Tempel/Warum baut die Kirche teure Tempel

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Warum gibt die Kirche so viel Geld für Tempel aus, wenn Kinder vor Hunger sterben?


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Frage

Warum gibt die Kirche so viel Geld aus für Tempel, wenn in anderen Teilen der Welt Kinder vor Hunger sterben? Wären die Gelder, die zum Bau dieser Gebäude ausgegeben wurden, nicht besser verwendet, wenn man die Hungrigen speisen würde?

Detailierte Antwort

Warum werden Zehntengelder verwendet, um Tempel zu bauen, anstatt den Armen zu helfen?

Lehre und Bündnisse lehrt, dass der Zehnte geboten wurde, um Tempel zu bauen.

10 Wahrlich, ich sage euch: Es ist mein Wille, daß mir im Land Zion ein Haus gebaut werde, dem Muster entsprechend, das ich euch gegeben habe.
11 Ja, es soll schnell gebaut werden, vom Zehnten meines Volkes (LuB 97:10-11).

Ebenso gebietet LuB 119:2.3: den Zehnten für eine Vielzahl anderer Verwendungszwecke.

2 für den Bau meines Hauses und um die Grundlage zu legen für Zion und für das Priestertum und für die Schulden der Präsidentschaft meiner Kirche.
3 Und das soll der Anfang des Zehnten meines Volkes sein.

Deshalb wird der Zehnte ordnungsgemäß für Tempel verwendet und andere Aktivitäten, die mit dem Aufbaru des Reiches Gottes vereinbar sind („um die Grundlage Zions zu legen und für das Priestertum”). Joseph Smith verwendete den Zehnten für diese Zwecke während seiner ganzen Amtszeit.

„Die Arem” werden in diesen Geboten nicht erwähnt, da die Schrift einen anderen Mecanismus hat, sie zu unterstützen: das Fasten (Jesaja 58:5-7)

Opfer

Kurz vor der Kreuzigung wurde Christus mit sehr teurem Öl gesalbt. Diese Handlung wurde von Judas kritisiert, der vorschlug, dass diese Dinge hätten verkauft werden können, um die Armen zu unterstützen. Jesu Antwort war vielsagend „Denn die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer. Als sie das Öl über mich goss, hat sie meinen Leib für das Begräbnis gesalbt.” (Matthäus 26:11-12). So wie dieses Ereignis zur Vorbereitung auf das ewige Opfer Christi diente, so dienen uns die Tempel für ewige Segnungen und machen das Opfer Christi wirksam für die Erhöhung. Die Wirklichkeit ist, dass die ewige Erlösung der Punkt des Erdenlebens ist. Armut, obwohl sie sicherlich tragisch ist und unsere individuelle Opferbereitschaft und Beachtung verdient, wird nur diese Existenz betreffen. Im Evangelium müssen wir versuchen, die angemessene Balance zu finden..

Tempel werden gebaut, um Einzelne und Familien in Ewigkeit zu segnen. Wie die Salbung Christi dient ihre Existenz einem ewigen Anlass und sie werden in der Tat als das Haus Des Herrn erachtet. Wie sich der mit der Verwendung der Öle verbundene finanzielle Aufwand gelohnt, halten Heilige der Letzten Tage den Tempelbau für heilig, Tempel, in denen heilige, ewige Bündnisse geschlossen werden, welche die ewige Erhöhung betreffen, was unsere höchsten Anstrengungen und Opfer verdient. Weil die Tempelverordnungen die Ziele des Lebens vervollständigen und lohnenswert machen, bedingen die Tempel ein Maß an Beachtung wie fast nichts anderes in der Kirche.

Großzügige Spenden

Es sollte angemerkt werden, dass gemäß einigen Berichten Mormonen mehr für wohltätige Zwecke spenden als fast jede andere Konfession. Wie haben ein umfassendes Netzwerk an Farmen und Konservenfabriken, die verwendet werden, um Bedürftige in aller Welt zu ernähren. Unser Wohlfahrtsplan, das auf großzügigen Spenden im Wert entgangener Mahlzeiten unseres monatlichen Fastens beruht, dient dem Wohl zahlloser Menschen. Die Kirche hat Programme, um beim Brunnenbau für sauberes Trinkwasser und zur Bewässerung in Afrika zu helfen und die Kirche bereitet sich stets darauf vor, in krisengeschüttelte Gebiete zu Hilfe zu eilen. Die Wahrheit ist, dass Heilige der Letzten Tage dafür bekannt sind, enorm großzügig zu sein in ihren Anstrengungen zum Wohle anderer zu geben und Opfer zu bringen.

Mitglieder der Kirche habe die Wahl ihre Geldspenden an bestimmte Fonds zu senden. Zusätzlich zu den Kategorien für Zehnten und Fastopfer gibt es auch einen Tempelfond, den ständige Ausbildungsfond und einen Fond für humanitäre Hilfe. Zehntenspenden sind dem Aufbau des Reiches Gottes auf Erden geweiht, was die Finanzierung von Gebäuden einschließt, die als Plätze der Gottesverehrung dienen. Fastopfer dienen den Bedürftigen, in erster Linie denen der Kirche doch auch allen anderen. Wenn man möchte, dass ein Tempel gebaut wird, zahlt man in den Tempelfond ein. Wenn man dritte-Welt-Ländern helfen möchte, zahlt man in den Fond für humanitäre Hilfe ein. Wenn man Menschen in armen Ländern helfen möchte, eine bessere Ausbildung zu erhalten, ist der ständige Ausbildungsfond das passende. Es wäre unzulässig, wenn die Kirche, das Geld, das speziell für humanitäre Hilfe gespendet wurde, verwenden würde, um einen Tempelbau zu finanzieren. Ebenso ist es unzulässig, das Geld, das für den Tempelbau gespendet wurde, zur Finanzierung humanitärer Hilfe zu verwenden.

Man darf nicht vergessen, dass es auch im persönlichen Ermessen liegt, wieviel und wofür man spendet. Ein Sprichwort sagt: „Es ist besser, jemanden zu lehren, wie man Fische fängt und sich sein Leben lang selbst ernährt anstatt ihm einen Fisch für einen Tag zu geben.” Mit Programmen wie den ständigen Ausbildungsfond und anderen Programmen wendet die Kirche beachtliche Mittel dafür auf.

Die Kirche und humanitäre Hilfe

Der erste Schwerpunkt der Kirche ist es, Menschen zu helfen zu Christus zu kommen und in ihm vollkommen zu werden. In Christus vollkommen gemacht zu werden bedeutet auch, dass wir lernen, ein aktives Leben zu führen, wo wir unsere Entscheidungsfreiheit gebrauchen und Verantwortung für unsere eigene Lage tragen.

Tonnen von Hilfsgütern und große Mengen an Geldern wurden von der Ersten zur Dritten Welt transferiert, doch es gibt immer noch Hunger. Zum Beispiel wurde die „Kornkammer Afrikas”, Äthiopien, eine Region des Mangels. Die Menschen haben es aufgegeben, eigenständig zu sein, und wurden abhängig von dem, was gegeben wurde, ihnen zu helfen. Gelder, die für humanitäre Zwecke vorgesehen waren, wurden statt dessen von Kriegsherren verwendet, um Waffen zu kaufen. Hilfsgüter, die für Menschen vorgesehen waren, verkommen auf Häfen und Flughäfen, weil Kriegsherren sie nicht ins Land lassen. Kurz, anstatt dass sich die Situation in Afrika durch europäische und amerikanische Hilfe verbesserte, verschlimmerte sie sich.

Dennoch sendet die Kirche humanitäre Hilfe als Güter in bedürftige Regionen und ist immer unter den ersten Organisationen, die das tut.

Doch geht die Kirche auch auf andere Weise vor, indem sie Wohlfahrtsmissionare in die Dritte Welt sendet, um die Menschen zu belehren, mit einem Minimum an Fremdkapital wieder selbständig zu werden. Das ist natürlich keine billige Lösung, wenn man auch Geld senden kann und sich nicht mehr kümmert, sondern eine sehr aufwendige, insofern man spezielle Menschen für diesen Job ausbilden muss, Menschen, die gewillt sind, solch eine Mission zu erfüllen. Dafür braucht man keine jungen Männer auf solch einer Mission, sondern erfahrene Spezialisten.

Die Segnungen, einen Tempel in der Nähe zu haben

Andererseits ist es noch notwendig, Kirchen und Tempel zu haben, die diese Arbeit tun, und es ist der HERR, der uns sagt, wie das zu erreichen ist. Wenn Der Herr uns gebietet, einen Tempel zu bauen, dann bauen wir diesen, ohne Seine Gründe dafür zu hinterfragen..

Es sollte angemerkt werden, dass es einige praktische Vorteile gibt, die sich daraus ergeben, dass sich Familien darauf vorbereiten, den Tempel zu besuchen. Wenn von den Heiligen große Anstrengungen gemacht werden, den Tempel zu besuchen, tendieren sie dazu, sowohl vor als auch nach diesem Besuch bessere Menschen zu sein. Aus diesem Einsatz ergibt sich ein Anstieg an Glauben und Treue bei Ehemännern und Ehefrauen und bewirkt hoffentlich, dass sie fürsorglichere Eltern werden. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Kinder in diesen Familien, denn sie wachsen auf, wohl wissend dass sie geliebt und geschätzt werden. Diese Kinder kommen mit weniger emotionalem Ballast und weniger Komplexen in die Welt als ein Kind, das ungeliebt und vernachlässigt ist. Das Endergebnis ist ein Bürger , der bereit ist zu dienen und zur Wohlfahrt der Armen und Vernachlässigten beiträgt, anstatt von der Gesellschaft abhängig zu sein, dass sie ihm helfe. In gewisser Hinsicht kann man dies für unsere Art und Weise „jemanden das Fischen zu lehren”. Gewissenmaßen muss es ein Gleichgewicht geben und die Hilfe für die Armen kann nicht vernachlässigt werden, während wir künftige Generationen vorbereiten, hinauszugehen und solche Hilfe zu erbringen.

Die Frage nach der geeigneten Ausgewogenheit zwischen den Ausgaben für die Gottesverehrung, Unterweisung und ewigen Verordnungen und dem kurzzeitigen Linderung von Hunger ist für die Kirchenführer ohne Zweifel schwerwiegend. Sie bedenken zweifellos, dass es einen Bedarf an diesen anderen Dingen gibt, sonst würden sie nicht solch eine Wahl getroffen haben. So wie man zu wählen haben dürfte, Gelder und Resourcen für einen Computer und die Internetverbindung auszugeben oder für ein Zuhause und persönliche Kleidung, oder für ein Auto und andere persönliche Dinge,so muss die Kirche alle Ausgaben und Entscheidungen überdenken. Tempel in die Nähe von Menschen zu bringen, die in von Armut geschlagenen Regionen leben in eine ewige Segnung, sodass die Kirche wie Wichtigkeit wahrnimmt, dafür Opfer zu bringen. Familien in armen Gegenden der Welt haben alles verkauft, was sie hatten, sodass sie den Tempel besuchen konnten, um aneinander als ewige Familie gesiegelt zu werden. Tempel in der Nähe solcher Menschen zu bauen macht solche Opfer unnötig und wird zehntausende segnen. Die glaubenstreuen Heiligen in von Armut geschlagenen Ländern sind bereit, großzügig für das Privileg zu opfern, einen Tempel in der Nähe zu haben, so wie die ersten Heiligen in Kirtland, Ohio, die inmitten von persönlicher Armut substanzielle Spenden aufbrachten, um den ersten Tempel in jener Stadt zu errichten. Der Kirtland Tempel war einer der teuersten, der je gebaut wurde, wenn man die relative Armut und die Lebenshaltungskosten der Menschen berücksichtigt, die ihn errichtet haben. Der Punkt ist dieser: Tempel sind den Heiligen der Letzten Tage so heilig und kostbar, dass Zeiten der Armut für sie nicht so kritisch waren wie die Segnungen der Ewigkeit zu erhalten.




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  • Die Botschaft und der Bote: Heilige der Letzten Tage und die Freimaurerei FAIR
  • mehr über Tempel (engl) FAIR englischer
  • zu den Freimaurerelementen im Endowment (engl) FAIR englischer
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