Nephi's Tötung von Laban/Konnte Satan Nephi täuschen

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Konnte Satan Nephi betrügen und ihn überreden, Laban zu töten?


Kritik

Kritiker klagen, dass die Geschichte, dass Nephi, dem von Gott geboten wurde, (1. Nephi 4:5-18) Laban zu erschlagen, problematisch ist weil

  1. der Engel, der zu Nephi kam, der dämonische „Engel des Lichts” hätte sein können, der gesandt war, ihn zu betrügen;
  2. Nephi hörte „eine Stimme im Kopf”, die ihm befahl, Laban zu töten; dies kann ein Psychose sein oder eine Wahnvorstellung.

Erwiderung

Das Buch Mormon bietet eine Unmenge an textlichen Beweisen, die diese Angelegenheiten ein für alle mal klären.

Offenbarungen zuvor

Nephi bekam das Gebot, Laban zu töten nicht ohne Vorgeschichte. Es war nicht seine erste Erfahrung mit Gott. Auch schon vorher, als er nach Jerusalem zurückgeschickt wurde, um die Messingplatten zu holen nahm er Gott wahr.

Und es begab sich: Ich, Nephi, war noch sehr jung, wenn auch groß von Gestalt, und ich hatte auch großes Verlangen, von den Geheimnissen Gottes zu wissen; darum rief ich den Herrn an; und siehe, er besuchte mich und erweichte mir das Herz, so daß ich alle die Worte glaubte, die mein Vater gesprochen hatte; darum lehnte ich mich nicht wie meine Brüder gegen ihn auf. Und ich redete mit Sam und gab ihm alles bekannt, was mir der Herr durch seinen Heiligen Geist kundgetan hatte. (1. Nephi 2:16-17)

Nephi begann seine „spirituelle Reise”, indem sein Herz durch den Herrn und durch den Heiligen Geist erweicht wurde. Dies führte dann zu mehr direkten Erfahrungen mit Gott.

19 Und es begab sich: Der Herr sprach zu mir, nämlich: Gesegnet bist du, Nephi, deines Glaubens wegen; denn du hast mich eifrig, mit demütigem Herzen, gesucht.
20 Und insofern ihr meine Gebote haltet, wird es euch wohl ergehen, und ihr werdet in ein Land der Verheißung geführt werden; ja, selbst ein Land, das ich für euch bereitet habe; ja, ein Land, das vor allen anderen Ländern erwählt ist.
21 Und insofern deine Brüder sich gegen dich auflehnen, werden sie von der Gegenwart des Herrn abgeschnitten werden.
22 Und insofern du meine Gebote hältst, wirst du zu einem Herrscher über deine Brüder und einem Lehrer für sie gemacht werden. (1. Nephi 2:19-22)

Hier hatte Nephi mehr als den „Heiligen Geist”. Der Herr sprach mit ihm, was direkter zu sein scheint als nur der Heilige Geist. Nephi hatte tatsächlich die göttliche Stimme gehört, die zu ihm gesprochen hat.

Der Engel

Nephi und seine Brüder versuchen zweimal, die Platten wiederzuerlangen. In beiden Fällen versucht Laban, sie zu ermorden. Die Brüder verstecken sich in einer Höhle und Laman und Lemuel beginnen Nephi und Sam mit einer Rute zu schlagen:

Und es begab sich: Als sie uns mit einer Rute schlugen, siehe, da kam ein Engel des Herrn und stellte sich vor sie und sprach zu ihnen, nämlich: Warum schlagt ihr euren jüngeren Bruder mit einer Rute? Wißt ihr nicht, daß der Herr ihn erwählt hat, Herrscher über euch zu sein, und zwar wegen eurer Übeltaten? Siehe, ihr sollt wiederum nach Jerusalem hinaufgehen, und der Herr wird Laban in eure Hand geben. Und nachdem der Engel zu uns gesprochen hatte, verließ er uns. (1. Nephi 3:29-30)

Kritiker machen geltend, das dies eine teuflische Erscheinung gewesen sein könnte als „Engel des Lichts”, um Nephi zu betrügen. Die Kritiker übersehen jedoch den Inhalt der Botschaft des Engels, die er Laman und Lemuel überbracht hat, dass Nephi ein Herrscher über sie sein werde, etwas das Gott Nephi schon privat mitgeteilt hatte. Da Satan die Absicht Gottes nicht kennt, (Moses 4:6), kann ein dämonischer Bote die früheren Botschaften Gottes an Nephi nicht kennen.

Die Worte des himmlischen Boten waren auch vom Geist des Herrn begleitet, was Nephi schon erlebt hatte. Auf diese Weise bilden seine geistigen Zeugen einen ineinandergreifenden, sich gegenseitig verstärkenden Zeugen. Satan kann nicht den Einfluss des Heiligen Geistes nachahmen, noch kann er die Absichten Gottes kennen, um die Botschaft Gottes Nephi vorzuspielen, es sei denn, die Kritiker wünschen, dass wir schlussfolgern, das Satan Gottes Gespräche mit anderen belauschen kann.

Das Gebot zu töten

Nephi wurde vom Engel angewiesen, nach Jerusalem zurückzukehren und das der Herr ihm Laban in die Hände geben würde. (1. Nephi 3;29). Demnach wurde die Vorstellung, dass der Herr Labans Tod verursachen würde, schon von dem himmlischen Boten erwähnt, wie oben erörtert.

Nephi findet den betrunkenen Laban. „Und es begab sich: Ich wurde vom Geist gedrängt, Laban zu töten.” (1. Nephi 4:10) Nephis Reaktion ist interessant: „aber ich sprach in meinem Herzen: Noch nie habe ich das Blut eines Menschen vergossen.” (1. Nephi 4:10 Betonung hinzugefügt).

Nephi spricht nicht laut — Man kann darum nicht schlussfolgern, das die Stimme des Geistes eine böse Macht war, die ihm das Gebot zu töten gegeben hat.. HLT-Theologie meint, dass Satan nicht die Gedanken des Herzens eines Sterblichen kennt, wenn Sterbliche ihre Gedanken nicht durch Worte und Taten ausdrücken.[1] Nephi antwortet also einer Stimme in seinen Gedanken und bekommt eine Antwort bezüglich seiner Angelegenheit — klarer Beleg dafür, dass das keine böser Geist ist, mit dem er spricht, da ein böser Geist keinen Zugang hat zu seinen inneren Gedanken wie Gott oder der Heilige Geist es hätte.

Ein sekularer Kritiker mag an diesem Punkt jetzt darauf beharren, das Nephi nur sich selbst n seinem Kopf hört — dass er wahnsinnig ist oder psychotisch. Diese Position könnte eine Möglichkeit sein, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass Nephi den Engel schon gesehen hat, dessen göttliche Autorisierung schon nachgewiesen wurde. Und Nephi war es nicht allein, der ihn gesehen hat, sondern auch Laman und Lemuel, die nicht geneigt waren, mehr zu tun, um die Platten wiederzuerlangen. Deshalb kann Nephi zuversichtlich sein, dass der Engel keine Wahnvorstellung ist, und der Engel hat beiden bekräftigt, was Gott ihm zuvor gesagt hatte, und ihm das Gebot gegeben, zurückzukehren und Laban zu finden.

Nach Nephis anfänglicher mentaler Weigerung, Laban zu töten, sprach der Geist ihn zweimal mehr an und gebot Nephis Bedenken mit Gedanken und Gründen, dem Herrn zu gehorchen.

  • „Siehe, der Herr hat ihn in deine Hand gegeben.” (1. Nephi 4:11). Der Geist sagte Nephi das Gleiche, was der Engel Nephi gesagt hatte, dass es geschehen würde.
  • „Ja, und ich wußte auch, daß er mir nach dem Leben getrachtet hatte; ja, und er wollte auch nicht auf die Gebote des Herrn hören; und er hatte auch unser Gut.” (1. Nephi 4:11).
  • „Und es begab sich: Der Geist sprach abermals zu mir: Töte ihn, denn der Herr hat ihn in deine Hand gegeben. Siehe, der Herr tötet die Schlechten, um seine rechtschaffenen Absichten zustande zu bringen. Es ist besser, daß ein Mensch zugrunde geht, als daß ein Volk in Unglauben verfällt und zugrunde geht.” (1. Nephi 4:12-13).

Der Geist wiederholt nochmals die Botschaft des Engels und Nephi erkennt dann, das dieses Gebot mit etwas, was der Herr ihm früher gesagt hat, verbunden ist,

Und nun, als ich, Nephi, diese Worte hörte, dachte ich an das, was der Herr zu mir in der Wildnis geredet hatte, nämlich: Insofern deine Nachkommen meine Gebote halten, wird es ihnen wohl ergehen im Lande der Verheißung. Ja, und ich dachte auch, daß sie die Gebote des Herrn gemäß dem Gesetz des Mose gar nicht würden halten können, wenn sie das Gesetz nicht hätten. Und ich wußte auch, daß das Gesetz auf den Platten aus Messing eingraviert war. (1. Nephi 4:14-16).

Zusammenfassung


  1. Nephi hatte Erfahrung mit beiden Stimmen des Geistes, auch der Stimme Gottes, die ihn zuvor nach Jerusalem gesendet hatte
  2. Nephi has experience with both the voice of the Spirit and the voice of the Lord prior to being sent to Jerusalem.
  3. Der Autoritätsnachweis des Engels gründet sich darauf, dass er Laman und Lemuel etwas erzählt, was Gott zuvor nur Nephi gesagt hat.
  4. Die Tatsache, dass Nephi seine Diskussion mit dem Geist hat, während er über Laban steht, ist ein klarer Beleg dafür, dass er mit keiner dämonischen Macht redet, da solche Mächte keinen Zugang zu inneren mentalen Angaben haben.
  5. Der „innere Dialog” ist wahrscheinlich auch keine Wahnvorstellung, weil
(a) Nephi wurde befohlen, etwas zu tun, was er nicht tun wollte.
(b) Er bekommt wiederholt die gleiche Botschaft mit mehr Informationen
(c) Die weitere Information zitiert, was ihm zuvor schon sowohl durch den Heiligen Geist, als auch durch die Stimme Des Herrn gesagt wurde;
(d) Der Engel, sichtaber für Nephi und seine Brüder bieten weitere Zeugen, da er Nephi gebot, in die Stadt Jerusalem zurückzukehren und versprach dann, Laban würde in Nephis Hände gegeben werden.

Nur ein Zeuge allein mag fraglich sein — doch die ineinandergreifenden Zeugnisse, die Nephi verfügbar waren, gaben ihm genügend Grund zur Zuversicht. Keine andere Erklärung passt zu allen Details, außer dass der Engelund die Stimme des Geistes beide von göttlicher Quelle waren.

(Diese Analyse setzt natürlich voraus, dass das Buch Mormon eine wahre Geschichte ist und keine Erfindung — doch können die Kritiker es nicht als Fiktion ablehnen oder darauf beharren, dass die Lektionen daraus missachtet werden sollten einfach wegen der Laban-Episode, da die Schilderung nur einen Schluss zulässt: das Gebot, Laban zu erschlagen kam von himmlischer Quelle.)

Fußnoten

  1. [back]  LuB 6:16: 16 ja, ich sage es dir, damit du weißt, daß es niemanden gibt außer Gott, der deine Gedanken und die Absichten deines Herzens kennt.


Zusätzliches Material

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