lt;br /&gt;
#{{note|Yancey1}}Philip Yancey, &amp;quot;The Bible Jesus Read,&amp;quot; [Die Bibel, die Jesus las](Grand Rapids, Michigan, Zondervan, 1999) pp. 133&amp;amp;ndash;139.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TempleWiki}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/Restoring_the_Ancient_Church/chap06.html mehr über Tempel (engl)]&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/FAIR_Conferences/2005_Latter-day_Saints_and_Freemasonry.html zu den Freimaurerelementen im Endowment (engl)]&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Die_Zeit_in_Missouri Verfolgungen in Missouri]&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Leidensweg_eines_zeitgen%C3%B6ssischen_Propheten Verfolgungen in Nauvoo]&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/EIDE.html Encyklopädie des Mormonismus - Eide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:Oath_of_vengeance]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5334</id>
		<title>Tempel/Endowment/Racheeid</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Tempel/Endowment/Racheeid&amp;diff=5334"/>
		<updated>2010-07-24T13:04:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: /* Entwicklungen in Nauvoo */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{templedisclaimer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, eine frühere Version der Tempelbegabung habe einen Eid enthalten, den die Teilnehmer leisteten, dass sie an der Regierung oder den Bürgern der Vereinigten Staaten Rache üben würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{nw}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In fast jeder antimormonischen Behandlung des Tempels bringen die Kritiker das Thema des &amp;quot;Racheeides&amp;quot; auf, der während des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts bestand. Diese Kritiker stellen die Natur dieses Eides oft falsch dar und versuchen sein Vorhandensein in der frühen Tempelbegabung als Beweis dafür zu benutzen, dass die HLT Tempelzeremonien ungöttlich, gewalttätig und unmoralisch wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Führer der Kirche haben von Zeit zu Zeit [[%C3%84nderungen_an_der_Tempelbegabung|die Begabung verändert]]. Vor den Änderungen von 1927 gab es einen Eid, in dem um die Rache des Herrn gebetet wurde, die jene treffen sollte, die die Propheten ermordeten. In ihren beschwörten Zeugenaussagen und Tempelenthüllungen gaben Abgefallene widersprechende Berichte darüber, wer nun rächen sollte: Der Herr oder die Heiligen selbst. {{ref|vanhale1}} Wenn man die mormonische Geschichte nach Lehren über Rache durchforscht, erhält man zusätzliche Einsicht und das hilft abzuschätzen, welche Möglichkeit wahrscheinlicher ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Konflikt in Missouri===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 wurden die Mormonen aus Jackson County, Missouri vertrieben, teilweise wegen ihrer Haltung gegen die Sklaverei, die sich von der Haltung der alteingesessenen Siedler unterschied. Durch Offenbarung wurden die Heiligen angewiesen, eine Petition um Schadensersatz für die erlittenen Gewalttaten von der Regierung einzureichen. Von den Heiligen wurde erwartet, pazifistisch zu sein, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt [http://scriptures.lds.org/de/dc/98/23-31#23 (Siehe LuB 98:23-31)]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Nun spreche ich zu euch in bezug auf eure Familien: Wenn die Menschen euch oder eure Familie einmal schlagen und ihr es geduldig tragt und sie nicht schmäht, auch nicht nach Rache trachtet, so werdet ihr belohnt werden; tragt ihr es aber nicht geduldig, dann wird es euch so angerechnet werden, als sei es euch mit einem rechten Maß zugemessen worden. Und weiter: Wenn euer Feind euch zum zweitenmal schlägt und ihr euren Feind nicht schmäht und es geduldig tragt, so wird euer Lohn hundertfach sein.&lt;br /&gt;
:Und weiter: Wenn er euch zum drittenmal schlägt und ihr es geduldig tragt, so wird euer Lohn euch vierfach verdoppelt werden; und diese drei Zeugnisse werden gegen euren Feind stehen, wenn er nicht umkehrt, und werden nicht ausgelöscht werden. Und nun, wahrlich, ich sage euch: Wenn jener Feind meiner Vergeltung entrinnen soll, so daß er nicht vor mich zum Gericht gebracht werde, so müßt ihr zusehen, daß ihr ihn in meinem Namen davor warnt, noch jemals über euch zu kommen, auch nicht über eure Familie, selbst eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Und wenn er dann über euch oder eure Kinder oder eure Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation kommt, habe ich deinen Feind in deine Hände gegeben; und wenn du ihn dann noch verschonst, wirst du für deine Rechtschaffenheit belohnt werden, ebenso deine Kinder und deine Kindeskinder bis zur dritten und vierten Generation. Doch ist dein Feind in deinen Händen, und wenn du ihm gemäß seinen Werken vergiltst, bist du gerechtfertigt; wenn er dir nach dem Leben getrachtet hat und dein Leben durch ihn gefährdet ist, so ist dein Feind in deinen Händen, und du bist gerechtfertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz von Gewalt wurde nur im Falle der Selbstverteidigung gebilligt oder nachdem der Herr einen vorher gewarnten Feind den Heiligen in die Hände gegeben hatte. Sogar zu Barmherzigkeit dem Feind gegenüber wurde ermutigt und es gibt Hinweise darauf, dass der Herr seine Schlachten selbst schlagen kann, (Vers 37) um seine Rache an den Bösen auszuführen. Man beachte auch die wiederholte Bezugnahme auf dritte und vierte Generationen von Kindern, die wegen der rhetorischen Wirkung eingefügt wurden, trotz der Unmöglichkeit, dass ein einziger Feind über eine so lange Zeitdauer eine Bedrohung darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der frühest bekannte Racheeid in einem mormonischen Tempel scheint spontan von Joseph Smith bei der Weihung des Kirtland Tempels am 30. März 1830 eingeführt worden zu sein {{ref|Hitchcock}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Den Siebzigern steht es frei, nach Zion zu gehen, wenn sie möchten oder wo auch immer sie hin wollen und das Evangelium zu predigen und die Errettung Zions soll unsere Absicht sein und wir trachten danach sie zu beeinflussen, indem wir die ganze Kraft des Hauses des Herrn hinaufschicken, wo auch immer wir sie finden und ich möchte in den folgenden Bund eintreten, dass wenn noch weitere unserer Brüder durch den Pöbel erschlagen oder von ihrem Land in Missouri vertrieben werden, werden wir nicht rasten oder ruhen bis wir bis zum äußersten an unseren Feinden gerächt sind. Dieses Bündnis wurde einstimmig durch Hosianna und Amen gesiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mormonen setzten militärische Mittel ein, um sich in Missouri zu verteidigen, doch schließlich wurden sie vertrieben, nachdem gegen sie durch Gouverneur Boggs ein Ausrottungsbefehl ausgestellt worden war. Weitere Eingaben um Entschädigung in Missouri wurden abgelehnt. Martin van Buren bemerkte: &amp;quot;Ihre Sache ist gerecht, aber ich kann nichts für Sie tun.&amp;quot; Feinde in Missouri, einschließlich der nächste Gouverneur verschworen sich, um Joseph in Illinois zu kidnappen und ihn nach Missouri zu bringen, wo er mit  erdichteten Anklagen konfrontiert werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Entwicklungen in Nauvoo=== &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht in der Vorahnung seines Todes traf sich Joseph vor der Vollendung des Nauvoo Tempels oft mit Aposteln und anderen engen Mitarbeitern, um die Tempelbegabung wiederherzustellen. Wilford Woodruff ordnete später die Tempelbelehrung  um die biblische Rache des Herrn für das Blut der Propheten zu beten, folgendermaßen ein {{ref|Woodruff89}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe bereits gesagt, dass es nichts [Feindseliges gegenüber der Regierung in der mormonischen Begabung] Derartiges in irgend einem Teil oder einer Phase des Mormonismus gibt. Ich sollte darüber Bescheid wissen, da ich eines der ältesten Mitglieder der Kirche bin. Viel wird aus einer Form eines Gebets gemacht, das auf zwei Versen im sechsten Kapitel der Offenbarung des Johannes, wie sie im Neuen Testament stehen, beruht. Es bezieht sich darauf zu beten, dass Gott das Blut der Propheten rächen möge. Wie ich sehe, wurde der Versuch gemacht, dies mit einer Rache für den Tod von Joseph und Hyrum Smith in Verbindung zu bringen und dass es sich auf diese Nation beziehe. Das kann nicht eine solche Anwendung haben, da die Begabung lange vor dem Tod von Joseph und Hyrum gegeben wurde und nicht verändert wurde. Diese Nation und die Regierung ist vom mormonischen Volk nie wegen der Ermordung von Joseph und Hyrum Smith beschuldigt worden. Es ist wohl bekannt, dass der Mord die Tat örtlichen Pöbels in Verkleidung war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätere Generationen von Heiligen der Letzten Tage, die Gewalttätigkeiten eines Pöbels, Entführungsversuche und Todesdrohungen nicht erlebt haben, sind vielleicht überrascht oder unangenehm berührt von den Gefühlen vieler früherer Heiliger, die für Gerechtigkeit beteten, statt für ihre Feinde zu beten. Doch wir leben in freundlicheren, sanfteren Zeiten. Die Mormonen des 19. Jahrhunderts, besonders jene die aus Nauvoo kamen, sahen immer die Hand Gottes am Werk, wenn ihren Verfolgern Unglück zustieß, ein Gefühl das in den meisten machtlosen, verfolgten Minderheitsgruppen vorherrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Joseph Smith trafen sich seine engsten Freunde weiterhin. {{ref|quinn1}} Diese Gruppe traf sich, um Offenbarung zu prüfen (&amp;quot;versucht alle Dinge&amp;quot;), für die Heilung von kranken Mitgliedern zu beten, um den Erfolg von Kirchenprojekten zu beten und um die Befreiung von ihren Feinden zu beten. Heber C. Kimball erinnerte sich, dass sich nach dem Tod Josephs der Gebetskreis traf und um Gottes Rache betete. {{ref|kimball1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aktionen von Willard Richards unmittelbar nach dem Märtyrertod zusammenfassend, schrieb Historikerin Claire Noall:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Es ist wahr, in diese Rede [1850] verurteilte Richards die tatsächlichen Mörder. Als er aber die Kirche über den Tod von Joseph Smith im Gefängnis von Carthage informierte, schrieb er nach Nauvoo, dass die Bevölkerung von Carthage erwartete, dass die Mormonen aufstehen würden, doch er hatte  &amp;quot;versprochen, dass nicht.&amp;quot; Am nächsten Tag erinnerte er sein Volk von den Stufen von Josephs Haus, dass er sein Wort und seine Ehre verpfändet hatte für ihr friedliches Verhalten. Und als er die Nachricht von Smiths Tod an Brigham Young, damals in der Nähe von Boston, schrieb, schrieb Willard Richards, dass das Blut der Märtyrer nicht von der Erde nach Rache rufe, Rache sei die Sache des Herrn. {{ref|noall1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tempelarbeit allgemein und im besonderen Gebete, dass Gott, und nicht die mormonischen Mitglieder, Joseph Smith rächen werde, war die Rettung der Kirche in Nauvoo. Statt dem leidenschaftlichen Wunsch nach Rache durch Einsatz der Nauvoo Legion in ihrer eindrucksvollen Größe nachzugeben, gelang es den Brüdern, die Mitglieder dazu zu bringen, ihre Frustration und ihren Zorn in Anrufungen des Herrn um Gerechtigkeit zu lenken. Ihre Energie wurde auf die Dinge des Himmels konzentriert durch den Bau des Tempels und durch den Dienst darin. Das Gebet im Tempel wurde zu einem Weg, ritualisiert an den Märtyrertod Josephs zu erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Utah und die Smoot-Anhörungen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist der Hintergrund des &#039;&#039;Eides um Gottes Rache zu beten&#039;&#039;. (eine passendere Bezeichnung als &#039;&#039;Racheeid&#039;&#039;) Die meisten Berichte über diesen Tempeleid betonen, dass Gott, nicht der Mensch die Strafe ausführen werde. So bezeugte zum Beispiel August Lundstrom, ein abgefallener Mormone bei den Reed-Anhörungen im Dezember 1904:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Herr [Robert W. Tayler] [Anwalt für die Protestanten]: Können Sie uns die Verpflichtung zur Vergeltung geben?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Das kann ich.&lt;br /&gt;
:Herr Tayler: Tun Sie das.&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: &amp;quot;Wir und jeder von uns verpflichten uns feierlich und versprechen dass wir &#039;&#039;&#039;Gott bitten werden&#039;&#039;&#039; das Blut von Joseph Smith an dieser Nation zu rächen.&amp;quot; Da war noch etwas dabei, aber daran kann ich mich nicht mehr wörtlich erinnern. Das ist der wesentliche Teil.&lt;br /&gt;
:Mr. Tayler: Was war da noch? Was sonst?&lt;br /&gt;
:Herr Lundstrom: Es ging darum, unsere Kinder und Kindeskinder auf dieselbe Weise zu belehren. {{ref|lundstrom1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte einwenden, das sich Lundstrom als Abgefallener die Existenz eines solchen Eides ausgedacht hat oder dass er willentlich oder unwillentlich den Wortlaut verdreht hat. Doch andere, die öffentlich über den Gegenstand sprachen, hatten ähnliche Erinnerungen. Hier ist die späte Erinnerung von David H. Cannon über die Vorgehensweise im Endowment House:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Zum Vater zu beten, das Blut der Propheten und rechtschaffenen Menschen, das vergossen wurde zu rächen, usw. Das wurde im Endowment House gegeben. Doch da die Leute nur einmal dorthin gingen, hinterließ es in ihrem Gedächtnis keinen so starken Eindruck, doch als die Begabgung für die Toten in Kraft gesetzt wurde, wurde er so gegeben wie er im 9. Kapitel der Offenbarung steht und auf solche Weise, dass wir den Vater bedrängen, dass er, nicht wir, das Blut, das von Märtyrern für das Zeugnis Jesu vergossen wurde, rächen möge. {{ref|buerger1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die religiöse Betonung darauf lag, Gott die Rache wirklich ausführen zu lassen, stellten sich Leute manchmal vor, sie könnten dazu aufgerufen werden, eine aktivere Rolle dabei zu spielen. Dies trat in der apokalyptischen Sprache einiger Patriarchalischer Segen zu Tage. Andere machten Bemerkungen, dass sie nicht ruhen würden, bis Gott die Rache ausführen würde. Von der Kanzel hielten viele Kirchenführer die Vereinigten Staaten als Nation für verantwortlich dafür, dass sie die Pöbelherrschaft außer Kontrolle geraten ließen. Jedoch sollten die Eide der Mitglieder sie dahingehend belehrt haben, dass sie ihre berechtigte Empörung in die Anrufung Gottes gelenkt haben, damit sie konstruktiv am Aufbau Zions mitarbeiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Biblischer Blickwinkel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Racheeid ist eine lebhafte Mahnung, dass die Heiligen die Schriften des Apostels Paulus so verstanden, dass Gerechtigkeit eine Verantwortlichkeit ist, die Gott vorbehalten ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Rächt euch nicht selber, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn (Gottes); denn in der Schrift steht: Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr. [http://alt.bibelwerk.de/bibel/nt/roem012.htm#a18 (Römer 12:19)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Parallelen in der Bibel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen, die in den Psalmen Trost finden, finden dort auch zusätzliche Fälle, in denen man die Rache dem Herrn übergibt. Die Fluchpsalmen sind nichts anderes als Gebete für extreme Formen göttlicher Rache. Hier einige Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal109.htm#a8 Psalm 109:8-19]&lt;br /&gt;
:Nur gering sei die Zahl seiner Tage, sein Amt soll ein andrer erhalten. Seine Kinder sollen zu Waisen werden und seine Frau zur Witwe. Unstet sollen seine Kinder umherziehen und betteln, aus den Trümmern ihres Hauses vertrieben. Sein Gläubiger reiße all seinen Besitz an sich, Fremde sollen plündern, was er erworben hat. Niemand sei da, der ihm die Gunst bewahrt, keiner, der sich der Waisen erbarmt. Seine Nachkommen soll man vernichten, im nächsten Geschlecht schon erlösche sein Name. Der Herr denke an die Schuld seiner Väter, ungetilgt bleibe die Sünde seiner Mutter. Ihre Schuld stehe dem Herrn allzeit vor Augen, ihr Andenken lösche er aus auf Erden. Denn dieser Mensch dachte nie daran, Gnade zu üben; er verfolgte den Gebeugten und Armen und wollte den Verzagten töten. Er liebte den Fluch - der komme über ihn; er verschmähte den Segen der bleibe ihm fern. Er zog den Fluch an wie ein Gewand; der dringe wie Wasser in seinen Leib, wie Öl in seine Glieder. Er werde für ihn wie das Kleid, in das er sich hüllt, wie der Gürtel, der ihn allzeit umschließt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal069.htm#a23 Psalm 69:23-26]&lt;br /&gt;
:Der Opfertisch werde für sie zur Falle, das Opfermahl zum Fangnetz. Blende ihre Augen, sodass sie nicht mehr sehen; lähme ihre Hüften für immer! Gieß über sie deinen Grimm aus, dein glühender Zorn soll sie treffen! Ihr Lagerplatz soll veröden, in ihren Zelten soll niemand mehr wohnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal058.htm#a7 Psalm 58:7-10]&lt;br /&gt;
:O Gott, zerbrich ihnen die Zähne im Mund! Zerschlage, Herr, das Gebiss der Löwen! Sie sollen vergehen wie verrinnendes Wasser, wie Gras, das verwelkt auf dem Weg, wie die Schnecke, die sich auflöst in Schleim; wie eine Fehlgeburt sollen sie die Sonne nicht schauen. Ehe eure Töpfe das Feuer des Dornstrauchs spüren, fege Gott die Feinde hinweg, ob frisch, ob verdorrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://alt.bibelwerk.de/bibel/at/psal083.htm#a14 Psalm 83:14-18]&lt;br /&gt;
:Mein Gott, lass sie dahinwirbeln wie Staub, wie Spreu vor dem Wind! Wie das Feuer, das ganze Wälder verbrennt, wie die Flamme, die Berge versengt, so jage sie davon mit deinem Sturm und schrecke sie mit deinem Wetter! Bedecke mit Schmach ihr Gesicht, damit sie, Herr, nach deinem Namen fragen. Beschämt sollen sie sein und verstört für immer, sollen vor Schande zugrunde gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist fraglich, ob für uns heute solche Wünsche/Gebete angemessen sind, wenn wir bedenken, dass wir unter einem Paradigma des &#039;&#039;Vergebens&#039;&#039; gemäß dem Neuen Testament leben. Man beachte, dass sich im Neuen Testament sowohl Petrus als auch Paulus auf Psalm 69 berufen haben. (Apostelgeschichte 1:15-20, Römer 11:9-10) Die Schriften liefern auch Beispiele für die Rache des Herrn nach dem Sühnopfer Christi (Lukas 11:49-51, Offenbarung 16:4-7) Beispiele gibt es auch im Buch Mormon (3. Nephi 9:5-11) Philip Yancey, der Autor von &amp;quot;Die Bibel, die Jesus las&amp;quot; erforscht das Paradoxon und kommt zum Schluss, dass die scheinbar diabolische Sprache, die in den Fluchpsalmen benutzt wird als eine Art von &amp;quot;Geistiger Therapie&amp;quot; diente, die auch heute für uns noch angemessen zu benutzen ist. Er gibt folgende Erklärung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Wenn jemand mir Unrecht tut, habe ich mehrere Möglichkeiten. Ich kann persönlich Rache üben, was eine Reaktion ist, die die Bibel verdammt. Ich kann meine verletzten Gefühle und meinen Zorn leugnen oder unterdrücken. Oder ich kann diese Gefühle vor Gott bringen und Gott die Aufgabe der &#039;ausgleichenden Gerechtigkeit&#039; anvertrauen. Die Fluchpsalmen sind lebhafte Beispiele für die letzte Möglichkeit. &#039;Mein ist die Rache, ich werde vergelten&#039;, sagt der Herr. Gebete wie die Fluchpsalmen legen die Rache in die richtigen Hände. Bedeutsam ist, dass die Fluchpsalmen ihre Empörung vor Gott bringen und nicht vor den Feind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yancey sagt weiter:&lt;br /&gt;
:Was ein rachsüchtiger Fluch ist, wenn er jemandem gegenüber ausgesprochen wird, ist ein Flehen hilfloser Abhängigkeit, wenn er direkt zu Gott gesprochen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er fügt hinzu:&lt;br /&gt;
:Manchmal erkenne ich, dass während ich ihn ausspreche, mein Mitgefühl wächst. Gottes Geist spricht zu mir über meine eigene Selbstsucht, über meinen wertenden Geist, meine eigenen Mängel, die andere mit Güte und Vergebung behandelten, meinen stolzen, engstirnigen Standpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schließt, wenn ich so gefühlbeladen bete,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:kann ich wohl erkennen, dass meine rachsüchtigen Gefühle göttlicher Verbesserung bedürfen. Doch nur, wenn ich diese Gefühle vor Gott bringe, werde ich die Gelegenheit für Verbesserung und Heilung haben. {{ref|Yancey1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1927 enthielt die Tempelbegabung höchst wahrscheinlich einen solchen Eid. Der genaue Wortlaut ist nicht ganz klar, doch scheint es, dass er &#039;&#039;nicht&#039;&#039; die Heiligen dazu aufrief, selbst Rache an den Vereinigten Staaten zu nehmen, sondern dass sie weiterhin darum beten sollen, dass Gott selbst das Blut der Propheten rächen möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Racheeid keine Verfluchungen enthielt wie jene in den Fluchpsalmen, so hatten wohl die Heiligen, so wie der Psalmist, die Weisheit, ihre heftigen Gefühle direkt vor Gott zu bringen als Reaktion auf die Ungerechtigkeiten, womit sie behandelt worden waren. Indem sie das taten, übertrugen sie ihm die Verantwortung sowohl für die Gerechtigkeit als auch für die Heilung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|vanhale1}}Van Hale, &amp;quot;The Alleged Oath of Vengeance,&amp;quot; [der angebliche Racheeid] aufgezeichnet am 1. Juli 2007 während der &#039;&#039;Mormon Miscellaneous Worldwide Talk Show,&#039;&#039; [gemischten mormonischen weltweiten Talkshow]&lt;br /&gt;
#{{note|Hitchcock}}Siehe 30. März 1836 Jesse Hitchcock Bericht in &amp;quot;MS Joseph Smith Journal, 1835-36,&amp;quot; 193 pp., &#039;&#039;Joseph Smith Collection,&#039;&#039; LDS Church Archives zitiert in Dean C. Jesse, ed., &#039;&#039;The Personal Writings of Joseph Smith&#039;&#039; (Salt Lake City: Deseret Book, 1984) &lt;br /&gt;
#{{note|Woodruff89}} Wilford Woodruff Interview, &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; 22. November 1889&lt;br /&gt;
#{{note|quinn1}}Eine Geschichte der Gebetskreise siehe D. Michael Quinn, &amp;quot;Latter-day Saint Prayer Circles,&amp;quot; Brigham Young University Studies 19:1 (Herbst 1978): 79–105&lt;br /&gt;
#{{note|kimball1}}Siehe seinen Tagebucheintrag vom 21. Dezember 1845 in &#039;&#039;The Nauvoo Endowment Companies, 1845&amp;amp;ndash;1846: A Documentary History,&#039;&#039;  Richard Van Wagoner, Devery Scott Anderson, and Gary James Bergera, Herausgeber. (Salt Lake City: Signature Books, 2005).&lt;br /&gt;
#{{note|noall1}}Claire Noall, &amp;quot;The Plains of Warsaw,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 25:1 (Januar 1957), pp. 47&amp;amp;ndash;51.&lt;br /&gt;
#{{note|lundstrom1}}Zeugenaussage von August W. Lundstrom, &#039;&#039;Proceedings before the Committee on Privileges and Elections of the United States Senate in the Matter of the Protests Against the Right of Hon. Reed Smoot, a Senator from the State of Utah, to Hold His Seat&#039;&#039; [Protokoll des Falles der Proteste gegen das recht des ehrenwerten Reed Smoot, Senator des Staates Utah, seinen SItz einzunehmen vor dem Komittee über Privilegien und Wahlen des Senats der Vereinigten Staaten.] (Washington, D.C.: Government Printing Office, 1906), 2:153.&lt;br /&gt;
#{{note|buerger1}}David John Buerger, &amp;quot;The Development of the Mormon Temple Endowment Ceremony,&amp;quot; [die Entwicklung der mormonischen Tempelbegabungszeremonie] Dialogue: A Journal of Mormon Thought 34:1 (Frühling/Sommer 2001): 103&lt;br /&gt;
#{{note|Yancey1}}Philip Yancey, &amp;quot;The Bible Jesus Read,&amp;quot; [Die Bibel, die Jesus las](Grand Rapids, Michigan, Zondervan, 1999) pp. 133&amp;amp;ndash;139.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TempleWiki}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/Restoring_the_Ancient_Church/chap06.html mehr über Tempel (engl)]&lt;br /&gt;
*[http://www.fairlds.org/FAIR_Conferences/2005_Latter-day_Saints_and_Freemasonry.html zu den Freimaurerelementen im Endowment (engl)]&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Die_Zeit_in_Missouri Verfolgungen in Missouri]&lt;br /&gt;
*[http://de.mormonwiki.com/Leidensweg_eines_zeitgen%C3%B6ssischen_Propheten Verfolgungen in Nauvoo]&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/EIDE.html Encyklopädie des Mormonismus - Eide]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:Oath_of_vengeance]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Das_Buch_Mormon/Grundlagen&amp;diff=5318</id>
		<title>Das Buch Mormon/Grundlagen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Das_Buch_Mormon/Grundlagen&amp;diff=5318"/>
		<updated>2010-07-04T21:06:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: /* Die Orte des Buches Mormon */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Überblick über das Buch Mormon==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch Mormon ist eines von vier Büchern, die von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage als heilige Schrift betrachtet werden. Die anderen drei sind [[Bibel, Grundlagen|die Bibel]], [http://de.mormonwiki.com/Lehre_und_B%C3%BCndnisse Lehre und Bündnisse] und [http://de.mormonwiki.com/Die_K%C3%B6stliche_Perle die köstliche Perle]. Diese vier Bücher werden von den Heiligen der Letzten Tage als die  &amp;quot;Standardwerke&amp;quot; bezeichnet. Sie betrachten sie als Gottes Wort und gleichrangig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch Mormon ist ein antiker Text, der in der westlichen Hemisphäre im späten 4. und frühen 5. Jahrhundert nach Christus geschrieben wurde. Es ist der Bericht einer bestimmten Gruppe von Menschen, deren Vorfahren im frühen 6. Jahrhundert vor Christus aus Jerusalem gekommen waren. Manchmal wird das Buch Mormon als die Geschichte jener Gesellschaft bezeichnet, doch in Wahrheit ist es ein religiöser Text, in dem historische Ereignisse dazu benützt werden, religiöse Grundsätze zu lehren und zu erklären. Das Buch Mormon wurde auf goldenen Platten eingraviert und in einer Steinkiste um das Jahr 421 n. Chr. vergraben. Im Jahr 1827 entdeckte Joseph Smith, ein junger Mann der in den USA im Staat New York lebte, diese Platten und übersetzte sie ins Englische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch Mormon hat etwas weniger als die Hälfte des Umfanges des Alten Testaments und ist umfangreicher als das Neue Testament. Die aktuelle deutsche Ausgabe hat einen Umfang von 702 Seiten. Das Buch ist aus dem Englischen in mehr als 105 Sprachen übersetzt worden. Seit 1830 wurden ungefähr 130 Millionen Exemplare des Buches Mormon gedruckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Der Inhalt des Buches Mormon==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehi, ein reicher, glaubenstreuer Israelit aus dem Stamm Manasse lebt im späten 7. Jahrhundert v. Chr. in Jerusalem. Nach dem er das Predigen von Jeremia und anderen Propheten gehört hat, betet er zu Gott und erhält eine Vision. Lehi wird von Gott gesagt, dass Jerusalem zerstört werden würde und Lehi solle seine Familie nehmen und in die Wildnis fliehen. Sie würden in ein verheißenes Land geführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehi, seine Frau Saria und ihre Kinder verlassen Jerusalem und reisen südwärts. Lehis vier älteste Söhne Laman, Lemuel, Sam und Nephi werden nach Jerusalem zurückgesandt um die hebräischen heiligen Schriften und andere Schriften zu erlangen und auch um Ischmael und seine Familie dazu zu bewegen, sich Lehis Gruppe anzuschließen. Lehis Gruppe reist südwärts durch das Land, das heute Saudiarabien ist und dann ostwärts an die Küste des arabischen Meeres. Dort bauen sie ein Schiff und reisen in die westliche Hemisphäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Ankunft in Amerika stirbt Lehi und die Familiengruppe spaltet sich in zwei Parteien: die Lamaniten (jene, die dem ältesten Sohn Laman nachfolgen) und die Nephiten (jene, die dem rechtschaffenen, jüngeren Sohn Nephi nachfolgen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lamaniten verfallen rasch in Götzendienst und verwerfen ihr religiöses Erbe und ihre Kultur. Die Nephiten jedoch folgen im allgemeinen der religiösen Traditionen von Abraham und Mose, obwohl sie oft in Götzendienst, Materialismus und andere Sünden verfallen. Eine Reihe von Propheten wird zu den Nephiten gesandt, um ihre Treue gegenüber dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs und gegenüber den Lehren Moses sicherzustellen. Diese Propheten lehren auch, dass der Messias zu den Israeliten in Jerusalem gesandt werden wird und er wird, nachdem er in Jerusalem gekreuzigt worden ist, den Nephiten erscheinen und ihnen Frieden bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese zwei Gruppen verbleiben in einem nahezu ständigen Kriegszustand, wobei die Lamaniten bedeutend zahlreicher als die Nephiten sind. Die Nephiten wandern mehrmals nach Norden aus und während des 3. Jahrhunderts vor Christus kommen sie mit einer Zivilisation in Kontakt, die zur Zeit als Jerusalem zerstört wurde, von dort geflohen waren (die Mulekiten). Die Mulekiten und die Nephiten vereinigen sich und werden danach als Nephiten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Höhepunkt des Buches Mormon ist eine kataklysmische Zerstörung eines Großteils der nephitischen und der lamanitischen Zivilisation zur Zeit der Kreuzigung Christi. Kurz nach dieser Zerstörung erscheint der auferstandene Jesus Christus den überlebenden rechtschaffenen Menschen. Christus errichtet seine Kirche unter dem Volk und erteilt ihm viele von jenen Lehren, die im Evangelium im Neuen Testament erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach folgt eine Periode von ungefähr 200 Jahren des Friedens und der Harmonie. Danach beginnen die Menschen wieder sich in Parteien zu spalten. Bis zur Mitte des 4. Jahrhunderts n. Chr. sind die Menschen wieder aufgespalten in Lamaniten und Nephiten, nun haben aber beide Christus und seine Lehren verworfen. Um das Jahr 385 n. Chr. gibt es eine große Schlacht, die nahezu alle Nephiten vernichtet. Das Buch endet mit den Schriften von Mormon und seinem Sohn Moroni, den beiden letzten nephitischen Propheten. Sie erstellen das Buch Mormon, indem sie die Berichte ihrer Kultur zusammenfassen und den Text auf Goldplatten schreiben. Der abschließende Eintrag im Buch Mormon wird um 421 n. Chr. von Moroni geschrieben und beinhaltet die Aussage, dass Gott ihm geboten habe, die Platten zu vergraben und dass sie in der Zukunft gefunden und übersetzt werden würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt eine weitere Kultur, die im Buch Mormon besprochen wird. Die Jarediten waren ein Gruppe, die die alte Welt um die Zeit des Turmbaues von Babel verließ und von Gott nach Amerika geführt wurde. Diese Kultur erstreckte sich von etwa 2200 v. Chr. bis ins 4. oder 5. Jahrhundert v. Chr. Die Mulekiten hatten einen Überlebenden der Jarediten getroffen und die Nephiten fanden eine geschriebene Geschichte jenes Volkes, wie sie ein jareditischer Prophet namens Ether aufgezeichnet hatte. Moroni fasste diesen Bericht zusammen und kommentierte ihn. Er erscheint im Buch Mormon als das Buch Ether.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autoren des Buches Mormon==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch Mormon wurde hauptsächlich von Mormon geschrieben und zusammengestellt. Er war ein Nephite, der in Amerika im 4. Jahrhundert n. Chr. lebte. Mormon schuf das Buch Mormon, indem er die Berichte seines Volkes, die es von ungefähr 600 v. Chr. bis zu seiner Zeit geführt hatte, abkürzte. Die Bücher Mosia, Alma, Helaman, 3. Nephi, 4. Nephi und die ersten sieben Kapitel von Mormon wurden alle von Mormon geschrieben und sind seine Auswahl und Zusammenfassung aus den historischen Berichten, die die &amp;quot;Könige&amp;quot; seines Volkes geführt hatten. Diese Bücher umfassen die Zeit von ungefähr 130 v. Chr. bis etwa 385 n. Chr. Der erste Teil der Zusammenfassung von Mormon, die den Zeitraum von 600 v. Chr. bis 130 v. Chr. umfasste, wurde von Joseph Smith und Martin Harris während der Zeit der Übersetzung im Jahr 1827 verloren. Deshalb umfasst die existierende Zusammenfassung von Mormon in unserem Buch Mormon nur die Berichte beginnend um 130 v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bücher 1. Nephi, 2. Nephi, Jakob, Enos, Jarom, Omni sind die Schriften verschiedener religiöser Führer der Nephiten aus der Zeit von etwa 600 bis ca. 200 v. Chr. Jedes dieser Bücher ist nach dem Autor benannt, außer dass Jarom und Omni kurze Schriften von anderen Leuten als Jarom und Omni enthalten. All diese Bücher wurden auf den sogenannten &amp;quot;kleinen Platten Nephis&amp;quot; geschrieben. Mormon hatte diese Platten, anscheinend ohne Bearbeitung, am Ende seiner eigenen Schriften hinzugefügt. Das ermöglichte es, dass die moderne Übersetzung des Buches Mormon einiges von der früheren Geschichte und den früheren Prophezeiungen enthält. Nachdem der erste Teil des Berichtes verloren gegangen war, wurde Joseph Smith angewiesen die &amp;quot;kleinen Platten&amp;quot; am Ende des Berichtes zu übersetzen und sie dort einzufügen, wo der frühere Teil des Berichtes von Mormon gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Worte Mormons&amp;quot; sind ein kurzes Buch von Mormon, das geschrieben wurde um den Bericht der kleinen Platten, die mit dem Buch Omni enden, mit dem Rest des Buches, beginnend mit Mosia, zu verbinden. Die &amp;quot;Worte Mormons&amp;quot; wurden von Mormon um 385 n. Chr. geschrieben, behandeln aber die Ereignisse zwischen Omni und Mosia während des 2. Jahrhunderts v. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Mormon gestorben war, vollendete sein Sohn das Buch Mormon wie wir es heute haben, indem er vier Dinge hinzufügte. Zuerst vollendete er den Bericht seines Vaters (das Buch &amp;quot;Mormon&amp;quot; innerhalb des gesamten Buches Mormon) indem er das hinzufügte, was jetzt die Kaptiel 8 und 9 bildet. Zweitens fügte er das Buch Ether hinzu, seine verdichtete Zusammenfassung und seinen Kommentar zum Bericht einer früheren Kultur, genannt die Jarediten, die von etwa 2200 v. Chr. bis ins 4. oder 5. Jahrhundert v. Chr. lebten. Drittens fügte Moroni sein eigenes Buch an die Zusammenstellung seines Vaters an. Und schließlich setzte Moroni das, was jetzt die Titelseite des Buches Mormon bildet, an das Ende des Berichtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte berichtete Datum in den Schriften Moronis entspricht grob dem Jahr 421 n. Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zeitraum zwischen dem 2. Jhd. v. Chr. und dem 1. Jhd. n. Chr. trugen sechs Generationen von Männern zu den Büchern Mosia, Alma, Helaman, 3. Nephi und 4. Nephi bei. Es waren dies Alma, Alma der Jüngere (der Sohn Almas), Helaman (Sohn von Alma dem Jüngeren), Helaman (Sohn Helamans), Nephi (Sohn des zweiten Helaman) und Nephi (Sohn von Nephi). Die Geschichte des ersten Alma findet sich in der zweiten Hälfte des Buches Mosia. Das Buch Alma ist nach Alma dem Jüngeren benannt und enthält sowohl seinen Bericht als auch den Bericht seines Sohnes Helaman. Das Buch Helaman ist ein Bericht Helamans, des Sohnes von Helaman. Die Bücher 3. und 4. Nephi beziehen sich auf den geistlichen Dienst der beiden Nephi, wenn auch das Buch 4. Nephi sich weit über den sterblichen Dienst von Nephi, dem Sohn Nephis erstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Texteinteilung des Buches Mormon==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich wie die Bibel heute veröffentlicht wird, ist das Buch Mormon in Bücher, Kapitel und Verse eingeteilt. Nur die Einteilung in Bücher stammt aus dem ursprünglichen Text. Die Titelseite und die Einführungen in die einzelnen Bücher sind Teil des ursprünglichen Textes des Buches Mormon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einleitung zum Buch Mormon, die Kapitelzusammenfassungen, Fußnoten, die Zuordnung von Jahreszahlen nach moderner Zeitrechnung, Zusatzmaterial sowie die Einteilung in Kapitel und Verse wurden während der zweiten Hälfte des 19. und im 20. Jahrhundert hinzugefügt. Diese Teile werden nicht als Teil des offenbarten Textes des Buches Mormon betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im folgenden sind die 15 Bücher des Buches Mormon aufgelistet. Die Jahreszahlen sind den Kapitelzusammenfassungen entnommen, die Seitenzahlen entsprechen der deutschen Ausgabe von 2003&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Das Erste Buch Nephi&lt;br /&gt;
**Verfasser: Nephi&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 600 - 570 v. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: Mitte des 6. Jhd. v. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 67&lt;br /&gt;
*Das Zweite Buch Nephi&lt;br /&gt;
**Verfasser: Nephi&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 570 - 545 v. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: 545 v. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 85&lt;br /&gt;
*Das Buch Jakob&lt;br /&gt;
**Verfasser: Jakob (Nephis Bruder)&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 544 - 420 v. Chr. &amp;lt;!--hier erscheint eine unrealistische Zeitspanne von 120 Jahren, ein Fehler?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
**Verfasst: 420 v. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 24&lt;br /&gt;
*Das Buch Enos&lt;br /&gt;
**Verfasser: Enos (Jakobs Sohn)&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 420 v. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: 420 v. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 4&lt;br /&gt;
*Das Buch Jarom&lt;br /&gt;
**Verfasser: Jarom (Sohn des Enos) und andere&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 399 - 361 v. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: Frühes 4. Jhd. v. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 4&lt;br /&gt;
*Das Buch Omni&lt;br /&gt;
**Verfasser: Omni (Nachkomme von Jarom) und andere&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 323 - 130 v. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: 2. Jhd. v. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 4&lt;br /&gt;
*Die Worte Mormons&lt;br /&gt;
**Verfasser: Mormon&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: Mitte des 4. Jhd. n. Chr. und das 2. Jhd. v. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: 4. Jhd. n. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 3&lt;br /&gt;
*Das Buch Mosia&lt;br /&gt;
**Verfasser: Mormon (unter Verwendung der Berichte von Mosia)&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 130 - 91 v. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: 4. Jhd. n. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 81&lt;br /&gt;
*Das Buch Alma&lt;br /&gt;
**Verfasser: Mormon (unter Verwendung der Berichte von Alma und Helaman)&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 91 - 52 v. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: 4. Jhd. n. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 217&lt;br /&gt;
*Das Buch Helaman&lt;br /&gt;
**Verfasser: Mormon (unter Verwendung der Berichte von Helaman und Nephi)&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 52 - 1 v. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: 4. Jhd. n. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 51&lt;br /&gt;
*Dritter Nephi, das Buch Nephi&lt;br /&gt;
**Verfasser: Mormon (unter Verwendung der Berichte von Nephi)&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 1 - 35 n. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: 4. Jhd. n. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 75&lt;br /&gt;
*Vierter Nephi, das Buch von Nephi&lt;br /&gt;
**Verfasser: Mormon (unter Verwendung der Berichte von Nephi)&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 35 - 321 n. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: 4. Jhd. n. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 5&lt;br /&gt;
*Das Buch Mormon&lt;br /&gt;
**Verfasser: Mormon und Moroni (Sohn Mormons)&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 321 -  421 n. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: spätes 4. und frühes 5. Jhd. n. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 22&lt;br /&gt;
*Das Buch Ether&lt;br /&gt;
**Verfasser: Moroni (unter Verwendung der Aufzeichnungen von Ether)&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: 2200 - 400 v. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: frühes 5. Jhd. n. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 41&lt;br /&gt;
*Das Buch Moroni&lt;br /&gt;
**Verfasser: Moroni&lt;br /&gt;
**Behandelter Zeitabschnitt: spätes 4. und frühes 5. Jhd. n. Chr.&lt;br /&gt;
**Verfasst: frühes 5. Jhd. n. Chr.&lt;br /&gt;
**Seitenzahl: 41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Orte des Buches Mormon==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch Mormon beginnt in Jerusalem und der [[Buch Mormon Geographie: Alte Welt|Weg der Gruppe]] an die Küste des Arabischen Meeres wurde entdeckt und wird allgemein von Buch Mormon Wissenschaftlern anerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch ist ihr Landeplatz in der westlichen Hemisphäre unbekannt. Begründet durch eine Vielzahl interner Hinweise glauben die meisten Buch Mormon Wissenschaftler heute, dass die ím Buch Mormon geschilderten Ereignisse im Bereich von Guatemala und der Halbinsel Yucatan stattgefunden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jareditische Kultur bestand etwas nördlich der lehitischen Kultur, jedoch nahe genug, dass die Nephiten einige Ruinen der jareditischen Kultur nach einigen Tagen oder Wochen Fußmarsch fanden. &amp;lt;!--({{s||Mosiah|8|&amp;amp;-11}}; compare with {{s||Mosiah|23|1-3}} and {{s||Mosiah|24|25}}.)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Geschichte nahmen die meisten Leser des Buches Mormon, einschließlich der HLT Führer an, die Kulturen des Buches Mormon hätten sich weit sowohl nach Nord- als auch nach Südamerika erstreckt. Diese Sichtweise wurde hauptsächlich durch Aussagen bezüglich eines &amp;quot;Landes nordwärts&amp;quot; und eines &amp;quot;Landes südwärts&amp;quot;, die von einem &amp;quot;engen Pass&amp;quot; getrennt waren,  aus dem Text des Buches Mormon gestützt. Kirchenführer haben auch Feststellungen im Buch Mormon über ein verheißenes Land dazu benutzt, um die USA ausdrücklich einzuschließen. Diese Sicht des Buches Mormon wird &amp;quot;hemisphärisches geographisches Modell&amp;quot; genannt. &amp;lt;!--([[Book_of_Mormon_geography:New_World:HGT|HGT]])--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine alternative Meinung, wo sich die Länder des Buches Mormon befinden, ist jene, dass alle Ereignisse innerhalb eines relativ kleinen Gebietes stattgefunden haben, wahrscheinlich mit einer Distanz von einigen hundert Kilometern zwischen den entferntesten Punkten. Diese Sichtweise wird das &amp;quot;begrenzte geographische Modell&amp;quot; genannt&amp;lt;!-- ([[Book_of_Mormon_geography:New_World:LGT|LGT]])--&amp;gt; und wurde bereits während der Lebenszeit von Joseph Smith vorgeschlagen. Es blieb allerdings bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Ansicht einer Minderheit. Heute sind fast alle Buch Mormon Wissenschaftler der Ansicht, die Hinweise auf dieses Modell im Text des Buches Mormon seien überwältigend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es soll angemerkt werden, dass beide Modelle die Annahme, es habe vor, während und nach den Buch Mormon Kulturen andere als lehitische Völker und Kulturen gegeben, zulassen. Beide Modelle erlauben auch sowohl die Annahme als auch die Ablehnung des Gedankens, alle oder fast alle präkolumbianischen Bewohner Amerikas seien zumindest teilweise Nachkommen Lehis. Und schließlich impliziert keines der beiden Modelle, dass es möglich sei, in der DNS heutiger amerikanischer Ureinwohner Lehi als Vorfahren nachzuweisen.&amp;lt;!--[[Book_of_Mormon_and_DNA_evidence|DNA]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl viele Buch Mormon Wissenschaftler Hinweise auf nicht lehitische Kulturen und Völker im Text des Buches Mormon sehen, spricht das Buch Mormon nicht offensichtlich von nicht lehitischen Zivilisationen. Diese Tatsache, verbunden mit der Spärlichkeit von schriftlichem Material aus dem Altertum der Neuen Welt und die Brüche in den Kulturen, Sprachen und Machtverhältnissen machen es schwierig, alte Ruinen und Artefakte innerhalb eines spezifischen altamerikanische Zusammenhangs zuverlässig der lehitischen Kultur zuzuordnen. Eine unter Buch Mormon Gelehrten verbreitete Ansicht bringt die Jarediten in Zusammenhang mit der olmekischen Kultur und die Nephiten und Lamaniten mit den Mayas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Übersetzung des Buches Mormon==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://de.prophetjosephsmith.org Joseph Smith], der 1805 in Vermont in den USA geboren wurde, wurde eines Nachts im Jahr 1823 mehrmals von einem Engel besucht. Der Engel gab sich als Moroni zu erkennen, der nephitische Prophet. Er erzählte ihm von der Existenz eines altertümlichen Berichtes seines Volkes. Moroni erzählte Joseph, der Bericht sei auf goldene Platten geschrieben und zur rechten Zeit werde es ihm, Joseph, erlaubt sein, die Platten an sich zu nehmen und zu übersetzen. Am folgenden Tag ging Joseph zu einem nahegelegenen Hügel, wie vom Engel angewiesen, und dort sah er unter einem Steinblock eine Steinkiste und darin die altertümlichen Platten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph wurde bis 1827 nicht erlaubt, die Platten an sich zu nehmen. Fast sofort, nachdem Joseph Smith die Platten an sich genommen hatte, erfuhren Feinde davon und versuchten, sie zu stehlen. Joseph und seine Frau Emma waren gezwungen umzuziehen, als die Verfolgung stärker wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph Smith, der nur sehr wenig gebildet war, sagte, dass er durch die Macht Gottes befähigt wurde, das Buch Mormon zu übersetzen. Am Übersetzungsvorgang war direkte Offenbarung von Gott beteiligt, oft durch das Mittel des Urim und Thummim oder durch einen Seherstein. Joseph Smith diktierte das Buch Mormon einem Schreiber, der niederschrieb, was er sagte. Die gesamte Übersetzung dauerte ungefähr 60 Tage und mindestens drei Schreiber waren beteiligt: Emma Smith, Martin Harris und Oliver Cowdery.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe des Übersetzungsvorgangs nötigte Martin Harris Joseph, ihm das Manuskript zu geben, damit er es seiner Frau zeigen könne. Sie war darüber sehr verärgert, dass sich Martin in der Übersetzung des Buches Mormon so engagierte. Diese Seiten, die mehr als 300 Jahre nephitischer Geschichte und religiöse Abhandlungen umfassten, wurden verloren und nicht wieder erlangt. Dieses Ereignis war von Gott vorhergesehen worden und als die Platten zusamengestellt wurden, wurde Mormon inspiriert, einen zusätzlichen Satz Platten hinzuzufügen, die denselben Zeitraum umfassten wie das verlorene Manuskript.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Übersetzung nahm der Engel die Goldplatten an sich, jedoch wurde einigen Zeugen genehmigt, sie zu sehen und zu berühren. Martin Harris, David Whitmer und Oliver Cowdery (Die drei Zeugen) erhielten den Besuch eines Engels, der ihnen die Platten zeigte und diese Zeugen hörten, wie die Stimme Gottes ihnen erklärte, die Übersetzung sei richtig. (Viele Kritiker der Kirche nehmen ungerechtfertigterweise an, das bedeute, das ursprüngliche Manuskript sei vollkommen gewesen und daher sollten keine Änderungen im veröffentlichten Buch Mormon nötig oder vorhanden sein). Weiteren acht Männern wurde es erlaubt, die Platten zu sehen, sie in die Hand zu nehmen, sie zu heben. Damit war kein geistiges oder übernatürliches Ereignis verbunden. Das schriftliche Zeugnis der drei und der acht Zeugen findet sich vorne in den Ausgaben des Buches Mormon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich zum Zeugnis der zwölf offiziellen Zeugen (Joseph Smith den drei Zeugen und den acht Zeugen), bezeugen noch eine Anzahl anderer Leute die Existenz der Platten. Die meisten dieser Erlebnisse geschahen unter natürlichen Bedingungen, wie etwa als Emma die Platten in ihrer Hülle beim Hausputz verschob und dabei ein metallisches Rascheln hörte. Andere hatten wunderbare Erlebnisse, wie Mary Whitmer, der die Platten von Moroni gezeigt wurden, nachdem sie so viel geopfert hatte, um Joseph Smith, der beim Übersetzen in ihrem Haus wohnte, zu unterstützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ursprüngliche Manuskript bestand aus einer ununterbrochenen Abfolge von Worten ohne Satzzeichen und mit wechselnder Schreibweise. Für den Drucker wurde das Manuskript abgeschrieben. Diese Kopie wird das Druckermanuskript genannt. Der Drucker musste die Satzzeichen hinzufügen und das tat er gemäß seinem eigenen Textverständnis. Ungefähr ein Drittel des Originalmanuskripts und das ganze Druckermanuskript existieren noch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch Mormon wurde zuerst 1830 veröffentlicht. Im Laufe der Jahre korrigierte Joseph Smith gelegentlich Irrtümer, die in der ersten gedruckten Ausgabe erschienen waren und nahm auch einige Änderungen vor, um Dinge auf den Platten seinem Empfinden nach besser auszudrücken. Nahezu jede Ausgabe des Buches Mormon seit damals erfuhr einige geringfügige Änderungen je nach den neuen Erkenntnissen, die Gelehrte aus der Analyse verschiedener Manuskripte im Bemühen um die Ermittlung der ursprünglichen Übersetzung von den Buch Mormon Platten erhalten hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Klare und kostbare Lehren im Buch Mormon]]&lt;br /&gt;
{{Anachronismen im Buch Mormon}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*[http://farms.byu.edu/display.php?table=foreign_lang&amp;amp;id=63 Ein Meisterstueck: Alma 36 (WEL-89a)]&lt;br /&gt;
*[http://farms.byu.edu/display.php?table=foreign_lang&amp;amp;id=56 &amp;quot;Die Jesaja-Frage&amp;quot;]&lt;br /&gt;
*[http://farms.byu.edu/display.php?table=foreign_lang&amp;amp;id=62 Der Baum des Lebens in alten Kulturen (GRI-81)]&lt;br /&gt;
*[http://farms.byu.edu/display.php?table=foreign_lang&amp;amp;id=59 Das Buch Mormon und die Ruinen - die Hauptresultate]&lt;br /&gt;
*[http://deutsch.fairlds.org/apol/DCPEvidence.htm#http://www.fairlds.org/apol/DCPEvidence.htm# Beweise für das Buch Mormon]&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
{{BM}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buch Mormon|!]]&lt;br /&gt;
[[en:Book_of_Mormon_basics]]&lt;br /&gt;
[[es:Los_Fundamentos_del_Libro_de_Morm%C3%B3n]]&lt;br /&gt;
[[fr:Book of Mormon basics]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Lehren_der_Mormonen/Abgelehnte_Konzepte/Bluts%C3%BChne&amp;diff=5309</id>
		<title>Lehren der Mormonen/Abgelehnte Konzepte/Blutsühne</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Lehren_der_Mormonen/Abgelehnte_Konzepte/Bluts%C3%BChne&amp;diff=5309"/>
		<updated>2010-06-19T19:48:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, dass Abtrünnige während der Präsidentschaft von Brigham Young heimlich getötet worden wären. Sie behaupten, das sei im Einklang mit der Lehre der damaligen HLT-Führer geschehen, dass Abfall vom Glauben eine nicht zu vergebende Sünde wäre, und dass für einen Abtrünnigen es nur möglich wäre sich selbst zu erlösen, indem er sein eigenes Leben geben würde, willentlich oder unwillentlich.&lt;br /&gt;
Aus Anlass der Hinrichtung von Ronny Lee Gardner am 18. Juni 2010, der gemäß seinem Wunsch im Gefängnis von Draper, Utah, erschossen wurde, flammte die Debatte um die Lehre der Blutsühne neu auf. Es wurde behauptet, es wäre Lehre der Mormonen, dass gewisse Sünden nur dadürch gesühnt werden können, dass buchstäblich das Blut des Sünders vergossen wird und das hätte Brigham Young öffentlich gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Richard Abanes, One Nation Under Gods: A History of the Mormon Church (New York: Four Walls Eight Windows, 2003), 232-236&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Achilles&amp;quot; [pen name for Samuel D. Sirrine], The Destroying Angels of Mormondom; or a Sketch of the Life of Orrin Porter Rockwell, the Late Danite Chief.&lt;br /&gt;
# Sally Denton, American Massacre: The Tragedy at Mountain Meadows, (Secker &amp;amp; Warburg, 2003), 16.&lt;br /&gt;
# Contender Ministries, Questions All Mormons Should Ask Themselves. Answers&lt;br /&gt;
# William Hall, Abominations of Mormonism Exposed; Containing Many Facts and Doctrines Concerning That Singular People, During Seven Year&#039;s Membership with Them; From 1840 to 1847.&lt;br /&gt;
# Walter Martin, The Kingdom of the Cults (Revised) (Minneapolis: Bethany House Publishers, 1997), 236.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz einer Anzahl retorischer Bemerkungen von HLT-Führern in den späten 50-er Jahren des 19. Jahrhunderts gibt es keinen Beweis dafür, dass jemand auf Befehl von Brigham Young oder einer anderen Generalautorität der &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; unterworfen worden wäre. Zeitgenössische Behauptungen solcher Handlungen kommen ausnahmslos aus antimormonischen Büchern und Zeitungen mit reißerischen Titeln wie &#039;&#039;Die zerstörenden Engel der Mormonen&#039;&#039;{{ref|destroyingangels}} und &#039;&#039; Abscheulichkeiten des Mormonismus enthüllt&#039;&#039;.{{ref|abominations}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erste Präsidentschaft gab 1889 zum Thema des Tötens von Abtrünnigen als eine Form der Blutsühne eine offzielle Erklärung heraus, die in Auszügen lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Trotz all der Geschichten, die über das Töten von Abtrünnigen erzählt wurden, ist niemals ein solcher Fall vorgekommen und wurde natürlich auch nie der Kirche, die wir repräsentieren, zur Last gelegt. Hunderte Abtrünnige von der Kirche leben ständig bis heute in diesem Territorium, viele von ihnen haben beträchtlichen Reichtum angesammelt, doch stehen sie dem mormonischen Glauben und Volk in bitterer Feindschaft gegenüber. Sogar jene, die es zu ihrem Geschäft gemacht haben, die gemeinsten Lügen zu erfinden und sie plausibel zu machen, indem sie isolierte Abschnitte ohne den erklärenden Zusammenhang aus alten Predigten auswählen und die keine Gelegenheit ausließen, den Charakter jener Menschen anzuschwärzen und zu verteufeln, sind bis zum heutigen Tag unter jenen geblieben, die sie beständig verleumden ohne die geringste persönliche Verletzung zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wir verurteilen die Anschuldigung, dass unsere Kirche das Töten von Personen, die die Kirche verlassen oder von ihren Lehren abfallen, begünstigt oder daran glaubt, als vollständig unwahr. Wir würden eine Strafe dieser Art für ein solches Verhalten mit der größten Abscheu betrachten. Es ist für uns abscheulich und steht in direktem Gegensatz zu unseren Glaubensgrundsätzen. {{ref|dec1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass der bevorstehenden Hinrichtung von Gardner veröffentlichte  die Kirche am 16. Juni 2010 folgende Erklärung, die die &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; am 17. Juni abdruckte:&lt;br /&gt;
:In der Mitte des 19. Jahrhunderts, als gefühlsbetonte Rhetorik in Reden üblich war, benutzten einige Kirchenmitglieder und -führer starke Ausdrücke, wobei sie auch die Vorstellung äußerten, dass Menschen dadurch Sünden wiedergutmachen, dass sie ihr eigenes Leben hingeben.&lt;br /&gt;
:Jedoch ist die sogenannte &amp;quot;Blutsühne&amp;quot;, wodurch von Personen verlangt würde, dass ihr Blut vergossen würde, um für ihre Sünden zu bezahlen, keine Lehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Wir glauben und lehren das unbegrenzte und allumfassende Sühnopfer Jesu Christi, das allen Menschen Vergebung von Sünde und Erlösung möglich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==unbiblisch?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Behauptungen der Kritiker gibt es Beweise dafür, dass sogar in der apostolischen Zeit unter Christen einige Verbrechen als todeswürdig betrachtet wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder und ihr wisst: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt. (1. Johannes 3:15) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wenn wir wissen, dass er uns bei allem hört, was wir erbitten, dann wissen wir auch, dass er unsere Bitten schon erfüllt hat. 16 Wer sieht, dass sein Bruder eine Sünde begeht, die nicht zum Tod führt, soll (für ihn) bitten; und Gott wird ihm Leben geben, allen, deren Sünde nicht zum Tod führt. Denn es gibt Sünde, die zum Tod führt. Von ihr spreche ich nicht, wenn ich sage, dass er bitten soll. 17 Jedes Unrecht ist Sünde; aber es gibt Sünde, die nicht zum Tod führt. 18 Wir wissen: Wer von Gott stammt, sündigt nicht, sondern der von Gott Gezeugte bewahrt ihn und der Böse tastet ihn nicht an. (1. Johannes 3:15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiel für angebliche Blutsühne==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Coleman (in manchen Quellen auch &amp;quot;Colbourn&amp;quot;) war ein schwarzer Mormone, den Brigham Young 1866 im Salt Lake House Hotel angestellt hatte. Coleman wurde anscheinend dabei erwischt, als er heimlich mit einer Frau sprach, von der man glaubte, dass er um sie warb. Die Männer, die ihn entdeckten, töteten ihn gemeinsam und schändeten seinen Leichnam. Auf seiner Leiche wurde ein Schild angebracht: Nachricht an alle Nigger: Lasst weiße Frauen in Ruhe!{{ref|unionvedette}} Sein Tod wurde angeblich durch ein vollständig mormonisches Schwurgericht vertuscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwierigkeit hierbei ist, dass &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; angeblich an &#039;&#039;Mormonen mit Tempelendowment&#039;&#039; vollzogen wurde, &#039;&#039;die abgefallen&#039;&#039; waren. Wenn Coleman auch ein Mormone gewesen sein dürfte, so war er doch sicherlich kein Mitlgied mit Endowment und auch kein Abgefallener. Angenommen, die berichteten Umstände seines Todes wären wahr, ist das ein tragisches Beispiel für Rassismus und Lynchjustiz, die zu jener Zeit nur allzu üblich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertreibung und Sensationslust==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Historiker merkte an:&lt;br /&gt;
:Dass die Lehre [der Blutsühne] von hohen Kirchenfunktionären gepredigt wurde, steht durch Berichte fest, die Absicht der Predigten wurde eine Angelegenheit von Vermutungen, deren Ergebnisse lebhafte Phantasie Überstunden machen ließ. Reichlich Blut floss durch die Schriften solcher Männer wie Beadles &#039;&#039;Leben in Utah&#039;&#039; oder &#039;&#039;die Geheimnisse von Mormonismus und Polygamie&#039;&#039;, in Linns &#039;&#039;Die Geschichte des Mormonismus&#039;&#039; und sogar in Stenhouses anonymem Kapitel über Reformation und Blutsühne in seinem &#039;&#039;Heilige der Rocky Mountains&#039;&#039;. Zahlreiche Tötungen, einschließlich das [[Mountain Meadows Massaker]], wurden der Lehre als Frucht zugeschrieben ...&lt;br /&gt;
:Ausgelassen aus Zitaten, die die Antimormonen verwendeten, wurden beschränkende Sätze wie jene von Brigham Young:&lt;br /&gt;
::...Es gab in Israel unter dem Gesetz Gottes eine Zeit, in der das Blut eines Mannes, der des Ehebruchs für schuldig befunden wurde, vergossen werden musste, und das liegt auf der Hand. Doch nun sage ich im Namen des Herrn, dass wenn dieses Volk nicht mehr sündigen wird, sondern seine Religion treu lebt, werden ihnen ihre Sünden vergeben werden, ohne ihnen das Leben zu nehmen.&lt;br /&gt;
::Die Schlechtigkeit und das Unwissen der Nationen &#039;&#039;&#039;verbietet, dass dieser Grundsatz voll in Kraft ist, doch die Zeit wird kommen&#039;&#039;&#039;, dass das Gesetz Gottes voll in Kraft ist.&lt;br /&gt;
:Die Lehre von der Blutsühne, die die Sorge um die Errettung jener enthielt, die ihr unterworfen waren, konnte wenig Bedeutung im Mountain Meadows Massaker oder in irgend einem der anderen Morde haben, die den Mormonen unbewiesen zur Last gelegt wurden. (Hervorhebung hinzugefügt){{ref|larson.60.62}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Predigtstil von Brigham Young===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben Kritiker oft den Predigtstil von Brigham Young (und anderen HLT-Predigern) missverstanden oder falsch dargestellt, da sie ihn anders sahen, als die Heiligen jener Tage:&lt;br /&gt;
:Zwischen dem Mormonenführer und seiner Gemeinde wuchsen Bande, die ... Respektlosigkeit [gegenüber Brigham Young persönlich] erlaubten. Brigham Young sah sich selbst in der Rolle des rauen, doch liebenden Vaters der Heiligen, der seine Herde abwechselnd ausschimpfte und ihnen behilflich war. Als Gesetzgeber hatte er das Gefühl, er sollte ohne Kompromiss predigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich werde Ihnen sagen, was dieses Volk im Hinblick auf Predigten braucht&amp;quot;, sagte er. „Bildlich gesprochen muss es Heugabeln regnen mit den Zinken nach unten ... Statt der glatten, schönen, süßen, leisen Predigten von samtweichen Lippen sollte man Predigten wie Donnerschläge haben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Getreu seinen Worten gab Brigham Heiligen und Sündern reichlich Heugabeln. Die letzteren dürften besonders dann hart getroffen worden sein, wenn sie böswilligem Antimormonismus schuldig waren ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Doch seine Ausbrüche waren die Ausnahme, nicht die Regel und auch wenn er donnerte, machte er seine Schläge mit Humor weicher ... Er mutmaßte, dass sich unter den Kleidern mancher Frauen ein Sechsspänner verstecken könnte mit „einem Dutzend Hunde unter dem Wagen&amp;quot; ... Weit davon entfernt seine Schläge schmerzlich zu empfinden, gelangte die mormonische Mitgliedschaft dazu sie zu tolerieren, zu erwarten und sogar die Show zu genießen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man musste nicht weit suchen, um die Schlüssel zu seiner Popularität als Sprecher zu finden. Vor allem fühlte sein Publikum, dass sich hinter seinen starken Worten aufrichtige Sorge verbarg. „Mein Herz fühlt [für die Heiligen] mit den zärtlichsten Gefühlen, so dass ich wie ein Kind weinen könnte&amp;quot;, sagte er, „doch ich achte darauf, dass ich meine Tränen für mich behalte.&amp;quot; Er versicherte seinem Volk, dass er niemals Böses beabsichtigte. „Es gibt keine Seele, die ich züchtige, außer solche, bei denen ich das Gefühl habe, sie in meiner Brust zu bergen und sie von Tag zu Tag zu tragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Brigham glaubte daran, dass ihn seine starken Worte nicht von seiner Herde trennten. „Wenn ich auch hier heraufgehe und ... [die Leute ohrfeige], indem ich sie zurechtweise wegen ihrer Vergesslichkeit, ihrer Schwächen und Narreteien, so habe ich doch keinen Augenblick erlebt, in dem sie mich nicht geliebt hätten. Der Grund dafür ist, dass ich sie so sehr liebe.&amp;quot; Er tadelte mit Vorsicht, dachte er, indem er eine grundlegene Regel anwandte: „Wenn du die Zuchtrute in der Hand hast, so bitte Gott um die Weisheit, sie zu gebrauchen, sodass du sie nicht zur Zerstörung von jemandem, sondern zu seiner Errettung benutzt.&amp;quot; ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Heiligen verstanden auch, dass mit seinem berühmten Bellen nur wenig Beißen verbunden war. „Einige Leute fragten mich einmal, wie ich das Volk leite und kontrolliere,&amp;quot; bemerkte er einmal. „Ich tue das, indem ich ihnen die Wahrheit sage und sie dann gerade so tun lasse, wie sie den Sinn dazu haben.&amp;quot;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Youngs Worte und sein Bühnenverhalten waren also oft auf Effekt berechnet. Für eine typische Versammlung im Tabernakel dachte er, wären normale und respektvolle Worte wie ein „Wind, der ... ins Ohr weht und [bald] vergessen ist. Deshalb ergriff er stärkere Maßnahmen. &amp;quot;Wenn man wünscht, dass die Leute fühlen, was man sagt,&amp;quot; meinte er einmal aufschlussreich, &amp;quot;dann muss man eine Sprache verwenden, an die sie sich erinnern werden, andernfalls sind die Gedanken an sie verschwendet. Folgerichtig verwenden wir in vielen Fällen eine Sprache, die wir eigentlich nicht verwenden würden.&amp;quot;{{ref|by.1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Offizielle Stellungnahme des Rates der Zwölf==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1978 beantwortete Apostel Bruce R. McConkie im Auftrag der Ersten Präsidentschaft eine Anfrage von Thomas B. McAffee von der juristischen Fakultät der Universität von Utah:&lt;br /&gt;
:Sehr geehrter Herr McAffee,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:dieses Schreiben erhalten Sie in Beantwortung Ihres Briefes vom 20. September 1978 an Präsident Spencer W. Kimball, in dem sie einige Fragen über die sogenannte Blutsühne stellten. Ich bin von Präsident Kimball und der Ersten Präsidentschaft gebeten worden, ihre Fragen zu beantworten.&lt;br /&gt;
:Sie merken an, dass Ich und Präsident Joseph Fielding Smith und einige unserer frühen Kirchenführer über diese Lehre gesprochen und geschrieben haben und Sie fragten, ob die Lehre der Blutsühne heute offizielle Kirchenlehre wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wenn mit Blutsühne das sühnende Opfer Jesu Christi gemeint ist, ist die Antwort Ja. Wenn unter Blutsühne gemeint ist, das Blut von Menschen zu vergießen, um auf irgend eine Weise für ihre eigenen Sünden zu sühnen, dann ist die Antwort Nein.&lt;br /&gt;
:Wir glauben, dass das Blut Christi, vergossen in Getsemani und am Kreuz auf Golgatha, alle Menschen unter der Voraussetzung der Umkehr von Sünde reinigt. Wie es in einer Schriftstelle im Buch Mormon ausgedrückt wird: &amp;quot;dass die Errettung im sühnenden Blut Christi, des Herrn, des Allmächtigen, und durch dasselbe war und ist und sein wird.&amp;quot; (Mosia 3:18)&lt;br /&gt;
:Wir glauben &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039;, dass es in diesen Tagen nötig ist, dass Menschen ihr eigenes Blut vergießen, damit sie Vergebung ihrer Sünden erlangen. Das wird in vollem Bewusstsein dessen gesagt, was ich und andere in vergangenen Zeiten zu diesem Thema geschrieben und gesagt haben.&lt;br /&gt;
:Um zu verstehen, was Brigham Young, Heber C. Kimball, Charles W. Penrose und andere gesagt haben, müssen wir erwähnen, dass es einige Sünden gibt, bei denen das Blut Christi &#039;&#039;&#039;alleine&#039;&#039;&#039; eine Person nicht reinigt. Das umfasst Lästerung gegen den Heiligen Geist (wie von der Kirche definiert) und jenen Mord, der das unrechtmäßige, böswillige Töten eines menschlichen Wesens ist. Jedoch, und das kann nicht zu stark betont werden, dieses Gesetz wurde der Kirche zu &#039;&#039;&#039;keiner&#039;&#039;&#039; Zeit in dieser Evangeliumszeit gegeben. Es hat &#039;&#039;&#039;keinerlei Anwendung&#039;&#039;&#039; auf irgend jemanden, der jetzt lebt, sei er ein Mitglied oder ein Nichtmitglied der Kirche.&lt;br /&gt;
:Es gibt unter uns einfach keine solche Lehre wie eine Blutsühne, die jemandem eine Vergebung von Sünden oder irgend einen anderen Nutzen verschaffen würde, indem sein eigenes Blut vergossen würde. Lassen Sie mich kategorisch und eindeutig sagen, dass diese Lehre nur wirken kann zu einer Zeit, wo es keine Trennung von Kirche und Staat gibt und wenn die Macht, Leben zu nehmen der herrschenden Theokratie verliehen ist, so wie es zur Zeit Moses der Fall war. Seit der Zeit von Joseph Smith bis zur Gegenwart hat es keinen einzigen Fall von sogenannter Blutsühne unter irgend einem Vorwand gegeben.&lt;br /&gt;
: Alles was ich geschrieben habe oder alles was von sonst jemandem gesagt wurde, muss im Lichte der vorstehenden Einschränkungen verstanden werden. Brigham Young und die anderen sprachen von  einem &#039;&#039;&#039;theoretischen Grundsatz&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;in vergangenen Zeitaltern&#039;&#039;&#039; in Kraft war, und &#039;&#039;&#039;weder&#039;&#039;&#039; zu ihrer Zeit &#039;&#039;&#039;noch&#039;&#039;&#039; in unseren Tagen. Wie ich mich erinnere, wurden Brigham Youngs Darstellungen der Zeit Moses und der Geschichte des alten Israel entnommen und könnten nicht heute angewendet werden.&lt;br /&gt;
:Es gibt heute in der Kirche keine Lehre der Blutsühne und es hat sie auch zu keiner Zeit gegeben. Jegliche gegenteiligen Erklärungen sind entweder müßige Spekulationen oder reine Fantasie. Gewiss ist es keine jetzige Lehre der Kirche und in mehr als 60 Jahren regelmäßigen Kirchenbesuchs habe ich nie je eine einzige Predigt über das Thema gehört oder nur eine Diskussion in irgend einem kirchlichen Unterricht.&lt;br /&gt;
:Sie fragten, ob die Erklärungen von unseren Führern der Vergangenheit, einschließlich jener, die man im &#039;&#039;Journal of Disourses&#039;&#039; findet, den offiziellen Standpunkt der Kirche darstellen. Die Antwort, wie sich aus den obigen Bemerkungen ergibt, ist, dass das &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039; der Fall ist. Die Erklärungen beziehen sich auf einen &#039;&#039;&#039;theoretischen Grundsatz&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;uns weder offenbart wurde noch von uns praktiziert wird&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Wenn unter Blutsühne die Todesstrafe verstanden wird, dann würde jede saubere Analyse des Gegenstandes die Sache mit dem Namen Todesstrafe benennen und nicht mit dem Namen Blutsühne. Den letzteren Ausdruck zu verwenden, ist völlig irreführend und erweckt den Gedanken, dass wir an etwas glauben, was wir äußerst ausdrücklich nicht glauben.&lt;br /&gt;
:Wir glauben an die Todesstrafe. In einer Offenbarung an Joseph Smith am 9. Februar 1831 sagte der Herr: &amp;quot;Und nun, siehe, ich spreche zur Kirche: Du sollst nicht töten; und wer tötet, wird weder in dieser Welt noch in der künftigen Welt Vergebung haben. Und weiter, ich sage, du sollst nicht töten; wer aber tötet, soll sterben. (LuB 42:18-19)&lt;br /&gt;
:Als Antwort auf einige falsche und niederträchtige Beschuldigungen, die gegen die Heiligen der Letzten Tage veröffentlicht wurden, schrieb der Präsident der Kirche, damals Wilford Woodruff, am 9. Januar 1891 an den Herausgeber des &#039;&#039;Illustrated American&#039;&#039;. Darin bezieht sich Präsident Woodruff auf die Lehre als &amp;quot;die Fiktion der Blutsühne&amp;quot; und als &amp;quot;die falsche Theorie der Blutsühne, vom Autor des &#039;&#039;American&#039;&#039; aus alten Zeitungserfindungen abgeschrieben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Dann gibt er wieder, was die Lehre der Kirche ist, wenn man den Ausdruck Blutsühne einfach als Synonym für Todesstrafe verwendet:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Es ist eine grundlegende Lehre unseres Glaubens, dass einem Mörder nicht vergeben werden kann, dass er &#039;kein ewiges Leben in sich hat&#039;, dass dann, wenn &#039;&#039;&#039;ein Mitglied unserer Kirche, das das Licht des Heiligen Geistes erhalten hat, dieses Kapitalverbrechen begeht, es weder in dieser noch in der kommenden Welt Vergebung erlangen wird&#039;&#039;&#039;. In den Offenbarungen Gottes an die Kirche wimmelt es von Geboten, die uns verbieten, Blut zu vergießen&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Unter besonderer Bezugnahme auf die Todesstrafe wie sie vom Staat und &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039; von der Kirche praktiziert wird, sagte er: &amp;quot;Es ist Teil unseres Glaubens, dass &#039;&#039;&#039;die einzige Sühne, die ein Mörder für seine Todsünde machen kann, das Vergießen seines eigenen Blutes ist&#039;&#039;&#039;, gemäß dem Gebot des Allmächtigen nach der Sintflut: &#039;Wer das Blut eines Menschen vergießt, dessen Blut soll vergossen werden.&#039; Doch &#039;&#039;&#039;dieses Gesetz muss von den gesetzmäßig bestimmten Beamten ausgeführt werden. Das ist &#039;Blutsühne&#039;, so sehr verdreht von den Verleumdern unseres Glaubens.&#039;&#039;&#039; Wir glauben auch an das Sühnopfer, erbracht durch das Vergießen des Blutes Christi auf Golgatha, dass es wirksam ist für das ganze Geschlecht Adams für  die von Adam begangene Sünde und für die individuellen Sünden all jener, die glauben, umkehren und von jemandem, der Vollmacht hat, getauft werden und die den Heiligen Geist durch das Auflegen bevollmächtigter Hände erhalten. Ein &#039;&#039;&#039;Kapitalverbrechen&#039;&#039;&#039; begangen von einem solchen &#039;&#039;&#039;erleuchteten Menschen&#039;&#039;&#039; kann nicht durch das Blut des Erretters ausgeglichen werden. Für ihn gibt es &#039;kein weiteres Opfer für die Sünde&#039;, sein Leben ist verwirkt und er kann nur die Strafe bezahlen. &#039;&#039;&#039;Es gibt keine andere Blutsühne, die von den Heiligen der Letzten Tage gelehrt, praktiziert oder zum Teil ihres Glaubensbekenntnisses gemacht würde.&#039;&#039;&#039;&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Ich wiederhole: Außer für das Sühnopfer Christi, das Teil des Glaubensbekenntnisses aller christlichen Kirchen ist oder sein sollte und mit Ausnahme des Gebrauchs des Ausdrucks &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; als Synonym - und nichts mehr - für &amp;quot;Todesstrafe&amp;quot;, wo &amp;quot;erleuchtete&amp;quot; Mitglieder der Kirche betroffen sind, gibt es keine solche Lehre von Blutsühne in dieser Evangeliumszeit.&lt;br /&gt;
:Ich habe in meinen Unterlagen einen Brief, datiert vom 12. Februar 1971, unterschrieben von den Präsidenten Joseph Fielding Smith und Harold B. Lee als und für die Erste Präsidentschaft, der zeigt, dass der theoretische Grundsatz der Blutsühne in &#039;&#039;&#039;keiner&#039;&#039;&#039; Evangeliumszeit Anwendung findet, in der es eine Trennung von Kirche und Staat gibt. Sie beziehen sich auf den Tod Christi durch jüdische Hände als &amp;quot;Kapitalverbrechen&amp;quot; und dann zitieren sie folgendes aus dem dritten Kapitel der Apostelgeschichte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer...&lt;br /&gt;
:Also kehrt um und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden und der Herr Zeiten des Aufatmens kommen lässt und Jesus sendet als den für euch bestimmten Messias.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Dann schreiben sie: &amp;quot;Aus dem Obigen ist zu verstehen, dass das eine Angelegenheit ist, die zu bestimmen in den Händen des Herrn und nicht des Menschen belassen werden muss.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Nun zu Ihrer abschließenden Frage - ob die Blutsühne &amp;quot;falls sie eine gültige Lehre ist&amp;quot;, irgend eine Auswirkung auf die Art der Ausführung der Todesstrafe hätte, brauche ich nur zu sagen:&lt;br /&gt;
::1. Da es so etwas wie Blutsühne nicht gibt, außer wie oben angegeben, kann die &#039;&#039;&#039;Art&#039;&#039;&#039; der Hinrichtung &#039;&#039;&#039;keine&#039;&#039;&#039;Auswirkug auf das Sühnen für eigene Sünden haben und &lt;br /&gt;
::2. Wenn wir einfach von Todesstrafe sprechen  (und sie fälschlich Blutsühne nennen), kann ich immer noch keinen Grund dafür sehen, anzunehmen, dass es den geringsten Unterschied machen würde, &#039;&#039;&#039;wie&#039;&#039;&#039; eine Hinrichtung durchgeführt wird.&lt;br /&gt;
:Soweit ich sehen kann, gibt es keinen Unterschied zwischen einem Erschießungskommando, einem elektrischen Stuhl, einer Gaskammer oder Hängen. Tod ist Tod und ich würde das Vergießen des Blutes in legalen Hinrichtungen als bildhaften Ausdruck verstehen, der bedeutet, dass man jemandem das Leben nimmt. Es scheint für mich keine gegenwärtige Bedeutung dafür zu geben, ob eine Hinrichtung durch ein Erschießungskommando oder auf irgend eine andere Weise geschieht. Ich habe natürlich meinen Artikel über &amp;quot;Hängen&amp;quot; aus der zweiten Auflage von &#039;&#039;Mormon Doctrin&#039;&#039; wegen den hier erwähnten Überlegungen gelöscht.&lt;br /&gt;
:So weit es mich betrifft, steht es Ihnen frei aus diesem Brief zu zitieren oder ihn in jeder ihnen angemessen erscheinenden Weise zu benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;
:::Bruce R. McConkie {{ref|mcconkie}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man ist zwar ohne Zweifel dazu in der Lage, Beispiele dafür auszugraben, dass jene vom HLT-Glauben Blut vergossen haben. Doch entbehren Anschuldigungen, die zu beweisen suchen, dass jene Handlungen von der HLT-Kirche oder der Kirchenführung allgemein gefördert, geduldet oder vertuscht worden wären, jeglicher Grundlage. Wie Larsen schreibt:&lt;br /&gt;
:Das Bestreiten von Mordanschuldigungen, die im Kielwasser der Reformation daherkamen, lösten sich zu den verteidigbaren Positionen, dass 1. bekannte Tötungen der Reformzeit auf Motive zurückgingen, die nichts mit Blutsühne zu tun hatten, 2. die Kirche trotz extremer Ausagen von einigen ihrer Führer es nicht duldete, dass Leben auf andere Weise als duch einen Gerichtsprozess genommen wurde, 3. die Verantwortung für einen Rückgriff auf primitive Praktiken des Blutvergießens voll auf den Schultern fanatischer Einzelner ruht. Die ganze Erfahrung setzte sich im Gedächtnis als eine Erinnerung daran fort, wie schlimme Folgen aus einer guten Sache erwachsen, die ins Extreme getrieben wird.{{ref|larson.62}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|destroyingangels}}&amp;quot;Achilles&amp;quot; [pen name for Samuel D. Sirrine], &#039;&#039;The Destroying Angels of Mormondom; or a Sketch of the Life of Orrin Porter Rockwell, the Late Danite Chief,&#039;&#039; (San Francisco, 1878).&lt;br /&gt;
#{{note|abominations}}William Hall, &#039;&#039;Abominations of Mormonism Exposed; Containing Many Facts and Doctrines Concerning That Singular People, During Seven Year&#039;s Membership with Them; From 1840 to 1847&#039;&#039; (Cincinnati:  I. Hart, 1852).&lt;br /&gt;
#{{note|dec1}}Official Declaration, 12 December 1889, signed by the First Presidency (Wilford Woodruff, George Q. Cannon, and Joseph F. Smith), the Quorum of the Twelve (Lorenzo Snow, Franklin D. Richards, Brigham Young Jr., Moses Thatcher, Francis M. Lyman, John Henry Smith, George Teasdale, Heber J. Grant, John W. Taylor, M.W. Merrill, A.H. Lund, and Abraham H. Cannon), and counselors (John W. Young and Daniel H. Wells).&lt;br /&gt;
#{{note|unionvedette}}&#039;&#039;Union Vedette,&#039;&#039; (13 December 1866): page 3. A scan of the article is available {{link|url=http://udn.lib.utah.edu/cgi-bin/docviewer.exe?CISOROOT=/vedette&amp;amp;CISOPTR=21317&amp;amp;CISOSHOW=21320&amp;amp;CISOSHOW2=21340 here}}&lt;br /&gt;
#{{note|larson.60.62}} Gustave O. Larson, &amp;quot;The Mormon Reformation,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 26/1 (January 1958): 60-62.&lt;br /&gt;
#{{note|by.1}} {{Sunstone1|author=Ronald W. Walker|article=Raining Pitchforks: Brigham Young as Preacher|vol=8|num=3/3|date=May 1983|start=5&amp;amp;ndash;9}} {{link|url=https://www.sunstonemagazine.com/pdf/039-04-09.pdf}}  This article is a worthwhile discussion of Brigham Young&#039;s preaching style generally, and how the Saints saw it.&lt;br /&gt;
#{{note|mcconkie}} Brief, abgedruckt auf [http://www.shields-research.org/General/blood_atonement.htm Shields]&lt;br /&gt;
#{{note|larson.62}} Gustave O. Larson, &amp;quot;The Mormon Reformation,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 26/1 (January 1958): 62.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
[[Daniten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/Blutsuehne.html Die Bibliotek der Wahrheit - Die Enzyklopädie des Mormonismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:blood atonement]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Lehren_der_Mormonen/Abgelehnte_Konzepte/Bluts%C3%BChne&amp;diff=5308</id>
		<title>Lehren der Mormonen/Abgelehnte Konzepte/Blutsühne</title>
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		<updated>2010-06-19T09:31:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, dass Abtrünnige während der Präsidentschaft von Brigham Young heimlich getötet worden wären. Sie behaupten, das sei im Einklang mit der Lehre der damaligen HLT-Führer geschehen, dass Abfall vom Glauben eine nicht zu vergebende Sünde wäre, und dass für einen Abtrünnigen es nur möglich wäre sich selbst zu erlösen, indem er sein eigenes Leben geben würde, willentlich oder unwillentlich.&lt;br /&gt;
Aus Anlass der Hinrichtung von Ronny Lee Gardner am 18. Juni 2010, der gemäß seinem Wunsch im Gefängnis von Draper, Utah, erschossen wurde, flammte die Debatte um die Lehre der Blutsühne neu auf. Es wurde behauptet, es wäre Lehre der Mormonen, dass gewisse Sünden nur dadürch gesühnt werden können, dass buchstäblich das Blut des Sünders vergossen wird und das hätte Brigham Young öffentlich gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Richard Abanes, One Nation Under Gods: A History of the Mormon Church (New York: Four Walls Eight Windows, 2003), 232-236&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Achilles&amp;quot; [pen name for Samuel D. Sirrine], The Destroying Angels of Mormondom; or a Sketch of the Life of Orrin Porter Rockwell, the Late Danite Chief.&lt;br /&gt;
# Sally Denton, American Massacre: The Tragedy at Mountain Meadows, (Secker &amp;amp; Warburg, 2003), 16.&lt;br /&gt;
# Contender Ministries, Questions All Mormons Should Ask Themselves. Answers&lt;br /&gt;
# William Hall, Abominations of Mormonism Exposed; Containing Many Facts and Doctrines Concerning That Singular People, During Seven Year&#039;s Membership with Them; From 1840 to 1847.&lt;br /&gt;
# Walter Martin, The Kingdom of the Cults (Revised) (Minneapolis: Bethany House Publishers, 1997), 236.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz einer Anzahl retorischer Bemerkungen von HLT-Führern in den späten 50-er Jahren des 19. Jahrhunderts gibt es keinen Beweis dafür, dass jemand auf Befehl von Brigham Young oder einer anderen Generalautorität der &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; unterworfen worden wäre. Zeitgenössische Behauptungen solcher Handlungen kommen ausnahmslos aus antimormonischen Büchern und Zeitungen mit reißerischen Titeln wie &#039;&#039;Die zerstörenden Engel der Mormonen&#039;&#039;{{ref|destroyingangels}} und &#039;&#039; Abscheulichkeiten des Mormonismus enthüllt&#039;&#039;.{{ref|abominations}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erste Präsidentschaft gab 1889 zum Thema des Tötens von Abtrünnigen als eine Form der Blutsühne eine offzielle Erklärung heraus, die in Auszügen lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Trotz all der Geschichten, die über das Töten von Abtrünnigen erzählt wurden, ist niemals ein solcher Fall vorgekommen und wurde natürlich auch nie der Kirche, die wir repräsentieren, zur Last gelegt. Hunderte Abtrünnige von der Kirche leben ständig bis heute in diesem Territorium, viele von ihnen haben beträchtlichen Reichtum angesammelt, doch stehen sie dem mormonischen Glauben und Volk in bitterer Feindschaft gegenüber. Sogar jene, die es zu ihrem Geschäft gemacht haben, die gemeinsten Lügen zu erfinden und sie plausibel zu machen, indem sie isolierte Abschnitte ohne den erklärenden Zusammenhang aus alten Predigten auswählen und die keine Gelegenheit ausließen, den Charakter jener Menschen anzuschwärzen und zu verteufeln, sind bis zum heutigen Tag unter jenen geblieben, die sie beständig verleumden ohne die geringste persönliche Verletzung zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wir verurteilen die Anschuldigung, dass unsere Kirche das Töten von Personen, die die Kirche verlassen oder von ihren Lehren abfallen, begünstigt oder daran glaubt, als vollständig unwahr. Wir würden eine Strafe dieser Art für ein solches Verhalten mit der größten Abscheu betrachten. Es ist für uns abscheulich und steht in direktem Gegensatz zu unseren Glaubensgrundsätzen. {{ref|dec1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass der bevorstehenden Hinrichtung von Gardner veröffentlichte  die Kirche am 16. Juni 2010 folgende Erklärung, die die &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; am 17. Juni abdruckte:&lt;br /&gt;
:In der Mitte des 19. Jahrhunderts, als gefühlsbetonte Rhetorik in Reden üblich war, benutzten einige Kirchenmitglieder und -führer starke Ausdrücke, wobei sie auch die Vorstellung äußerten, dass Menschen dadurch Sünden wiedergutmachen, dass sie ihr eigenes Leben hingeben.&lt;br /&gt;
:Jedoch ist die sogenannte &amp;quot;Blutsühne&amp;quot;, wodurch von Personen verlangt würde, dass ihr Blut vergossen würde, um für ihre Sünden zu bezahlen, keine Lehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Wir glauben und lehren das unbegrenzte und allumfassende Sühnopfer Jesu Christi, das allen Menschen Vergebung von Sünde und Erlösung möglich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==unbiblisch?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Behauptungen der Kritiker gibt es Beweise dafür, dass sogar in der apostolischen Zeit unter Christen einige Verbrechen als todeswürdig betrachtet wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder und ihr wisst: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt. (1. Johannes 3:15) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wenn wir wissen, dass er uns bei allem hört, was wir erbitten, dann wissen wir auch, dass er unsere Bitten schon erfüllt hat. 16 Wer sieht, dass sein Bruder eine Sünde begeht, die nicht zum Tod führt, soll (für ihn) bitten; und Gott wird ihm Leben geben, allen, deren Sünde nicht zum Tod führt. Denn es gibt Sünde, die zum Tod führt. Von ihr spreche ich nicht, wenn ich sage, dass er bitten soll. 17 Jedes Unrecht ist Sünde; aber es gibt Sünde, die nicht zum Tod führt. 18 Wir wissen: Wer von Gott stammt, sündigt nicht, sondern der von Gott Gezeugte bewahrt ihn und der Böse tastet ihn nicht an. (1. Johannes 3:15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiel für angebliche Blutsühne==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Coleman (in manchen Quellen auch &amp;quot;Colbourn&amp;quot;) war ein schwarzer Mormone, den Brigham Young 1866 im Salt Lake House Hotel angestellt hatte. Coleman wurde anscheinend dabei erwischt, als er heimlich mit einer Frau sprach, von der man glaubte, dass er um sie warb. Die Männer, die ihn entdeckten, töteten ihn gemeinsam und schändeten seinen Leichnam. Auf seiner Leiche wurde ein Schild angebracht: Nachricht an alle Nigger: Lasst weiße Frauen in Ruhe!{{ref|unionvedette}} Sein Tod wurde angeblich durch ein vollständig mormonisches Schwurgericht vertuscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwierigkeit hierbei ist, dass &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; angeblich an &#039;&#039;Mormonen mit Tempelendowment&#039;&#039; vollzogen wurde, &#039;&#039;die abgefallen&#039;&#039; waren. Wenn Coleman auch ein Mormone gewesen sein dürfte, so war er doch sicherlich kein Mitlgied mit Endowment und auch kein Abgefallener. Angenommen, die berichteten Umstände seines Todes wären wahr, ist das ein tragisches Beispiel für Rassismus und Lynchjustiz, die zu jener Zeit nur allzu üblich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertreibung und Sensationslust==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Historiker merkte an:&lt;br /&gt;
:Dass die Lehre [der Blutsühne] von hohen Kirchenfunktionären gepredigt wurde, steht durch Berichte fest, die Absicht der Predigten wurde eine Angelegenheit von Vermutungen, deren Ergebnisse lebhafte Phantasie Überstunden machen ließ. Reichlich Blut floss durch die Schriften solcher Männer wie Beadles &#039;&#039;Leben in Utah&#039;&#039; oder &#039;&#039;die Geheimnisse von Mormonismus und Polygamie&#039;&#039;, in Linns &#039;&#039;Die Geschichte des Mormonismus&#039;&#039; und sogar in Stenhouses anonymem Kapitel über Reformation und Blutsühne in seinem &#039;&#039;Heilige der Rocky Mountains&#039;&#039;. Zahlreiche Tötungen, einschließlich das [[Mountain Meadows Massaker]], wurden der Lehre als Frucht zugeschrieben ...&lt;br /&gt;
:Ausgelassen aus Zitaten, die die Antimormonen verwendeten, wurden beschränkende Sätze wie jene von Brigham Young:&lt;br /&gt;
::...Es gab in Israel unter dem Gesetz Gottes eine Zeit, in der das Blut eines Mannes, der des Ehebruchs für schuldig befunden wurde, vergossen werden musste, und das liegt auf der Hand. Doch nun sage ich im Namen des Herrn, dass wenn dieses Volk nicht mehr sündigen wird, sondern seine Religion treu lebt, werden ihnen ihre Sünden vergeben werden, ohne ihnen das Leben zu nehmen.&lt;br /&gt;
::Die Schlechtigkeit und das Unwissen der Nationen &#039;&#039;&#039;verbietet, dass dieser Grundsatz voll in Kraft ist, doch die Zeit wird kommen&#039;&#039;&#039;, dass das Gesetz Gottes voll in Kraft ist.&lt;br /&gt;
:Die Lehre von der Blutsühne, die die Sorge um die Errettung jener enthielt, die ihr unterworfen waren, konnte wenig Bedeutung im Mountain Meadows Massaker oder in irgend einem der anderen Morde haben, die den Mormonen unbewiesen zur Last gelegt wurden. (Hervorhebung hinzugefügt){{ref|larson.60.62}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Predigtstil von Brigham Young===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben Kritiker oft den Predigtstil von Brigham Young (und anderen HLT-Predigern) missverstanden oder falsch dargestellt, da sie ihn anders sahen, als die Heiligen jener Tage:&lt;br /&gt;
:Zwischen dem Mormonenführer und seiner Gemeinde wuchsen Bande, die ... Respektlosigkeit [gegenüber Brigham Young persönlich] erlaubten. Brigham Young sah sich selbst in der Rolle des rauen, doch liebenden Vaters der Heiligen, der seine Herde abwechselnd ausschimpfte und ihnen behilflich war. Als Gesetzgeber hatte er das Gefühl, er sollte ohne Kompromiss predigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich werde Ihnen sagen, was dieses Volk im Hinblick auf Predigten braucht&amp;quot;, sagte er. „Bildlich gesprochen muss es Heugabeln regnen mit den Zinken nach unten ... Statt der glatten, schönen, süßen, leisen Predigten von samtweichen Lippen sollte man Predigten wie Donnerschläge haben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Getreu seinen Worten gab Brigham Heiligen und Sündern reichlich Heugabeln. Die letzteren dürften besonders dann hart getroffen worden sein, wenn sie böswilligem Antimormonismus schuldig waren ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Doch seine Ausbrüche waren die Ausnahme, nicht die Regel und auch wenn er donnerte, machte er seine Schläge mit Humor weicher ... Er mutmaßte, dass sich unter den Kleidern mancher Frauen ein Sechsspänner verstecken könnte mit „einem Dutzend Hunde unter dem Wagen&amp;quot; ... Weit davon entfernt seine Schläge schmerzlich zu empfinden, gelangte die momronische Mitgliedschaft dazu sie zu tolerieren, zu erwarten und sogar die Show zu genießen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man musste nicht weit suchen, um die Schlüssel zu seiner Popularität als Sprecher zu finden. Vor allem fühlte sein Publikum, dass sich hinter seinen starken Worten aufrichtige Sorge verbarg. „Mein Herz fühlt [für die Heiligen] mit den zärtlichsten Gefühlen, so dass ich wie ein Kind weinen könnte&amp;quot;, sagte er, „doch ich achte darauf, dass ich meine Tränen für mich behalte.&amp;quot; Er versicherte sein Volk, dass er niemals Böses beabsichtigte. „Es gibt keine Seele, die ich züchtige, außer solche, bei denen ich das Gefühl habe, sie in meiner Brust zu bergen und sie von Tag zu Tag zu tragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Brigham glaubte daran, dass ihn seine starken Worte nicht von seiner Herde trennten. „Wenn ich auch hier heraufgehe und ... [die Leute orfeige], indem ich sie zurechtweise wegen ihrer Vergesslichkeit, ihren Schwächen und Narreteien, so habe ich doch keinen Augenblick erlebt, in dem sie mich nicht geliebt hätten. Der Grund dafür ist, dass ich sie so sehr liebe.&amp;quot; Er tadelte mit Vorsicht, dachte er, indem er eine grundlegene Regel anwandte: „Wenn du die Zuchtrute in der Hand hast, so bitte Gott um die Weisheit, sie zu gebrauchen, sodass du sie nicht zur Zerstörung von jemandem, sondern zu seiner Errettung benutzt.&amp;quot; ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Heiligen verstanden auch, dass mit seinem berühmten Bellen nur wenig Beißen verbunden war. „Einige Leute fragten mich einmal, wie ich das Volk leite und kontrolliere,&amp;quot; bemerkte er einmal. „Ich tue das, indem ich ihnen die Wahrheit sage und sie dann gerade so tun lasse, wie sie den inn dazu haben.&amp;quot;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Youngs Worte und sein Bühnenverhalten waren also oft auf Effekt berechnet. Für eine typische Versammlung im Tabernakel dachte er, wären normale und respektvolle Worte wie ein „Wind, der ... ins Ohr weht und [bald] vergessen ist. Deshalb ergriff er stärkere Maßnahmen. Wenn man wünscht, das die Leute fühlen, was man sagt,&amp;quot; meinte er einmal aufschlussreich, dann muss man eine Sprache verwenden, an die sie sich erinnern werden, andernfalls sind die Gedanken an sie verschwendet. Folgerichtig verwenden wir in vielen Fällen eine Sprache, die wir eigentlich nicht verwenden würden.&amp;quot;{{ref|by.1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Offizielle Stellungnahme des Rates der Zwölf==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1978 beantwortete Apostel Bruce R McConkie im Auftrag der Ersten Präsidentschaft eine Anfrage von Thomas B. McAffee von der juristischen Fakultät der Universität von Utah:&lt;br /&gt;
:Sehr geehrter Herr McAffee,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:dieses Schreiben erhalten Sie in Beantwortung Ihres Briefes vom 20. September 1978 an Präsident Spencer W. Kimball, in dem sie einige Fragen über die sogenannte Blutsühne stellten. Ich bin von Präsident Kimball und der Ersten Präsidentschaft gebeten worden, ihre Fragen zu beantworten.&lt;br /&gt;
:Sie merken an, dass Ich und Präsident Joseph Fielding Smith und einige unserer frühen Kirchenführer über diese Lehre gesprochen und geschrieben haben und Sie fragten, ob die Lehre der Blutsühne heute offizielle Kirchenlehre wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wenn mit Blutsühne das sühnende Opfer Jesu Christi gemeint ist, ist die Antwort Ja. Wenn unter Blutsühne gemeint ist, das Blut von Menschen zu vergießen, um auf irgend eine Weise für ihre eigenen Sünden zu sühnen, dann ist die Antwort Nein.&lt;br /&gt;
:Wir glauben, dass das Blut Christi, vergossen in Getsemani und am Kreuz auf Golgatha, alle Menschen unter der Voraussetzung der Umkehr von Sünde reinigt. Wie es in einer Schriftstelle im Buch Mormon ausgedrückt wird: &amp;quot;dass die Errettung im sühnenden Blut Christi, des Herrn, des Allmächtigen, und durch dasselbe war und ist und sein wird. (Mosia 3:18)&lt;br /&gt;
:Wir glauben &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039;, dass es in diesen Tagen nötig ist, dass Menschen ihr eigenes Blut vergießen, damit sie Vergebung ihrer Sünden erlangen. Das wird in vollem Bewusstsein dessen gesagt, was ich und andere in vergangenen Zeiten zu diesem Thema geschrieben und gesagt haben.&lt;br /&gt;
:Um zu verstehen, was Brigham Young, Heber C. Kimball, Charles W. Penrose und andere gesagt haben, müssen wir erwähnen, dass es einige Sünden gibt, bei denen das Blut Christi &#039;&#039;&#039;alleine&#039;&#039;&#039; eine Person nicht reinigt. Das umfasst Lästerung gegen den Heiligen Geist (wie von der Kirche definiert) und jenen Mord, der das unrechtmäßige, böswillige Töten eines menschlichen Wesens ist. Jedoch, und das kann nicht zu stark betont werden, dieses Gesetz wurde der Kirche zu &#039;&#039;&#039;keiner&#039;&#039;&#039; Zeit in dieser Evangeliumszeit gegeben. Es hat &#039;&#039;&#039;keinerlei Anwendung&#039;&#039;&#039; auf irgend jemanden, der jetzt lebt, sei er ein Mitglied oder ein Nichtmitglied der Kirche.&lt;br /&gt;
:Es gibt unter uns einfach keine solche Lehre wie eine Blutsühne, die jemandem eine Vergebung von Sünden oder irgend einen anderen Nutzen verschaffen würde, indem sein eigenes Blut vergossen würde. Lassen Sie mich kategorisch und eindeutig sagen, dass diese Lehre nur wirken kann zu einer Zeit, wo es keine Trennung von Kirche und Staat gibt und wenn die Macht, Leben zu nehmen der herrschenden Theokratie verliehen ist, so wie es zur Zeit Moses der Fall war. Seit der Zeit von Joseph Smith bis zur Gegenwart hat es keinen einzigen Fall von sogenannter Blutsühne unter irgend einem Vorwand gegeben.&lt;br /&gt;
: Alles was ich geschrieben habe oder alles was von sonst jemandem gesagt wurde, muss im Lichte der vorstehenden Einschränkungen verstanden werden. Brigham Young und die anderen sprachen von  einem &#039;&#039;&#039;theoretischen Grundsatz&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;in vergangenen Zeitaltern&#039;&#039;&#039; in Kraft war, und &#039;&#039;&#039;weder&#039;&#039;&#039; zu ihrer Zeit &#039;&#039;&#039;noch&#039;&#039;&#039; in unseren Tagen. Wie ich mich erinnere, wurden Brigham Youngs Darstellungen der Zeit Moses und der Geschichte des alten Israel entnommen und könnten nicht heute angewendet werden.&lt;br /&gt;
:Es gibt heute in der Kirche keine Lehre der Blutsühne und es hat sie auch zu keiner Zeit gegeben. Jegliche gegenteiligen Erklärungen sind entweder müßige Spekulationen oder reine Fantasie. Gewiss ist es keine jetzige Lehre der Kirche und in mehr als 60 Jahren regelmäßigen Kirchenbesuchs habe ich je eine einzige Predigt über das Thema gehört oder nur eine Diskussion in irgend einem kirchlichen Unterricht.&lt;br /&gt;
:Sie fragten, ob die Erklärungen von unseren Führern der Vergangenheit, einschließlich jener, die man im &#039;&#039;Journal of Disourses&#039;&#039; findet, den offiziellen Standpunkt der Kirche darstellen. Die Antwort, wie sich aus den obigen Bemerkungen ergibt, ist, dass das &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039; der Fall ist. Die Erklärungen beziehen sich auf einen &#039;&#039;&#039;theoretischen Grundsatz&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;uns weder offenbart wurde noch von uns praktiziert wird&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Wenn unter Blutsühne die Todesstrafe verstanden wird, dann würde jede saubere Analyse des Gegenstandes die Sache mit dem Namen Todesstrafe benennen und nicht mit dem Namen Blutsühne. Den letzteren Ausdruck zu verwendnen, ist völlig irreführend und erweckt den Gedanken, dass wir an etwas glauben, was wir äußerst ausdrücklich nicht glauben.&lt;br /&gt;
:Wir glauben an die Todesstrafe. In einer Offenbarung an Jospeh Smith am 9. Februar 1831 sagte der Herr: &amp;quot;Und nun, siehe, ich spreche zur Kirche: Du sollst nicht töten; und wer tötet, wird weder in dieser Welt noch in der künftigen Welt Vergebung haben. Und weiter, ich sage, du sollst nicht töten; wer aber tötet, soll sterben. (LuB 42:18-19)&lt;br /&gt;
:Als Antwort auf einige falsche und niederträchtige Beschuldigungen, die gegen die Heiligen der Letzten Tage veröffentlicht wurden, schrieb der Präsident der Kirche, damals Wilford Woodruff, am 9. Januar 1891 an den Herausgeber des &#039;&#039;Illustrated American&#039;&#039;. Darin bezieht sich Präsident Woodruff auf die Lehre als &amp;quot;die Fiktion der Blutsühne&amp;quot; und als &amp;quot;die falsche Theorie der Blutsühne, vom Autor des &#039;&#039;American&#039;&#039; aus alten Zeitungserfindungen abgeschrieben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Dann gibt er wieder, was die Lehre der Kirche ist, wenn man den Ausdruck Blutsühne einfach als Synonym für Todesstrafe verwendet.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Es ist eine grundlegende Lehre unseres Glauens, dass einem Mörder nicht vergeben werden kann, dass er &#039;kein ewiges Leben in sich hat&#039;, dass dann, wenn &#039;&#039;&#039;ein Mitglied unserer Kirche, das das Licht des Heiligen Geistes erhalten hat, dieses Kapitalverbrechen begeht, es weder in dieser noch in der kommenden Welt Vergebung erlangen wird&#039;&#039;&#039;. In den Offenbarungen Gottes an die Kirche wimmelt es von Geboten, die uns verbieten, Blut zu vergießen&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Unter besonderer Bezugnahme auf die Todesstrafe wie sie vom Staat und &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039; von der Kirche praktiziert wird, sagte er: &amp;quot;Es ist Teil unseres Glaubens, dass &#039;&#039;&#039;die einzige Sühne, die ein Mörder für seine Todsünde machen kann, das Vergießen seines eigenen Blutes ist&#039;&#039;&#039;, gemäß dem Gebot des Allmächtigen nach der Sintflut: &#039;Wer das Blut eines Menschen vergießt, dessen Blut soll vergossen werden.&#039; Doch &#039;&#039;&#039;dieses Gesetz muss von den gesetzmäßig bestimmten Beamten ausgeführt werden. Das ist &#039;Blutsühne&#039;, so sehr verdreht von den Verleumdern unseres Glaubens.&#039;&#039;&#039; Wir glauben auch an das Sühnopfer, erbracht durch das Vergießen des Blutes Christi auf Golgatha, dass es wirksam ist für das ganze Geschlecht Adams für  die von Adam begangene Sünde und für die individuellen Sünden all jener, die glauben, umkehren und von jemandem, der Vollmacht hat, getauft wird und die den Heiligen Geist durch das Auflegen bevollmächtigter Hände erhalten. Ein &#039;&#039;&#039;Kapitalverbrechen&#039;&#039;&#039; begangen von einem solchen &#039;&#039;&#039;erleuchteten Menschen&#039;&#039;&#039; kann nicht durch das Blut des Erretters ausgeglichen werden. Für ihn gibt es &#039;kein weiteres Opfer für die Sünde&#039;, sein Leben ist verwirkt und er kann nur die Strafe bezahlen. &#039;&#039;&#039;Es gibt keine andere Blutsühne, die von den Heiligen der Letzten Tage gelehrt, praktiziert oder zum Teil ihres Glaubensbekenntnisses gemacht würde.&#039;&#039;&#039;&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Ich wiederhole: Außer für das Sühnopfer Christi, das Teil des Glaubensbekenntnisses aller christlichen Kirchen ist oder sein sollte und mit Ausnahme des Gebrauchs des Ausdrucks &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; als Synonym - und nichts mehr - für &amp;quot;Todesstrafe&amp;quot;, wo &amp;quot;erleuchtete&amp;quot; Mitglieder der Kirche betroffen sind, gibt es keine solche Lehre von Blutsühne in dieser Evangeliumszeit.&lt;br /&gt;
:Ich habe in meinen Unterlagen einen Brief, datiert vom 12. Februar 1971, unterschrieben von den Präsidenten Joseph Fielding Smith und Harold B. Lee als und für die Erste Präsidentschaft, der zeigt, dass der theoretische Grundsatz der Blutsühne in &#039;&#039;&#039;keiner&#039;&#039;&#039; Evangeliumszeit Anwendung findet, in der es eine Trennung von Kirche und Staat gibt. Sie beziehen sich auf den Tod Christi durch jüdische Hände als &amp;quot;Kapitalverbrechen&amp;quot; und dann zitieren sie folgendes aus dem dritten Kapitel der Apostelgeschichte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer...&lt;br /&gt;
:Also kehrt um und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden und der Herr Zeiten des Aufatmens kommen lässt und Jesus sendet als den für euch bestimmten Messias.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Dann schreiben sie: &amp;quot;Aus dem Obigen ist zu verstehen, dass das eine Angelegenheit ist, die zu bestimmen in den Händen des Herrn und nicht des Menschen belassen werden muss.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Nun zu Ihrer abschließenden Fage - ob die Blutsühne &amp;quot;falls sie eine gültige Lehre ist&amp;quot;, irgend eine Auswirkung auf die Art der Ausführung der Todesstrafe hätte, brauche ich nur zu sagen:&lt;br /&gt;
::1. Da es so etwas wie Blutsühne nicht gibt, außer wie oben angegeben, kann die &#039;&#039;&#039;Art&#039;&#039;&#039; der Hinrichtung &#039;&#039;&#039;keine&#039;&#039;&#039;Auswirkug auf das Sühnen für eigene Sünden haben und &lt;br /&gt;
::2. Wenn wir einfach von Todesstrfe sprechen  (und sie fälschlich Blutsühne nennen), kann ich immer noch keinen Grund dafür sehen, anzunehmen, dass es den geringsten Unterschied machen würde, &#039;&#039;&#039;wie&#039;&#039;&#039; eine Hinrichtung durchgeführt wird.&lt;br /&gt;
:Soweit ich sehen kann, gibt es keinen Unterschied zwischen einem Erschießungskommando, einem elektrischen Stuhl, einer Gaskammer oder Hängen. Tod ist Tod und ich würde das Vergießen des Blutes in legalen Hinrichtungen als bildhaften Ausdruck verstehen, der bedeutet, dass man jemandem das Leben nimmt. Es scheint für mich keine gegenwärtige Bedeutung dafür zu geben, ob eine Hinrichtung durch ein Erschießungskommando oder auf irgend eine andere Weise geschieht. Ich habe natürlich meinen Artikel über &amp;quot;Hängen&amp;quot; aus der zweiten Auflage von &#039;&#039;Mormon Doctrin&#039;&#039; wegen den hier erwähnten Überlegungen gelöscht.&lt;br /&gt;
:So weit es mich betrifft, steht es Ihnen frei aus diesem Brief zu zitieren oder ihn in jeder ihnen angemessen erscheinenden Weise zu benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;
:::Bruce R. McConkie {{ref|mcconkie}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man ist zwar ohne Zweifel dazu in der Lage, Beispiele dafür auszugraben, dass jene vom HLT-Glauben Blut vergossen haben. Doch entbehren Anschuldigungen, die zu beweisen suchen, dass jene Handlungen von der HLT-Kirche oder der Kirchenführung allgemein gefördert, geduldet oder vertuscht worden wäre, jeglicher Grundlage. Wie Larsen schreibt:&lt;br /&gt;
:Das Bestreiten von Mordanschuldigungen die im Kielwasser der Reformation daherkamen, lösten sich zu den verteidigbaren Positionen dass 1. bekannte Tötungen der Reformzeit auf Motive zurückgingen, die nichts mit Blutsühne zu tun hatten, 2. die Kirche trotz extremer Ausagen von einigen ihrer Führer es nicht duldete, dass Leben auf andere Weise als duch einen Gerichtsprozess genommen wurde, 3. die Verantwortung für einen Rückgriff auf primitive Praktiken des Blutvergießen voll auf den Schultern fanatischer Einzelner ruht. Die ganze Erfahrung setzte sich im Gedächtnis als eine Erinnerung daran fort, wie schlimme Folgen aus einer guten Sache erwachsen, die ins Extreme getrieben wird.{{ref|larson.62}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|destroyingangels}}&amp;quot;Achilles&amp;quot; [pen name for Samuel D. Sirrine], &#039;&#039;The Destroying Angels of Mormondom; or a Sketch of the Life of Orrin Porter Rockwell, the Late Danite Chief,&#039;&#039; (San Francisco, 1878).&lt;br /&gt;
#{{note|abominations}}William Hall, &#039;&#039;Abominations of Mormonism Exposed; Containing Many Facts and Doctrines Concerning That Singular People, During Seven Year&#039;s Membership with Them; From 1840 to 1847&#039;&#039; (Cincinnati:  I. Hart, 1852).&lt;br /&gt;
#{{note|dec1}}Official Declaration, 12 December 1889, signed by the First Presidency (Wilford Woodruff, George Q. Cannon, and Joseph F. Smith), the Quorum of the Twelve (Lorenzo Snow, Franklin D. Richards, Brigham Young Jr., Moses Thatcher, Francis M. Lyman, John Henry Smith, George Teasdale, Heber J. Grant, John W. Taylor, M.W. Merrill, A.H. Lund, and Abraham H. Cannon), and counselors (John W. Young and Daniel H. Wells).&lt;br /&gt;
#{{note|unionvedette}}&#039;&#039;Union Vedette,&#039;&#039; (13 December 1866): page 3. A scan of the article is available {{link|url=http://udn.lib.utah.edu/cgi-bin/docviewer.exe?CISOROOT=/vedette&amp;amp;CISOPTR=21317&amp;amp;CISOSHOW=21320&amp;amp;CISOSHOW2=21340 here}}&lt;br /&gt;
#{{note|larson.60.62}} Gustave O. Larson, &amp;quot;The Mormon Reformation,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 26/1 (January 1958): 60-62.&lt;br /&gt;
#{{note|by.1}} {{Sunstone1|author=Ronald W. Walker|article=Raining Pitchforks: Brigham Young as Preacher|vol=8|num=3/3|date=May 1983|start=5&amp;amp;ndash;9}} {{link|url=https://www.sunstonemagazine.com/pdf/039-04-09.pdf}}  This article is a worthwhile discussion of Brigham Young&#039;s preaching style generally, and how the Saints saw it.&lt;br /&gt;
#{{note|mcconkie}} Brief, abgedruckt auf [http://www.shields-research.org/General/blood_atonement.htm Shields]&lt;br /&gt;
#{{note|larson.62}} Gustave O. Larson, &amp;quot;The Mormon Reformation,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 26/1 (January 1958): 62.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
[[Daniten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/Blutsuehne.html Die Bibliotek der Wahrheit - Die Enzyklopädie des Mormonismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:blood atonement]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Lehren_der_Mormonen/Abgelehnte_Konzepte/Bluts%C3%BChne&amp;diff=5307</id>
		<title>Lehren der Mormonen/Abgelehnte Konzepte/Blutsühne</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Lehren_der_Mormonen/Abgelehnte_Konzepte/Bluts%C3%BChne&amp;diff=5307"/>
		<updated>2010-06-19T09:24:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, dass Abtrünnige während der Präsidentschaft von Brigham Young heimlich getötet worden wären. Sie behaupten, das sei im Einklang mit der Lehre der damaligen HLT-Führer geschehen, dass Abfall vom Glauben eine nicht zu vergebende Sünde wäre, und dass für einen Abtrünnigen es nur möglich wäre sich selbst zu erlösen, indem er sein eigenes Leben geben würde, willentlich oder unwillentlich.&lt;br /&gt;
Aus Anlass der Hinrichtung von Ronny Lee Gardner am 18. Juni 2010, der gemäß seinem Wunsch im Gefängnis von Draper, Utah, erschossen wurde, flammte die Debatte um die Lehre der Blutsühne neu auf. Es wurde behauptet, es wäre Lehre der Mormonen, dass gewisse Sünden nur dadürch gesühnt werden können, dass buchstäblich das Blut des Sünders vergossen wird und das hätte Brigham Young öffentlich gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Richard Abanes, One Nation Under Gods: A History of the Mormon Church (New York: Four Walls Eight Windows, 2003), 232-236&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Achilles&amp;quot; [pen name for Samuel D. Sirrine], The Destroying Angels of Mormondom; or a Sketch of the Life of Orrin Porter Rockwell, the Late Danite Chief.&lt;br /&gt;
# Sally Denton, American Massacre: The Tragedy at Mountain Meadows, (Secker &amp;amp; Warburg, 2003), 16.&lt;br /&gt;
# Contender Ministries, Questions All Mormons Should Ask Themselves. Answers&lt;br /&gt;
# William Hall, Abominations of Mormonism Exposed; Containing Many Facts and Doctrines Concerning That Singular People, During Seven Year&#039;s Membership with Them; From 1840 to 1847.&lt;br /&gt;
# Walter Martin, The Kingdom of the Cults (Revised) (Minneapolis: Bethany House Publishers, 1997), 236.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz einer Anzahl retorischer Bemerkungen von HLT-Führern in den späten 50-er Jahren des 19. Jahrhunderts gibt es keinen Beweis dafür, dass jemand auf Befehl von Brigham Young oder einer anderen Generalautorität der &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; unterworfen worden wäre. Zeitgenössische Behauptungen solcher Handlungen kommen ausnahmslos aus antimormonischen Büchern und Zeitungen mit reißerischen Titeln wie &#039;&#039;Die zerstörenden Engel der Mormonen&#039;&#039;{{ref|destroyingangels}} und &#039;&#039; Abscheulichkeiten des Mormonismus enthüllt&#039;&#039;.{{ref|abominations}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erste Präsidentschaft gab 1889 zum Thema des Tötens von Abtrünnigen als eine Form der Blutsühne eine offzielle Erklärung heraus, die in Auszügen lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Trotz all der Geschichten, die über das Töten von Abtrünnigen erzählt wurden, ist niemals ein solcher Fall vorgekommen und wurde natürlich auch nie der Kirche, die wir repräsentieren, zur Last gelegt. Hunderte Abtrünnige von der Kirche leben ständig bis heute in diesem Territorium, viele von ihnen haben beträchtlichen Reichtum angesammelt, doch stehen sie dem mormonischen Glauben und Volk in bitterer Feindschaft gegenüber. Sogar jene, die es zu ihrem Geschäft gemacht haben, die gemeinsten Lügen zu erfinden und sie plausibel zu machen, indem sie isolierte Abschnitte ohne den erklärenden Zusammenhang aus alten Predigten auswählen und die keine Gelegenheit ausließen, den Charakter jener Menschen anzuschwärzen und zu verteufeln, sind bis zum heutigen Tag unter jenen geblieben, die sie beständig verleumden ohne die geringste persönliche Verletzung zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wir verurteilen die Anschuldigung, dass unsere Kirche das Töten von Personen, die die Kirche verlassen oder von ihren Lehren abfallen, begünstigt oder daran glaubt, als vollständig unwahr. Wir würden eine Strafe dieser Art für ein solches Verhalten mit der größten Abscheu betrachten. Es ist für uns abscheulich und steht in direktem Gegensatz zu unseren Glaubensgrundsätzen. {{ref|dec1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass der bevorstehenden Hinrichtung von Gardner veröffentlichte  die Kirche am 16. Juni 2010 folgende Erklärung, die die &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; am 17. Juni abdruckte:&lt;br /&gt;
:In der Mitte des 19. Jahrhunderts, als gefühlsbetonte Rhetorik in Reden üblich war, benutzten einige Kirchenmitglieder und -führer starke Ausdrücke, wobei sie auch die Vorstellung äußerten, dass Menschen dadurch Sünden wiedergutmachen, dass sie ihr eigenes Leben hingeben.&lt;br /&gt;
:Jedoch ist die sogenannte &amp;quot;Blutsühne&amp;quot;, wodurch von Personen verlangt würde, dass ihr Blut vergossen würde, um für ihre Sünden zu bezahlen, keine Lehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Wir glauben und lehren das unbegrenzte und allumfassende Sühnopfer Jesu Christi, das allen Menschen Vergebung von Sünde und Erlösung möglich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==unbiblisch?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Behauptungen der Kritiker gibt es Beweise dafür, dass sogar in der apostolischen Zeit unter Christen einige Verbrechen als todeswürdig betrachtet wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder und ihr wisst: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt. (1. Johannes 3:15) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wenn wir wissen, dass er uns bei allem hört, was wir erbitten, dann wissen wir auch, dass er unsere Bitten schon erfüllt hat. 16 Wer sieht, dass sein Bruder eine Sünde begeht, die nicht zum Tod führt, soll (für ihn) bitten; und Gott wird ihm Leben geben, allen, deren Sünde nicht zum Tod führt. Denn es gibt Sünde, die zum Tod führt. Von ihr spreche ich nicht, wenn ich sage, dass er bitten soll. 17 Jedes Unrecht ist Sünde; aber es gibt Sünde, die nicht zum Tod führt. 18 Wir wissen: Wer von Gott stammt, sündigt nicht, sondern der von Gott Gezeugte bewahrt ihn und der Böse tastet ihn nicht an. (1. Johannes 3:15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiel für angebliche Blutsühne==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Coleman (in manchen Quellen auch &amp;quot;Colbourn&amp;quot;) war ein schwarzer Mormone, den Brigham Young 1866 im Salt Lake House Hotel angestellt hatte. Coleman wurde anscheinend dabei erwischt, als er heimlich mit einer Frau sprach, von der man glaubte, dass er um sie warb. Die Männer, die ihn entdeckten, töteten ihn gemeinsam und schändeten seinen Leichnam. Auf seiner Leiche wurde ein Schild angebracht: Nachricht an alle Nigger: Lasst weiße Frauen in Ruhe!{{ref|unionvedette}} Sein Tod wurde angeblich durch ein vollständig mormonisches Schwurgericht vertuscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwierigkeit hierbei ist, dass &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; angeblich an &#039;&#039;Mormonen mit Tempelendowment&#039;&#039; volzogen wurde, &#039;&#039;die abgefallen&#039;&#039; waren. Wenn Coleman auch ein Mormone gewesen sein dürfte, so war er doch sicherlich kein Mitlgied mit Endowment und auch kein Abgefallener. Angenommen, die berichteten Umstände seines Todes wären wahr, ist das ein tragisches Beispiel für Rassismus und Lynchjustiz, die zu jener Zeit nur allzu üblich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertreibung und Sensationslust==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Historiker merkte an:&lt;br /&gt;
:Dass die Lehre [der Blutsühne] von hohen Kirchenfunktionären gepredigt wurde, steht durch Berichte fest, die Absicht der Predigten wurde eine Angelegenheit von Vermutungen, deren Ergebnisse lebhafte Phantasie Überstunden machen ließ. Reichlich Blut floss durch die Schriften solcher Männer wie Beadles &#039;&#039;Leben in Utah&#039;&#039; oder &#039;&#039;die Geheimnisse von Mormonismus und Polygamie&#039;&#039;, in Linns &#039;&#039;Die Geschichte des Mormonismus&#039;&#039; und sogar in Stenhouses anonymem Kapitel über Reformation und Blutsühne in seinem &#039;&#039;Heilige der Rocky Mountains&#039;&#039;. Zahlreiche Tötungen, einschließlich das [[Mountain Meadows Massaker]], wurden der Lehre als Frucht zugeschrieben ...&lt;br /&gt;
:Ausgelassen aus Zitaten, die die Antimormonen verwendeten, wurden beschränkende Sätze wie jene von Brigham Young:&lt;br /&gt;
::...Es gab in Israel unter dem Gesetz Gottes eine Zeit, in der das Blut eines Mannes, der des Ehebruchs für schuldig befunden wurde, vergossen werden musste, und das liegt auf der Hand. Doch nun sage ich im Namen des Herrn, dass wenn dieses Volk nicht mehr sündigen wird, sondern seine Religion treu lebt, werden ihnen ihre Sünden vergeben werden, ohne ihnen das Leben zu nehmen.&lt;br /&gt;
::Die Schlechtigkeit und das Unwissen der Nationen &#039;&#039;&#039;verbietet, dass dieser Grundsatz voll in Kraft ist, doch die Zeit wird kommen&#039;&#039;&#039;, dass das Gesetz Gottes voll in Kraft ist.&lt;br /&gt;
:Die Lehre von der Blutsühne, die die Sorge um die Errettung jener enthielt, die ihr unterworfen waren, konnte wenig Bedeutung im Mountain Meadows Massaker oder in irgend einem der anderen Morde haben, die den Mormonen unbewiesen zur Last gelegt wurden. (Hervorhebung hinzugefügt){{ref|larson.60.62}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Predigtstil von Brigham Young===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben Kritiker oft den Predigtstil von Brigham Young (und anderen HLT-Predigern) missverstanden oder falsch dargestellt, da sie ihn anders sahen, als die Heiligen jener Tage:&lt;br /&gt;
:Zwischen dem Mormonenführer und seiner Gemeinde wuchsen Bande, die ... Respektlosigkeit [gegenüber Brigham Young persönlich] erlaubten. Brigham Young sah sich selbst in der Rolle des rauen, doch liebenden Vaters der Heiligen, der seine Herde abwechselnd ausschimpfte und ihnen behilflich war. Als Gesetzgeber hatte er das Gefühl, er sollte ohne Kompromiss predigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich werde Ihnen sagen, was dieses Volk im Hinblick auf Predigten braucht&amp;quot;, sagte er. „Bildlich gesprochen muss es Heugabeln regnen mit den Zinken nach unten ... Statt der glatten, schönen, süßen, leisen Predigten von samtweichen Lippen sollte man Predigten wie Donnerschläge haben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Getreu seinen Worten gab Brigham Heiligen und Sündern reichlich Heugabeln. Die letzteren dürften besonders dann hart getroffen worden sein, wenn sie böswilligem Antimormonismus schuldig waren ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Doch seine Ausbrüche waren die Ausnahme, nicht die Regel und auch wenn er donnerte, machte er seine Schläge mit Humor weicher ... Er mutmaßte, dass sich unter den Kleidern mancher Frauen ein Sechsspänner verstecken könnte mit „einem Dutzend Hunde unter dem Wagen&amp;quot; ... Weit davon entfernt seine Schläge schmerzlich zu empfinden, gelangte die momronische Mitgliedschaft dazu sie zu tolerieren, zu erwarten und sogar die Show zu genießen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man musste nicht weit suchen, um die Schlüssel zu seiner Popularität als Sprecher zu finden. Vor allem fühlte sein Publikum, dass sich hinter seinen starken Worten aufrichtige Sorge verbarg. „Mein Herz fühlt [für die Heiligen] mit den zärtlichsten Gefühlen, so dass ich wie ein Kind weinen könnte&amp;quot;, sagte er, „doch ich achte darauf, dass ich meine Tränen für mich behalte.&amp;quot; Er versicherte sein Volk, dass er niemals Böses beabsichtigte. „Es gibt keine Seele, die ich züchtige, außer solche, bei denen ich das Gefühl habe, sie in meiner Brust zu bergen und sie von Tag zu Tag zu tragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Brigham glaubte daran, dass ihn seine starken Worte nicht von seiner Herde trennten. „Wenn ich auch hier heraufgehe und ... [die Leute orfeige], indem ich sie zurechtweise wegen ihrer Vergesslichkeit, ihren Schwächen und Narreteien, so habe ich doch keinen Augenblick erlebt, in dem sie mich nicht geliebt hätten. Der Grund dafür ist, dass ich sie so sehr liebe.&amp;quot; Er tadelte mit Vorsicht, dachte er, indem er eine grundlegene Regel anwandte: „Wenn du die Zuchtrute in der Hand hast, so bitte Gott um die Weisheit, sie zu gebrauchen, sodass du sie nicht zur Zerstörung von jemandem, sondern zu seiner Errettung benutzt.&amp;quot; ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Heiligen verstanden auch, dass mit seinem berühmten Bellen nur wenig Beißen verbunden war. „Einige Leute fragten mich einmal, wie ich das Volk leite und kontrolliere,&amp;quot; bemerkte er einmal. „Ich tue das, indem ich ihnen die Wahrheit sage und sie dann gerade so tun lasse, wie sie den inn dazu haben.&amp;quot;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Youngs Worte und sein Bühnenverhalten waren also oft auf Effekt berechnet. Für eine typische Versammlung im Tabernakel dachte er, wären normale und respektvolle Worte wie ein „Wind, der ... ins Ohr weht und [bald] vergessen ist. Deshalb ergriff er stärkere Maßnahmen. Wenn man wünscht, das die Leute fühlen, was man sagt,&amp;quot; meinte er einmal aufschlussreich, dann muss man eine Sprache verwenden, an die sie sich erinnern werden, andernfalls sind die Gedanken an sie verschwendet. Folgerichtig verwenden wir in vielen Fällen eine Sprache, die wir eigentlich nicht verwenden würden.&amp;quot;{{ref|by.1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Offizielle Stellungnahme des Rates der Zwölf==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1978 beantwortete Apostel Bruce R McConkie im Auftrag der Ersten Präsidentschaft eine Anfrage von Thomas B. McAffee von der juristischen Fakultät der Universität von Utah:&lt;br /&gt;
:Sehr geehrter Herr McAffee,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:dieses Schreiben erhalten Sie in Beantwortung Ihres Briefes vom 20. September 1978 an Präsident Spencer W. Kimball, in dem sie einige Fragen über die sogenannte Blutsühne stellten. Ich bin von Präsident Kimball und der Ersten Präsidentschaft gebeten worden, ihre Fragen zu beantworten.&lt;br /&gt;
:Sie merken an, dass Ich und Präsident Joseph Fielding Smith und einige unserer frühen Kirchenführer über diese Lehre gesprochen und geschrieben haben und Sie fragten, ob die Lehre der Blutsühne heute offizielle Kirchenlehre wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wenn mit Blutsühne das sühnende Opfer Jesu Christi gemeint ist, ist die Antwort Ja. Wenn unter Blutsühne gemeint ist, das Blut von Menschen zu vergießen, um auf irgend eine Weise für ihre eigenen Sünden zu sühnen, dann ist die Antwort Nein.&lt;br /&gt;
:Wir glauben, dass das Blut Christi, vergossen in Getsemani und am Kreuz auf Golgatha, alle Menschen unter der Voraussetzung der Umkehr von Sünde reinigt. Wie es in einer Schriftstelle im Buch Mormon ausgedrückt wird: &amp;quot;dass die Errettung im sühnenden Blut Christi, des Herrn, des Allmächtigen, und durch dasselbe war und ist und sein wird. (Mosia 3:18)&lt;br /&gt;
:Wir glauben &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039;, dass es in diesen Tagen nötig ist, dass Menschen ihr eigenes Blut vergießen, damit sie Vergebung ihrer Sünden erlangen. Das wird in vollem Bewusstsein dessen gesagt, was ich und andere in vergangenen Zeiten zu diesem Thema geschrieben und gesagt haben.&lt;br /&gt;
:Um zu verstehen, was Brigham Young, Heber C. Kimball, Charles W. Penrose und andere gesagt haben, müssen wir erwähnen, dass es einige Sünden gibt, bei denen das Blut Christi &#039;&#039;&#039;alleine&#039;&#039;&#039; eine Person nicht reinigt. Das umfasst Lästerung gegen den Heiligen Geist (wie von der Kirche definiert) und jenen Mord, der das unrechtmäßige, böswillige Töten eines menschlichen Wesens ist. Jedoch, und das kann nicht zu stark betont werden, dieses Gesetz wurde der Kirche zu &#039;&#039;&#039;keiner&#039;&#039;&#039; Zeit in dieser Evangeliumszeit gegeben. Es hat &#039;&#039;&#039;keinerlei Anwendung&#039;&#039;&#039; auf irgend jemanden, der jetzt lebt, sei er ein Mitglied oder ein Nichtmitglied der Kirche.&lt;br /&gt;
:Es gibt unter uns einfach keine solche Lehre wie eine Blutsühne, die jemandem eine Vergebung von Sünden oder irgend einen anderen Nutzen verschaffen würde, indem sein eigenes Blut vergossen würde. Lassen Sie mich kategorisch und eindeutig sagen, dass diese Lehre nur wirken kann zu einer Zeit, wo es keine Trennung von Kirche und Staat gibt und wenn die Macht, Leben zu nehmen der herrschenden Theokratie verliehen ist, so wie es zur Zeit Moses der Fall war. Seit der Zeit von Joseph Smith bis zur Gegenwart hat es keinen einzigen Fall von sogenannter Blutsühne unter irgend einem Vorwand gegeben.&lt;br /&gt;
: Alles was ich geschrieben habe oder alles was von sonst jemandem gesagt wurde, muss im Lichte der vorstehenden Einschränkungen verstanden werden. Brigham Young und die anderen sprachen von  einem &#039;&#039;&#039;theoretischen Grundsatz&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;in vergangenen Zeitaltern&#039;&#039;&#039; in Kraft war, und &#039;&#039;&#039;weder&#039;&#039;&#039; zu ihrer Zeit &#039;&#039;&#039;noch&#039;&#039;&#039; in unseren Tagen. Wie ich mich erinnere, wurden Brigham Youngs Darstellungen der Zeit Moses und der Geschichte des alten Israel entnommen und könnten nicht heute angewendet werden.&lt;br /&gt;
:Es gibt heute in der Kirche keine Lehre der Blutsühne und es hat sie auch zu keiner Zeit gegeben. Jegliche gegenteiligen Erklärungen sind entweder müßige Spekulationen oder reine Fantasie. Gewiss ist es keine jetzige Lehre der Kirche und in mehr als 60 Jahren regelmäßigen Kirchenbesuchs habe ich je eine einzige Predigt über das Thema gehört oder nur eine Diskussion in irgend einem kirchlichen Unterricht.&lt;br /&gt;
:Sie fragten, ob die Erklärungen von unseren Führern der Vergangenheit, einschließlich jener, die man im &#039;&#039;Journal of Disourses&#039;&#039; findet, den offiziellen Standpunkt der Kirche darstellen. Die Antwort, wie sich aus den obigen Bemerkungen ergibt, ist, dass das &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039; der Fall ist. Die Erklärungen beziehen sich auf einen &#039;&#039;&#039;theoretischen Grundsatz&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;uns weder offenbart wurde noch von uns praktiziert wird&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Wenn unter Blutsühne die Todesstrafe verstanden wird, dann würde jede saubere Analyse des Gegenstandes die Sache mit dem Namen Todesstrafe benennen und nicht mit dem Namen Blutsühne. Den letzteren Ausdruck zu verwendnen, ist völlig irreführend und erweckt den Gedanken, dass wir an etwas glauben, was wir äußerst ausdrücklich nicht glauben.&lt;br /&gt;
:Wir glauben an die Todesstrafe. In einer Offenbarung an Jospeh Smith am 9. Februar 1831 sagte der Herr: &amp;quot;Und nun, siehe, ich spreche zur Kirche: Du sollst nicht töten; und wer tötet, wird weder in dieser Welt noch in der künftigen Welt Vergebung haben. Und weiter, ich sage, du sollst nicht töten; wer aber tötet, soll sterben. (LuB 42:18-19)&lt;br /&gt;
:Als Antwort auf einige falsche und niederträchtige Beschuldigungen, die gegen die Heiligen der Letzten Tage veröffentlicht wurden, schrieb der Präsident der Kirche, damals Wilford Woodruff, am 9. Januar 1891 an den Herausgeber des &#039;&#039;Illustrated American&#039;&#039;. Darin bezieht sich Präsident Woodruff auf die Lehre als &amp;quot;die Fiktion der Blutsühne&amp;quot; und als &amp;quot;die falsche Theorie der Blutsühne, vom Autor des &#039;&#039;American&#039;&#039; aus alten Zeitungserfindungen abgeschrieben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Dann gibt er wieder, was die Lehre der Kirche ist, wenn man den Ausdruck Blutsühne einfach als Synonym für Todesstrafe verwendet.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Es ist eine grundlegende Lehre unseres Glauens, dass einem Mörder nicht vergeben werden kann, dass er &#039;kein ewiges Leben in sich hat&#039;, dass dann, wenn &#039;&#039;&#039;ein Mitglied unserer Kirche, das das Licht des Heiligen Geistes erhalten hat, dieses Kapitalverbrechen begeht, es weder in dieser noch in der kommenden Welt Vergebung erlangen wird&#039;&#039;&#039;. In den Offenbarungen Gottes an die Kirche wimmelt es von Geboten, die uns verbieten, Blut zu vergießen&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Unter besonderer Bezugnahme auf die Todesstrafe wie sie vom Staat und &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039; von der Kirche praktiziert wird, sagte er: &amp;quot;Es ist Teil unseres Glaubens, dass &#039;&#039;&#039;die einzige Sühne, die ein Mörder für seine Todsünde machen kann, das Vergießen seines eigenen Blutes ist&#039;&#039;&#039;, gemäß dem Gebot des Allmächtigen nach der Sintflut: &#039;Wer das Blut eines Menschen vergießt, dessen Blut soll vergossen werden.&#039; Doch &#039;&#039;&#039;dieses Gesetz muss von den gesetzmäßig bestimmten Beamten ausgeführt werden. Das ist &#039;Blutsühne&#039;, so sehr verdreht von den Verleumdern unseres Glaubens.&#039;&#039;&#039; Wir glauben auch an das Sühnopfer, erbracht durch das Vergießen des Blutes Christi auf Golgatha, dass es wirksam ist für das ganze Geschlecht Adams für  die von Adam begangene Sünde und für die individuellen Sünden all jener, die glauben, umkehren und von jemandem, der Vollmacht hat, getauft wird und die den Heiligen Geist durch das Auflegen bevollmächtigter Hände erhalten. Ein &#039;&#039;&#039;Kapitalverbrechen&#039;&#039;&#039; begangen von einem solchen &#039;&#039;&#039;erleuchteten Menschen&#039;&#039;&#039; kann nicht durch das Blut des Erretters ausgeglichen werden. Für ihn gibt es &#039;kein weiteres Opfer für die Sünde&#039;, sein Leben ist verwirkt und er kann nur die Strafe bezahlen. &#039;&#039;&#039;Es gibt keine andere Blutsühne, die von den Heiligen der Letzten Tage gelehrt, praktiziert oder zum Teil ihres Glaubensbekenntnisses gemacht würde.&#039;&#039;&#039;&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Ich wiederhole: Außer für das Sühnopfer Christi, das Teil des Glaubensbekenntnisses aller christlichen Kirchen ist oder sein sollte und mit Ausnahme des Gebrauchs des Ausdrucks &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; als Synonym - und nichts mehr - für &amp;quot;Todesstrafe&amp;quot;, wo &amp;quot;erleuchtete&amp;quot; Mitglieder der Kirche betroffen sind, gibt es keine solche Lehre von Blutsühne in dieser Evangeliumszeit.&lt;br /&gt;
:Ich habe in meinen Unterlagen einen Brief, datiert vom 12. Februar 1971, unterschrieben von den Präsidenten Joseph Fielding Smith und Harold B. Lee als und für die Erste Präsidentschaft, der zeigt, dass der theoretische Grundsatz der Blutsühne in &#039;&#039;&#039;keiner&#039;&#039;&#039; Evangeliumszeit Anwendung findet, in der es eine Trennung von Kirche und Staat gibt. Sie beziehen sich auf den Tod Christi durch jüdische Hände als &amp;quot;Kapitalverbrechen&amp;quot; und dann zitieren sie folgendes aus dem dritten Kapitel der Apostelgeschichte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer...&lt;br /&gt;
:Also kehrt um und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden und der Herr Zeiten des Aufatmens kommen lässt und Jesus sendet als den für euch bestimmten Messias.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Dann schreiben sie: &amp;quot;Aus dem Obigen ist zu verstehen, dass das eine Angelegenheit ist, die zu bestimmen in den Händen des Herrn und nicht des Menschen belassen werden muss.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Nun zu Ihrer abschließenden Fage - ob die Blutsühne &amp;quot;falls sie eine gültige Lehre ist&amp;quot;, irgend eine Auswirkung auf die Art der Ausführung der Todesstrafe hätte, brauche ich nur zu sagen:&lt;br /&gt;
::1. Da es so etwas wie Blutsühne nicht gibt, außer wie oben angegeben, kann die &#039;&#039;&#039;Art&#039;&#039;&#039; der Hinrichtung &#039;&#039;&#039;keine&#039;&#039;&#039;Auswirkug auf das Sühnen für eigene Sünden haben und &lt;br /&gt;
::2. Wenn wir einfach von Todesstrfe sprechen  (und sie fälschlich Blutsühne nennen), kann ich immer noch keinen Grund dafür sehen, anzunehmen, dass es den geringsten Unterschied machen würde, &#039;&#039;&#039;wie&#039;&#039;&#039; eine Hinrichtung durchgeführt wird.&lt;br /&gt;
:Soweit ich sehen kann, gibt es keinen Unterschied zwischen einem Erschießungskommando, einem elektrischen Stuhl, einer Gaskammer oder Hängen. Tod ist Tod und ich würde das Vergießen des Blutes in legalen Hinrichtungen als bildhaften Ausdruck verstehen, der bedeutet, dass man jemandem das Leben nimmt. Es scheint für mich keine gegenwärtige Bedeutung dafür zu geben, ob eine Hinrichtung durch ein Erschießungskommando oder auf irgend eine andere Weise geschieht. Ich habe natürlich meinen Artikel über &amp;quot;Hängen&amp;quot; aus der zweiten Auflage von &#039;&#039;Mormon Doctrin&#039;&#039; wegen den hier erwähnten Überlegungen gelöscht.&lt;br /&gt;
:So weit es mich betrifft, steht es Ihnen frei aus diesem Brief zu zitieren oder ihn in jeder ihnen angemessen erscheinenden Weise zu benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;
:::Bruce R. McConkie {{ref|mcconkie}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man ist zwar ohne Zweifel dazu in der Lage, Beispiele dafür auszugraben, dass jene vom HLT-Glauben Blut vergossen haben. Doch entbehren Anschuldigungen, die zu beweisen suchen, dass jene Handlungen von der HLT-Kirche oder der Kirchenführung allgemein gefördert, geduldet oder vertuscht worden wäre, jeglicher Grundlage. Wie Larsen schreibt:&lt;br /&gt;
:Das Bestreiten von Mordanschuldigungen die im Kielwasser der Reformation daherkamen, lösten sich zu den verteidigbaren Positionen dass 1. bekannte Tötungen der Reformzeit auf Motive zurückgingen, die nichts mit Blutsühne zu tun hatten, 2. die Kirche trotz extremer Ausagen von einigen ihrer Führer es nicht duldete, dass Leben auf andere Weise als duch einen Gerichtsprozess genommen wurde, 3. die Verantwortung für einen Rückgriff auf primitive Praktiken des Blutvergießen voll auf den Schultern fanatischer Einzelner ruht. Die ganze Erfahrung setzte sich im Gedächtnis als eine Erinnerung daran fort, wie schlimme Folgen aus einer guten Sache erwachsen, die ins Extreme getrieben wird.{{ref|larson.62}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|destroyingangels}}&amp;quot;Achilles&amp;quot; [pen name for Samuel D. Sirrine], &#039;&#039;The Destroying Angels of Mormondom; or a Sketch of the Life of Orrin Porter Rockwell, the Late Danite Chief,&#039;&#039; (San Francisco, 1878).&lt;br /&gt;
#{{note|abominations}}William Hall, &#039;&#039;Abominations of Mormonism Exposed; Containing Many Facts and Doctrines Concerning That Singular People, During Seven Year&#039;s Membership with Them; From 1840 to 1847&#039;&#039; (Cincinnati:  I. Hart, 1852).&lt;br /&gt;
#{{note|dec1}}Official Declaration, 12 December 1889, signed by the First Presidency (Wilford Woodruff, George Q. Cannon, and Joseph F. Smith), the Quorum of the Twelve (Lorenzo Snow, Franklin D. Richards, Brigham Young Jr., Moses Thatcher, Francis M. Lyman, John Henry Smith, George Teasdale, Heber J. Grant, John W. Taylor, M.W. Merrill, A.H. Lund, and Abraham H. Cannon), and counselors (John W. Young and Daniel H. Wells).&lt;br /&gt;
#{{note|unionvedette}}&#039;&#039;Union Vedette,&#039;&#039; (13 December 1866): page 3. A scan of the article is available {{link|url=http://udn.lib.utah.edu/cgi-bin/docviewer.exe?CISOROOT=/vedette&amp;amp;CISOPTR=21317&amp;amp;CISOSHOW=21320&amp;amp;CISOSHOW2=21340 here}}&lt;br /&gt;
#{{note|larson.60.62}} Gustave O. Larson, &amp;quot;The Mormon Reformation,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 26/1 (January 1958): 60-62.&lt;br /&gt;
#{{note|by.1}} {{Sunstone1|author=Ronald W. Walker|article=Raining Pitchforks: Brigham Young as Preacher|vol=8|num=3/3|date=May 1983|start=5&amp;amp;ndash;9}} {{link|url=https://www.sunstonemagazine.com/pdf/039-04-09.pdf}}  This article is a worthwhile discussion of Brigham Young&#039;s preaching style generally, and how the Saints saw it.&lt;br /&gt;
#{{note|mcconkie}} Brief, abgedruckt auf [http://www.shields-research.org/General/blood_atonement.htm Shields]&lt;br /&gt;
#{{note|larson.62}} Gustave O. Larson, &amp;quot;The Mormon Reformation,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 26/1 (January 1958): 62.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
[[Daniten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/Blutsuehne.html Die Bibliotek der Wahrheit - Die Enzyklopädie des Mormonismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:blood atonement]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Lehren_der_Mormonen/Abgelehnte_Konzepte/Bluts%C3%BChne&amp;diff=5306</id>
		<title>Lehren der Mormonen/Abgelehnte Konzepte/Blutsühne</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Lehren_der_Mormonen/Abgelehnte_Konzepte/Bluts%C3%BChne&amp;diff=5306"/>
		<updated>2010-06-19T09:16:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, dass Abtrünnige während der Präsidentschaft von Brigham Young heimlich getötet worden wären. Sie behaupten, das sei im Einklang mit der Lehre der damaligen HLT-Führer geschehen, dass Abfall vom Glauben eine nicht zu vergebende Sünde wäre, und dass für einen Abtrünnigen es nur möglich wäre sich selbst zu erlösen, indem er sein eigenes Leben geben würde, willentlich oder unwillentlich.&lt;br /&gt;
Aus Anlass der Hinrichtung von Ronny Lee Gardner am 18. Juni 2010, der gemäß seinem Wunsch im Gefängnis von Draper, Utah, erschossen wurde, flammte die Debatte um die Lehre der Blutsühne neu auf. Es wurde behauptet, es wäre Lehre der Mormonen, dass gewisse Sünden nur dadürch gesühnt werden können, dass buchstäblich das Blut des Sünders vergossen wird und das hätte Brigham Young öffentlich gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Richard Abanes, One Nation Under Gods: A History of the Mormon Church (New York: Four Walls Eight Windows, 2003), 232-236&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Achilles&amp;quot; [pen name for Samuel D. Sirrine], The Destroying Angels of Mormondom; or a Sketch of the Life of Orrin Porter Rockwell, the Late Danite Chief.&lt;br /&gt;
# Sally Denton, American Massacre: The Tragedy at Mountain Meadows, (Secker &amp;amp; Warburg, 2003), 16.&lt;br /&gt;
# Contender Ministries, Questions All Mormons Should Ask Themselves. Answers&lt;br /&gt;
# William Hall, Abominations of Mormonism Exposed; Containing Many Facts and Doctrines Concerning That Singular People, During Seven Year&#039;s Membership with Them; From 1840 to 1847.&lt;br /&gt;
# Walter Martin, The Kingdom of the Cults (Revised) (Minneapolis: Bethany House Publishers, 1997), 236.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz einer Anzahl retorischer Bemerkungen von HLT-Führern in den späten 50-er Jahren des 19. Jahrhunderts gibt es keinen Beweis dafür, dass jemand auf Befehl von Brigham Young oder einer anderen Generalautorität der &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; unterworfen worden wäre. Zeitgenössische Behauptungen solcher Handlungen kommen ausnahmslos aus antimormonischen Büchern und Zeitungen mit reißerischen Titeln wie &#039;&#039;Die zerstörenden Engel der Mormonen&#039;&#039;{{ref|destroyingangels}} und &#039;&#039; Abscheulichkeiten des Mormonismus enthüllt&#039;&#039;.{{ref|abominations}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erste Präsidentschaft gab 1889 zum Thema des Tötens von Abtrünnigen als eine Form der Blutsühne eine offzielle Erklärung heraus, die in Auszügen lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Trotz all der Geschichten, die über das Töten von Abtrünnigen erzählt wurden, ist niemals ein solcher Fall vorgekommen und wurde natürlich auch nie der Kirche, die wir repräsentieren, zur Last gelegt. Hunderte Abtrünnige von der Kirche leben ständig bis heute in diesem Territorium, viele von ihnen haben beträchtlichen Reichtum angesammelt, doch stehen sie dem mormonischen Glauben und Volk in bitterer Feindschaft gegenüber. Sogar jene, die es zu ihrem Geschäft gemacht haben, die gemeinsten Lügen zu erfinden und sie plausibel zu machen, indem sie isolierte Abschnitte ohne den erklärenden Zusammenhang aus alten Predigten auswählen und die keine Gelegenheit ausließen, den Charakter jener Menschen anzuschwärzen und zu verteufeln, sind bis zum heutigen Tag unter jenen geblieben, die sie beständig verleumden ohne die geringste persönliche Verletzung zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wir verurteilen die Anschuldigung, dass unsere Kirche das Töten von Personen, die die Kirche verlassen oder von ihren Lehren abfallen, begünstigt oder daran glaubt, als vollständig unwahr. Wir würden eine Strafe dieser Art für ein solches Verhalten mit der größten Abscheu betrachten. Es ist für uns abscheulich und steht in direktem Gegensatz zu unseren Glaubensgrundsätzen. {{ref|dec1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass der bevorstehenden Hinrichtung von Gardner veröffentlichte  die Kirche am 16. Juni 2010 folgende Erklärung, die die &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; am 17. Juni abdruckte:&lt;br /&gt;
:In der Mitte des 19. Jahrhunderts als gefühlsbetonte Rhetorik in Reden üblich war, benutzten einige Kirchenmitglieder und -führer starke Ausdrücke, wobei sie auch die Vorstellung äußerten, dass Menschen dadurch Sünden wiedergutmachen, dass sie ihr eigenes Leben hingeben.&lt;br /&gt;
:Jedoch ist die sogenannte &amp;quot;Blutsühne&amp;quot;, wodurch von Personen verlangt würde, dass ihr Blut vergossen würde, um für ihre Sünden zu bezahlen, keine Lehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Wir glauben und lehren das unbegrenzte und allumfassende Sühnopfer Jesu Christi, das allen Menschen Vergebung von Sünde und Erlösung möglich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==unbiblisch?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Behauptungen der Kritiker gibt es Beweise dafür, dass sogar in der apostolischen Zeit unter Christen einige Verbrechen als todeswürdig betrachtet wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder und ihr wisst: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt. (1. Johannes 3:15) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wenn wir wissen, dass er uns bei allem hört, was wir erbitten, dann wissen wir auch, dass er unsere Bitten schon erfüllt hat. 16 Wer sieht, dass sein Bruder eine Sünde begeht, die nicht zum Tod führt, soll (für ihn) bitten; und Gott wird ihm Leben geben, allen, deren Sünde nicht zum Tod führt. Denn es gibt Sünde, die zum Tod führt. Von ihr spreche ich nicht, wenn ich sage, dass er bitten soll. 17 Jedes Unrecht ist Sünde; aber es gibt Sünde, die nicht zum Tod führt. 18 Wir wissen: Wer von Gott stammt, sündigt nicht, sondern der von Gott Gezeugte bewahrt ihn und der Böse tastet ihn nicht an. (1. Johannes 3:15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiel für angebliche Blutsühne==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Coleman (in manchen Quellen auch &amp;quot;Colbourn&amp;quot;) war ein schwarzer Mormone, den Brigham Young 1866 im Salt Lake House Hotel angestellt hatte. Coleman wurde anscheinend dabei erwischt, als er heimlich mit einer Frau sprach, von der man glaubte, dass er um sie warb. Die Männer, die ihn entdeckten, töteten ihn gemeinsam und schändeten seinen Leichnam. Auf seiner Leiche wurde ein Schild angebracht: Nachricht an alle Nigger: Lasst weiße Frauen in Ruhe!{{ref|unionvedette}} Sein Tod wurde angeblich durch ein vollständig mormonisches Schwurgericht vertuscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwierigkeit hierbei ist, dass &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; angeblich an &#039;&#039;Mormonen mit Tempelendowment&#039;&#039; volzogen wurde, &#039;&#039;die abgefallen&#039;&#039; waren. Wenn Coleman auch ein Mormone gewesen sein dürfte, so war er doch sicherlich kein Mitlgied mit Endowment und auch kein Abgefallener. Angenommen, die berichteten Umstände seines Todes wären wahr, ist das ein tragisches Beispiel für Rassismus und Lynchjustiz, die zu jener Zeit nur allzu üblich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertreibung und Sensationslust==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Historiker merkte an:&lt;br /&gt;
:Dass die Lehre [der Blutsühne] von hohen Kirchenfunktionären gepredigt wurde, steht durch Berichte fest, die Absicht der Predigten wurde eine Angelegenheit von Vermutungen, deren Ergebnisse lebhafte Phantasie Überstunden machen ließ. Reichlich Blut floss durch die Schriften solcher Männer wie Beadles &#039;&#039;Leben in Utah&#039;&#039; oder &#039;&#039;die Geheimnisse von Mormonismus und Polygamie&#039;&#039;, in Linns &#039;&#039;Die Geschichte des Mormonismus&#039;&#039; und sogar in Stenhouses anonymem Kapitel über Reformation und Blutsühne in seinem &#039;&#039;Heilige der Rocky Mountains&#039;&#039;. Zahlreiche Tötungen, einschließlich das [[Mountain Meadows Massaker]], wurden der Lehre als Frucht zugeschrieben ...&lt;br /&gt;
:Ausgelassen aus Zitaten, die die Antimormonen verwendeten, wurden beschränkende Sätze wie jene von Brigham Young:&lt;br /&gt;
::...Es gab in Israel unter dem Gesetz Gottes eine Zeit, in der das Blut eines Mannes, der des Ehebruchs für schuldig befunden wurde, vergossen werden musste, und das liegt auf der Hand. Doch nun sage ich im Namen des Herrn, dass wenn dieses Volk nicht mehr sündigen wird, sondern seine Religion treu lebt, werden ihnen ihre Sünden vergeben werden, ohne ihnen das Leben zu nehmen.&lt;br /&gt;
::Die Schlechtigkeit und das Unwissen der Nationen &#039;&#039;&#039;verbietet, dass dieser Grundsatz voll in Kraft ist, doch die Zeit wird kommen&#039;&#039;&#039;, dass das Gesetz Gottes voll in Kraft ist.&lt;br /&gt;
:Die Lehre von der Blutsühne, die die Sorge um die Errettung jener enthielt, die ihr unterworfen waren, konnte wenig Bedeutung im Mountain Meadows Massaker oder in irgend einem der anderen Morde haben, die den Mormonen unbewiesen zur Last gelegt wurden. (Hervorhebung hinzugefügt){{ref|larson.60.62}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Predigtstil von Brigham Young===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben Kritiker oft den Predigtstil von Brigham Young (und anderen HLT-Predigern) missverstanden oder falsch dargestellt, da sie ihn anders sahen, als die Heiligen jener Tage:&lt;br /&gt;
:Zwischen dem Mormonenführer und seiner Gemeinde wuchsen Bande, die ... Respektlosigkeit [gegenüber Brigham Young persönlich] erlaubten. Brigham Young sah sich selbst in der Rolle des rauen, doch liebenden Vaters der Heiligen, der seine Herde abwechselnd ausschimpfte und ihnen behilflich war. Als Gesetzgeber hatte er das Gefühl, er sollte ohne Kompromiss predigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich werde Ihnen sagen, was dieses Volk im Hinblick auf Predigten braucht&amp;quot;, sagte er. „Bildlich gesprochen muss es Heugabeln regnen mit den Zinken nach unten ... Statt der glatten, schönen, süßen, leisen Predigten von samtweichen Lippen sollte man Predigten wie Donnerschläge haben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Getreu seinen Worten gab Brigham Heiligen und Sündern reichlich Heugabeln. Die letzteren dürften besonders dann hart getroffen worden sein, wenn sie böswilligem Antimormonismus schuldig waren ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Doch seine Ausbrüche waren die Ausnahme, nicht die Regel und auch wenn er donnerte, machte er seine Schläge mit Humor weicher ... Er mutmaßte, dass sich unter den Kleidern mancher Frauen ein Sechsspänner verstecken könnte mit „einem Dutzend Hunde unter dem Wagen&amp;quot; ... Weit davon entfernt seine Schläge schmerzlich zu empfinden, gelangte die momronische Mitgliedschaft dazu sie zu tolerieren, zu erwarten und sogar die Show zu genießen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man musste nicht weit suchen, um die Schlüssel zu seiner Popularität als Sprecher zu finden. Vor allem fühlte sein Publikum, dass sich hinter seinen starken Worten aufrichtige Sorge verbarg. „Mein Herz fühlt [für die Heiligen] mit den zärtlichsten Gefühlen, so dass ich wie ein Kind weinen könnte&amp;quot;, sagte er, „doch ich achte darauf, dass ich meine Tränen für mich behalte.&amp;quot; Er versicherte sein Volk, dass er niemals Böses beabsichtigte. „Es gibt keine Seele, die ich züchtige, außer solche, bei denen ich das Gefühl habe, sie in meiner Brust zu bergen und sie von Tag zu Tag zu tragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Brigham glaubte daran, dass ihn seine starken Worte nicht von seiner Herde trennten. „Wenn ich auch hier heraufgehe und ... [die Leute orfeige], indem ich sie zurechtweise wegen ihrer Vergesslichkeit, ihren Schwächen und Narreteien, so habe ich doch keinen Augenblick erlebt, in dem sie mich nicht geliebt hätten. Der Grund dafür ist, dass ich sie so sehr liebe.&amp;quot; Er tadelte mit Vorsicht, dachte er, indem er eine grundlegene Regel anwandte: „Wenn du die Zuchtrute in der Hand hast, so bitte Gott um die Weisheit, sie zu gebrauchen, sodass du sie nicht zur Zerstörung von jemandem, sondern zu seiner Errettung benutzt.&amp;quot; ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Heiligen verstanden auch, dass mit seinem berühmten Bellen nur wenig Beißen verbunden war. „Einige Leute fragten mich einmal, wie ich das Volk leite und kontrolliere,&amp;quot; bemerkte er einmal. „Ich tue das, indem ich ihnen die Wahrheit sage und sie dann gerade so tun lasse, wie sie den inn dazu haben.&amp;quot;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Youngs Worte und sein Bühnenverhalten waren also oft auf Effekt berechnet. Für eine typische Versammlung im Tabernakel dachte er, wären normale und respektvolle Worte wie ein „Wind, der ... ins Ohr weht und [bald] vergessen ist. Deshalb ergriff er stärkere Maßnahmen. Wenn man wünscht, das die Leute fühlen, was man sagt,&amp;quot; meinte er einmal aufschlussreich, dann muss man eine Sprache verwenden, an die sie sich erinnern werden, andernfalls sind die Gedanken an sie verschwendet. Folgerichtig verwenden wir in vielen Fällen eine Sprache, die wir eigentlich nicht verwenden würden.&amp;quot;{{ref|by.1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Offizielle Stellungnahme des Rates der Zwölf==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1978 beantwortete Apostel Bruce R McConkie im Auftrag der Ersten Präsidentschaft eine Anfrage von Thomas B. McAffee von der juristischen Fakultät der Universität von Utah:&lt;br /&gt;
:Sehr geehrter Herr McAffee,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:dieses Schreiben erhalten Sie in Beantwortung Ihres Briefes vom 20. September 1978 an Präsident Spencer W. Kimball, in dem sie einige Fragen über die sogenannte Blutsühne stellten. Ich bin von Präsident Kimball und der Ersten Präsidentschaft gebeten worden, ihre Fragen zu beantworten.&lt;br /&gt;
:Sie merken an, dass Ich und Präsident Joseph Fielding Smith und einige unserer frühen Kirchenführer über diese Lehre gesprochen und geschrieben haben und Sie fragten, ob die Lehre der Blutsühne heute offizielle Kirchenlehre wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wenn mit Blutsühne das sühnende Opfer Jesu Christi gemeint ist, ist die Antwort Ja. Wenn unter Blutsühne gemeint ist, das Blut von Menschen zu vergießen, um auf irgend eine Weise für ihre eigenen Sünden zu sühnen, dann ist die Antwort Nein.&lt;br /&gt;
:Wir glauben, dass das Blut Christi, vergossen in Getsemani und am Kreuz auf Golgatha, alle Menschen unter der Voraussetzung der Umkehr von Sünde reinigt. Wie es in einer Schriftstelle im Buch Mormon ausgedrückt wird: &amp;quot;dass die Errettung im sühnenden Blut Christi, des Herrn, des Allmächtigen, und durch dasselbe war und ist und sein wird. (Mosia 3:18)&lt;br /&gt;
:Wir glauben &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039;, dass es in diesen Tagen nötig ist, dass Menschen ihr eigenes Blut vergießen, damit sie Vergebung ihrer Sünden erlangen. Das wird in vollem Bewusstsein dessen gesagt, was ich und andere in vergangenen Zeiten zu diesem Thema geschrieben und gesagt haben.&lt;br /&gt;
:Um zu verstehen, was Brigham Young, Heber C. Kimball, Charles W. Penrose und andere gesagt haben, müssen wir erwähnen, dass es einige Sünden gibt, bei denen das Blut Christi &#039;&#039;&#039;alleine&#039;&#039;&#039; eine Person nicht reinigt. Das umfasst Lästerung gegen den Heiligen Geist (wie von der Kirche definiert) und jenen Mord, der das unrechtmäßige, böswillige Töten eines menschlichen Wesens ist. Jedoch, und das kann nicht zu stark betont werden, dieses Gesetz wurde der Kirche zu &#039;&#039;&#039;keiner&#039;&#039;&#039; Zeit in dieser Evangeliumszeit gegeben. Es hat &#039;&#039;&#039;keinerlei Anwendung&#039;&#039;&#039; auf irgend jemanden, der jetzt lebt, sei er ein Mitglied oder ein Nichtmitglied der Kirche.&lt;br /&gt;
:Es gibt unter uns einfach keine solche Lehre wie eine Blutsühne, die jemandem eine Vergebung von Sünden oder irgend einen anderen Nutzen verschaffen würde, indem sein eigenes Blut vergossen würde. Lassen Sie mich kategorisch und eindeutig sagen, dass diese Lehre nur wirken kann zu einer Zeit, wo es keine Trennung von Kirche und Staat gibt und wenn die Macht, Leben zu nehmen der herrschenden Theokratie verliehen ist, so wie es zur Zeit Moses der Fall war. Seit der Zeit von Joseph Smith bis zur Gegenwart hat es keinen einzigen Fall von sogenannter Blutsühne unter irgend einem Vorwand gegeben.&lt;br /&gt;
: Alles was ich geschrieben habe oder alles was von sonst jemandem gesagt wurde, muss im Lichte der vorstehenden Einschränkungen verstanden werden. Brigham Young und die anderen sprachen von  einem &#039;&#039;&#039;theoretischen Grundsatz&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;in vergangenen Zeitaltern&#039;&#039;&#039; in Kraft war, und &#039;&#039;&#039;weder&#039;&#039;&#039; zu ihrer Zeit &#039;&#039;&#039;noch&#039;&#039;&#039; in unseren Tagen. Wie ich mich erinnere, wurden Brigham Youngs Darstellungen der Zeit Moses und der Geschichte des alten Israel entnommen und könnten nicht heute angewendet werden.&lt;br /&gt;
:Es gibt heute in der Kirche keine Lehre der Blutsühne und es hat sie auch zu keiner Zeit gegeben. Jegliche gegenteiligen Erklärungen sind entweder müßige Spekulationen oder reine Fantasie. Gewiss ist es keine jetzige Lehre der Kirche und in mehr als 60 Jahren regelmäßigen Kirchenbesuchs habe ich je eine einzige Predigt über das Thema gehört oder nur eine Diskussion in irgend einem kirchlichen Unterricht.&lt;br /&gt;
:Sie fragten, ob die Erklärungen von unseren Führern der Vergangenheit, einschließlich jener, die man im &#039;&#039;Journal of Disourses&#039;&#039; findet, den offiziellen Standpunkt der Kirche darstellen. Die Antwort, wie sich aus den obigen Bemerkungen ergibt, ist, dass das &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039; der Fall ist. Die Erklärungen beziehen sich auf einen &#039;&#039;&#039;theoretischen Grundsatz&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;uns weder offenbart wurde noch von uns praktiziert wird&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Wenn unter Blutsühne die Todesstrafe verstanden wird, dann würde jede saubere Analyse des Gegenstandes die Sache mit dem Namen Todesstrafe benennen und nicht mit dem Namen Blutsühne. Den letzteren Ausdruck zu verwendnen, ist völlig irreführend und erweckt den Gedanken, dass wir an etwas glauben, was wir äußerst ausdrücklich nicht glauben.&lt;br /&gt;
:Wir glauben an die Todesstrafe. In einer Offenbarung an Jospeh Smith am 9. Februar 1831 sagte der Herr: &amp;quot;Und nun, siehe, ich spreche zur Kirche: Du sollst nicht töten; und wer tötet, wird weder in dieser Welt noch in der künftigen Welt Vergebung haben. Und weiter, ich sage, du sollst nicht töten; wer aber tötet, soll sterben. (LuB 42:18-19)&lt;br /&gt;
:Als Antwort auf einige falsche und niederträchtige Beschuldigungen, die gegen die Heiligen der Letzten Tage veröffentlicht wurden, schrieb der Präsident der Kirche, damals Wilford Woodruff, am 9. Januar 1891 an den Herausgeber des &#039;&#039;Illustrated American&#039;&#039;. Darin bezieht sich Präsident Woodruff auf die Lehre als &amp;quot;die Fiktion der Blutsühne&amp;quot; und als &amp;quot;die falsche Theorie der Blutsühne, vom Autor des &#039;&#039;American&#039;&#039; aus alten Zeitungserfindungen abgeschrieben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Dann gibt er wieder, was die Lehre der Kirche ist, wenn man den Ausdruck Blutsühne einfach als Synonym für Todesstrafe verwendet.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Es ist eine grundlegende Lehre unseres Glauens, dass einem Mörder nicht vergeben werden kann, dass er &#039;kein ewiges Leben in sich hat&#039;, dass dann, wenn &#039;&#039;&#039;ein Mitglied unserer Kirche, das das Licht des Heiligen Geistes erhalten hat, dieses Kapitalverbrechen begeht, es weder in dieser noch in der kommenden Welt Vergebung erlangen wird&#039;&#039;&#039;. In den Offenbarungen Gottes an die Kirche wimmelt es von Geboten, die uns verbieten, Blut zu vergießen&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Unter besonderer Bezugnahme auf die Todesstrafe wie sie vom Staat und &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039; von der Kirche praktiziert wird, sagte er: &amp;quot;Es ist Teil unseres Glaubens, dass &#039;&#039;&#039;die einzige Sühne, die ein Mörder für seine Todsünde machen kann, das Vergießen seines eigenen Blutes ist&#039;&#039;&#039;, gemäß dem Gebot des Allmächtigen nach der Sintflut: &#039;Wer das Blut eines Menschen vergießt, dessen Blut soll vergossen werden.&#039; Doch &#039;&#039;&#039;dieses Gesetz muss von den gesetzmäßig bestimmten Beamten ausgeführt werden. Das ist &#039;Blutsühne&#039;, so sehr verdreht von den Verleumdern unseres Glaubens.&#039;&#039;&#039; Wir glauben auch an das Sühnopfer, erbracht durch das Vergießen des Blutes Christi auf Golgatha, dass es wirksam ist für das ganze Geschlecht Adams für  die von Adam begangene Sünde und für die individuellen Sünden all jener, die glauben, umkehren und von jemandem, der Vollmacht hat, getauft wird und die den Heiligen Geist durch das Auflegen bevollmächtigter Hände erhalten. Ein &#039;&#039;&#039;Kapitalverbrechen&#039;&#039;&#039; begangen von einem solchen &#039;&#039;&#039;erleuchteten Menschen&#039;&#039;&#039; kann nicht durch das Blut des Erretters ausgeglichen werden. Für ihn gibt es &#039;kein weiteres Opfer für die Sünde&#039;, sein Leben ist verwirkt und er kann nur die Strafe bezahlen. &#039;&#039;&#039;Es gibt keine andere Blutsühne, die von den Heiligen der Letzten Tage gelehrt, praktiziert oder zum Teil ihres Glaubensbekenntnisses gemacht würde.&#039;&#039;&#039;&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Ich wiederhole: Außer für das Sühnopfer Christi, das Teil des Glaubensbekenntnisses aller christlichen Kirchen ist oder sein sollte und mit Ausnahme des Gebrauchs des Ausdrucks &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; als Synonym - und nichts mehr - für &amp;quot;Todesstrafe&amp;quot;, wo &amp;quot;erleuchtete&amp;quot; Mitglieder der Kirche betroffen sind, gibt es keine solche Lehre von Blutsühne in dieser Evangeliumszeit.&lt;br /&gt;
:Ich habe in meinen Unterlagen einen Brief, datiert vom 12. Februar 1971, unterschrieben von den Präsidenten Joseph Fielding Smith und Harold B. Lee als und für die Erste Präsidentschaft, der zeigt, dass der theoretische Grundsatz der Blutsühne in &#039;&#039;&#039;keiner&#039;&#039;&#039; Evangeliumszeit Anwendung findet, in der es eine Trennung von Kirche und Staat gibt. Sie beziehen sich auf den Tod Christi durch jüdische Hände als &amp;quot;Kapitalverbrechen&amp;quot; und dann zitieren sie folgendes aus dem dritten Kapitel der Apostelgeschichte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer...&lt;br /&gt;
:Also kehrt um und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden und der Herr Zeiten des Aufatmens kommen lässt und Jesus sendet als den für euch bestimmten Messias.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Dann schreiben sie: &amp;quot;Aus dem Obigen ist zu verstehen, dass das eine Angelegenheit ist, die zu bestimmen in den Händen des Herrn und nicht des Menschen belassen werden muss.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Nun zu Ihrer abschließenden Fage - ob die Blutsühne &amp;quot;falls sie eine gültige Lehre ist&amp;quot;, irgend eine Auswirkung auf die Art der Ausführung der Todesstrafe hätte, brauche ich nur zu sagen:&lt;br /&gt;
::1. Da es so etwas wie Blutsühne nicht gibt, außer wie oben angegeben, kann die &#039;&#039;&#039;Art&#039;&#039;&#039; der Hinrichtung &#039;&#039;&#039;keine&#039;&#039;&#039;Auswirkug auf das Sühnen für eigene Sünden haben und &lt;br /&gt;
::2. Wenn wir einfach von Todesstrfe sprechen  (und sie fälschlich Blutsühne nennen), kann ich immer noch keinen Grund dafür sehen, anzunehmen, dass es den geringsten Unterschied machen würde, &#039;&#039;&#039;wie&#039;&#039;&#039; eine Hinrichtung durchgeführt wird.&lt;br /&gt;
:Soweit ich sehen kann, gibt es keinen Unterschied zwischen einem Erschießungskommando, einem elektrischen Stuhl, einer Gaskammer oder Hängen. Tod ist Tod und ich würde das Vergießen des Blutes in legalen Hinrichtungen als bildhaften Ausdruck verstehen, der bedeutet, dass man jemandem das Leben nimmt. Es scheint für mich keine gegenwärtige Bedeutung dafür zu geben, ob eine Hinrichtung durch ein Erschießungskommando oder auf irgend eine andere Weise geschieht. Ich habe natürlich meinen Artikel über &amp;quot;Hängen&amp;quot; aus der zweiten Auflage von &#039;&#039;Mormon Doctrin&#039;&#039; wegen den hier erwähnten Überlegungen gelöscht.&lt;br /&gt;
:So weit es mich betrifft, steht es Ihnen frei aus diesem Brief zu zitieren oder ihn in jeder ihnen angemessen erscheinenden Weise zu benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;
:::Bruce R. McConkie {{ref|mcconkie}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man ist zwar ohne Zweifel dazu in der Lage, Beispiele dafür auszugraben, dass jene vom HLT-Glauben Blut vergossen haben. Doch entbehren Anschuldigungen, die zu beweisen suchen, dass jene Handlungen von der HLT-Kirche oder der Kirchenführung allgemein gefördert, geduldet oder vertuscht worden wäre, jeglicher Grundlage. Wie Larsen schreibt:&lt;br /&gt;
:Das Bestreiten von Mordanschuldigungen die im Kielwasser der Reformation daherkamen, lösten sich zu den verteidigbaren Positionen dass 1. bekannte Tötungen der Reformzeit auf Motive zurückgingen, die nichts mit Blutsühne zu tun hatten, 2. die Kirche trotz extremer Ausagen von einigen ihrer Führer es nicht duldete, dass Leben auf andere Weise als duch einen Gerichtsprozess genommen wurde, 3. die Verantwortung für einen Rückgriff auf primitive Praktiken des Blutvergießen voll auf den Schultern fanatischer Einzelner ruht. Die ganze Erfahrung setzte sich im Gedächtnis als eine Erinnerung daran fort, wie schlimme Folgen aus einer guten Sache erwachsen, die ins Extreme getrieben wird.{{ref|larson.62}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|destroyingangels}}&amp;quot;Achilles&amp;quot; [pen name for Samuel D. Sirrine], &#039;&#039;The Destroying Angels of Mormondom; or a Sketch of the Life of Orrin Porter Rockwell, the Late Danite Chief,&#039;&#039; (San Francisco, 1878).&lt;br /&gt;
#{{note|abominations}}William Hall, &#039;&#039;Abominations of Mormonism Exposed; Containing Many Facts and Doctrines Concerning That Singular People, During Seven Year&#039;s Membership with Them; From 1840 to 1847&#039;&#039; (Cincinnati:  I. Hart, 1852).&lt;br /&gt;
#{{note|dec1}}Official Declaration, 12 December 1889, signed by the First Presidency (Wilford Woodruff, George Q. Cannon, and Joseph F. Smith), the Quorum of the Twelve (Lorenzo Snow, Franklin D. Richards, Brigham Young Jr., Moses Thatcher, Francis M. Lyman, John Henry Smith, George Teasdale, Heber J. Grant, John W. Taylor, M.W. Merrill, A.H. Lund, and Abraham H. Cannon), and counselors (John W. Young and Daniel H. Wells).&lt;br /&gt;
#{{note|unionvedette}}&#039;&#039;Union Vedette,&#039;&#039; (13 December 1866): page 3. A scan of the article is available {{link|url=http://udn.lib.utah.edu/cgi-bin/docviewer.exe?CISOROOT=/vedette&amp;amp;CISOPTR=21317&amp;amp;CISOSHOW=21320&amp;amp;CISOSHOW2=21340 here}}&lt;br /&gt;
#{{note|larson.60.62}} Gustave O. Larson, &amp;quot;The Mormon Reformation,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 26/1 (January 1958): 60-62.&lt;br /&gt;
#{{note|by.1}} {{Sunstone1|author=Ronald W. Walker|article=Raining Pitchforks: Brigham Young as Preacher|vol=8|num=3/3|date=May 1983|start=5&amp;amp;ndash;9}} {{link|url=https://www.sunstonemagazine.com/pdf/039-04-09.pdf}}  This article is a worthwhile discussion of Brigham Young&#039;s preaching style generally, and how the Saints saw it.&lt;br /&gt;
#{{note|mcconkie}} Brief, abgedruckt auf [http://www.shields-research.org/General/blood_atonement.htm Shields]&lt;br /&gt;
#{{note|larson.62}} Gustave O. Larson, &amp;quot;The Mormon Reformation,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 26/1 (January 1958): 62.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
[[Daniten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/Blutsuehne.html Die Bibliotek der Wahrheit - Die Enzyklopädie des Mormonismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:blood atonement]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.fairlatterdaysaints.org/Antworten/index.php?title=Lehren_der_Mormonen/Abgelehnte_Konzepte/Bluts%C3%BChne&amp;diff=5305</id>
		<title>Lehren der Mormonen/Abgelehnte Konzepte/Blutsühne</title>
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		<updated>2010-06-19T09:10:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gwalther: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Kritik==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker behaupten, dass Abtrünnige während der Präsidentschaft von Brigham Young heimlich getötet worden wären. Sie behaupten, das sei im Einklang mit der Lehre der damaligen HLT-Führer geschehen, dass Abfall vom Glauben eine nicht zu vergebende Sünde wäre, und dass für einen Abtrünnigen es nur möglich wäre sich selbst zu erlösen, indem er sein eigenes Leben geben würde, willentlich oder unwillentlich.&lt;br /&gt;
Aus Anlass der Hinrichtung von Ronny Lee Gardner am 18. Juni 2010, der gemäß seinem Wunsch im Gefängnis von Draper, Utah, erschossen wurde, flammte die Debatte um die Lehre der Blutsühne neu auf. Es wurde behauptet, es wäre Lehre der Mormonen, dass gewisse Sünden nur dadürch gesühnt werden können, dass buchstäblich das Blut des Sünders vergossen wird und das hätte Brigham Young öffentlich gelehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Quellen der Kritik===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Richard Abanes, One Nation Under Gods: A History of the Mormon Church (New York: Four Walls Eight Windows, 2003), 232-236&lt;br /&gt;
# &amp;quot;Achilles&amp;quot; [pen name for Samuel D. Sirrine], The Destroying Angels of Mormondom; or a Sketch of the Life of Orrin Porter Rockwell, the Late Danite Chief.&lt;br /&gt;
# Sally Denton, American Massacre: The Tragedy at Mountain Meadows, (Secker &amp;amp; Warburg, 2003), 16.&lt;br /&gt;
# Contender Ministries, Questions All Mormons Should Ask Themselves. Answers&lt;br /&gt;
# William Hall, Abominations of Mormonism Exposed; Containing Many Facts and Doctrines Concerning That Singular People, During Seven Year&#039;s Membership with Them; From 1840 to 1847.&lt;br /&gt;
# Walter Martin, The Kingdom of the Cults (Revised) (Minneapolis: Bethany House Publishers, 1997), 236.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erwiderung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz einer Anzahl retorischer Bemerkungen von HLT-Führern in den späten 50-er Jahren des 19. Jahrhunderts gibt es keinen Beweis dafür, dass jemand auf Befehl von Brigham Young oder einer anderen Generalautorität der &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; unterworfen worden wäre. Zeitgenössische Behauptungen solcher Handlungen kommen ausnahmslos aus antimormonischen Büchern und Zeitungen mit reißerischen Titeln wie &#039;&#039;Die zerstörenden Engel der Mormonen&#039;&#039;{{ref|destroyingangels}} und &#039;&#039; Abscheulichkeiten des Mormonismus enthüllt&#039;&#039;.{{ref|abominations}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erste Präsidentschaft gab 1889 zum Thema des Tötens von Abtrünnigen als eine Form der Blutsühne eine offzielle Erklärung heraus, die in Auszügen lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Trotz all der Geschichten, die über das Töten von Abtrünnigen erzählt wurden, ist niemals ein solcher Fall vorgekommen und wurde natürlich auch nie der Kirche, die wir repräsentieren, zur Last gelegt. Hunderte Abtrünnige von der Kirche leben ständig bis heute in diesem Territorium, viele von ihnen haben beträchtlichen Reichtum angesammelt, doch stehen sie dem mormonischen Glauben und Volk in bitterer Feindschaft gegenüber. Sogar jene, die es zu ihrem Geschäft gemacht haben, die gemeinsten Lügen zu erfinden und sie plausibel zu machen, indem sie isolierte Abschnitte ohne den erklärenden Zusammenhang aus alten Predigten auswählen und die keine Gelegenheit ausließen, den Charakter jener Menschen anzuschwärzen und zu verteufeln, sind bis zum heutigen Tag unter jenen geblieben, die sie beständig verleumden ohne die geringste persönliche Verletzung zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wir verurteilen die Anschuldigung, dass unsere Kirche das Töten von Personen, die die Kirche verlassen oder von ihren Lehren abfallen, begünstigt oder daran glaubt, als vollständig unwahr. Wir würden eine Strafe dieser Art für ein solches Verhalten mit der größten Abscheu betrachten. Es ist für uns abscheulich und steht in direktem Gegensatz zu unseren Glaubensgrundsätzen. {{ref|dec1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass der bevorstehenden Hinrichtung von Gardner veröffentlichte  die Kirche am 16. Juni 2010 folgende Erklärung, die die &#039;&#039;Deseret News&#039;&#039; am 17. Juni abdruckte:&lt;br /&gt;
:In der Mitte des 19. Jahrhunderts als gefühlsbetonte Rhetorik in Reden üblich war, benutzten einige Kirchenmitglieder und -führer starke Ausdrücke, wobei sie auch die Vorstellung äußerten, dass Menschen dadurch Sünden wiedergutmachen, dass sie ihr eigenes Leben hingeben.&lt;br /&gt;
:Jedoch ist die sogenannte &amp;quot;Blutsühne&amp;quot;, wodurch von Personen verlangt würde, dass ihr Blut vergossen würde, um für ihre Sünden zu bezahlen, keine Lehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Wir glauben und lehren das unbegrenzte und allumfassende Sühnopfer Jesu Christi, das allen Menschen Vergebung von Sünde und Erlösung möglich macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==unbiblisch?==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der Behauptungen der Kritiker gibt es Beweise dafür, dass sogar in der apostolischen Zeit unter Christen einige Verbrechen als todeswürdig betrachtet wurden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Jeder, der seinen Bruder hasst, ist ein Mörder und ihr wisst: Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt. (1. Johannes 3:15) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wenn wir wissen, dass er uns bei allem hört, was wir erbitten, dann wissen wir auch, dass er unsere Bitten schon erfüllt hat. 16 Wer sieht, dass sein Bruder eine Sünde begeht, die nicht zum Tod führt, soll (für ihn) bitten; und Gott wird ihm Leben geben, allen, deren Sünde nicht zum Tod führt. Denn es gibt Sünde, die zum Tod führt. Von ihr spreche ich nicht, wenn ich sage, dass er bitten soll. 17 Jedes Unrecht ist Sünde; aber es gibt Sünde, die nicht zum Tod führt. 18 Wir wissen: Wer von Gott stammt, sündigt nicht, sondern der von Gott Gezeugte bewahrt ihn und der Böse tastet ihn nicht an. (1. Johannes 3:15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beispiel für angebliche Blutsühne==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Coleman (in manchen Quellen auch &amp;quot;Colbourn&amp;quot;) war ein schwarzer Mormon, den Brigham Young 1866 im Salt Lake House Hotel angestellt hatte. Coleman wurde anscheinend dabei erwischt, als er heimlich mit einer Frau sprach, von der man glaubte, dass er um sie warb. Die Männer, die ihn entdeckten, töteten ihn gemeinsam und schändeten seinen Leichnam. Auf seiner Leiche wurde ein Schild angebracht: Nachricht an alle Nigger: Lasst weiße Frauen in Ruhe!{{ref|unionvedette}} Sein Tod wurde angeblich durch ein vollständig mormonisches Schwurgericht vertuscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwierigkeit hierbei ist, dass &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; angeblich an &#039;&#039;Mormonen mit Tempelendowment&#039;&#039; volzogen wurde, &#039;&#039;die abgefallen&#039;&#039; waren. Wenn Coleman auch ein Mormone gewesen sein dürfte, so war er doch sicherlich kein Mitlgied mit Endowment und auch kein Abgefallener. Angenommen, die berichteten Umstände seines Todes wären wahr, ist das ein tragisches Beispiel für Rassismus und Lynchjustiz, die zu jener Zeit nur allzu üblich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Übertreibung und Sensationslust==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Historiker merkte an:&lt;br /&gt;
:Dass die Lehre [der Blutsühne] von hohen Kirchenfunktionären gepredigt wurde, steht durch Berichte fest, die Absicht der Predigten wurde eine Angelegenheit von Vermutungen, deren Ergebnisse lebhafte Phantasie Überstunden machen ließ. Reichlich Blut floss durch die Schriften solcher Männer wie Beadles &#039;&#039;Leben in Utah&#039;&#039; oder &#039;&#039;die Geheimnisse von Mormonismus und Polygamie&#039;&#039;, in Linns &#039;&#039;Die Geschichte des Mormonismus&#039;&#039; und sogar in Stenhouses anonymem Kapitel über Reformation und Blutsühne in seinem &#039;&#039;Heilige der Rocky Mountains&#039;&#039;. Zahlreiche Tötungen, einschließlich das [[Mountain Meadows Massaker]], wurden der Lehre als Frucht zugeschrieben ...&lt;br /&gt;
:Ausgelassen aus Zitaten, die die Antimormonen verwendeten, wurden beschränkende Sätze wie jene von Brigham Young:&lt;br /&gt;
::...Es gab in Israel unter dem Gesetz Gottes eine Zeit, in der das Blut eines Mannes, der des Ehebruchs für schuldig befunden wurde, vergossen werden musste, und das liegt auf der Hand. Doch nun sage ich im Namen des Herrn, dass wenn dieses Volk nicht mehr sündigen wird, sondern seine Religion treu lebt, werden ihnen ihre Sünden vergeben werden, ohne ihnen das Leben zu nehmen.&lt;br /&gt;
::Die Schlechtigkeit und das Unwissen der Nationen &#039;&#039;&#039;verbietet, dass dieser Grundsatz voll in Kraft ist, doch die Zeit wird kommen&#039;&#039;&#039;, dass das Gesetz Gottes voll in Kraft ist.&lt;br /&gt;
:Die Lehre von der Blutsühne, die die Sorge um die Errettung jener enthielt, die ihr unterworfen waren, konnte wenig Bedeutung im Mountain Meadows Massaker oder in irgend einem der anderen Morde haben, die den Mormonen unbewiesen zur Last gelegt wurden. (Hervorhebung hinzugefügt){{ref|larson.60.62}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Predigtstil von Brigham Young===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem haben Kritiker oft den Predigtstil von Brigham Young (und anderen HLT-Predigern) missverstanden oder falsch dargestellt, da sie ihn anders sahen, als die Heiligen jener Tage:&lt;br /&gt;
:Zwischen dem Mormonenführer und seiner Gemeinde wuchsen Bande, die ... Respektlosigkeit [gegenüber Brigham Young persönlich] erlaubten. Brigham Young sah sich selbst in der Rolle des rauen, doch liebenden Vaters der Heiligen, der seine Herde abwechselnd ausschimpfte und ihnen behilflich war. Als Gesetzgeber hatte er das Gefühl, er sollte ohne Kompromiss predigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Ich werde Ihnen sagen, was dieses Volk im Hinblick auf Predigten braucht&amp;quot;, sagte er. „Bildlich gesprochen muss es Heugabeln regnen mit den Zinken nach unten ... Statt der glatten, schönen, süßen, leisen Predigten von samtweichen Lippen sollte man Predigten wie Donnerschläge haben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Getreu seinen Worten gab Brigham Heiligen und Sündern reichlich Heugabeln. Die letzteren dürften besonders dann hart getroffen worden sein, wenn sie böswilligem Antimormonismus schuldig waren ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Doch seine Ausbrüche waren die Ausnahme, nicht die Regel und auch wenn er donnerte, machte er seine Schläge mit Humor weicher ... Er mutmaßte, dass sich unter den Kleidern mancher Frauen ein Sechsspänner verstecken könnte mit „einem Dutzend Hunde unter dem Wagen&amp;quot; ... Weit davon entfernt seine Schläge schmerzlich zu empfinden, gelangte die momronische Mitgliedschaft dazu sie zu tolerieren, zu erwarten und sogar die Show zu genießen ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Man musste nicht weit suchen, um die Schlüssel zu seiner Popularität als Sprecher zu finden. Vor allem fühlte sein Publikum, dass sich hinter seinen starken Worten aufrichtige Sorge verbarg. „Mein Herz fühlt [für die Heiligen] mit den zärtlichsten Gefühlen, so dass ich wie ein Kind weinen könnte&amp;quot;, sagte er, „doch ich achte darauf, dass ich meine Tränen für mich behalte.&amp;quot; Er versicherte sein Volk, dass er niemals Böses beabsichtigte. „Es gibt keine Seele, die ich züchtige, außer solche, bei denen ich das Gefühl habe, sie in meiner Brust zu bergen und sie von Tag zu Tag zu tragen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Brigham glaubte daran, dass ihn seine starken Worte nicht von seiner Herde trennten. „Wenn ich auch hier heraufgehe und ... [die Leute orfeige], indem ich sie zurechtweise wegen ihrer Vergesslichkeit, ihren Schwächen und Narreteien, so habe ich doch keinen Augenblick erlebt, in dem sie mich nicht geliebt hätten. Der Grund dafür ist, dass ich sie so sehr liebe.&amp;quot; Er tadelte mit Vorsicht, dachte er, indem er eine grundlegene Regel anwandte: „Wenn du die Zuchtrute in der Hand hast, so bitte Gott um die Weisheit, sie zu gebrauchen, sodass du sie nicht zur Zerstörung von jemandem, sondern zu seiner Errettung benutzt.&amp;quot; ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Die Heiligen verstanden auch, dass mit seinem berühmten Bellen nur wenig Beißen verbunden war. „Einige Leute fragten mich einmal, wie ich das Volk leite und kontrolliere,&amp;quot; bemerkte er einmal. „Ich tue das, indem ich ihnen die Wahrheit sage und sie dann gerade so tun lasse, wie sie den inn dazu haben.&amp;quot;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Youngs Worte und sein Bühnenverhalten waren also oft auf Effekt berechnet. Für eine typische Versammlung im Tabernakel dachte er, wären normale und respektvolle Worte wie ein „Wind, der ... ins Ohr weht und [bald] vergessen ist. Deshalb ergriff er stärkere Maßnahmen. Wenn man wünscht, das die Leute fühlen, was man sagt,&amp;quot; meinte er einmal aufschlussreich, dann muss man eine Sprache verwenden, an die sie sich erinnern werden, andernfalls sind die Gedanken an sie verschwendet. Folgerichtig verwenden wir in vielen Fällen eine Sprache, die wir eigentlich nicht verwenden würden.&amp;quot;{{ref|by.1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Offizielle Stellungnahme des Rates der Zwölf==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Oktober 1978 beantwortete Apostel Bruce R McConkie im Auftrag der Ersten Präsidentschaft eine Anfrage von Thomas B. McAffee von der juristischen Fakultät der Universität von Utah:&lt;br /&gt;
:Sehr geehrter Herr McAffee,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:dieses Schreiben erhalten Sie in Beantwortung Ihres Briefes vom 20. September 1978 an Präsident Spencer W. Kimball, in dem sie einige Fragen über die sogenannte Blutsühne stellten. Ich bin von Präsident Kimball und der Ersten Präsidentschaft gebeten worden, ihre Fragen zu beantworten.&lt;br /&gt;
:Sie merken an, dass Ich und Präsident Joseph Fielding Smith und einige unserer frühen Kirchenführer über diese Lehre gesprochen und geschrieben haben und Sie fragten, ob die Lehre der Blutsühne heute offizielle Kirchenlehre wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Wenn mit Blutsühne das sühnende Opfer Jesu Christi gemeint ist, ist die Antwort Ja. Wenn unter Blutsühne gemeint ist, das Blut von Menschen zu vergießen, um auf irgend eine Weise für ihre eigenen Sünden zu sühnen, dann ist die Antwort Nein.&lt;br /&gt;
:Wir glauben, dass das Blut Christi, vergossen in Getsemani und am Kreuz auf Golgatha, alle Menschen unter der Voraussetzung der Umkehr von Sünde reinigt. Wie es in einer Schriftstelle im Buch Mormon ausgedrückt wird: &amp;quot;dass die Errettung im sühnenden Blut Christi, des Herrn, des Allmächtigen, und durch dasselbe war und ist und sein wird. (Mosia 3:18)&lt;br /&gt;
:Wir glauben &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039;, dass es in diesen Tagen nötig ist, dass Menschen ihr eigenes Blut vergießen, damit sie Vergebung ihrer Sünden erlangen. Das wird in vollem Bewusstsein dessen gesagt, was ich und andere in vergangenen Zeiten zu diesem Thema geschrieben und gesagt haben.&lt;br /&gt;
:Um zu verstehen, was Brigham Young, Heber C. Kimball, Charles W. Penrose und andere gesagt haben, müssen wir erwähnen, dass es einige Sünden gibt, bei denen das Blut Christi &#039;&#039;&#039;alleine&#039;&#039;&#039; eine Person nicht reinigt. Das umfasst Lästerung gegen den Heiligen Geist (wie von der Kirche definiert) und jenen Mord, der das unrechtmäßige, böswillige Töten eines menschlichen Wesens ist. Jedoch, und das kann nicht zu stark betont werden, dieses Gesetz wurde der Kirche zu &#039;&#039;&#039;keiner&#039;&#039;&#039; Zeit in dieser Evangeliumszeit gegeben. Es hat &#039;&#039;&#039;keinerlei Anwendung&#039;&#039;&#039; auf irgend jemanden, der jetzt lebt, sei er ein Mitglied oder ein Nichtmitglied der Kirche.&lt;br /&gt;
:Es gibt unter uns einfach keine solche Lehre wie eine Blutsühne, die jemandem eine Vergebung von Sünden oder irgend einen anderen Nutzen verschaffen würde, indem sein eigenes Blut vergossen würde. Lassen Sie mich kategorisch und eindeutig sagen, dass diese Lehre nur wirken kann zu einer Zeit, wo es keine Trennung von Kirche und Staat gibt und wenn die Macht, Leben zu nehmen der herrschenden Theokratie verliehen ist, so wie es zur Zeit Moses der Fall war. Seit der Zeit von Joseph Smith bis zur Gegenwart hat es keinen einzigen Fall von sogenannter Blutsühne unter irgend einem Vorwand gegeben.&lt;br /&gt;
: Alles was ich geschrieben habe oder alles was von sonst jemandem gesagt wurde, muss im Lichte der vorstehenden Einschränkungen verstanden werden. Brigham Young und die anderen sprachen von  einem &#039;&#039;&#039;theoretischen Grundsatz&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;in vergangenen Zeitaltern&#039;&#039;&#039; in Kraft war, und &#039;&#039;&#039;weder&#039;&#039;&#039; zu ihrer Zeit &#039;&#039;&#039;noch&#039;&#039;&#039; in unseren Tagen. Wie ich mich erinnere, wurden Brigham Youngs Darstellungen der Zeit Moses und der Geschichte des alten Israel entnommen und könnten nicht heute angewendet werden.&lt;br /&gt;
:Es gibt heute in der Kirche keine Lehre der Blutsühne und es hat sie auch zu keiner Zeit gegeben. Jegliche gegenteiligen Erklärungen sind entweder müßige Spekulationen oder reine Fantasie. Gewiss ist es keine jetzige Lehre der Kirche und in mehr als 60 Jahren regelmäßigen Kirchenbesuchs habe ich je eine einzige Predigt über das Thema gehört oder nur eine Diskussion in irgend einem kirchlichen Unterricht.&lt;br /&gt;
:Sie fragten, ob die Erklärungen von unseren Führern der Vergangenheit, einschließlich jener, die man im &#039;&#039;Journal of Disourses&#039;&#039; findet, den offiziellen Standpunkt der Kirche darstellen. Die Antwort, wie sich aus den obigen Bemerkungen ergibt, ist, dass das &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039; der Fall ist. Die Erklärungen beziehen sich auf einen &#039;&#039;&#039;theoretischen Grundsatz&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;uns weder offenbart wurde noch von uns praktiziert wird&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
:Wenn unter Blutsühne die Todesstrafe verstanden wird, dann würde jede saubere Analyse des Gegenstandes die Sache mit dem Namen Todesstrafe benennen und nicht mit dem Namen Blutsühne. Den letzteren Ausdruck zu verwendnen, ist völlig irreführend und erweckt den Gedanken, dass wir an etwas glauben, was wir äußerst ausdrücklich nicht glauben.&lt;br /&gt;
:Wir glauben an die Todesstrafe. In einer Offenbarung an Jospeh Smith am 9. Februar 1831 sagte der Herr: &amp;quot;Und nun, siehe, ich spreche zur Kirche: Du sollst nicht töten; und wer tötet, wird weder in dieser Welt noch in der künftigen Welt Vergebung haben. Und weiter, ich sage, du sollst nicht töten; wer aber tötet, soll sterben. (LuB 42:18-19)&lt;br /&gt;
:Als Antwort auf einige falsche und niederträchtige Beschuldigungen, die gegen die Heiligen der Letzten Tage veröffentlicht wurden, schrieb der Präsident der Kirche, damals Wilford Woodruff, am 9. Januar 1891 an den Herausgeber des &#039;&#039;Illustrated American&#039;&#039;. Darin bezieht sich Präsident Woodruff auf die Lehre als &amp;quot;die Fiktion der Blutsühne&amp;quot; und als &amp;quot;die falsche Theorie der Blutsühne, vom Autor des &#039;&#039;American&#039;&#039; aus alten Zeitungserfindungen abgeschrieben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Dann gibt er wieder, was die Lehre der Kirche ist, wenn man den Ausdruck Blutsühne einfach als Synonym für Todesstrafe verwendet.&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Es ist eine grundlegende Lehre unseres Glauens, dass einem Mörder nicht vergeben werden kann, dass er &#039;kein ewiges Leben in sich hat&#039;, dass dann, wenn &#039;&#039;&#039;ein Mitglied unserer Kirche, das das Licht des Heiligen Geistes erhalten hat, dieses Kapitalverbrechen begeht, es weder in dieser noch in der kommenden Welt Vergebung erlangen wird&#039;&#039;&#039;. In den Offenbarungen Gottes an die Kirche wimmelt es von Geboten, die uns verbieten, Blut zu vergießen&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Unter besonderer Bezugnahme auf die Todesstrafe wie sie vom Staat und &#039;&#039;&#039;nicht&#039;&#039;&#039; von der Kirche praktiziert wird, sagte er: &amp;quot;Es ist Teil unseres Glaubens, dass &#039;&#039;&#039;die einzige Sühne, die ein Mörder für seine Todsünde machen kann, das Vergießen seines eigenen Blutes ist&#039;&#039;&#039;, gemäß dem Gebot des Allmächtigen nach der Sintflut: &#039;Wer das Blut eines Menschen vergießt, dessen Blut soll vergossen werden.&#039; Doch &#039;&#039;&#039;dieses Gesetz muss von den gesetzmäßig bestimmten Beamten ausgeführt werden. Das ist &#039;Blutsühne&#039;, so sehr verdreht von den Verleumdern unseres Glaubens.&#039;&#039;&#039; Wir glauben auch an das Sühnopfer, erbracht durch das Vergießen des Blutes Christi auf Golgatha, dass es wirksam ist für das ganze Geschlecht Adams für  die von Adam begangene Sünde und für die individuellen Sünden all jener, die glauben, umkehren und von jemandem, der Vollmacht hat, getauft wird und die den Heiligen Geist durch das Auflegen bevollmächtigter Hände erhalten. Ein &#039;&#039;&#039;Kapitalverbrechen&#039;&#039;&#039; begangen von einem solchen &#039;&#039;&#039;erleuchteten Menschen&#039;&#039;&#039; kann nicht durch das Blut des Erretters ausgeglichen werden. Für ihn gibt es &#039;kein weiteres Opfer für die Sünde&#039;, sein Leben ist verwirkt und er kann nur die Strafe bezahlen. &#039;&#039;&#039;Es gibt keine andere Blutsühne, die von den Heiligen der Letzten Tage gelehrt, praktiziert oder zum Teil ihres Glaubensbekenntnisses gemacht würde.&#039;&#039;&#039;&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Ich wiederhole: Außer für das Sühnopfer Christi, das Teil des Glaubensbekenntnisses aller christlichen Kirchen ist oder sein sollte und mit Ausnahme des Gebrauchs des Ausdrucks &amp;quot;Blutsühne&amp;quot; als Synonym - und nichts mehr - für &amp;quot;Todesstrafe&amp;quot;, wo &amp;quot;erleuchtete&amp;quot; Mitglieder der Kirche betroffen sind, gibt es keine solche Lehre von Blutsühne in dieser Evangeliumszeit.&lt;br /&gt;
:Ich habe in meinen Unterlagen einen Brief, datiert vom 12. Februar 1971, unterschrieben von den Präsidenten Joseph Fielding Smith und Harold B. Lee als und für die Erste Präsidentschaft, der zeigt, dass der theoretische Grundsatz der Blutsühne in &#039;&#039;&#039;keiner&#039;&#039;&#039; Evangeliumszeit Anwendung findet, in der es eine Trennung von Kirche und Staat gibt. Sie beziehen sich auf den Tod Christi durch jüdische Hände als &amp;quot;Kapitalverbrechen&amp;quot; und dann zitieren sie folgendes aus dem dritten Kapitel der Apostelgeschichte:&lt;br /&gt;
:&amp;quot;Nun, Brüder, ich weiß, ihr habt aus Unwissenheit gehandelt, ebenso wie eure Führer...&lt;br /&gt;
:Also kehrt um und tut Buße, damit eure Sünden getilgt werden und der Herr Zeiten des Aufatmens kommen lässt und Jesus sendet als den für euch bestimmten Messias.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Dann schreiben sie: &amp;quot;Aus dem Obigen ist zu verstehen, dass das eine Angelegenheit ist, die zu bestimmen in den Händen des Herrn und nicht des Menschen belassen werden muss.&amp;quot;&lt;br /&gt;
:Nun zu Ihrer abschließenden Fage - ob die Blutsühne &amp;quot;falls sie eine gültige Lehre ist&amp;quot;, irgend eine Auswirkung auf die Art der Ausführung der Todesstrafe hätte, brauche ich nur zu sagen:&lt;br /&gt;
::1. Da es so etwas wie Blutsühne nicht gibt, außer wie oben angegeben, kann die &#039;&#039;&#039;Art&#039;&#039;&#039; der Hinrichtung &#039;&#039;&#039;keine&#039;&#039;&#039;Auswirkug auf das Sühnen für eigene Sünden haben und &lt;br /&gt;
::2. Wenn wir einfach von Todesstrfe sprechen  (und sie fälschlich Blutsühne nennen), kann ich immer noch keinen Grund dafür sehen, anzunehmen, dass es den geringsten Unterschied machen würde, &#039;&#039;&#039;wie&#039;&#039;&#039; eine Hinrichtung durchgeführt wird.&lt;br /&gt;
:Soweit ich sehen kann, gibt es keinen Unterschied zwischen einem Erschießungskommando, einem elektrischen Stuhl, einer Gaskammer oder Hängen. Tod ist Tod und ich würde das Vergießen des Blutes in legalen Hinrichtungen als bildhaften Ausdruck verstehen, der bedeutet, dass man jemandem das Leben nimmt. Es scheint für mich keine gegenwärtige Bedeutung dafür zu geben, ob eine Hinrichtung durch ein Erschießungskommando oder auf irgend eine andere Weise geschieht. Ich habe natürlich meinen Artikel über &amp;quot;Hängen&amp;quot; aus der zweiten Auflage von &#039;&#039;Mormon Doctrin&#039;&#039; wegen den hier erwähnten Überlegungen gelöscht.&lt;br /&gt;
:So weit es mich betrifft, steht es Ihnen frei aus diesem Brief zu zitieren oder ihn in jeder ihnen angemessen erscheinenden Weise zu benutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:::Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;
:::Bruce R. McConkie {{ref|mcconkie}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schlussfolgerung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man ist zwar ohne Zweifel dazu in der Lage, Beispiele dafür auszugraben, dass jene vom HLT-Glauben Blut vergossen haben. Doch entbehren Anschuldigungen, die zu beweisen suchen, dass jene Handlungen von der HLT-Kirche oder der Kirchenführung allgemein gefördert, geduldet oder vertuscht worden wäre, jeglicher Grundlage. Wie Larsen schreibt:&lt;br /&gt;
:Das Bestreiten von Mordanschuldigungen die im Kielwasser der Reformation daherkamen, lösten sich zu den verteidigbaren Positionen dass 1. bekannte Tötungen der Reformzeit auf Motive zurückgingen, die nichts mit Blutsühne zu tun hatten, 2. die Kirche trotz extremer Ausagen von einigen ihrer Führer es nicht duldete, dass Leben auf andere Weise als duch einen Gerichtsprozess genommen wurde, 3. die Verantwortung für einen Rückgriff auf primitive Praktiken des Blutvergießen voll auf den Schultern fanatischer Einzelner ruht. Die ganze Erfahrung setzte sich im Gedächtnis als eine Erinnerung daran fort, wie schlimme Folgen aus einer guten Sache erwachsen, die ins Extreme getrieben wird.{{ref|larson.62}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fußnoten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
#{{note|destroyingangels}}&amp;quot;Achilles&amp;quot; [pen name for Samuel D. Sirrine], &#039;&#039;The Destroying Angels of Mormondom; or a Sketch of the Life of Orrin Porter Rockwell, the Late Danite Chief,&#039;&#039; (San Francisco, 1878).&lt;br /&gt;
#{{note|abominations}}William Hall, &#039;&#039;Abominations of Mormonism Exposed; Containing Many Facts and Doctrines Concerning That Singular People, During Seven Year&#039;s Membership with Them; From 1840 to 1847&#039;&#039; (Cincinnati:  I. Hart, 1852).&lt;br /&gt;
#{{note|dec1}}Official Declaration, 12 December 1889, signed by the First Presidency (Wilford Woodruff, George Q. Cannon, and Joseph F. Smith), the Quorum of the Twelve (Lorenzo Snow, Franklin D. Richards, Brigham Young Jr., Moses Thatcher, Francis M. Lyman, John Henry Smith, George Teasdale, Heber J. Grant, John W. Taylor, M.W. Merrill, A.H. Lund, and Abraham H. Cannon), and counselors (John W. Young and Daniel H. Wells).&lt;br /&gt;
#{{note|unionvedette}}&#039;&#039;Union Vedette,&#039;&#039; (13 December 1866): page 3. A scan of the article is available {{link|url=http://udn.lib.utah.edu/cgi-bin/docviewer.exe?CISOROOT=/vedette&amp;amp;CISOPTR=21317&amp;amp;CISOSHOW=21320&amp;amp;CISOSHOW2=21340 here}}&lt;br /&gt;
#{{note|larson.60.62}} Gustave O. Larson, &amp;quot;The Mormon Reformation,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 26/1 (January 1958): 60-62.&lt;br /&gt;
#{{note|by.1}} {{Sunstone1|author=Ronald W. Walker|article=Raining Pitchforks: Brigham Young as Preacher|vol=8|num=3/3|date=May 1983|start=5&amp;amp;ndash;9}} {{link|url=https://www.sunstonemagazine.com/pdf/039-04-09.pdf}}  This article is a worthwhile discussion of Brigham Young&#039;s preaching style generally, and how the Saints saw it.&lt;br /&gt;
#{{note|mcconkie}} Brief, abgedruckt auf [http://www.shields-research.org/General/blood_atonement.htm Shields]&lt;br /&gt;
#{{note|larson.62}} Gustave O. Larson, &amp;quot;The Mormon Reformation,&amp;quot; &#039;&#039;Utah Historical Quarterly&#039;&#039; 26/1 (January 1958): 62.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusätzliches Material==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIRwiki Artikel===&lt;br /&gt;
[[Daniten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===FAIR Website===&lt;br /&gt;
*FAIR Topical Guide:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Externe Links===&lt;br /&gt;
*[http://www.hltwahrheit.org/Blutsuehne.html Die Bibliotek der Wahrheit - Die Enzyklopädie des Mormonismus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gedrucktes Material===&lt;br /&gt;
[[en:blood atonement]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gwalther</name></author>
	</entry>
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