Mormonismus und die Natur Gottes/Kein Mensch hat Gott gesehen

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Wie konnte Joseph Smith Gott gesehen haben, wo die Bibel doch sagt, dass Gott nicht von Sterblichen gesehen werden könne?


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Kritik

Kirtiker behaupten, die Bibel würde lehren, dass Gott von Sterblichen nicht gesehen werden könne, und deshalb die Aussage, die Joseph Smith und andere gemacht haben, Gott den Vater oder Jesus Christus gesehen zu haben, falsch sein muss.

Erwiderung

Das meist verwendete Bibelzitat, das die Kritiker wahrscheinlich dafür verwenden ist Johannes 1:18: „Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.”

Der frühchristliche Autor Irenäus schrieb 180 n. Chr., diese Schriftstelle solle wie folgt gelesen werden: Denn „kein Mensch,” sagt er, „hat Gott je gesehen,” es sei denn „der einzig gezeugt Sohn Gottes, welcher am Herze des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht.” [1]

Joseph Smith schreibt in seiner Revision der Bibel:

Und niemand hat Gott jemals gesehen, außer er habe Zeugnis vom Sohn gegeben; denn außer durch ihn kann kein Mensch errettet werden. JSÜ
Apg 7:55-56 Genesis 32:30 Genesis 17:1 Genesis 18:1 Apg 7:2 Exodus 3:6
Exodus 19:11 Exodus 33:11 Numeri 12:7-8 1. Könige 9:2 1. Könige 11:9 Jesaja 6:1,5
Exodus 24:10-11 Dtn 34:10

Dtn 5:4

Richter 13:22 Genesis 3 Hebräer 11:27 Ijob 42:5
Ijob 33:26 Ijob 19:26 Ezechiel 1:1 Ezechiel 8:1-4 Josua 5:12-15 Offb 22:4

Außerdem, indem man diesen Denkansatz annimmt, harmonisiert die Interpretation des Irenaeus von Johannes 1:18 mit dem Rest der Bibel und den Bedingungen, welche die Bibel für die fordert, die Gott sehen. Die Anforderungen sind:

  1. Man muss „von Gott” sein. „Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen.” (Johannes 6:46) Einige Kritiker werden einwenden, dass nur Jesus „von Gott” ist, doch diese Position ist unbiblisch. Auch Moses war „von Gott” (Deuteronomium 33:1), ebenso Samuel (1. Samuel 9:10); Shemaiah 1. Könige 12:22) und Elijah 1. Könige 17:24:
  2. Man muss Frieden und Heiligkeit mit sich haben. „Strebt voll Eifer nach Frieden mit allen und nach der Heiligung, ohne die keiner den Herrn sehen wird.” (Hebräer 12:14)
  3. Man muss rein im Herzen sein. „Selig, die ein reines Herz haben; / denn sie werden Gott schauen.” (Mattäus 5:8)

Wie diese zahlreichen biblischen Hinweise demonstrieren, ist der Gedanke Gott zu sehen kaum fremd für hebräische oder frühchristliche Gedanken. Es gibt auch nicht-biblische Beispiele: Philo der Jude lehrte, dass der Name Israel zusammengesetzt ist aus drei Wörtern: Ish, rah und El, was bedeutet, „Mann, der Gott sieht.” Diese Ansicht in auch in der Apokryphe Prayer of Joseph zu finden. [2] Und es gibt ein frühchristliches Dokument, Clementine Homilies genannt, das den Apostel Petrus schildert, wie er mit Irenaeus Ansicht übereinstimmt.

Denn ich sage, dass die Augen von Sterblichen weder den Vater noch den Sohn sehen können, weil sie von außergewöhnlich großem Licht erleuchtet sind.... Denn der, der Gott sieht, kann nicht leben. Denn das viele Licht löst das Fleisch von dem auf, der ihn sieht, es sei denn, dass das Fleisch durch die Macht Gottes in eine Art von Licht umgewandelt wird, sodass es Licht sehen kann. [3]

Joseph Smith offenbarte die gleiche wesentliche Wahrheit. LuB 67:11) LuB 84:22)

Es ist kritische Sichtweise in Johannes 1, 18, die neu ist und im Gegensatz zu dem frühen christlichen Verständnis der Schriften steht, nicht die von Joseph.

Zusammenfassung


Zahlreiche Bibelverse bestätigen, dass Gott von ausgewählten Menschen gesehen wurde. Johannes 1:18, die Schriftstelle, die Kritiker gebrauchen um anders zu argumentieren, wird von den Frühchristen anders interpretiert, um einen Widerspruch in sich selbst zu vermeiden, der sich durch die Lesart der Kritiker ergibt.

Wenn Gott sagt, ich bin ändere mich nicht (Maleachi 3:6) und er ist in der Vergangenheit Sterblichen erschienen, wovon die Bibel berichtet, warum sollte er seine Vorgehensweise ändern und sich weigern, neuzeitlichen Propheten zu erscheinen?

Fußnoten

  1. [back] Irenaeus, "Against Heresies," (Chapter 6) Ante-Nicene Fathers 1:427. ANF ToC Link This volume
  2. [back]  Charles A. Gieschen, Angelomorphic Christology: Antecedents and Early Evidence (Leiden; New York; Köln: Brill, 1998), 139. Link
  3. [back]  Apostle Peter (attributed), "Clementine Homilies," (17:16) Ante-Nicene Fathers 8:322. ANF ToC Link This volume


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