Jesus Christus/Zu Jesus beten?

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Warum beten Heilige der Letzten Tage nicht direkt zu Jesus Christus?


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Kritik

Heilige der Letzten Tage werden dafür kritisiert, dass sie nicht direkt zu Jesus Christus beten. Quellen der Kritik

Erwiderung

Überblick

Die kritische Reklamation kommt vom Institute for Religious Research in einem Youtube Video und auf ihrer Webseite. Einige von IRRs Youtube-Kritik basiert auf dem, was Bruce R. McConkie geschrieben hatte in seinem „Doctrinal New Testament Commentary” hinsichtlich Stefans Bitte, als er gesteinigt wurde. „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!” Apostelgeschichte 7,59. Elder Mc Conkie erklärte:

„Zu wem betete Stefan? Konfessionskommentatoren sagen, er betete zu Jesus und nicht zum Vater, und daher nehmen sie dieses Ereignis als Rechtfertigung für die Gewohnheit abgefallener Glaubensgemeinschaften, Gebete an den Sohn zu richten.. Doch von Adam an durch alle Zeitalter war die wahre Ordnung des Betens Gott im Namen des Sohnes anzurufen (Moses 5:8). Die einzigen Fälle in der Schrift, in welchen Gebete direkt an den Sohn gerichtet sind, war als — und weil — das Heilige Wesen als auferstandene Persönlichkeit vor den Bittstellern stand.” (|3. Nephi 19:18-36)" [1]

IRR bestreitet McConkies Antwort, indem andere Fälle aus dem Alten und Neuen Testament zitiert werden, wie die Leute zu Jesus Christus zu beten scheinen (AT Gebete an Jehova) (Johannes 14,14; Apostelgeschichte 1:21-26 Apostelgeschichte 9, 14; Apostelgeschichte 9:21 Apostelgeschichte 22:16 Römer 10:9-14; 1. Korinther 1:2; 2. Korinther 12:8-9; 2. Timotheus 2:22; 1. Johannes 5:13-15. Die Kritiker erklären auch: „Die Bibel ist klar, das Evangelium bietet Vergebung der Sünden denen, die sich im Glauben an Jesus Christus wenden und ihn im Gebet bitten, sie zu erretten. (Apostelgeschichte:2:21; Apostelgeschichte:2:381; Apostelgeschichte:4:12; Apostelgeschichte:5:31; Apostelgeschichte:22:16; Römer 10:12-13)

Wir könnten diese Schriftstellen im Detail diskutieren, doch würden wir nur über die fraglichen Beispiele wahren Gebets herumreden. Viele scheinen Hilferufe oder Hinweise zu sein, „Den Herrn anzurufen”, was auch eine Beschreibung von Gebeten zu Gott in Christi Namen sein kann. In Wirklichkeit hinterfragen die Kirtiker Elder McConkies Aussage, dass dieser Verse verwendet werden als Rechtfertigung für die Gewohnheit abgefallener Glaubensgemeinschaften, die Gebete an den Sohn zu richten. Elder McConkies Aussage sollte als autorisierte HLT-Meinung gehalten werden, doch nicht als HLT-Lehre. Die Schriften andererseits werden für Lehre gehalten, doch ist es notwendig, den Inhalt einiger Schriftstellen zu untersuchen, die nicht von den Kritikern zitiert werden..

Die Vorlage fürs Gebet in den Schriften

Die Bibel gibt uns ein Muster für unsere Gebete im Gebet des Herrn, was in Matthäus 6:9-13 und in Lukas 11:2-4 zu finden ist. In diesen Berichten lehrt uns der Herr, unsere Gebete an „unseren Vater, der im Himmel ist” zu richten. Der Herr weist uns mehrere Male an, in seinem Namen zu fragen.

„Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.” (Johannes 14:13-14)

„Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet.” (Johannes 15:16)

„An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen. Amen, amen, ich sage euch: Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist.” . (Johannes 16:23-24).

Auch im Buch Mormon lehrte Jesus die Nephiten, zu unserem Himmlischen Vater in seinem Namen zu beten:

„Darum müßt ihr immer in meinem Namen zum Vater beten; und aalles, was ihr den Vater in meinem Namen bittet, sofern es recht ist und ihr glaubt, daß ihr empfangen werdet, siehe, das wird euch gegeben werden.” (3. Nephi 18:19-20)

„Und es wird sich begeben: Die Zeit kommt, da ihnen die Fülle meines Evangeliums gepredigt werden wird; und sie werden an mich glauben, daß ich Jesus Christus bin, der Sohn Gottes, und werden in meinem Namen zum Vater beten.” (3. Nephi 20:30-31)

Und wahrlich, ich sage euch: Was auch immer ihr den Vater in meinem Namen bitten werdet, das wird euch gegeben werden. (3. Nephi 27:2; 3. Nephi 27:28-29)

Heilige der Letzten Tage beten nicht direkt zu Jesus, weil wir damit die besonderen diesbezüglichen Anweisungen des Herrn, die eben zitiert wurden, ignorieren würden. (Siehe auch James E. Faust, „Das Gebet als Rettungsanker” Liahona, Juli 2002, 62, 67–69)

Das IRR Youtube Video ignoriert die oben zitierten Schriftstellen vollständig. Wir möchten diejenigen fragen, die unsere Gebete kritisieren, warum wir handeln sollen, wie die Kritiker vorschlagen, wenn das ganz klar gegen die Lehren Christi im Neuen Testament ist und besonders im Buch Mormon. Wir würden auch die besonderen Anweisungen ignorieren, die uns der Herr durch neuzeitliche Offenbarungen gegeben hat. Es sind diese neuen Offenbarungen, die uns von Christen unterscheiden, die sich ausschließlich auf die Bibel verlassen. Die Bibel weist darauf hin, dass es besser ist zu gehorchen als zu opfern. (1. Samuel 15:22) Das gleiche Prinzip kann auch bei Gebeten angewendet werden, die an Jesus gerichtet sind.

Außerdem scheint das direkte Gebet zu Jesus unnötig, weil er uns gelehrt hat, dass er unser Mittler und Fürsprecher beim Vater ist. (1. Johannes 2:1; 1. Timotheus 2:5; LuB 29:5; LuB 32:3; LuB 45:3; LuB 110:4);und denen, die unser Gebet hören.

Elder Russell M. Nelson vom Rat der Zwölf Apostel lehrte:

„Jesus ist unser Fürsprecher beim Vater... Ein anderes Wort, das in den Schriften gebraucht wird, ist Mittler (siehe 1. Timotheus 2:5; 2. Nephi 2:28; LuB 76:69). Aus dem Buch Mormon erfahren wir, dass diese Verantwortung zu vermitteln oder für Fürsprache einzulegen, war vor seiner Geburt vorgesehen. Jesus wird Fürbitte einlegen für alle Menschenkinder; und die an ihn glauben, werden errettet.” (2. Nephi 2:9) [2]

Statements von frühen Christen

Zum Schluss möchten wir noch einige frühe Christen zitieren, solche wie Origenes (ca 350 n. Chr.), der schrieb, dass nur Gott der Vater wert ist angebetet und verehrt zu werden, nicht einmal der Sohn, doch wir sollen im Namen Christi beten. [3] Er schrieb auch And also “the Father alone is ho theos; the Son is simply theos…. Das Gebet kann nur an den Vater gerichtet werden. Gebete an den Sohn sind keine Gebete in der vollen Bedeutung des Wortes.” [4]

Athanasius (300-373 v. Chr.) erklärte, dass wir nicht zum dem Großen Ungezeugten im Namen eines Ungezeugten beten, sondern zum Vater im Namen des Sohnes. Er schrieb: „,Vater’ wurde uns bekannt gemacht durch Den Herrn, der wusste, wessen Sohn er ist…. Als er uns zu beten lehrte, sagte er nicht, ,wenn du betest, sage nicht, o Gott du Ungezeugter...,' sondern ,unser Vater….’ Und rief uns nicht zur Taufe ,im Namen des Ungenzeugten und Gezeugten…’ sondern ,im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes….’ Diejenigen, die Gott ,Ungezeugt' nennen, nennen ihn so nur wegen seiner äußerlichen Werke…, doch die, die ihn ,Vater' nennen, kennzeichnen in ihm auch sofort den Sohn’” [5]

Der Rat von Karthago, Nord Afrika, gehalten 397 n. Chr. schrieb:

„Beim Beten soll man nicht den Vater an die Stelle des Sohnes setzen und auch nicht den Sohn an die Stelle des Vaters. Wenn man am Altar steht, soll man seine Gebete immer an Gott den Vater richten.” [6]

LaCugna berichtet auch, dass 393 n. Chr. der Rat von Hippo erklärte:

„Beim Dienst am Altar, sollen Gebete immer an den Vater gerichtet werden.” [7]

Jesuit Frans Jozef van Beeck bezieht sich auf den gleichen Rat und trifft die gleiche Aussage: „Die klassischen liturgischen Gebete wurden ausschließlich an den Vater gerichtet DURCH Christus, den lebendigen und ,mit dem Vater regierenden — ein Brauch, der beim Konzil von Hippo 393 n. Chr. als maßgeblich vorgeschlagen wurde.” [8]

Zusammenfassung


Trotz der Tatsache, dass einige in der Vergangenheit direkt zu Jesus gebetet haben mögen, akzeptieren Heilige der Letzten Tage das Gebet Jesu als göttliches Muster, was in neuzeitlichen Heiligen Schriften bekräftigt und verdeutlicht wurde. Wir vertrauen dem Wort des Herrn, dass es sowohl in alten als auch in neuen Zeiten offenbart wurde und werden fortfahren, zu unserem Himmlischen Vater zu beten, wie Jesus Christus, unser Erlöser und Erretter uns angewiesen hat.

Fußnoten

  1. [back]  Bruce R. McConkie, Doctrinal New Testament Commentary, 3 Vols. (Salt Lake City, Utah: Deseret Book, 1965–1973), 2:79.
  2. [back] Russell M. Nelson, “Jesus the Christ: Our Master and More” Ensign, Apr 2000, 4.
  3. [back] Johannes Quasten, Patrology (Christian Classics, n.d.; 1st Holland 1950) 2.67, citing Origen, On Prayer 16.1 [translation in Ancient Christian Writers, volume 19, 1953].
  4. [back] Citing Comm. John 2.2; and Contra Celsum 5.4; first published Journal of Theological Studies 13 (1962): 339-347. Maurice Wiles, “In Defence of Arius,” in Wiles, Working Papers in Doctrine (London 1976), 28-37, see p. 31.
  5. [back] See Robert W. Jenson, The Triune Identity: God According to the Gospel (Philadelphia, 1982), 18; citing Epistle on Decrees of Nicaea 31; Contra Arianos 1.34; Epistle to Serapion 4-6. Also in R. S. Franks, The Doctrine of the Trinity (London 1953), 111.
  6. [back] Catherine Mowry LaCugna, God For Us: The Trinity and Christian Life (Harper Collins, 1993), 141, note 88; quoting J. Mansi, ed., Sacrorum Conciliorum (Paris, 1901), 3:347-409.
  7. [back] LaCugna, 126.
  8. [back] van Beeck, God Encountered, Volume I (1989), 228-9; see also Josef A. Jungmann, S.J., The Early Liturgy to the Time of Gregory the Great (University of Notre Dame 1959), 201.


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