Mormonismus und Lehre/Offizielle Lehre oder wesentliche Lehre

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Was ist offizielle Lehre oder Grundsatzlehre?


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Kritik

Manche Leute lieben es, mit ihren absolutistischen Vermutungen Eindruck zu machen. Viele halten fest an der Unfehlbarkeit von Heiligen Schriften und Propheten und gehen davon aus, dass Mormonen ähnliche Ansichten haben.

Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beantwortet diese Fragen

„Ein Zugang zur Lehre der Mormonen,” LDS Newsroom


Nicht jede Aussage eines führenden Repräsentanten der Kirche, ob aus der Vergangenheit oder der Gegenwart, ist notwendigerweise gleich Lehre. Eine einzelne Aussage, die ein einzelner Führer der Kirche bei einer einzelnen Gelegenheit macht, stellt oft nur seine persönliche, wenn auch wohl durchdachte Meinung dar und ist nicht als bindend für die gesamte Kirche anzusehen. Von Gott inspiriert, beraten die Erste Präsidentschaft (der Prophet mit seinen beiden Ratgebern) und das Kollegium der Zwölf Apostel (die zweithöchste Verwaltungsinstanz der Kirche) gemeinsam darüber, was in den offiziellen Veröffentlichungen der Kirche einheitlich als Lehre verbreitet wird. Diese Lehre beruht auf den vier „Standardwerken” heiliger Schrift (der Bibel, dem Buch Mormon, dem Buch Lehre und Bündnisse und der Köstlichen Perle), den amtlichen Erklärungen und Proklamationen sowie den Glaubensartikeln. Oft werden Einzelaussagen aus dem Zusammenhang gerissen, wodurch ihr ursprünglicher Sinn verzerrt wird.

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Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beantwortet diese Fragen

„Die Lehre von Christus,” April 2012 Generalkonferenz, Sonntagmorgenversammlung.


Der Präsident der Kirche ist befugt, auf der Grundlage von Offenbarung, die an ihn ergeht, Lehren zu verkünden oder auszulegen (siehe beispielsweise LuB 138). Erläuterungen der Lehre können auch durch den gemeinsamen Rat der Ersten Präsidentschaft und des Kollegiums der Zwölf Apostel erfolgen (siehe beispielsweise Amtliche Erklärung – 2). In die Überlegungen des Rates fließen oftmals die kanonisierten heiligen Schriften, Aussagen der Führer der Kirche und die bewährte Praxis ein. Doch am Ende geht es – ähnlich wie in der Urkirche im Neuen Testament – nicht darum, einen Konsens zwischen den Ratsmitgliedern zu erzielen, sondern darum, Offenbarung von Gott zu empfangen. Dabei sind sowohl Vernunft als auch Glauben gefragt, um die Absicht und den Willen des Herrn in Erfahrung bringen zu können.
Erläuterungen der Lehre können auch durch den gemeinsamen Rat der Ersten Präsidentschaft und des Kollegiums der Zwölf Apostel erfolgen (siehe beispielsweise Amtliche Erklärung – 2). In die Überlegungen des Rates fließen oftmals die kanonisierten heiligen Schriften, Aussagen der Führer der Kirche und die bewährte Praxis ein. Doch am Ende geht es – ähnlich wie in der Urkirche im Neuen Testament – nicht darum, einen Konsens zwischen den Ratsmitgliedern zu erzielen, sondern darum, Offenbarung von Gott zu empfangen. Dabei sind sowohl Vernunft als auch Glauben gefragt, um die Absicht und den Willen des Herrn in Erfahrung bringen zu können

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Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beantwortet diese Fragen

Elder Neil L. Anderson, „Euer Glaube soll sich bewähren,” Liahona


Die Lehre wird von allen 15 Mitgliedern der Ersten Präsidentschaft und des Kollegiums der Zwölf Apostel verkündet. Sie wird nicht in irgendeinem undurchsichtigen Absatz einer Ansprache versteckt. Die wahren Grundsätze werden häufig und von vielen gelehrt. Unsere Lehre ist nicht schwer zu entdecken. Die Führer der Kirche sind ehrliche, aber unvollkommene Menschen. Denken Sie an die Worte Moronis: „Verurteilt mich nicht wegen meiner Unvollkommenheit, auch nicht meinen Vater[;] dankt vielmehr Gott, dass er euch unsere Unvollkommenheiten kundgetan hat, damit ihr lernt, weiser zu sein, als wir es gewesen sind.” (Mormon 9:31)

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Erwiderung

Was sagte Joseph Smith über unsere wesentlichen Glaubensgrundsätze?

Joseph Smith erklärte die wesentlichen Grundsätze unseres Glaubens:

Die wesentlichen Grundsätze unserer Religion sind das Zeugnis der Apostel und Propheten über Jesus Christus, daß er gestorben ist, begraben wurde und am dritten Tage wieder auferstanden und dann in den Himmel aufgefahren ist; und alles andere, was mit unserer Religion zu tun hat, ist nur eine Zugabe dazu.
Lehren des Propheten Joseph Smith, S. 124.

Was haben andere Kirchenführer darüber gesagt?

Präsident George Q. Cannon (Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft) erklärte, die einzige Quelle für offizielle Lehre sind, verbunden mit den Offenbarungen an die Propheten, was der Kirche präsentiert und von der Kirche dann bestätigt und unterstützt wurde:

Ich halte hier das Buch Lehre und Bündnisse in meiner Hand und auch die Köstliche Perle, Bücher, die die Offenbarungen von Gott enthalten. In Kirtland wurde Lehre und Bündnisse in seiner ursprünglichen Fassung - wie es zum ersten Mal gedruckt wurde - den Beamten der Kirche vorgelegt, und den Mitgliedern der Kirche unterbreitet es zu bestätigen. Da bei der Veröffentlichung der Offenbarungen einiges hinzugefügt wurde, was in der Originalausgabe nicht vorhanden ist, halten wir es für weise, diese Bücher mit ihrem Inhalt der Konferenz vorzulegen, um zu sehen, ob die Konferenz dafür stimmt, die Bücher als von Gott zu akzeptieren und bindend für uns als Volk und als Kirche. [1]

B.H. Roberts erklärte überdies, dass nur die Sachen aus den Standardwerken für die Kirche und ihre Mitglieder bindend sind, und die, die von der Ersten Präsidentschaft und dem Rat der Zwölf Apostel zu allgemeinen Zustimmung vorgelegt wurden.

Die Kirche hat die Quellen der Lehre eingeschränkt, die für sie vor der Welt an das bindend ist, was Gott offenbart hat, und die die Kirche offiziell akzeptiert hat, und nur die. Diese sind die Bibel, das Buch Mormon, Lehre und Bündnisse und die Köstliche Perle; sie wurden wiederholt von der Kirche während der versammelten Generalkonferenz akzeptiert und bestätigt und sind die einzigen Quellen, auf die man sich als unsere Lehre voll und ganz berufen kann. [2]

Alles andere ist nützlich und kann zur Erläuterung, Ermahnung und Anweisung verwendet werden, doch hat es im HLT-Kanon nicht das Gewicht von ‘Heiliger Schrift’. Harold B. Lee sagte in gleicher Weise ausdrücklich:

Wenn irgendjemand, unabhängig von seiner Position in der Kirche eine Lehre vorbringt, die die Standardwerke der Kirche, also die Bibel das Buch Mormon, Lehre und Bündnisse und die Köstliche Perle, nicht untermauert, dann können Sie wissen, dass sein Statement nur seine private Meinung ist. Der einzige, der berechtigt ist, eine neue Lehre vorzutragen, ist der Kirchenpräsident, der, wenn er es tut, erklärt, dass es eine Offenbarung von Gott ist und dass es vom Rat der Zwölf und der Mitgliedschaft der Kirche bestätigt wurde. Und wenn irgend jemand eine Lehre äußert, die den Standardwerken der Kirche widerspricht, können Sie auf die gleiche Weise wissen, dass es falsch ist, und Sie sind nicht verpfichtet, es als Wahrheit zu akzeptieren. [3]

Ein andermal lehrte Präsident Lee das gleiche Prinzip:

„Man darf nicht meinen, jedes Wort, das eine Generalautorität ausspricht, sei inspiriert, oder die Generalautoritäten seien in allem, was sie sagen und schreiben, vom Heiligen Geist geleitet. Man sei sich dessen bitte bewußt. Gleich, was für eine Position der Betreffende innehat: wenn er etwas schreibt oder sagt, was man in den heiligen Schriften der Kirche nicht findet, und wenn er nicht der Prophet, Seher und Offenbarer ist - man beachte diese einzige und alleinige Ausnahme - dann kann man sogleich sagen: „Das ist seine persönliche Meinung.” Und wenn er etwas sagt, was der Aussage der heiligen Schriften der Kirche widerspricht (das ist, glaube ich, der Grund, weshalb man im Englischen von „Standardwerken” spricht - „Standard” im Sinne eines Maßstabes, an dem alles, was Menschen lehren, gemessen werden kann), so weiß man aus ganz demselben Grund: es ist falsch, ungeachtet der Position des Mannes, der es sagt.”[4]

In Mormon Doctrine, war Elder Bruce R. McConkie ebenso klar:

Die Bücher, Aufzeichnungen, Erklärungen, Ausführungen, Ansichten und Theorien der weisesten und größten Menschen, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche, haben nicht dieselbe Bedeutung wie die heiligen Schriften. Auch die Aufzeichnungen, Lehren und Meinungen der Propheten Gottes brauchen nur dann befolgt zu werden, wenn sie mit den Offenbarungen Gottes und mit den Lehren der heiligen Schriften übereinstimmen.[5]

In Dingen, in denen die Standardwerke nicht klar sind, darf definitiv nur der Kirchenpräsident Lehre verkünden.

But there are many places where the scriptures are not too clear, and where different interpretations may be given to them; there are many doctrines, tenets as the Lord called them, that have not been officially defined and declared. It is in the consideration and discussion of these scriptures and doctrines that opportunities arise for differences of views as to meanings and extent. In view of the fundamental principle just announced as to the position of the President of the Church, other bearers of the Priesthood, those with the special spiritual endowment and those without it, should be cautious in their expressions about and interpretations of scriptures and doctrines. They must act and teach subject to the over-all power and authority of the President of the Church. It would be most unfortunate were this not always strictly observed by the bearers of this special spiritual endowment, other than the President. Sometimes in the past they have spoken "out of turn," so to speak. Furthermore, at times even those not members of the General Authorities are said to have been heard to declare their own views on various matters concerning which no official view or declaration has been made by the mouthpiece of the Lord, sometimes with an assured certainty that might deceive the uninformed and unwary. [6]

Fußnoten


  1. George Q. Cannon, "Comments," Millennial Star 42 no. 46 (15 November 1880), 724. (10. Oktober 1880, Generalkonferenu)
  2. Brigham H. Roberts, Predigt am 10. Juli 1921, gehalten im Salt Lake Tabernacle, gedruckt in Deseret News(23. Juli 1921) sec. 4:7.
  3. Harold B. Lee, The First Area General Conference for Germany, Austria, Holland, Italy, Switzerland, France, Belgium, and Spain of the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints, held in Munich Germany, August 24–26, 1973, with Reports and Discourses, 69.
  4. („The Place of the Living Prophet, Seer and Revelator”, Ansprache vor dem Lehrkörper von Senar und Religionsin-stitut am 8. Juli 1964.)
  5. Bruce R. McConkie, Mormon Doctrine, 2nd edition, (Salt Lake City: Bookcraft, 1966), 111. GospeLink
  6. J. Reuben Clark, “When Are the Writings or Sermons of Church Leaders Entitled to the Claim of Scripture,” address given to seminary and institute teachers at BYU, 7 July 1954, published in Church News (31 July 1954): 9–10; reprinted in Dialogue 12 (Summer 1979), 68–80.

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