Schwarze und das Priestertum/Die Erklärungen von Mitgliedern und Führern der Kirche vor 1978

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Die Erklärungen von Mitgliedern und Führern der Kirche vor 1978


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Kritik

Kritiker behaupten, dass die Äußerungen einiger Kirchenführer rassistisch waren, besonders vor 1978. Wie sind diese Äußerungen zu verstehen?

Quelle der Kritik

  • Bill McKeever and Eric Johnson, Mormonism 101. Examining the Religion of the Latter-day Saints (Grand Rapids, Michigan: Baker Books, 2000), Chapter 16

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beantwortet diese Fragen

Gordon B. Hinckley, „Mehr Freundlichkeit ist notwendig,” Liahona, (Mai 2006)


Der Rassismus zeigt längst wieder sein hässliches Gesicht. Mir wurde mitgeteilt, dass Rassismus sogar unter uns zu finden ist. Ich kann nicht begreifen, wie das möglich ist. Es schien mir so, als hätten wir uns alle über die Offenbarung gefreut, die Präsident Kimball 1978 erhielt. Ich war damals dort im Tempel. Für mich und meine Gefährten bestand kein Zweifel daran, dass diese Offenbarung der Sinn und der Wille des Herrn war.

Nun wird mir berichtet, dass rassistische Beleidigungen und Verunglimpfungen manchmal in unserer Mitte zu hören sind. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass jemand, der sich abfällig über Menschen anderer Hautfarbe äußert, sich nicht als wahren Jünger Christi bezeichnen kann. Noch kann er von sich behaupten, im Einklang mit den Lehren der Kirche Christi zu sein. Wie kann ein Mann, der das Melchisedekische Priestertum trägt, so anmaßend sein und meinen, er sei des Priestertums würdig, während ein anderer, der rechtschaffen lebt, dessen Hautfarbe jedoch anders ist, unwürdig sei?

Solange ich der Ersten Präsidentschaft angehöre, habe ich immer wieder auf die Vielfalt in unserer Gesellschaft hingewiesen und darüber gesprochen. Wir sind von dieser Vielfalt umgeben und müssen uns bemühen, ihr Raum zu geben.

Machen wir uns bewusst, dass jeder von uns ein Sohn oder eine Tochter unseres himmlischen Vaters ist, der alle seine Kinder liebt.

Brüder, es gibt absolut keine Grundlage für Rassismus im Priestertum dieser Kirche. Falls mir jemand zuhört, der zu rassistischem Verhalten neigt, dann soll er vor den Herrn treten, um Vergebung bitten und davon lassen.

Vollständiger Artikel hier clicken

Die Erklärungen vor 1978 verstehen

Kritiker stellen oft die Rechtfertigungen verstorbener Generalautoritäten für das Verbot zur Schau, die nach heutigem Verständnis als rassistisch gelten. Da diese Begründungen offiziell widerrufen wurden, gibt es keine Verpflichtung für die Mitglieder, solche Meinungen als „das Wort Gottes” zu akzeptieren.

Bruce R. McConkie

Bruce R. McConkie sagte folgendes dazu:

Es gibt Erklärungen unserer ersten Brüder in unserer Literatur, die wir so interpretierten, dass die Schwarzen das Priestertum nicht in der Sterblichkeit erhalten würden. Ich habe die gleichen Dinge gesagt... Alles was ich dazu sagen kann, ist dass es Zeit ist für Ungläubige zur Umkehr, dass sie wieder auf Linie gehen und an einen lebenden heutigen Propheten glauben. Vergessen Sie alles, was ich gesagt habe, oder was Präsident Young, George Q Cannon gesagt hat, oder wer auch immer etwas in der Vergangenheit gesagt hat, das im Widerspruch zur gegenwärtigen Offenbarung steht. Wir sprachen mit begrenztem Licht und Verständnis, dass nun in die Welt gekommen ist. Wir bekommen Licht und Wahrheit Zeile um Zeile und Vorschrift um Vorschrift. Zu diese speziellen Sache wurde uns eine Flut von Intelligenz und Licht hinzugefügt und das tilgt alle Dunkelheit, Ansichten und Gedanken der Vergangenheit. Sie sind nicht mehr maßgeblich. Es macht nicht den geringsten Unterschied, was jemand vor dem 1. Juni dieses Jahres (1978) zu dieser Angelegenheit der Schwarzen sagte. Es ist ein neuer Tag und eine neue Anordnung, und Der Herr hat jetzt eine neue Offenbarung gegeben, die zu diesem Thema ein Licht in die Welt wirft. Die wenigen Lichtblicke oder auch Unklarheiten, die in der Vergangenheit zu diesem Thema geäußert worden sind, die sollten wir allesamt vergessen. Wir tun jetzt, was Israel tat in der Mitte der Zeiten, als Der Herr gebot, dass das Evangelium den Heiden gebracht werden soll. Wir vergessen alle Erklärungen, welche das Evangelium auf das Haus Israel beschränkte, und werden jetzt zu den Heiden gehen. [1]

Obwohl Elder McConkie wahrscheinlich seine Aussage auf die Fehler begrenzt hatte, die inzwischen verstorbene Führer in Bezug auf die Aufhebung des Verbotes vor ihm gemacht hatten, kann die Anwendung seiner Einsichten möglicherweise ausgeweitet werden, um allen abträglichen Volkslehren Einhalt zu gebieten, über die ergänzendes Unterrichtsmaterial der Kirche von vor 1978 sich ausschwieg oder gewissermaßen korrigiert wurde.

Vermeide Spekulationen ohne Kenntnis

Elder Dallin H. Oaks hob hervor, dass einige Führer schlecht beraten Rechtfertigungen für das Verbot zu verteidigen suchten.

Es ist nicht Art und Weise Des Herrn, Gründe anzugeben. Wir können den Geboten Gründe hinzufügen. Wenn wir das tun, tun wir es aus uns heraus. Einige Leute gaben Gründe für das Verbot an und es stellte sich heraus, dass sie sich geirrt hatten. Darin steckt eine Lehre. Die Lehre, die ich daraus gezogen habe, ist dass ich schon vor langer Zeit beschloss, an das Gebot zu glauben, aber nicht an die dafür vorgeschlagenen Begründungen, die dafür angeregt wurden.
...Ich berichte über die Gründe, die von Generalautoritäten gegeben wurden und Gründe, die ausführlich von anderen erörtert wurden. Diese ganze Zusammenstellung von Gründen erschienen mir unnötig riskant zu sein.
...Lasst uns nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen, weder hier noch anderswo, indem wir versuchen, Offenbarungen zu begründen. Es stellt sich heraus, dass die Gründe zum großen Teil vkon Menschen erdacht sind. Die Offenbarungen sind es, die wir als den Willen Gottes unterstützen, und darin liegt Sicherheit.[2]

Bei einem Interview mit der Kirche für eine PBS Sondermeldung sagte Elder Jeffrey R. Holland:

Eine klar umrissene Position ist, dass volkstümliche Bräuche nicht endlos aufrechterhalten werden dürfen. ... Ich muss es meinen früheren Kollegen zugestehen. ... Ich bin sicher, dass sie auf ihre Art das Beste taten, um der Politik nicht nur Gestalt zu verleihen, sondern ihr auch einen Kontext, ja ihr sogar einen geschichtlichen Hintergrund zu geben. Alles was ich sagen kann ist, das so gut die Erklärungen gemeint waren, so waren sie doch unangemessen und/oder falsch...
Wahrscheinlich wäre es von Vorteil gewesen, nichts zu sagen, zu sagen: wir wissen es einfach nicht und wie mit so vielen religiösen Dingen, was immer getan wurde, wurde zu jener Zeit aufgrund von Glauben getan. Doch einige Erklärungen wurden angeführt und das schon seit vielen Jahren... zu allermindest sollten keine Anstrengungen unternommen werden, die Bemühungen fortzusetzen, zu erklären, warum diese Lehre existiert. Ich denke, dass soweit ich, als einer der Jüngeren später Hinzugekommenen irgendetwas darüber weiß,... wissen wir einfach nicht, warum diese Praxis, diese Politik, diese Lehre Gültigkeit hatte.[3]

Frühere Autoritäten sind nicht mehr am Leben und können sich für ihre Aussagen nicht entschuldigen, die unglücklicherweise dazu beigetragen haben, es denen schwer zu machen und ihnen Stolpersteine in den Weg zu legen, die sich sonst vielleicht zu der vollkommenen Güte des Evangeliums Christi mehr hingezogen gefühlt hätten. Vermutlich würden sie mit einer Stimme aus dem Jenseits dafür beten, dass wir mit ihnen gnädig sind, (Ether 12:35-36) trotz ihrer Verfehlungen. Anstatt zu verdammen, sollten wir unserem Gott danken, sodass wir lernen mögen, um weiser zu werden, als wir es waren.(Mormon 9:31).

Gebotene Toleranz und Gleichberechtigung

1972 warnte Harold B. Lee:

Wir lassen nun viele Menschen verschiedener Nationalitäten in unsere Kirche eintreten. Wir in der Kirche müssen uns erinnern, dass wir eine Geschichte haben, in der wir verfolgt wurden, Diskriminierungen unserer Bürgerrechte ausgesetzt waren und erdulden mussten, wir uns grundgesetzliche Vorrechte vorenthalten wurden. Die Mitglieder der Kirche, ungeachtet ihrer Hautfarbe oder ihrer nationalen Herkunft, sind Mitglieder der Kirche und des Königreiches Gottes. Einige von ihnen haben uns erzählt, das sie gemieden werden. Es gibt bissige Kommentare. Wir entziehen uns in diesen Fällen der Situation.
Nun müssen wir unsere Hand kameradschaftlich den Menschen überall hin reichen, zu denen, die sich wirklich bekehrt haben und der Kirche beizutreten wünschen und an den vielen lohnenden Möglichkeiten teilnehmen möchten, die sich in ihnen bieten. Wir bitten die Kirchenmitglieder danach zu streben, dem Beispiel Gottes und des Herren Jesus Christus zu folgen, die uns das neue Gebot gegeben haben, dass wir einander lieben sollen. Ich wünsche, dass wir uns daran erinnern.[4]

Zusammenfassung

Kürzlich gemachte Bemerkungen des vorangegangenen Propheten, des Präsidenten Hinckley, betonen, dass die Mitglieder der HLT-Kirche ihre Gedanken an oder ihr Erbe von rassischer Intoleranz oder Lieblosigkeit beiseite zu legen haben.

Der Rassenhass zeigt immer noch seine grässliche Fratze. Ich bin in Kenntnis gesetzt worden, dass sogar hier unter uns so etwas stattfindet. Ich kann nicht verstehen, wie das sein kann. Es scheint mir, dass wir uns alle an der Offenbarung erfreuten, die 1978 Präsident Kimball beschieden war. Ich war zu der Zeit, als das geschah, im Tempel. Es gab keinen Zweifel in mir, oder auch in meinen Verbündeten, dass was offenbart wurde, der Wille Gottes war.
Nun, da mir zu Ohren getragen wird, dass rassistiche Verunglimpfungen und herabwürdigende Bemerkungen bisweilen unter uns vorkommen, erinnere ich sie daran, dass niemand, der abschätzige Äußerungen über jene macht, die einer anderen Rasse angehören, sich selbst für einen wahren Nachfolger Christi halten kann, Auch brauch er meinen, er wäre in Harmonie mit den Lehren der Kirche Christi. Wie kann ein Mann, der das Melchizedekische Priestertum trägt, arroganterweise annehmen, dass er in Frage käme für das Priestertum, und gleichzeitig ein anderer Rechtschaffender mit anderer Hautfarbe dafür nicht in Frage käme?
Während meines Dienstes als Mitglied der Ersten Präsidentschaft, habe ich die Vielfalt in unserer Gesellschaft immer wieder anerkannt und darüber gesprochen. Es geht um uns, und wir müssen uns bemühen, diese Vielfalt bei uns unterzubringen.
Lasst uns alle anerkennen, dass jeder von uns Sohn oder Tochter unseres Vaters im Himmel ist, der all Seine Kinder liebt.
Brüder, es gibt keine Grundlage für rassischen Hass innerhalb der Priesterschaft dieser Kirche. Falls jemand, der mich hört, sich berufen fühlt sich rassistisch zu bestätigen, so möge er vor den Herrn treten und ihn um Vergebung bitten und möge er dann davon ablassen.[5]

Fußnoten

  1. [back] Bruce R. McConkie, "All Are Alike unto God," an address to a Book of Mormon Symposium for Seminary and Institute teachers, Brigham Young University, 18 August 1978. Link
  2. [back] Dallin H. Oaks, Interview with Associated Press, in Daily Herald, Provo, Utah, 5 June 1988.
  3. [back]  Jeffrey R. Holland, Interview, 4 March 2006. Link
  4. [back]  Harold B. Lee, Teachings of Harold B. Lee (Salt Lake City, Utah: Bookcraft, 1996}, 384. ISBN 1570082340 Gospel-Link
  5. [back]  Generalkonferenz April 2006 Mehr Freundlichkeit ist notwendig



Zusätzliches Material

FAIRwiki Artikel

Wiki Artikel zur Priestertumsoffenbarung 1978


FAIR Website

  • Schwarze in den Heiligen Schriften FAIR
  • Zeitlinie Rassismus Eine Zeitlinie über die Entwicklung von Rassismus in Amerika, das Priestertum und Menschen dunkler Hautfarbe und afrikanischer Abstammung Priestertum und Mormonismus
  • Schwarze und das Priestertum (Armand L. Mauss) PDF
  • Den schwarzen Mythos zerstreuen FAIR
  • Ein Schwarzer in Zion FAIR
  • FAIR Topical Guide:

Externe Links

  • Ethnische Beziehungen Link
  • Die Kirche und die Rassenfrage: Vor Gott sind alle gleich Link
  • Mehr Freundlichkeit ist notwendig - Ansprache von Präsident Gordon B. Hinckley Generalkonferenz April 2006 Link
  • Die Enzyklopädie des Mormonismus - Schwarze Link

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