Joseph Smith/Angeblich falsche Prophezeiungen/Der Prophetentest in Deuteronomium 18

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Deutoronomium 18 als Prophetentext verwenden


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Kritik

Kritiker verweisen auf Deuteronomium 18:18-22 als einen Test für wahre Propheten.

Einen Propheten wie dich will ich ihnen mitten unter ihren Brüdern erstehen lassen. Ich will ihm meine Worte in den Mund legen und er wird ihnen alles sagen, was ich ihm auftrage. Einen Mann aber, der nicht auf meine Worte hört, die der Prophet in meinem Namen verkünden wird, ziehe ich selbst zur Rechenschaft. Doch ein Prophet, der sich anmaßt, in meinem Namen ein Wort zu verkünden, dessen Verkündigung ich ihm nicht aufgetragen habe, oder der im Namen anderer Götter spricht, ein solcher Prophet soll sterben. Und wenn du denkst: Woran können wir ein Wort erkennen, das der Herr nicht gesprochen hat?, dann sollst du wissen: Wenn ein Prophet im Namen des Herrn spricht und sein Wort sich nicht erfüllt und nicht eintrifft, dann ist es ein Wort, das nicht der Herr gesprochen hat. Der Prophet hat sich nur angemaßt, es zu sprechen. Du sollst dich dadurch nicht aus der Fassung bringen lassen.

Kritiker behaupten, dass Joseph Smiths Prophezeiungen machte, die fehlgeschlagen sind, und deshalb ist er ein „falscher Prophet”.

Quellen der Kritik

  • „Bedenken Sie, dass im Licht der folgenden Liste gemäß Deuteronomium 18:20-22 es nur einer falschen Prophezeiung bedarf, um einen falschen Propheten zu entlarven, genauso, wie ein einziger Mord jemanden zum Mörder macht. Behalten sie die biblischen Lehren im Gedächtnis, wenn sie die vielen falschen Prophezeiungen von Joseph Smith lesen.” - Ed Decker
  • Siehe auch: Quellen der Kritik

Erwiderung

Verwirrung über diesen Punkt kommt durch ein oder mehrere Irrtümer:

  1. Eine Prophezeiung kann sich auf eine Weise oder zu einer Zeit erfüllen, die die Hörer nicht erwarten;
  2. Die meisten Propheiungen sind bedingt, selbst wenn nicht explizit erklärt wird, wann diese Prophezeiung gemacht wurde — das rührt daher, weil die freien Entscheidungen der Sterblichen bewirken, ob eine Prophezeiung sich erfüllt oder nicht.
  3. Konfessionskritiker verwenden manchmal Standards bei neuzeitlichen Propheten, die sie ablehnen, die sie bei biblischen Propheten nicht anwenden würden. Diese Doppelmoral verdammt Joseph auf unfaire Weise.

Dieser Artikel erörtert diese Irrtümer.

#1: Erfüllung auf unerwartete Weise

Deuteronomium 18 sagt nicht ausdrücklich, dass ein einziger Fehler gleich einen falschen Propheten ausmacht. [1] James L. Mays, Herausgeber des Harper's Bibelkommentar schreibt:

Prophezeiung im Namen anderer Götter kann leicht abgeleht werden, doch eine falsche Prophezeiung im Namen Gottes ist eine ernstere Sache. Dieses Dilemma erfordert die Anwendung eines pragmatischen Maßstabs, der, wenn auch offensichtlich ungeignet für die Beurteilung individueller Orakel(aussagen), gewiss imstande ist, die generelle Effizienz eines Propheten zu beurteilen. [2]

Das Problem, Deut 18:22 auf eine einzige individuelle Prophezeiung anzuwenden, ist das einige Prophezeiungen auf vielschichtige Weise erfüllen können oder zu viel späteren Zeiten als die Hörer angenommen hatten. Ein konservativer Bibelkommentator bemerkte:

Von außen betrachtet gäbe es daher [in alt-testamentarischen Zeiten] anscheinend kaum eine Möglichkeit, wahre Propheten von falschen zu unterscheiden... Während die allgemein gängige Ansicht im siebten Jahrhundert n. Chr. einen falschen Propheten von einem wahren auf der Basis unterschied, ob ihre Vorhersagen erfüllt wurden oder nicht, stellte diese Einstellung lediglich eine Umkehrung der Situation dar, die sich letztendlich entwickelte, und kein absolutes Kriterium für Wahrheit oder Unwahrheit als solche. Albright hebt hervor, dass die Erfüllung einer Prophezeiung nur einer der wichtigen Kriterien sind in der Bewertung eines authentischen Propheten, und in einigen Einzelfällen wird es nicht mal für einen wesentlichen Bestandteil gehalten, wie es veranschaulicht wird offensichtlichen Fehlschlag der Äußerungen Haggais (Haggai 2:20-22)gegen das Persische Reich. [3]

#2: Die meisten Prophezeiungen sind bedingt durch menschliche Handlungen

die Bibel enthält viele Beispiele, wie Gott gewissen Prophezeiungen widerruft und annulliert, so wie er in Jeremia gesagt hat, dass es Ihm freistehe, das zu tun.

7 Bald drohe ich einem Volk oder einem Reich, es auszureißen, niederzureißen und zu vernichten.
8 Kehrt aber das Volk, dem ich gedroht habe, um von seinem bösen Tun, so reut mich das Unheil, das ich ihm zugedacht hatte.
9 Bald sage ich einem Volk oder einem Reich zu, es aufzubauen und einzupflanzen.
10 Tut es aber dann, was mir missfällt, und hört es nicht auf meine Stimme, so reut mich das Gute, das ich ihm zugesagth habe. (Jeremia 18:7-10)

Dieses Prinzip wir auch in 1. Samuel 2:30 veranschaulicht, wo der Herr wegen der Schlechtigkeit der Priester, sein Versprechen an das Haus Aaron widerruft, dass es ihm für immer dienen werde:


30 Darum - Spruch des Herrn, des Gottes Israels: Ich hatte fest zugesagt: Dein Haus und das Haus deines Vaters sollen für ewig vor meinem Angesicht ihren Dienst versehen. Nun aber - Spruch des Herrn: Das sei fern von mir; denn nur die, die mich ehren, werde ich ehren, die aber, die mich verachten, geraten in Schande.

#3: Doppelmoral

Viele biblische Propheten würden vor der gegnerischen Anwendung der Kritiker von Deuteronomium 18 nicht bestehen, wie jüdische und christliche Kommentatoren schon längst erkannt haben.

Jüdische Lesart

Die Art und Weise, wie Kritiker diese Lesart auf neuzeitliche Propheten anwenden, passt nicht zu dem, wie Gelehrte des Judaismus Deuteronomium im Kontext des Alten Testaments verstehen.

„Ein wahrer Prophet und Fürsprecher ist bereit eine Konfrontation mit Gott zu riskieren im Gegensatz zu seinem Gegenpart, dem falschen Propheten. Das Problem der Unterscheidung zwischen ihnen ist in der Tat verblüffend, wie es in zwei verschiedenen Schriftstellen in Deuteronomium gezeigt wird... Es ist die Antwort gegeben worden, dass wenn ein Prophetenwort nicht wahr wird, dass dann das Prophetenwort nicht von Gott war; der Prophet äußerte sich vermessen. Dies kann jedoch nicht als unfehlbares Kriterium dienen, da es mehrere Ereignisse gab, dass ein Prophetenwort, überbracht von einem wahren Propheten, nicht einmal verwirklicht in seiner eigenen Lebenszeit verwirklicht wurde. Solche unerfüllten Prophezeiungen, einschließlich Jeremias Vorhersage eines schmachvollen Schicksals für Jehoiakim (Jeremia 22:19) was von 2. Könige 24:6 widerlegt wurde, und Ezechiels Vorhersage der Zerstörung von Tyre von Nebukadnezar (Ezechiel 26:7-11), welche später zugegebnermaßen nicht eintraf, sondern kompensiert wurde durch den Angriff des Königs von Babylon auf Ägypten.” (Ezechiel 29:17-20) [4]

Im nächsten Abschnitt werden wir Beispiele von biblischen Propheten sehen, die man als falsche Propheten bezeichnen müsste, wenn die Kritiker folgerichtig sein würden in ihrer Anwendung von Deuteronomium.

Die Jewish Study Bible stellt fest:

Da ein Israelite ein Modell der Prophezeiung erstellt hat, bietet das Gesetz zwei Kriterien an wahre von falschen Propheten zu unterscheiden. Das erste ist, dass ein Prophet ausschließlich im Auftrag Gottes spricht und nur die Worte Gottes überbringt. Ein Verstoß dieser Regel ist eine große Beleidigung (Jeremia 28:12-17). Das zweite Kriterium macht die Erfüllung des Prophetenwortes zum Maß seiner Wahrheit. Das kommt den Versuchen entgegen, das kritische Problem zu lösen: Wenn zwei Propheten für sich in Anspruch nehmen, im Namen Gottes zu sprechen, dabei aber sich widersprechende Aussagen machen, (1. Könige 22:5) gegenüber (1. Könige 22:17); (Jermia 27:8) gegenüber (Jeremia 28:2) - wie kann man dann entscheiden, welcher Prophet die Wahrheit sagt?
Die angebotene Lösung ist nicht frei von Schwierigkeiten. Wenn man einen falschen Propheten nur daran erkennen kann, dass seine prophetisches Wort sich nicht erfüllt, kann man keine Entscheidung treffen, ob man dem Propheten gehorchen soll, bis sie sich erfüllt. Auch kann dieses Kriterium nicht mit Dtn 13.3 in Einklang gebracht werden, was einräumt, dass selbst Orakelsprüche falscher Propheten wahr werden können. Schließlich drohen die Propheten oft mit dem Gericht in der Hoffnung die Menschen zur Umkehr zu bringenJeremia 7), (Jeremia 26:1-6). Wenn der Prophet damit Erfolg hat und die Menschen bereuen und dadurch ihre Verdammnis abwenden, (Jona 3 - 4), würde man den Propheten als authentisch annehmen, da er das Ziel Gottes, nämlich die Umkehr erreicht hat. Doch gemäß zu den Kriterien hier (im Vergleich zu Jeremia 28:9) würde der Prophet, der erreicht, dass das Volk bereut trotzdem ein falscher Prophet sein, da die vorausgesagten Richtersprüche unerfüllt bleiben. Diese Texte mit ihren Fragen und unterschiedlichen Ansichten über solche Themen spiegeln die heftige Debatte wider, die in Israel über Prophezeiungen stattfand.”[5]

Besondere biblische Beispiele

Jona

Man muss vorsichtig sein mit der Anwendung von Deut. 18:22, denn man läuft Gefahr, wahre Propheten der Bibel zu verwerfen! Es gibt Beispiele, wo ein wahrer Prophet etwas prophezeite, was nicht eintrat, wie er nach unserem besten Wissen erklärte. Ein Beispiel ist in Jona zu finden, dem vom Gott gesagt wurde, dem Volk von Ninive zu prophezeien. Jona prophezeite, dass das Volk in 40 Tagen zerstört werden würde (Jona 3:4) — da gabs keine Schlupflöchter, nur den bevorstehenden Untergang. Gott änderte jedoch die Dinge, als das Volk bereute und Er entschied sich, das Volk zu verschonen — sehr zum Verdruss dieses unvollendeten (jetzt jedoch göttlich genannten) Propheten Jona.

Jonah war in der Tat „außerordentlich verärgert” und „sehr böse” (Jona 4:1) über diese Änderung von Gott, vielleicht weil es Jona schlecht darstehen ließ. Trotz einer „falschen” Prophezeiung und trotz der offensichtlichen Unzulänglichkeit Jonas war er ein Prophet Gottes und das Buch Jona in der Bibel in Teil des Wortes Gottes. Doch wenn dieser heilige Text verloren gewesen wäre, nur um von Joseph Smith wiederhergestellt zu werden, vielleicht als Teil des Buch Mormons, hätte man es angegriffen als den verdammendsten Beweis gegen Joseph Smith. Man stelle sich nur vor, wie die Kritiker das Buch Jona als übel abgelehnt hätten, als widersprüchlich grotesk, antibiblisch, unwissenschaftlich und unchristlich (natürlich gibt es viele, die es als das schon ablehnen, unfähig die Hauptteile der Geschichte zu verstehen.)

Ezechiel

Der Prophet Ezechiel bietet ein anderes Beispiel, wie wahre Propheten sich irren mögen oder Propheiungen von ungewisser Genauigkeit machen. In Ezechiel Kapitel 26, 27 und 28 lesen wir, dass Tyrus (eine bewehrte Inselstadt) vom König Nebukadnezar von Babylon erobert, zerstört und geplündert werden würde. Die Reichtümer von Tyrus würden Babylon zufallen (Ezechiel 26:12). Nebukadnezars Armee belagerte Tyrus und seine Einwohner wurden heimgesucht, anscheinend so sehr, dass sie sich ihre Köpfe kahlschoren, wie es in (Ezechiel 27.31) prophezeit wurde. Doch die 13jährige Babylonische Belagerung war nicht ganz so erfolgreich, wie Ezechiel es vorausgesagt hatte, vielleicht weil die land-basierten Taktiken der Babylonischen Belagerung weniger effektiv war gegen die bewehrte Inselstadt mit erheblicher Seemacht. Das Ergebnis der Belagerung mag eher ein Kompromiss oder ein Vertrag gewesen als die totale Zerstörung und Plünderung, denn Ezechiel 29:17-20 berichtet, dass die vorhergesagte Plünderung nicht stattfand. Fast als ob als Entschädigung der Herr nun verkündete, dass er nun Ägypten den Babyloniern übergeben würde, was das Thema in Kapitel 29 ist. Hier die Verse: (Ezechiel 29:17-20):

Am ersten Tag des ersten Monats im siebenundzwanzigsten Jahr erging das Wort des Herrn an mich:
Menschensohn! Nebukadnezzar, der König von Babel, hat sein Heer vor Tyrus schwere Arbeit verrichten lassen; alle Köpfe wurden kahl und jede Schulter war zerschunden. Aber Tyrus hat ihn und sein Heer nicht belohnt für die Arbeit, die sie geleistet haben.
Darum - so spricht Gott, der Herr: Ich gebe Nebukadnezzar, dem König von Babel, das Land Ägypten. Er wird seine Schätze wegschleppen; er wird alles plündern und reiche Beute machen. Das wird der Lohn seines Heeres sein.
Als Belohnung für seine Arbeit gebe ich ihm Ägypten; denn sie haben für mich gearbeitet - Spruch Gottes, des Herrn.

Ja, Tyrus ist nicht mehr, doch die vollständige Zerstörung geschah offenbar nicht während der Babylonischen Belagerung, und sicherlich hatte die Babylonische Armee die Schätze von Tyrus nicht erhalten, wie es prophezeit war. Es ist Ezechiel selbst, der von seiner „fehlgeschlagenen Prophezeiung” berichtet. [6]

Der Zweck, dieses Thema zu erörtern ist nicht, die Weisheit des Herrn in Frage zu stellen oder die Wahrheit der Bibel, sondern hervorzuheben, dass eine übermäßig kritische Einstellung und eine strikte Anwendung von Deut. 18:22 sogar wahre, biblische Propheten ablehnen würden. Wenn wir unnachgiebig nach Gründen suchen, um einen Propheten abzulehnen, werden wir sicherlich irgend etwas finden — doch man hüte sich davor, unklug zu urteilen und die abzulehnen, die Gott gesendet und gesalbt hat, selbst wenn es Sterbliche unf Fehlbare sind.

Jeremia

Ein anderes Beispiel, das man bedenken sollte, ist der Prophet Jeremia — ein großer und inspirierter Prophet — der prophezeite, das der König Zidkija „in Frieden sterben würde” (Jeremia 34:4-5). Die Kritiker könnten argumentieren, dass diese Prophezeiung nichts beweist, denn Zidkija sah, wie seine Söhne von den erobernden Babyloniern getötet wurden. Er selbst wurde geblendet und ins Gefängnis geworfen, wo er in Gefangenschaft starb, — nicht in Frieden. (Jeremia 52:10-11). Natürlich, der Punkt ist, dass er nicht durchs Schwert getötet wurde, sondern eines natürlichen Todes starb — wenn auch im Gefängnis — doch für die Kritiker kann es aussehen wie ein Fall falscher Prophezeiung. Dieser Fall ist sicherlich weniger deutlich als die oben erörterte Prophezeiung Ezechiels, doch dient auch sie als Warnung, brutal zu richten.

Nathan

In 2.Samuel 7:5-17 lesen wir, dass der Prophet Nathan eindeutig dem David prophezeit, dass durch seinen Sohn Salomo das David'sche Reich für immer errichtet werden würde, dass die Kinder Isreals im verheißenen Land für immer und ewig wohnen würden und dass die Kinder der Schlechtigkeit sie nicht mehr heimsuchen würden. Diese Dinge wurden ganz klar verkündet. Es waren keine Bedingungen an diese Verheißungen geknüpft, keine welcher Art auch immer.[7]

doch diese Prophezeiung erwies sich nicht als erfolgreich, wenn sie buchstäblich interpretiert wird. Offensichtlich wird menschliche Sünde oder die freie Wahl beeinflussen, ob Gott sie segnen oder strafen wird — dies in all solchen Prophezeiungen inbegriffen.

Samson

Der Engel des Herrn erschien der Mutter Samsons und sagte zu ihr:

[In] Richter 13:5, wo also berichtet wird, dass ein Engel Samons Mutter verspreach dass Samson „damit beginnen wird, Israel aus der Gewalt der Philister zu befreien.” Egal wie liberal oder weitreichend man die Fakten Israelischer Geschichte versteht, ob in der Bibel oder sonstwo, es gibt keine Möglichkeit vernünfig zu begründen, dass Samson diese Prophezeiung erfüllte.
Nicht nur, dass es Samon missglückte zu beginnen, Israel aus der Gewalt der Philister zu befreien, sondern (1) er hat sich dreimal mit philistinischen Frauen verbunden, (2) er heiratete eine Frau der Philister, (3) er selbst führte nicht einmal Israelische Truppen gegen die Philister und (4) demütigten ihn die Philister.
Darüber hinaus und am wichtigsten, Israel verlor sogar Land an die Philister während Samsons Amtszeit. Richter 13-16 schildert den Übergriff der Philister in hebräisches Territorium. Die Geschichte dokumentiert die östliche Expansion der Philister, indem die Präsenz der Philister in Timnah und Lehi erwähnt wird, beide in einem strategisch wichtigen Tag Sorek (Achtemeier 1985:787-791). Diese Expansion der Philister verschlimmerte die Landeinmußen, was die Daniten schließlich zwang, nordwärts überzusiedeln.
Natürlich kann die Nichterfüllung von Richter 13:5 Samsons Verfehlung zugeschrieben werden gemäß seiner Berufung als Nasiräer zu leben. Zusätzlich zu seinen sexuellen Verhältnissen heiratete er eine Frau der Philister, aß unreine Nahrung, trank Wein und erlaubte, dass seine Haare geschnitten wurden. Dennoch stellte der Engel keine Bedingungen an sein Versprechen, dass Samson beginnen würde, Israel aus der Gewalt der Philister zu befreien. Er erklärte einfach, dass Samson es tun würde. [8]

„Voraussagen” als Prophezeiung

Die Zukunft voraussagen ist oft das, was die Leute meinen, wenn sie von Prophezeiung sprechen. Doch ist dies ein relativ kleiner Aspekt der Prophezeiung sowohl für biblische als auch für neuzeitliche Propheten. Viel wichtiger: „Das Zeugnis von Jesus Christus ist der Geist der Prophezeiung” (Offenbarung 19:10). So wie biblische Propheten verbringen auch neuzeitliche Propheten mehr Zeit und Kraft damit Zeugnis von Christus zu geben als die Zukunft vorherzusagen. „Von erheblich größerer Wichtigkeit als die Zukunft vorherzusagen,” bemerkte der konservative Gelehrte des Alten Testaments R.K. Harrison, „war der moralische und religiöse Kontext der prophetischen Äußerung und ihre Fähigkeit, den Geist der Hörer an die Pflichten der Bündnisse zu erinnern. Die Wahrheit gehörte zum Inhalt, wodurch allein es getestet und gezeigt werden konnte, ob es das wahrhaftige Wort Gottes ist.” [9]

In einigen wenigen der Fälle, in denen sich ein Prophet eher dem „Vorhersagen der Zukunft” als einem anderen Aspekt seiner prophetischen Mission widmet, kann es wenigstens drei Arten geben:

Als Zeichen für die Ungläubigen und als Trost für die Gläubigen. Ein Beispiel dafür aus neuzeitlicher HLT-Geschichte ist die Prophezeiung, die 1857 in Deseret News gemacht wurde, die redaktionell an Stephen A. Douglas gerichtet wurde — („Dass Ihr gründlich verstehen mögt, dass Ihr willentlich, wissentlich und durch eigene Wahl Eure Verdammnis besiegelt habt und durch den von Euch selbst gewählten Kurs Eure Chance auf das Präsidentenamt vertan habt durch Nichtbeachtung seines Rats, den Ihr früher gesucht habt und dessen Befolgung Euch gedeihen ließ....”). Das ist wahrscheinlich die seltenste Art.

  1. Als Zeitlinie für die Kirche oder für einzelne, um uns zu sagen, dass wir in Rückstand geraten mit den Vorbereitungen auf die Dinge, die da kommen (Zeichen der Zeit), oder um uns zu helfen, dass wir uns nicht um Dinge sorgen müsen, die noch weit in der Zukunft liegen. (z.B. ... „dass ihr euch in eurem Sinn nicht so schnell wankend machen noch erschrecken lasst - ... als sei der Tag des Herrn schon da.” (2. Thessalonicher 2.2). Solche Beispiele ist vergleichsweise selten in der Schrift.
  2. Das bei weitem gebräuchlichste Beispiel sind Prophezeiungen, die gegeben wurden, um zur Umkehr aufzurufen, oder Belehrungen bezüglich des Benehmens beinhalten. By far the most common example are prophecies given as part of a call to repentance, or included with instructions regarding behavior. Solche Prophezeiungen sind immer bedingt, da Gott ihnen anbietet, uns zum Gehorsam aufzufordern und anzuspornen; es gibt wenig Grund, einen Propheten zu senden oder Umkehr zu fordern, wenn die Strafe für Ungehorsam nicht durch verbessertes Verhalten abgewendet werden kann. (Jeremiea 18, oben erörtert).

Zusammenfassung


Wenn Kritiker Joseph Smith angreifen, indem sie sich über ihn als falschen Propheten äußern, machen sie im Allgemeinen einen oder mehrere Fehler:

  1. Sie setzen auf einen ungenauen Bericht, den Joseph geschrieben hat oder gesagt hat, oder sie verdrehen Josephs Worte;
  2. sie ignorieren und verbleiben in Unkenntnis über die Umstände, die eine Prophezeiung erfüllt;
  3. sie ignorieren oder bezweifeln, dass Prophezeiung abhängig ist von den Entscheidungen der Sterblichen.

Viele Kritiker versuchen, Joseph zu verdammen, indem sie einen Standard verwenden, der, würden sie ihn bei Ezechiel, Jeremiah, Nathan, einem Engel Gottes und Jona angewandt werden, das Alte Testament ebenfalls als Betrug verdammen. Keine vernünftige oder biblische Anwendung von Deureronomium 18 verdammt Joseph Smith. Wie die Propheten der Bibel können Josephs Aussagen nicht daran getestet werden, indem man nach fehlgeschlagenen Voraussagen sucht —

Wie bei den biblischen Propheten müssen wir für uns entscheiden, ob Joseph „eine unmittelbare Gotteserfahrung hatte”, indem wir den „moralischen und religiösen Gehalt” seiner Botschaft abwägen, da er „diejenigen, die auf ihn hören, dazu auffordert, durch eine innere Reinigung und Erneuerung des Lebens auf die göttlichen Standards der Spiritualität zu reagieren”[10] welche letztendlich nur von der Quelle des Prophezeiung beurteilt werden kann — nämlich von Gott selbst. Jeder Prophet ist eine Einladung, dass wir eine Beziehung mit Gott eingehen, ähnlich der der Propheten, um uns mit ihm zu unterhalten und um ein Zeugnis von Jesus für uns zu empfangen.

Fußnoten

  1. [back]  This wiki article was originally based on Jeff Lindsay, "If any prophecy of a so-called prophet proves to be wrong, shouldn't we reject him? Isn't that the standard of Deut. 18:22?," Link Due to the nature of a wiki project, the text may have been modified, edited, and had additions made.
  2. [back] James L. Mays (editor), Harper's Bible Commentary (San Francisco: Harper and Row, 1988), 226.
  3. [back]  R.K. Harrsion, Introduction to the Old Testament (William B. Eerdmans Publishing Co., 1969); reprint edition by (Peabody, MA: Hendrickson Publishers, Inc., 2004), 755–756.
  4. [back]  Shalom M. Paul, "Prophecy and Prophets" a supplemental essay in Etz Hayim, a Torah/Commentary published by the Jewish Publication Society, 1411, (Betonung hinzugefügt).
  5. [back]  Jewish Study Bible (published by the Jewish Publication Society), commentary on Deu. 18:20-23.
  6. [back]  This example comes from Daniel C. Peterson, "Review of Decker's Complete Handbook on Mormonism by Ed Decker," FARMS Review of Books 7/2 (1995): 38–105. Link
  7. [back] Michael T. Griffith, "Vindicating Prophecy: Why the Anti-Mormon View of Prophecy Is Invalid," in One Lord, One Faith (Horizon Publishers, 1996).
  8. [back] Michael T. Griffith, "Vindicating Prophecy: Why the Anti-Mormon View of Prophecy Is Invalid," in One Lord, One Faith (Horizon Publishers, 1996).
  9. [back]  Harrison, 756.
  10. [back]  Harrison, 755.



Zusätzliches Material

FAIR WikiArtikel

wiki Artikel über Prophezeiung

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  • Die Prophezeiungen Joseph Smiths (1805-1844) über Deutschland und die Deutschen FAIR
  • Die Offenbarungen von Joseph Smith FAIR
  • Kirtland Safety Society: Die Mythen, die Fakten und der gute Name des Propheten FAIR
  • FAIR Topical Guide

Externe Links

  • Es sind wiederum Propheten im Land - Generalkonferenz Oktober 2005 - Jeffrey R. Holland Link
  • Auf Zions Höhn - Generalkonferenz Oktober 2005 - Boyd K. Packer Link
  • Der Warnruf der Propheten - Generalkonferenz Oktober 2003 - Shirley D. Christensen Link

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