Polygamie nach dem Manifest

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Polygamie nach dem Manifest


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Kritik

  • Eine begrenzte Anzahl von Trauungen von Vielehen wurden nach Wilford Woodruff' Manifest von 1890 (Official Declaration 1) vollzogen. Einige dieser Ehen wurden anscheinend von einigen mit Führungspositionen der Kirche geschlossen.
  • Kritiker behaupten, dass die zeige, dass das Manifest nur eine politische Taktik ist und das die Offenbarung des Manifests nur ein zynischer Trick war. political tactic,
  • Sie behaupten auch das Ehen nach dem Manifest die Mißachtung Kirche bezüglich der Landesgesetze zeigen,

Quellen der Kritik

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beantwortet diese Fragen

[1] Evangeliumsthemen


Nach dem Manifest wurde Monogamie in der Kirche sowohl von der Kanzel gepredigt als auch in Druckerzeugnissen verbreitet. Zwischen 1890 und 1904 wurden ausnahmsweise einige Mehrehen geschlossen, insbesondere in Mexiko und Kanada, außerhalb der Jurisdiktion US-amerikanischen Rechts; vereinzelt wurden während dieser Jahre jedoch auch Mehrehen innerhalb der Vereinigten Staaten geschlossen. 1904 verbot die Kirche ausdrücklich, neue Mehrehen zu schließen. Jeder, der heutzutage in Mehrehe lebt, kann weder Mitglied der Kirche werden noch bleiben.

Vollständiger Artikel hier clicken

Erwiderung

Evangelilumsthemen: „Zunächst war es außerhalb der Kirche weitgehend unbekannt, dass auch nach dem Manifest noch neue Mehrehen geschlossen wurden.”

"Das Manifest und das Ende der Mehrehe," Evangeliumsthemen auf LDS.org:

Zunächst war es außerhalb der Kirche weitgehend unbekannt, dass auch nach dem Manifest noch neue Mehrehen geschlossen wurden. Als dies herauskam, waren viele Amerikaner beunruhigt, vor allem nachdem Präsident George Q. Cannon 1899 in einem Interview mit dem New York Herald geäußert hatte, dass in Kanada und Mexiko neue Mehrehen geschlossen werden könnten. Nachdem B. H. Roberts, ein Mitglied des Ersten Rats der Siebzig, in den Kongress gewählt worden war, wurde bekannt, dass dieser drei Ehefrauen hatte, von denen er eine erst nach Veröffentlichung des Manifests geheiratet hatte. Sieben Millionen Bürger unterschrieben eine Petition, in der verlangt wurde, Roberts seinen Sitz im Kongress zu verwehren. Der Kongress stimmte dem zu und Roberts wurde seines Amtes enthoben.

Der Parlamentsausschluss von B. H. Roberts rückte die Gepflogenheiten der Mormonen im Zusammenhang mit der Ehe erneut ins Blickfeld. Der Präsident der Kirche, Lorenzo Snow, gab eine Erklärung heraus, in der er klarstellte, dass in der Kirche keine neuen Mehrehen mehr geschlossen wurden und dass das Manifest für alle Teile der Welt galt. Dies bekräftigte er auch wiederholt in persönlichen Gesprächen. Dessen ungeachtet wurden weiterhin noch einige wenige neue Mehrehen geschlossen, wahrscheinlich jedoch ohne das Wissen oder die Zustimmung von Präsident Snow. Nachdem Joseph F. Smith 1901 Präsident der Kirche wurde, wurden auch während der ersten Jahre seiner Amtszeit einige wenige neue Mehrehen geschlossen.[1]—(hier clicken)


Evangeliumsthemen: „Welche Rolle die Kirche bei diesen Eheschließungen gespielt hatte, wurde Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen, als Red Smoot, ein Apostel, 1903 in den Senat gewählt wurde.”

„Das Manifest und das Ende der Mehrehe,” Evangeliumsthemen auf LDS.org:

Welche Rolle die Kirche bei diesen Eheschließungen gespielt hatte, wurde Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen, als Red Smoot, ein Apostel, 1903 in den Senat gewählt wurde. Smoot selbst lebte monogam, aber sein Apostelamt warf Fragen auf, wie loyal er gegenüber dem Land war. Wie konnte Smoot gleichzeitig die Gesetze der Kirche, unter deren Amtsträgern es einige gab, die bei neuen Mehrehren die Trauung vorgenommen hatten, sie gutgeheißen hatten oder selbst eine eingegangen waren, und die Gesetze des Landes, laut denen die Mehrehe gesetzwidrig war, hochhalten? Vier Jahre lang debattierten die Abgeordneten diese Frage in ausgedehnten öffentlichen Anhörungen.[2]—(hier clicken)


Evangeliumsthemen: „Joseph F.Smith sagte im März 1904 als Präsident der Kirche im Plenum des Senats aus. Als er auf seine familiären Beziehungen angesprochen wurde, verteidigte er diese.”

„Das Manifest und das Ende der Mehrehe,” Evangeliumsthemen auf LDS.org:

Der Senat vernahm zahlreiche Zeugen. Joseph F. Smith sagte im März 1904 als Präsident der Kirche im Plenum des Senats aus. Als er auf seine familiären Beziehungen angesprochen wurde, verteidigte er diese und erklärte dem Ausschuss, dass er auch nach 1890 weiter mit seinen Frauen zusammengelebt und Kinder mit ihnen bekommen habe. Er sagte, es wäre unehrenhaft von ihm, würde er die heiligen Bündnisse, die er mit seinen Frauen und Gott eingegangen habe, brechen. Als man ihn zu den neuen Mehrehen befragte, die nach 1890 geschlossen worden waren, zeigte Präsident Smith sorgsam auf, dass zwischen Maßnahmen, die von der Kirche gutgeheißen und in ihren Ratsgremien und bei ihren Konferenzen ratifiziert werden, und dem Verhalten einzelner Mitglieder der Kirche ein Unterschied besteht. „Seit Veröffentlichung des Manifests hat es nie eine Mehrehe gegeben, von der die Kirche wusste oder die sie gutgeheißen, gebilligt oder genehmigt hat”, so seine Aussage.

In diesem juristischen Rahmen war Präsident Smith darum bemüht, die Kirche zu schützen und gleichzeitig die Wahrheit zu sagen. In seiner Aussage traf er eine Unterscheidung, die den Führern der Kirche schon lange klar gewesen war: Durch das Manifest unterlag die Kirche als Ganzes nicht mehr dem Gebot Gottes, die Mehrehe aufrechtzuerhalten und zu verteidigen, dem Einzelnen jedoch war es bis zu diesem Zeitpunkt dadurch nicht verboten, aus religiöser Überzeugung die Mehrehe fortzuführen oder einzugehen.[3]—(hier clicken)


Lehre und Bündnisse weist klar darauf hin, dass die Erste Präsidentschaft und das Kollegium der Zwölf gleichberechtigte Autoritäten sind. [4]und dass jede Entscheidung in Einstimmigkeit getroffen wird, um solche Entscheidungen für die Kirche bindend zu machen [5], um sie offiziell zu machen, wie sie es waren. Präsident Woodruff folgte dieser Vorgehensweise nicht, was sehr seltsam wäre, wenn er erwartet hätte, dass das Manifest als formelle Offenbarung gelesen werden soll, die darauf besteht, dass alle polygamen Bräuche sofort enden würden: Nur drei der Apostel hatten das Manifest vor der Veröffentlichung gesehen. [6] Die Führer stimmten überein, dass Präsident Woodruff recht hatte, es herauszugeben und anerkannten diese Aktion als von Gott, die vollen Auswirkungen des Manifestes jedoch waren noch Gegenstand von Diskussionen und Debatten.

Das Manifest wurde interpretiert

Präident Woodruff hat die Angelegenheit nicht als Deklaration von der Ersten Präsidentschaft und der Zwölf Apostel formuliert (was erforderlich gewesen wäre für jede offizielle Änderung von Lehre und Anwendung). Vielmehr sprach er über das Manifest als eine Pflicht seinerseits, was Der Herr verlangte. Selbst der Wortlaut des Manifests spiegelte das wider. — es heißt nicht: Wir, die Erste Präsidentschaft und der Rat der Zwölf, sondern es spricht einfach von Wilford Woodruff in der ersten Person singular. Die Formulierung ist vorsichtig und präzise: „Ich erkläre hiermit meine Absicht, mich diesen Gesetzen zu fügen und bei den Mitgliedern der Kirche, deren Präsident ich bin, meinen Einfluss geltend zu machen, dass sie es auch tun. … Und nun erkläre ich öffentlich, daß ich den Heiligen der Letzten Tage den Rat erteile, von jeder Eheschließung, die durch das Gesetz des Landes verboten ist, Abstand zu nehmen.” (Amtliche Erklärung-1) Und so verkündete Präsident Woodruff einen persönlichen Kurs, ohne die anderen Generalautoritäten oder die Kirche einzuweisen, er veröffentlichte es sogar eher als Rat anstatt als Gebot oder Anweisung. Keine anderen Unterschriften oder Autoritäten sind gegeben als nur seine eigene.

Man vergleiche es mit der 2. amtlichen Erklärung, die dem vorgegebenen Muster folgte, die für die Regierung der Kirche gegeben ist.

…Die Erste Präsidentschaft hat bekanntgegeben, Präsident Spencer W. Kimball habe eine Offenbarung empfangen, … und mich gebeten, der Konferenz zur Kenntnis zu bringen, daß er nach dem Empfang dieser Offenbarung … sie seinen Ratgebern vorgelegt hat, die sie angenommen und gutgeheißen haben. Danach wurde sie dem Kollegium der Zwölf Apostel vorgelegt, das sie einstimmig gutgeheißen hat, und anschließend wurde sie allen übrigen Generalautoritäten vorgelegt, und diese haben sie gleichermaßen einstimmig gutgeheißen. (Amtliche Erklärung)

Die Erste Präsidentschaft und der Rat der Zwölf Apostel stimmten am 2. Oktober 1890 ab, um Präsident Woodruffs Handlung zu bestätigen. Selbst bei dieser Zusammenkunft war die Absicht klar, denn sie erörterten, ob die Kirche als Ganzes das Manifest bestätigen sollte, denn einige hatten das Gefühl, dass die Einwilligung der Präsidentschaft und der Zwölf zu dem Thema genug war ohne dem Volk eine Richtlinie zur Abstimmung vorzulegen, die sie in der Zukunft vielleicht wieder zu verwerfen wünschen. [7]

Das ist ein Beleg dafür, dass die vereinten Kollegien das Manifest nicht für Offenbarung hielten, das die Vielehe im Jahr 1890 verbiete, denn warum sonst würden sie erwägen, die Kirche möge es ignorieren? Die Führer waren zweifellos immer noch der Hoffnung, dass sie vielleicht einen Strafnachlass bekämen und ihre Religion ohne Geld- oder Gefängnisstrafe weiter praktizieren könnten.

Wahrscheinlich war ein Leitartikel der Deseret News der Kirche am überzeugendsten, der auf die Utah-Kommission der Regierung antwortete, der eingewendet hat, dass Präsiden Woodruff einen Offenbarung benötigte, um die Polygamie auszusetzen. Der Leitartikel besagte, dass wenn Präsident Woodruff etwas von göttlicher Quelle erhalten würde, der die Botschaft gewiss überbringen würde. [8] Dies wurde fünf Tage nach Veröffentlichung des Manifestes geschrieben. Es scheint klar, dass Präsident Woodruff seine Aktion für inspiriert hielt göttliche Bestimmung; obwohl er und die Kirche nicht glaubten, dass Gott durch das Manifest sie angewiesen habe, alle Eheschließungen dieser Art einzustellen.

George Q. Cannon machte klar, dass die Kirche sich noch irgendwie gefangen fühlte zwischen den Pflichten vor Gott und den Pflichten vor politischer Autorität.

Doch die Nation hat sich eingeschaltet und gesagt „Stop”, und wir werden uns in Gehorsam beugen und überlassen Gott die Konsequenzen. Wir werden das beste tun, was wir können, wenn wir den verfassungsmäßigen Behörden begegnen und die höchsten Gerichten des Landes sagen „Stop”, dann gibt es, in Übereinstimmung mit den Offenbarungen, die Gott uns gegeben hat, die verfassungsmäßigen Behörden zu respektieren, für die Heiligen der Letzten Tage keinen anderen Kurs, als sich dem gehorsam zu beugen und die Konsequenzen dem Herrn zu überlassen. [9]

Auf diese Weise war das Manifest bestrebt, dieser schweren Linie zu folgen – ein Zugeständnis genügendes Zugeständnis an die verfassungsmäßigen Behörden, um die Kirche vor der Zerstörung zu bewahren indem man die Beschränkungen der Vielehe aufrecht erhielt, und sich zurückhielt, das zu lehren. Doch bezeichnenderweise sagt Präsident Cannon, dass die Heiligen ihr Bestes tun sollen, das sie können, Das bedeutet, dass sie ihren Glauben weiterhin so weit wir möglich ausüben würden, ohne die Existenz der Kirche zu gefährden. Das sollte später eine eingeschränkte Fortsetzung von Schließung der Vielehe bedeuten.

Das gemeinschaftliche Verständnis der Kirchenführer war, dass das Manifest eine Offenbarung war. Doch verstanden sie es nicht als universelles Verbot aller Vielehen zu jener Zeit, obwohl es für das Überleben der Kirche notwendig war, dass die Regierung es so interpretierte.

Die Heiligen verstanden die Bedeutung und die Anwendung des Manifests mit der Zeit anders. Ein sich änderndes Verständnis — durch Offenbarung —einer Offenbarung ist nicht präzedenzlos. Jesus gebot den Aposteln, alle Nationen zu belehren. Doch die Apostel interpretierten dieses Gebot zuerst in auf eingeschränkte Weise, bis spätere Offenbarungen das christliche Evangelium über diejenigen hinaus erweiterte, die die Riten des Judaismus zuerst angenommen hatten. Ein jüngeres Beispiel ist das Wort der Weisheit., das mehr als ein Jahrhundert lang als nicht universell bindend erklärt wurde, obwohl es durch Offenbarung in Abschnitt 89 nicht geändert wurde. [10]

Eheschließungen nach dem Manifest

Es wird geschätzt, dass weniger als zweihundert Vieleheschließungen zwischen 1890 und 1904 genehmigt wurden. [11] Diese wurden oft in Gebieten außerhalb der USA vollzogen, solchen wie auf den Inseln oder in Mexiko.

Elder Dallin H. Oaks sprach an der BYU über die Schwierigkeiten dieser Zeit.

Einige haben angenommen, dass es moralisch zulässig ist zu lügen, um einem guten Zweck zu dienen. Zum Beispiel haben einige Mormonen gelehrt, dass lügen ok ist, wenn man für den Herrn lügt. Soweit es unsere eigene Kirche und Kultur betrifft, wirbeln die meisten allgemeinen Anschuldigungen für den Herrn zu lügen um die Einführung und Aufgabe der Polygamie. Das ganze Erlebnis mit der Polygamie war ein ergiebiges Feld für Schwindel. Es ist nicht schwer für Historiker, Erklärungen von HLT-Führern und Mitgliedern zu zitieren, die zur Förderung dieses religiösen Brauches Schwindel rechtfertigen, leugnen oder bedauern.

Elder Oaks kam dann zum Kernpunkt — es wird Zeiten geben, da Gebote einander widersprechen.

Mein Herz bricht, wenn ich von Umständen lese, in denen Ehefrauen und Kinder vor die schreckliche Wahl gestellt waren, über ihre Herkunft oder über die Existenz eines Ehemannes oder Vaters entweder zu lügen oder die Wahrheit zu sagen und ihn ins Gefängnis gehen zu sehen. Diese Zwangslagen waren nichts ungewöhnliches. Wenn ein Vater im Gefängnis war, gab es weniger Essen auf dem Tisch und weniger Öl im Herd. Solch harte Entscheidungen beinhalteten Kollisionen zwischen fundamentalen Emotionen und der Notwendigkeit der Verpflichtungen zur Wahrheit gegenüber der Notwendigkeit liebevoller Kameradschaft und Linderung von Kälte und Hunger.
Ich bin im Herzen bei den Kirchenführern, die hin- und hergerissen waren zwischen ihrer Hingabe zur Wahrheit und ihrer Hingabe zu ihren Frauen und Kindern und zueinander. Die Wahrheit zu sagen konnte bedeuten, ein Vertrauen zu verraten oder verursachen, dass ein Bruder ins Gefängnis geworfen wurde.
Es ist ebenso klar, dass die Polygamie nicht mit dem Manifest von 1890 beendet wurde. Polygame Verbindungen, die vor dem Manifest gesiegelt wurden, blieben für eine Generation bestehen. Die Eheschließungen polygamer Ehen wurden eine Zeitlang außerhalb der USA fortgesetzt, wo die Anwendung des Manifests für eine Zeitlang unklar war. Es scheint, dass polygame Eheschließungen in einigen Gebieten für etrwa eine Dekade unter Führern und Mitgliedern fortgesetzt wurden, die ihrer Lizenz von der Mehrdeutigkeit und dem Zwang her ableiteten, was durch die hochgradige Kollision zwischen den verübelten Gesetzen und den verehrten Lehren entstand.
Ich weiß nicht, was ich von all dem halten soll, außer dass ich froh bin, diesem Druck nicht gegenübergestanden zu haben, die diese guten Menschen erdulden mussten. Ich bin im Herzen bei ihnen für ihre Tapferkeit und ihre Opfer, von denen ich ein direkt Begünstigter bin. Ich werde sie nicht richten. Das Gericht steht dem Herrn zu, der alle Umstände und die Herzen der Akteure kennt mit einem Level an Verständnis und Weisheit, der auch nicht von den sachkundigsten Historikern erreicht wird. [12]


Anmerkung: Dieser Artikel ist aus einem längeren Papier umgeschrieben, das die hilstorischen Angelegenheiten viel mehr detailliert. Interessierte Leser wird sehr empfohlen, es für eine gründlichere Analyse des einfachen Entwurfs hinzuzuziehen, als es in diesem Wiki-Artikel dargelegt wurde. FAIR englischer PDF

Zusammenfassung


Einige Kirchenmitglieder, die mit der Historik hinter dieser aggressiven bundesstaatlichen Antipolygamiebewegung nicht vertraut sind, wurden von Kritikern beunruhigt, die versuchten, die Entscheidungen von Mitgliedern und Kirchenführern als unehrlich und unkorrekt darzustellen. Es ist wichtig zu erkennen, dass dies ein Punkt ist, bei dem es unmöglich ist, heutige Feinde der Kirche zufriedenzustellen.

Wenn die Kirche den Druck der Regierung geduldet hätte und die Polygamie im Jahre 1890 vollständig abgeschafft hätte, würde die Kirche beschuldigt werden, Offenbarungen auf Verlangen zu bekommen oder solche die sie unter Regierungsdruck aufgeben, von denen sie sagten, dass sie von Gott sind. Eigentlich hat vor dem Manifest der Staatsanwalt, der Elder Lorenzo Snow wegen Polygamie angeklagt hat, vorhergesagt, dasa wenn Snow und andere für schuldig befunden und ins Gefängnis geschickt werden, die Kirchenführer es praktisch finden werden, eine Offenbarung zu haben, die das Gebot der Polygamie beiseitelegen würde. [13]

Das versetzte die Kirchenführer in eine üble Zwickmühle: sie wurden skrupellos von der Legislative dafür verfolgt, dass die gemäß ihrem Glauben handelten; wenn sie sich dem Gesetz fügen würden, würden sie (in den Augen von so manchen) zugeben, dass Offenbarung auf Verlangen kommen würde und als Reaktion auf weltlichen Druck oder aus Zweckmäßigkeit. Ihre Feinde würden „gewinnen”, egal was sie taten.

Aber das geschah nicht — die Führer und Mitglieder der Kirche waren buchstäblich bereit, alles zu tun, was ihnen geboten wurde, damit sie dem Herrn gehorchten, bis ihnen etwas anderes gesagt wurde. Beeindruckenderweise nahmen die Kirche und ihre Führer den einzig gangbaren Kurs ein, die ihnen ihre offenbarende Rechtschaffenheit bewahrte: nur wenn sie buchstäblich keine andere Wahl hatten außer Aufhebung war das Gebot der Vielehe vollständig aufgehoben.

Es sollte schließlich daran erinnert werden, dass die wesentliche Lehre der Kirche die ist, dass niemand jemandes Wort für bare Münze nehmen sollte &mdash: damit der Mensch nicht seinem Mitmenschen rate, auch nicht auf den Arm des Fleisches vertraue — sondern damit jedermann im Namen Gottes, des Herrn, ja, des Erretters der Welt, sprechen könne. (LuB 1:19-20). Das trifft nicht nur auf die Polygamie zu. Jede Zeugnisdiskussion beinhaltet das. Joseph Smith machte zahlreiche andere Aussagen, die uns skeptisch machen könnten: Erscheinung von Gott und Jesus, Engeln, Goldplatten und alles andere Er sagte:

Erforscht die Schrift &mdash: erforscht die Offenbarungen, die wir veröffentlichen, und bittet euren Vater im Himmel im Namen seines Sohnes Jesus Christus, er möge euch die Wahrheit kundtun; und wenn ihr es so tut, daß ihr nur seine Herrlichkeit im Auge habt und in nichts zweifelt, wird er euch durch die Macht seines Heiligen Geistes Antwort geben. Ihr werdet es dann selbst wissen und nicht durch jemand anders. Ihr werdet dann nicht mehr auf Menschen angewiesen sein, wenn es um Gotteserkenntnis geht; auch bleibt kein Platz mehr für Mutmaßungen. [14]

Präsident Cannon erklärte, die Führer der Kirche waren nicht von den Unbilden befreit, Offenbarungen zu empfangen.

Yet, though [Church doctrines] shocked the prejudices of mankind, and perhaps startled us as Latter-day Saints, when we sought God for a testimony concerning them, He never failed to give unto us His Holy Spirit, which witnessed unto our spirits that they were from God, and not of man. So it will be to the end. The Presidency of the Church have to walk just as you walk. They have to take steps just as you take steps. They have to depend upon the revelations of God as they come to them. They cannot see the end from the beginning, as the Lord does. They have their faith tested as you have your faith tested. So with the Twelve Apostles. All that we can do is to seek the mind and will of God, and when that comes to us, though it may come in contact [conflict?] with every feeling that we have previously entertained, we have no option but to take the step that God points out, and to trust to Him…[15]

Fußnoten

  1. "Das Manifest und das Ende der Mehrehe," Evangeliumsthemen auf LDS.org
  2. "Das Manifest und das Ende der Mehrehe," Evangeliumsthemen auf LDS.org
  3. „Das Manifest und das Ende der Mehrehe,” Evangeliumsthemen auf LDS.org
  4. (LuB 107:23-24)
  5. (LuB 107:27)
  6. Siehe Erörterung im Wikiartikel über die Amtliche Erklärung 1
  7. Abraham H. Cannon, Diary, 2 October 1890; see also George Q. Cannon, Diary, 6 October 1890; Heber J. Grant, Journal, 2 October 1890, and copy in Conference Report 1:48.
  8. See discussion in B. Carmon Hardy, Solemn Covenant, 148; citing “A Utah Commissioner’s Perversions,” Deseret News, 1 October 1890.
  9. George Q. Cannon, "Enduring to the End," in Brian H. Stuy (editor), Collected Discourses: Delivered by Wilford Woodruff, his two counselors, the twelve apostles, and others, 1868–1898, 5 vols., (Woodland Hills, Utah: B.H.S. Publishing, 1987–1989), 2:119. [Discourse given on 5 October 1890.]
  10. Siehe auf FairMormon Wiki-Artikel über das Wort der Weisheit
  11. Telegram from President Joseph F. Smith to Reed Smoot, Apr. 1, 1911, Reed Smoot Correspondence.
  12. Dallin H. Oaks, “Gospel Teachings About Lying,” BYU Fireside Address, 12 September 1993, typescript, no page numbers.
  13. B. Carmon Hardy, Solemn Covenant: The Mormon Polygamous Passage (Urbana and Chicago: University of Illinois Press, 1992), 50-51.
  14. Joseph Smith, Jr., Teachings of the Prophet Joseph Smith, selected by Joseph Fielding Smith, (Salt Lake City: Deseret Book Company, 1976), 11–12. Link
  15. George Q. Cannon, "Enduring to the End," in Brian H. Stuy (editor), Collected Discourses: Delivered by Wilford Woodruff, his two counselors, the twelve apostles, and others, 1868–1898, 5 vols., (Woodland Hills, Utah: B.H.S. Publishing, 1987–1989), 2:115–116. [Discourse given on 5 October 1890.]


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