Propheten sind nicht unfehlbar

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Propheten erheben keinen Anspruch auf Unfehlbarkeit


Kritik

  • ’Kritiker bürden manchmal der Kirche ihre Absolutheitsansprüche auf.
  • Einige Kritiker halten an ihrem Glauben an die Unfehlbarkeit der Schriften und der Propheten fest und gehen davon aus, dass die HLT ähnliche Ansichten haben.
  • Deshalb beharren Kritiker aufgrund ihrer oben genannten Annahmen darauf, dass jedes Statement eines jeden Kirchenführers HLT-Lehre repräsentiert und darum etwas ist, dass heimlich geglaubt wird oder dass von Heiligen der Letzten Tage geglaubt werden sollte.

‚Quellen der Kritik

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beantwortet diese Fragen

Elder Neil L. Anderson, „Euer Glaube soll sich bewähren,” Liahona, (November 2012)


Manche stellen ihren Glauben in Frage, wenn sie auf eine Aussage stoßen, die ein Führer der Kirche vor Jahrzehnten gemacht hat und die mit unserer Lehre unvereinbar scheint. Es gibt ein wichtiges Prinzip, das für die Lehre der Kirche maßgeblich ist. Die Lehre wird von allen 15 Mitgliedern der Ersten Präsidentschaft und des Kollegiums der Zwölf Apostel verkündet. Sie wird nicht in irgendeinem undurchsichtigen Absatz einer Ansprache versteckt. Die wahren Grundsätze werden häufig und von vielen gelehrt. Unsere Lehre ist nicht schwer zu entdecken.

Die Führer der Kirche sind ehrliche, aber unvollkommene Menschen. Denken Sie an die Worte Moronis: „Verurteilt mich nicht wegen meiner Unvollkommenheit, auch nicht meinen Vater[;] dankt vielmehr Gott, dass er euch unsere Unvollkommenheiten kundgetan hat, damit ihr lernt, weiser zu sein, als wir es gewesen sind.” (Ether 12:6)

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Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beantwortet diese Fragen

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, „Ein Zugang zur Lehre der Mormonen,” Presseportal der Kirche, (4. Juli 2007)


Nicht jede Aussage eines führenden Repräsentanten der Kirche, ob aus der Vergangenheit oder der Gegenwart, ist notwendigerweise gleich Lehre. Eine einzelne Aussage, die ein einzelner Führer der Kirche bei einer einzelnen Gelegenheit macht, stellt oft nur seine persönliche, wenn auch wohl durchdachte Meinung dar und ist nicht als bindend für die gesamte Kirche anzusehen. Von Gott inspiriert, beraten die Erste Präsidentschaft (der Prophet mit seinen beiden Ratgebern) und das Kollegium der Zwölf Apostel (die zweithöchste Verwaltungsinstanz der Kirche) gemeinsam darüber, was in den offiziellen Veröffentlichungen der Kirche einheitlich als Lehre verbreitet wird. Diese Lehre beruht auf den vier „Standardwerken” heiliger Schrift (der Bibel, dem Buch Mormon, dem Buch Lehre und Bündnisse und der Köstlichen Perle), den amtlichen Erklärungen und Proklamationen sowie den Glaubensartikeln. Oft werden Einzelaussagen aus dem Zusammenhang gerissen, wodurch ihr ursprünglicher Sinn verzerrt wird.

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Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beantwortet diese Fragen

Charles W. Penrose,   Improvement Era, (September 1912)


Frage 14: Glauben Sie, dass der Präsident der Kirche, wenn er in seiner offiziellen Befugnis zur Kirche spricht, er unfehlbar ist?


Antwort: Wir glauben nicht an die Unfehlbarkeit von Menschen. Wenn Gott etwas offenbart, ist es Wahrheit, und Wahrheit ist unfehlbar. Kein Präsident der Kirche hat Unfehlbarkeit beansprucht.[1]


Erwiderung

Propheten sind in der HLT-Tradition nicht unfehlbar

Heilige der Letzten Tage glauben nicht, dass Propheten und Apostel frei von Fehlern sind, obwohl sie von Gott berufen sind und Offenbarungen empfangen. Joseph Smith selbst lehrte, dass ein Prophet nur ein Prophet ist, wenn er als solcher handelt.[2] Die Kirche hat immer gelehrt, dass ihre Führer menschlich sind und wie alle Sterblichen nicht ohne Mängel sind. Nur Jesus war vollkommen, wie es in einem Statement der Ersten Präsidentschaft erklärt wurde:

Es ist nicht davon auszugehen, dass die Männer der neuen Dispensation — ihre Propheten, Apostel, Präsidentschaften und andere Führer — ohne Mängel oder unfehlbar sind, sondern dass sie als Menschen den gleichen Leidenschaften behandelt werden sollten.[3]

Lu Dalton, schrieb in der Kirchenzeitschrift für Frauen und erklärte:

Wir halten Gott, und ihn allein, für unfehlbar; darum kann sein offenbartes Wort an uns nicht bezweifelt werden, obwohl wir manchmal im Zweifel sind über die Kenntnisse, die wir aus menschlichen Quellen erhalten und sind gegebenenfalls verpflichtet zuzugeben, dass etwas, dass wir für Tatsachen hielten, nur eine Theorie war.[4]


Schutz gegen Irrtümer

Das System der Kirche aus Räten bietet Schutz gegen die Fehlbarkeit eines einzelnen Mannes oder Führer. Präsident Smith erklärte:

Ein Einzelner mag vom Wegrand abkommen oder Rat geben, der nicht den Absichten Gottes entspricht. Doch die Stimmen der Ersten Präsidentschaft und die vereinte Stimme der anderen, die mit ihnen die Schlüssel des Reiches tragen, werden die Heiligen und die Welt immer auf den Wegen führen, wo der Herr möchte, dass sie dort sind.[5]

Dallin H. Oaks erklärte, wie Der Herr all seinen Kindern gewährt, durch Kämpfe mit Problemen zu wachsen.

Offenbarungen von Gott... .sind nicht regelmäßig. Wir glauben an fortlaufende Offenbarungen, nicht an kontinuierliche Offenbarungen. Wir sind uns überlassen, Probleme selbst zu lösen ohne spezielle Anweisung durch den Geist. Das ist ein Teil der Erfahrung, die wir in der Sterblichkeit machen müssen. Zum Glück sind wir nie aus der Sicht des Erretters, und wenn uns unser Urteilsvermögen uns zu Handlungen führt, die jenseits von dem liegt, was gestattet ist, und wenn wir dann gehorsam sind, wird der Herr uns durch die Einflüsterungen seines Geistes zurückhalten.[6]

Der Herr wird seinen Kindern nicht helfen, jeden Fehltritt und Fehler zu vermeiden. Er wird sie vor dauerhaftem Schaden an seinem Werk schützen, wie Boyd K. Packer lehrte.

Selbst die besten Absichten funktionieren nicht immer so wie sie sollten. Die menschliche Natur mag sich zuweilen äußern, doch nicht zur dauerhaften Schädigung des Werkes.[7]

Bedeutet das, dass die Mitglieder ihren Führern „blind gehorchen” müssen? Kaum, sagte Präsident Lorenzo Snow:

Es mag einige Dinge geben, die die Erste Präsidentschaft oder die Apostel tun, das im Augenblick nicht erklärt werden kann, doch der Geist, der die Gründe einer Handlung inspiriert, kann verstanden werden, weil jedes Mitglied der Kirche das Recht hat, ein gewisses Maß an Gottes Geist zu empfangen, damit sie einschätzen können, wer in seinem Interesse handelt und wer nicht.[8]

Biblische Propheten sind nicht unfehlbar

Einige Kritiker werden protestieren und einwenden, dass diese Norm nicht auf die biblischen Propheten zutrifft, doch die Bibel unterstützt solch eine Behauptung nicht. Ein Bibelkommentator bemerkte, dass die Bibelautoren nicht vollkommen waren und dass sie Fehler im Ausdruck und sogar im Bericht selbst machten.

Obwohl gereinigt und geadelt durch den Einfluss des Heiligen Geistes, unterscheidet sich jeder mit seinen Eigentümlichkeiten, im Verhalten und Gesinnung — jeder mit seiner eigenen Ausbildung oder dem Wunsch nach Ausbildung — jeder mit seiner eigenen Betrachtungsweise — alle anders voneinander beeinflusst von verschiedenen Erfahrungen und Lehrfächer seines Lebens. Ihre Inspiration erfordert keine Aussetzung ihrer natürlichen Fähigkeiten, es macht sich nicht zu Maschinen — sie bleiben Menschen. Darum finden wir ihre Kenntnisse manchmal nicht höher als die ihrer Zeitgenossen.[9]

Selbst die Berichte von Paulus enthalten einen Widerspruch von seiner Vision.(Vergleiche Apostelgeschichte 9:7 und Apostelgeschichte 22:9) Paulus and Barnabas hatten eine ernsthafte Auseinandersetzung und trennten sich deshalb auf ihrer Mission Apostelgeschichte 15:36 – 39. Petrus und Paulus kritisierten auch die Schreiben also criticized the other’s writing 2 Petrus 3:16 und das Benehmen hinsichtlich der Kirche Galater 2:11 – 16.

Vergleich mit der Bibel

Um eine bessere Vorstellung davon zu haben, wie Propheten eingeschränkt und doch von Gott berufen sind, kann es hilfreich sein, sich einige Beispiele biblischer Propheten anzuschauen und sie mit neuzeitlichen Propheten vergleichen.

Propheten der Bibel Neuzeitliche Propheten
Moses missachtete Gottes Anweisung, zum Felsen zu sprechen und schlug ihn. Dann schrieb er sich selbst und Aaron das Wunder zu, indem er sagte: „Können wir” euch wohl aus diesem Felsen Wasser fließen lassen? Er wurde danach vom Herrn gezüchtigt. Numeri 20
Joshua wurde von den Einwohnern von Gibeon betrogen, als sie behaupteten, ein Friedensabkommen mit Joshua zu vereinbaren. Dann fanden die Israeliten heraus, dass sie nicht weit entfernt lebten, sondern dass das Volk Gideon mitten unter ihnen lebte. (Josua 9) Gordon B. Hinckley wurde von Mark Hofmann betrogen, der das getan hat, um Geld zu bekommen. Hoffmann war sogar verantwortlich für den Tod einiger Menschen. Nach einigen Untersuchungen entlarvt und verurteilt.
Gideon ersuchte wiederholt den Herrn um Zeichen, obwohl der Herr gesagt hatte: „Eine böse und treulose Generation fordert ein Zeichen.” (Matthäus 12:39)
Nathan sagte David dass der Herr seinem Wunsch, einen Tempel zu bauen, zustimme, und dass er das Projekt beginnen sollte. Später jedoch sagte der Herr zu Nathan, dass das NICHT sein Wunsch ist, und er musste David sagen, dass der Tempel von einem anderen gebaut werden sollte. (2. Samuel 7)
Jona selbst hegte gewisse Vorurteile gegen die Assyrer, die soweit gingen, dass er vom Herrn erwartete, sie weniger zu segnen als die Juden. (Jona 4:1) Brigham Young empfand einige Vorurteile gegen Schwarze die soweit gingen, dass er vom Herrn erwartete, sie weniger zu segnen als die Kaukasier
Die Apostel Jesu waren nicht immer vollkommen demütig und bescheiden. Sie haben sich einmal darum gestritten, wer von ihnen der größte im Himmelreich sei. Markus 9:34) Joseph Smith war nicht immer vollkommen demütig und bescheiden. Er hat damit „geprahlt, die Kirche zusammenzuhalten”[10] Siehe hier,(um zu sehen, wie Kritiker dieses Ereignis missinterpretieren.)

Man kann den ganzen Tag damit verbringen, nach Beispielen zu suchen, wie die vom Herrn erwählten Diener Fehler machen, doch sind solche Aktivitäten nicht erbaulich und helfen niemandem. All diese Situationen der Schwäche oder Fehler eines Propheten machen ihn nicht weniger zum Propheten, der von Gott berufen ist., sein Werk zu tun.

Zusammenfassung

Die Propheten sind nicht vollkommen, doch sie sind von Gott berufen. Sie mögen als Menschen sprechen und ebensogut Heilige Schrift verkünden. Jeder kann für sich selbst wissen, ob sie die Wahrheit sagen, nämlich durch die gleiche Macht, durch die sie Offenbarungen empfangen, die Macht des Heiligen Geistes

Fußnoten

  1. [back] Charles W. Penrose, "Peculiar Questions Briefly Answered," Improvement Era 15 no. 11 (September 1912).
  2. [back]  Joseph Smith, History of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, 7 Bände, herausgegeben von Brigham H. Roberts, (Salt Lake City: Deseret Book, 1957), 5:265. BYU Studies link; Siehe auch Joseph Smith, Jr., Teachings of the Prophet Joseph Smith, herausgegeben von Joseph Fielding Smith (Salt Lake City: Deseret Book Company, 1976), 278. ISBN 087579243X. Link
  3. [back]  James R. Clark, zitiert B. H. Roberts, Messages of the First Presidency, herausgegeben von James R. Clark, Band 4, (Salt Lake City: Bookcraft, 1970), S. xiv–xv.
  4. [back]  Lu Dalton, Woman's Exponent (Salt Lake City: 15 July 1882), S. 31.
  5. [back]  Joseph Fielding Smith, "Eternal Keys and the Right to Preside," Ensign (Juli 1972): 88. Link
  6. [back]  Dallin H. Oaks, "Teaching and Learning by the Spirit," Ensign (March 1997): 14. Link
  7. [back]  Boyd K. Packer, "I Say unto You, Be One," in BYU Devotional and Fireside Speeches, 1990–1991 (Provo, Utah: University Publications, 1991), 84.
  8. [back]  Lorenzo Snow, "A Serious ordeal, etc.," in Konferenzbericht  (October 1898), 54.
  9. [back]  Joseph Smith, History of The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, 7 Bände, herausgegeben von Brigham H. Roberts, (Salt Lake City: Deseret Book, 1957), 6:408–409. BYU Studies link This statement, when understood in its proper context, doesn't appear to be a statement of personal pride at all. Joseph Smith read to the congregation 2 Corinthians 11 and then mimicked Paul in his "boasting." In its proper context, Joseph Smith was not acting in a proud manner at all but was using the rhetoric of Paul to defend his own authority as a prophet against those who were then proclaiming him a "fallen prophet." This statement, however, is used often in anti-Mormon literature as a criticism of the prophet and is used here only to show that even if he were in fact proud, it doesn't damage his authority as a prophet/apostles any more than it damaged Jesus' apostles' authority.



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