Mormonismus und die Natur Gottes/Gott ist Geist/Vorlesung über den Glauben 5 lehrt, dass Gott eine Person aus Geist ist

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Vorlesung über den Glauben 5 lehrt, dass Gott „eine Person aus Geist ist”


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Kritik

Vorlesung über den Glauben, was einmal Teil von Lehre und Bündnisse war, lehrt, dass Gott ein Geist ist. Joseph Smiths spätere Lehren widersprechen dem. Allgemeiner gesagt: Kritiker argumentieren, dass Joseph Smith bis zu den 1830ern im Wesentlichen eine „dreifaltige” Ansicht der Gottheit unterrichtete, was beweisen würde, dass er es erfand während er unterrichtete.

Erwiderung

Die „Vorlesung über Glauben” besteht aus sieben Lektionen über Theologie, die von den präsidienten Beamten der Kirche der Schule der Ältesten in Kirtland, Ohio spät im Jahre 1834 überbracht wurden. Die Lektionen wurden zu einer Art Katechismus geordnet, wobei jede Lektion mit Anweisungen und Lehre beginnt und in den ersten fünf Lektionen jeweils einen Abschnitt mit Fragen und Antworten beinhaltet, um die Klassenteilnehmer auf ihr Verständnis zu prüfen. Wissenschaft scheint darauf hinzudeuten, dass die Lektionen meistens mit etwas Aufsicht von Joseph Smith von Sidney Rigdon geschrieben wurden [1]

Die Vorlesungen waren 1835 ein Teil von Lehre und Bündnisse (Die Offenbarungen umfassten den Teil der Bündnisse) und verblieben in LuB, bis sie aus der Auflage von 1921 entfernt wurden.

Lektion 5 handelt von der Natur Gottes, dem Vater, seinem Sohn Jesus Christus und dem Heiligen Geist. Lektion 5.2 lehrt:

Es gibt zwei Personen, welche die große, unvergleichliche, regierende und höchste Macht, über alle Dinge, ausmachen, durch welche alle Dinge, welche erschaffen und gemacht sind, gemacht und erschaffen worden sind, – ob sichtbar oder unsichtbar, ob im Himmel, auf der Erde, in der Erde, unter der Erde oder in der Unendlichkeit des Raumes. Sie sind der Vater und der Sohn – der Vater, eine Person von Geist, Herrlichkeit und Macht, im Besitz aller Vollkommenheit und Fülle – der Sohn, der in dem Busen des Vaters war, eine Person mit einem Körper in der Form und dem Gleichnisse des Menschen, – oder besser gesagt, der Mensch nach seinem Bilde und Gleichnis organisiert; er ist das genaue Ebenbild der Person des Vaters, im Besitz der ganzen Fülle des Vaters, oder mit den Vater, von ihm gezeugt;(emphasis added.)[2]

Bemühungen, dies als Beleg für eine wesentliche „trinitarische Lehre zu sehen, sind fehlerhaft, [3] und doch benutzte wenigstens ein HLT-Missionar diese Lektion, um gegen die Idee zu argumentieren, dass Gott der Vater und Christus zwei individuelle Personen sind mit ähnlichen Körpern und Denkweisen. [4] Trotz dieser Behauptung beinhaltet der Frage- und Antwort-Teil dieser 5. Lektion das Folgende:

Wie viele Personen sind in der Gottheit?
Zwei, der Vater und der Sohn.

Es ist dann klar dass, wie wir unten sehen, die Erklärung des Missionares nicht die Gesamtheit der HLT-Gedanken über die Gottheit zu diesem Punkt reflektiert. Ironischerweise harmoniert die Antwort seines Gesprächspartners besser mit dem Catechismus der Vorlesung und den gegenwärtigen HLT-Gedanken. [5] Es überrascht vielleicht nicht, dass der Missionar dem Kritiker das letzte Wort ließ, obwohl er versprach, in noch auf weitere Themen anzusprechen. (This exchange provides an excellent lesson for apologist s— when one makes a mistake or misstatement, one should admit it, and not try to salvage a bad argument.)

frühe Vorstellungen von Gott

Kritiker, die behaupten möchten, das Joseph Smith in den 1830ern nur eine vage „trinitarische” Vorstellung von Gott hatte (und also den Vater und Sohn als ein einziges Wesen sähe), haben viele Beweise nicht gesehen, die nicht rignoriert werden können.

1829

Man muss zuerst beachten, dass im Bericht der ersten Vision von 1832 Jesus Joseph ankündigt, dass er kommen werde „bekleidet mit der Herrlichkeit meines Vaters.” Das Buch Mormon (1829, also drei Jahre früher übersetzt) enthält auch zahlreiche Schriftstellen, welche die physikalische Trennung und Personifikation (selbst in nur Geistkörpern, welche natürlich immateriell sind, aber dennoch Gestalt haben) der Mitglieder der Gottheit lehren. (Siehe 3. Nephi 11; 1. Nephi 11:1-11; Ether 3:14-18.)

1830

Zwischen Juni und Oktober 1830 hatte Joseph seine Revision (die Joseph Smith Übersetzung) von Genesis diktiert. Joseph übersetzte Genesis 1:26-27 als

Und ich, Gott, sagte zu meinem Einziggezeugten, der vom Anfang an bei mir war: Laß uns den Menschen machen als unser Abbild, uns selbst ähnlich; und es war so. ... Und ich, Gott, erschuf den Menschen als mein eigenes Abbild, als Abbild meines Einziggezeugten erschuf ich ihn; männlich und weiblich erschuf ich sie. (Moses 2:26-27)

Es kann keinen Zweifel darüber geben, dass Joseph verstand dass „als unser Abbild” sich auf ein physikalisches Ebenbild bezog, eher als auf eine bloße moralische oder intellektuelle. In der JSÜ von Genesis 5:1-2 ist zu lesen:

An dem Tag, da Gott den Menschen erschuf, da machte er ihn Gott selbst ähnlich; als Abbild seines eigenen Leibes, männlich und weiblich, erschuf er sie (Moses 6:8-9), (kursiv hinzugefügt)

Demnach lehrte Joseph 1830 eine Trennung von Vater und Sohn und bestand darauf, dass beide eine physikalische Form hatten, welche bei der Schöpfung der Menschheit wohl nachgebildet wurde.

Josephs Mutter, Lucy Mack Smith, bemerkte ebenfalls, das andere christliche Konfessionen wegen der Lehren über Gott Einwände gegen die neue Kirche erhoben. Sie schrieb dazu im Jahr 1830:

Die verschiedenen Konfessionen waren sehr gegen uns... Die Methodisten kommen ebenfalls und rasen sehr, denn sie verehren einen Gott ohne Körper und Körperteile und sie wissen, dass unser Glaube mit diesem Grundsatz in Verbindung kommt. [6]

Im Februar 1831 bemerkte ein nicht-mormonischer Schreiber, dass im Novemer 1830 die Missionere gelehrt hatten, dass Joseph Smith gesagt habe, er sei „von Gott bevollmächtigt”, und sie sagten auch, dass Joseph Gott „oft und persönlich” gesehen habe.[7] Dass die Feinde des Propehten wussten, dass er behauptete, „Gott gesehen” zu haben, zeigt, dass die Lehre einen körperlichen Gottes schon früh gut bekannt war.

1831

Am 4. Juni 1831 traf sich Joseph Smith in Kirtland, Ohio mit einer Gruppe von Ältesten, und nachdem Lyman Wight mit Himmelsvisionen und der Fähigkeit, Gott zu sehen, gesegnet wurde, sagte er: „Jetzt sehe ich Gott, und Jesus Christus ist zu seiner rechten Hand. Sollen sie mich töten, in meinem jetzigen Zustand würde ich den Tod nicht spüren.” (Levi Hancock, autobiography, BYU Special Collections, 33).

1832

Am 16. Februar 1832 erhielten Joseph Smith und Sidney Rigdon eine visionäre Offenbarung über die drei Grade der Herrlichkeit, im selben Jahr, als Joseph seinen als ersten bekannten Bericht über seine Erste Vision schrieb. Die Vision über die drei Grade der Herrlichkeit lehren klar eine physikalische Trennung von Vater und Sohn, indem sie davon zeugen, beide gesehen zu haben, Seite an Seite (siehe [8] [9]


John Whitmer schrieb auch im Jahre 1831 von einer Vision, der sich Joseph Smith erfreut hatte, in der Joseph Christus vom Vater getrennt sah, denn er sah die Himmel offen und des Menschen Sohn zur rechten Hand des Vaters sitzen und legte Fürbitte ein für die Brüder, die Heiligen. [10] von der gleichen Erfahrung schrieb Levi Hancock: Joseph Smith trat hinaus auf den Boden und sagte 'ich sehe Gott und Jesus Christus „zu seiner Rechten”, sollen sie mich töten, in meinem jetzigen Zustand würde ich den Tod nicht spüren'.[11]

1832 – 1833

Zwei von Josephs engen Mitarbeitern berichteten im Winter 1832 – 1833 über ihr eigenen Visionen von Gott. Beide sind ausgesprochen nicht-trinitarisch.

Zebedee Coltrin:

Nachdem Joseph Anweisungen gegeben hatte und knieend im stillen Gebet begriffen war... schritt eine Person von Ost nach West durch den Raum. Joseph fragte, ob wir sie sähen. Ich sah ihn und nahm an, die anderen sähen ihn auch. Joseph antwortete, das sei Jesus, der Sohn Gottes, unser älterer Bruder.” Danach sagte uns Joseph, dass wir im Gebet fortfahren sollen, was wir getan haben. Eine andere Person kam hindurch. ER war umgeben von einer Feuerflamme. Ich hatte das Gefühl, es könnte den Leib zerstören, denn es war ein verzehrendes Feuer großer Helligkeit. Der Prophet Joseph sagte, dass es der Vater war, der Vater von unserm Herrn Jesus Christus. Ich sah ihn.....
Er war umgeben von einer Feuerflamme, die so hell war, dass ich nichts anderes erkennen konnte als nur seine Gestalt. Ich sah seine Hände, seine Beine, seine Füße, seine Augen, Nase und Mund, Kopf und Körper waren in seiner Form und Gestalt ein vollkommener Mann. Er saß auf einem Stuhl, wie ein Mann auf einem Stuhl sitzt. Diese Erscheinung war so herrschaftlich und überwältigend, dass es schien, als sollte ich dahinschmelzen in seiner Gegenwart, und die Empfindung war so machtvoll, dass es meinen ganzen Körper durchdrang und ich es in Mark und Knochen fühlte. Der Prophet Joseph sagte: „Brüder, nun seid ihr vorbereitet, Apostel von Jesus Christus zu sein, denn ihr habt sowohl den Vater als auch den Sohn gesehen und wisst, dass sie existieren. Sie sind zwei voneinander getrennte Persönlichkeiten.” [12]

John Murdock:

Während des Winters als ich bei Bruder Joseph wohnte ... hatten wir eine Anzahl von Gebetsversammlungen in Josephs Kammer... In einer dieser Versammlungen sagte und der Prophet, dass wenn wir uns vor Gott demütigen könnten und großen Glauben ausüben würden, wir das Angesicht des Herrn sehen sollten. Und gegen Mittag wurden mir die geöffnet, das Auge meines Verständnisses erleuchtet, und ich sah die Gestalt eines Mannes, höchst lieblich, sein Gesicht war makellos und hell wie die Sonne. Sein Haar war ein helles Silber-Grau in majestätischer Art gelockt, seine Augen waren von stechendem Blau und die Haut seines Halses war vom schönsten Weiß, und er war bedeckt vom Hals bis zu den Füßen mit einem losen Garment, reines Weiß, weißer als ich je ein Garment zuvor gesehen hatte. Sein Gesichtsausdruck war eindringlich, jedoch höchst liebreich. Und während ich mich bemühte, die Persönlichkeit von Kopf bis Fuß zu begreifen, schlüpfte sie mir davon und die Vision war geschlossen. Doch hinterließ es einen in meinem Sinn den Endruck von Liebe, und zwar für Monate, wie ich es in diesem Ausmaß noch nie gespürt habe. [13]

Vor 1836

Truman Coe, ein presbyterianischer Geistlicher, lebte seit vier Jahren in Kirtland (1832 – 1836). Er beschrieb den Glauben der HLT:

[Die Mormonen] behaupten, dass der Gott, den die Presbyterianer verehren und alle anderen Konfessionen, nicht besser ist als ein hölzerner Gott. Sie glauben, dass der wahre Gott ein materielles Wesen ist, zusammengesetzt aus Körper und Glieder; und dass als der große Schöpfer Adam in seinem Bild geschaffen hatte, Er ihn nach der Größe und Gestalt von Gott selbst erschuf ... [14]

Beweis, der fehlt

Zusätzlich zu all diesen nicht-trinitarischen Belegen, gibt es, wie Miltom Backman bemerkte, ziemlich viel an Beweisen, die wir finden sollten, doch finden wir sie nicht. Zum Beispiel hat niemand

eine Veröffentlichung gefunden, der von enem aktiven HLT vor dem Märtyrertod des Propheten schrieb, worin die traditionelle oder populäre Glaubensvorstellung der Trinität verteidigt wurde. . . .

Mehr noch, es gibt keine Belege in kritischen Schriften der 1830er (einschließlilch Erklärungen von Abgefallenen), dass Joseph Smith in der Mitte der 30er Jahre die Lehre der Getrenntheit von Vater und Sohn eingeführt hätte. [15]

Andere Belege aus den Vorlesungen

Wie oben schon erwähnt, enthält die Vorlesung über Glauben 5 in dem Katechismus-Abschnitt folgendes:

Wie viele Personen sind in der Gottheit?
Zwei, der Vater und der Sohn.

Daher sah sogar die Vorlesung im Frage-und-Antwort-Teil den Vater und den Sohn als getrennte Persönlichkeiten. Die Rolle des Heiligen Geistes war zu diesem Zeitpunkt weniger klar, derselbe Katechismus beschreibt . Und da er der Eingeborene des Vaters,– besitzt denselben Willen mit dem Vater, welcher Wille der Heilige Geist ist, der vom Vater und Sohn Zeugnis gibt.

Die exakte Natur der Beziehung zwischen dem Geist und dem Vater und dem Sohn wurde nicht vor 1843 ausdrücklich erklärt.

Der Vater hat einen Körper aus Fleisch und Gebein, so fühlbar wie der eines Menschen, ebenso der Sohn; aber der Heilige Geist hat keinen Körper aus Fleisch und Gebein, sondern ist eine Person aus Geist. Wäre es nicht so, könnte der Heilige Geist nicht in uns wohnen. (LuB 130;22)

Und so haben die Vorlesungen über Glauben keine trinitarische Sicht von Gott — dem Vater un dem Sohn, welche klar getrennte Persönlichkeiten sind, vereint in den Ansichten durch den Heiligen Geist.

Mögliche Interpretationen

Bruce R. McConkie

Bruce R. McConkie hat einige interessante, wenn auch nicht autorisierte, Kommentare über die besagten Textpassagen verfasst. Er interpretiert den Ausdruck Persönlichkeit, indem er sagt, dass ein Wesen einen physikalischen Körper hat. Das Statement: „Es gibt zwei Personen, welche die große, unvergleichliche, regierende und höchste Macht, über alle Dinge, ausmachen, durch welche alle Dinge” wird von ihm dahingehend interpretiert, dass der Vater und der Sohn Persönlichkeiten sind (d.h. sie haben physische Körper), wohingegen der Heilige Geist das nicht ist. Doch das Statement äußert sich klar darüber, dass es drei Wesen sind, die die Gottheit ausmachen (siehe unten). In McConkies Sicht bedeutet das Statement, dass der Vater eine "Persönlichkeit aus Geist" ist, dass er ein spiritueller Mann ist, das bedeutet ein auferstandener und verherrlichter Mann. Hier seine Auslegung:

Indem sie die Heiligen Schriften als Quelle für das Wissen von Gott benutzten und wussten, was Gott denen in alten Zeiten in Visionen und durch die Macht des Geistes geoffenbart hat, und indem sie beim Schreiben durch denselben Geist geführt wurden, erstellten Joseph Smith und die Brüder dieser Evangeliumszeit ein Bekenntnis über die Gottheit. Es ist fraglos die exzellenteste Zusammenfassung von offenbarter ewiger Wahrheit über die Gottheit, die jetzt in der Sprache von Sterblichen existiert. Es ist darin das Mysterium der Göttlichkeit vorgetrage; das bedeutet, es werden die Persönlichkeiten, Missionen und der geistliche Dienst dieser Heiligen Wesen dargelegt, welche die höchste Präsidentschaft des Universums umfasst. Für spirituell ungebildete Menschen mag das hart und verwirrend sein; denen jedoch, dessen Seelen entflammt sind mit himmlischen Licht ist es nahezu eine vollkommene Zusammenfassung der Dinge, die geglaubt werden müssen, um errettet zu werden.
„Es gibt zwei Personen, welche die große, unvergleichliche, regierende und höchste Macht, über alle Dinge, ausmachen, durch welche alle Dinge, welche erschaffen und gemacht sind, gemacht und erschaffen worden sind, – ob sichtbar oder unsichtbar, ob im Himmel, auf der Erde, in der Erde, unter der Erde oder in der Unendlichkeit des Raumes.” (Vorlesung über Glauben 5:2.)
Diese beiden, jeder für sich, sind nicht die Gottheit. Doch sind sie Gott der erste und Gott der zweite. Sie erschufen und haben Macht über alle Dinge. Ihre Macht ist die höchste und ihre Weisheit ist grenzenlos. Es gibt keine Macht, die sie nicht haben, keine Wahrheit, die sie nicht wissen. Von Ewigkeit zu Ewigkeit sind die dieselben: allmächtig, allwissend und allgegenwärtig.
„– der Vater, eine Person von Geist, Herrlichkeit und Macht, im Besitz aller Vollkommenheit und Fülle – der Sohn, der in dem Busen des Vaters war, eine Person mit einem Körper in der Form.” (Vorlesung über Glauben 5:2.)
Sie sind die zwei Persönlichkeiten, die im Frühjahr 1820 zu Joseph in den Hain im westlichen New York kamen. Sie sind erhöhte Menschen. Jeder ist einer geistliche Persönlichkeit, jede is eine Person mit einem Körper. Beide haben Körper, greifbare Körper aus Fleisch und Knochen. Sie sind auferstandene Wesen. Eine Persönlichkeit mit einem Körper, wie hier erwähnt, ist eine, deren Körper und Geist untrennbar verbunden ist und für die es keinen Tod geben kann. Eine Persönlichkeit aus Geist wie hier erwähnt ist etwas wesentlich anderes als die noch körperlosen Geistkinder des Vaters, nämlich eine auferstandene Persönlichkeit. Auferstandene Körper sind vielmehr geistliche Körper, im Gegensatz zu sterblichen Körpern. Mit Bezug auf die Veränderung unserer Körper von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit sagte Paulus: „Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein überirdischer Leib. Wenn es einen irdischen Leib gibt, gibt es auch einen überirdischen.” (1. Korinther 15:44) „Denn wenn sie auch sterben, so werden sie doch wiederauferstehen, ein geistiger Körper.” (LuB 88:27)).
„Der Sohn, der in dem Busen des Vaters war, eine Person mit einem Körper in der Form und dem Gleichnisse des Menschen, – oder besser gesagt, der Mensch nach seinem Bilde und Gleichnis organisiert; er ist das genaue Ebenbild der Person des Vaters, im Besitz der ganzen Fülle des Vaters.” (Vorlesung über Glauben 5:2.)
Christus als der Erstgeborene war der Erstgeborene Geist des Vaters, der im Busen des Vaters war, ehe die Welt war. Doch hatte er die Gestalt Gottes und war Gott gleich, wie Paulus es ausdrückte - gleich in Kenntnis und Wahrheit und allen göttlichen Eigenschaften - „Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen.” (Philipper 2:6-8). Nach der Zeit im Fleisch und als er durch die Macht des Vater sich von der Sterblichkeit zur Unsterblichkeit erhob, konnte er sagen: „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.” (Matthäus 28:18). Auf diese Weise ist der Sohn nun, wie Paulus es uns erzählt, „der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens.” (Hebräer 1;3) Aus alledem folgt, dass der Sohn die gleiche Fülle besitzt wie der Vater, das bedeutet dieselbe Herrlichkeit, dieselbe Macht, dieselbe Vollkommenheit, dieselbe Heiligkeit, dasselbe ewige Leben.
[...]
„Und da er der Eingeborene des Vaters, voller Gnade und Wahrheit ist und überwunden hat, empfing er die Fülle der Herrlichkeit des Vaters – besitzt denselben Willen mit dem Vater, welcher Wille der Heilige Geist ist, der vom Vater und Sohn Zeugnis gibt. .” (Vorlesung über Glauben 5:2.)
Der sterbliche Jesus hatte als Mann unter Menschen sowohl einen Vater als auch eine Mutter. Gott war sein Vataer und Maria war seine Mutter. Und er war im Mutterleib einer sterblichen Frau empfangen worden. Maria, eine Jungfrau aus Nazareth in Galiläa war „die Mutter des Sohnes Gottes nach der Weise des Fleisches.” (1. Nephi 11:18.) Siw wurde vom Heiligen Geist überschattet; "sie war im Geiste entrückt" (1. Nephi 11:19) sie empfing „durch die Macht des Heiligen Geistes,” und sie brachte einen Sohn hervor „selbst den Sohn Gottes” (|Alma 7:10). Dieser Sohn, der Christus genannt wird, ist der in der Sterblichkeit Einziggezeugte des Vaters. Als ein Mann, als Gottes einziger Sohn, hat er die Welt überwunden. Er überwand die Welt des Übels und der Sinnlichkeit und der Schrecklichkeit, und ist dann gestorben und in herrlicher Unsterblichkeit auferstanden, um alle Macht im Himmel und auf Erden zu erhalten, die Macht, die die Fülle der Herrlichkeit des Vaters ist. Auf diese Weise hat er den gleichen Sinn wie sein Vater, im Wissen, im Glauben und im Tun, als ob er der Vater wäre. Dieser Sinn ist ihrer durch die Macht des Heiligen Geistes. Das heißt, der Heilige Geist, der eine Person aus Geist ist, kann allen Menschen den gleichen Sinn geben, indem er das Licht Christi benutzt, ob sie sterblich oder unsterblich sind. Die Heiligen, die treu und glaubensvoll in allen Dingen sind, haben, wie Paulus es sagt, „den Geist Christi” (1. Korinther 2:16), was auch bedeutet, dass sie den Geist des Vaters haben. Der Heilige Geist gibt den Heiligen Zeugnis vom Vater und vom Sohn, und ihnen offenbart er alles.
„und diese drei sind eins; oder, in andern Worten, diese drei bilden die große, unvergleichliche, regierende und allerhöchste Macht über alle Dinge, durch welche alle Dinge, die gemacht und geschaffen worden sind, gemacht und geschaffen wurden.” (Vorlesung über Glauben 5:2.)
In welcher Weise sind der Vater, der Sohn und der Heilige Geist ein Gott? Obwohl drei Personen beteiligt sind, sind sie eine oberste Präsidentschaft, eins in der Schöpfung aller Dinge, eins darin, das Universum mit Allmacht zu regieren.
„und diese drei bilden die Gottheit und sind eins. Der Vater und der Sohn besitzen denselben Willen, dieselbe Weisheit, Herrlichkeit, Macht und Fülle – und erfüllen Alles in Allem. Der Sohn ist erfüllt mit der Fülle des Willens, der Herrlichkeit und Macht, oder in andern Worten, dem Geiste, der Herrlichkeit und der Macht des Vaters, im Besitz aller Kenntnis und Herrlichkeit und desselben Königreiches. Er sitzt zur rechten Hand der Macht, in dem ausdrücklichen Ebenbild des Vaters, ein Vermittler für den Menschen – erfüllt mit der Fülle des Willens des Vaters, oder in andern Worten, des Geistes des Vaters, welcher Geist auf alle diejenigen gegossen wird, die an seinen Namen glauben und seine Gebote halten.” (Vorlesung über Glauben 5:2.)
Eine Gottheit! Drei Personen, die denselben Geist, die gleiche Macht und Herrlichkeit besitzen! Drei Individuen handeln durch denselben Geist, wissen alles und arbeiten in vollkommener Einigkeit zusammen. Gott der Schöpfer ist vereinigt mit Gott dem Erlöser, der zwischen dem großen Schöpfer und seinen gefallenen Geschöpfen vermittelt. Und, Wunder aller Wunder, der gleiche Geist, der die Götter des Himmels einigt, ist ausgeschüttet über die Rechtschaffenen, dass sie eins sein mögen, wie die Götter eins sind.
„und die welche seine Gebote halten, werden von Gnade zu Gnade wachsen und Erben des himmlischen Königreiches und Miterben Jesu Christi werden, den gleichen Sinn besitzen, und in das Ebenbild, sogar das ausdrückliche Bild von ihm, der Alles in Allem erfüllt, umgewandelt und mit der Fülle seiner Herrlichkeit erfüllt werden. Dann sind sie eins mit ihm, selbst wie der Vater, Sohn und Heilige Geist eins sind.” (Vorlesung über Glauben 5:2.)
So ist die Lehre im Glaubensbekenntnis, das später in noch einfacherer Sprache erklärt und erläutert werden sollte, dargelegt, dass die Menschen das werden können, was Gott jetzt ist.
„Nach dem vorhergehenden Bericht von der Gottheit, welcher in seinen Offenbarungen gegeben ist, haben die Heiligen eine sichere Grundlage für die Ausübung des Glaubens, zur Erlangen des Lebens und der Seligkeit, durch die Versöhnung und Vermittlung Jesu Christi, durch dessen Blut sie eine Vergebung der Sünden haben und auch einen sichern Lohn für sie im Himmel aufbewahrt bekommen, sogar Teil zu haben an der Fülle des Vaters, und Sohnes, durch den Geist. Wie der Sohn von der Fülle des Vaters durch den Geist empfängt, so werden auch die Heiligen durch den gleichen Geist, Teilhaber derselben Fülle werden und sich derselben Herrlichkeit erfreuen. Denn gleichwie der Vater und Sohn eins sind, so, in gleicher Weise, werden die Heiligen eins mit ihnen sein. Durch die Liebe des Vaters, die Vermittlung des Sohnes und die Gabe des Heiligen Geistes werden sie Erben Gottes und Miterben Jesu Christi werden.” (Vorlesung über Glauben 5:3.)
Dies ist der Kurs, durch den die Heiligen ewiges Leben erlangen können, das größte Geschenk Gottes. Und was kann Gott dem Menschen Größeres geben als Herrlichkeit, Macht und Herrschaft, die er selbst besitzt? Die Art des Lebens, das er lebt, ist ewiges Leben, und alle, die ihn im vollständigen Sinne kennen, werden ewiges Leben haben. „Siehe, das Geheimnis des Göttlichen, wie groß ist es doch!” (LuB 19:10.) [16]

NICHT-HLT-Autor(en)

Christopher Stead der Cambridge Divinity School (ein anderer nicht-HLT-Gelerhter) erklärt, wie das Statement, dass Gott Geist ist, im alten Judaismus interpretiert worden wäre.

Wenn man sagt, dass Gott spsirituell ist, meinen wir nicht, dass er keinen Körper hat - sondern dass er die Quelle einer misteriösen lebensspendenden Kraft und Energie ist, die den menschlichen Körper belebt, und er selbst besitzt diese Energie im vollsten Umfang. [17]

Es mag sein, dass Joseph Smith durch Offenbarung etwas wie das im Sinn hatte, als er schrieb, dass der Vater eine Peson von Geist ist.

Zusammenfassung


After exploring the early evidence for Joseph's belief in an embodied Father, Son, and Holy Ghost (whether in flesh or spirit bodies), one author concluded:

What, then, shall be made of the lecture’s referring contrastingly to the Father as "a personage of spirit" and to the Son as "a personage of tabernacle"? Again, Webster’s 1828 dictionary is helpful. It lists "our natural body" as one use of the term tabernacle. Our natural body, I take it, is a body of flesh and bones. If so, the lectures affirm that God the Son has a flesh-and-bones body, humanlike in form, while God the Father has a spirit body, also humanlike in form. As mentioned, Joseph later knew that the Father, as well as the Son, has a glorious, incorruptible body of flesh and bone. No doubt, his understanding of the mode of the Father’s embodiment was enlarged and refined as he continued to receive and reflect on revelation.[18]

The Lectures on Faith clearly taught a separation of the Father and Son. They also clearly taught that the Father and Son were "embodied," with visible forms having precise dimensions and position in space. Evidence from the Book of Mormon, Doctrine and Covenants, Church members, and the Church's antagonists all demonstrate that these doctrines go back to the earliest days of the Restoration. (This is not surprising, given that Joseph's First Vision would have made the separate nature of the Godhead crystal clear.)

Whether Joseph Smith understood at this point that the Father had a physical body (as distinct from a spirit body upon which man's body was patterned) is not entirely clear, although some, such as Bruce R. McConkie, believe there is a basis for such in the Lectures on Faith. One thing is for certain, Joseph clearly did not believe in the non-embodied God of classical trinitarianism. Nor did Joseph teach of a Father and Son "of one substance" as the trinitarian creeds of his day defined them.

Fußnoten

  1. [back] See Larry E. Dahl, "Lectures on Faith," in Encyclopedia of Mormonism, 4 vols., edited by Daniel H. Ludlow, (New York, Macmillan Publishing, 1992), 2:818–821. Link Link
  2. [back]  Lectures on Faith Num 5, 5:2a-5:2e
  3. [back]  See David L. Paulsen, "The Doctrine of Divine Embodiment: Restoration, Judeo-Christian, and Philosophical Perspectives," Brigham Young University Studies 35 no. 4 (1995–96), 6–94.
  4. [back]  Stephen Post, “Mormon Defence.--No. II,” Christian Palladium (Union Mills, New York) 6, no. 15 (1 December 1837): 230–31. Link
  5. [back]  Oliver Barr, “Mormonism--No. V,” The Christian Palladium (Union Mills, New York) 6, no. 18 (15 January 1838): 275. Link
  6. [back] Lucy Mack Smith, The History of Joseph Smith By His Mother Lucy Mack Smith, edited by Preston Nibley, (Salt Lake City, Utah: Bookcraft, 1956), 161. AISN B000FH6N04.
  7. [back]  The Reflector, 2/13 (14 February 1831). [Palmyra, New York]
  8. [back]  F. Mark McKiernan, An Early Latter-day Saint History: The Book of John Whitmer (Independence, MO.: Herald Publishing House 1980), 67, punctuation corrected; cited in Robert L. Millet, "Joseph Smith and Modern Mormonism: Orthodoxy, Neoorthodoxy, Tension, and Tradition," Brigham Young University Studies 29 no. 3 (Summer 1989), 49–68.
  9. [back]  ; as cited in Millet, "Joseph Smith and Modern Mormonism," footnote 12.
  10. [back] The current D&C 76 vision was first published in Evening and Morning Star, Independence, Missouri, July 1832.
  11. [back] 3 October 1883, Salt Lake School of the Prophets Minute Book 1883 (Palm Desert, California: ULC Press, 1981), 39; cited in Paulsen, 34.
  12. [back] An Abridged Record of the Life of John Murdock Taken From His Journal by Himself," (typescript) Special Collections, Harold B. Lee Library, Brigham Young University, Provo, Utah, 13; cited in Paulsen, 35.
  13. [back]  Milton V. Backman, Jr., "Truman Coe's 1836 Description of Mormonism," Brigham Young University Studies 17 no. 3 (1977), 347–350, 354.
  14. [back]  Milton V. Backman, Jr., "Joseph Smith's First Vision: Cornerstone of a Latter-day Faith," in To Be Learned is Good, If ..., ed. Robert L. Millet (Salt Lake City: Bookcraft, 1987),; cited in Millet, "Joseph Smith and Modern Mormonism," 59.
  15. [back]  Bruce R. McConkie, A New Witness for the Articles of Faith (Salt Lake City: Deseret Book Co., 1985), 72–76. ISBN 0877478724. ISBN 978-0877478720.
  16. [back] Christopher Stead, Philosophy in Christian Antiquity (Cambridge: Cambridge University Press, 1994), 98.
  17. [back]  See David L. Paulsen, "The Doctrine of Divine Embodiment: Restoration, Judeo-Christian, and PhilosophicalPerspectives," Brigham Young University Studies 35 no. 4 (1995–96), 6–94.



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  • Enzyklopädie des Mormonismus - Lehre und Bündnisse Link
  • Enzyklopädie des Mormonismus - Lehre und Bündnisse Ausgaben Link
  • Enzyklopädie des Mormonismus - Lehre und Bündnisse als Literatur Link
  • Hilfreiche Anregungen für das Studium des Buches Lehre und Bündnisse - Liahona Januar 2009 Link
  • Marlin K. Jensen, "Die Joseph-Smith-Papiere: die handschriftlichen Offenbarungsbücher", Liahona, Juli 2009, 6–11 Link
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